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Autor Thema: Beschluss des Bundeskabinetts: Der Mindestlohn steigt ab 2017 auf 8,84 Euro  (Gelesen 26632 mal)

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Online Lady Miou

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Zitat von: Klappstulle am 30. Mai 2017, 23:19:33
Hier im Osten kostet Leben auch was, trotzdem sind wir hier immer die Gearschten, wenn es um Rente & Lohn geht.

Ist man mit dem Mindestlohn generell, er führt gleich Richtung Altersarmut, egal ob Ost oder West.
Wenn Du ihre Zuneigung verdient hast, wird eine Katze dein Freund sein, aber niemals dein Sklave.          -Thèophile Gautier

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Zufriedenheit bei den Mindestlohnempfängern?
« Antwort #46 am: 14. Juni 2017, 15:48:32 »
Nicht nur mehr Geld: Arbeitsbedingungen und Arbeitszufriedenheit von Niedriglohnbeschäftigten mit Mindestlohn verbessert.

Der gesetzliche Mindestlohn hat die Arbeitsbedingungen und die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten im Niedriglohnsektor positiv beeinflusst. Das betrifft nicht nur die bessere Bezahlung. Beschäftigte, die vom Mindestlohn erfasst sind, konstatieren zwar oft gestiegene Ansprüche an ihre Arbeit, aber auch eine größere Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie, ein verbessertes Betriebsklima und höhere Wertschätzung durch Vorgesetzte. Das zeigt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.


-->> http://www.sozialticker.com/zufriedenheit-mindestlohnempfaengern/

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Einsicht bei Bundesministerin: Mindestlohn ist kein guter Lohn
« Antwort #47 am: 14. Juni 2017, 17:16:19 »
Bürger diskutierten mit Arbeitsministerin Andrea Nahles in Prenzlau über Löhne, Renten und Leiharbeit. Dabei sprach sie auch Reizthemen an.

Rund 100 Menschen nahmen am Dienstag in Prenzlau an einer Diskussionsrunde mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) über Mindestlohn und Rente teil. Zunächst sprach sie über Erfolge ihrer Arbeit, zum Beispiel beim Thema Mindestlohn, Tarifeinheit, Bundesteilhabegesetz und Rentenangleichung. Sie ging aber auch auf Punkte ein, die nicht erreicht wurden.


-->> http://www.nordkurier.de/prenzlau/mindestlohn-ist-kein-guter-lohn-1429036206.html

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Seit zwei Jahren steht auch Erntehelfern der Mindestlohn zu - für die Arbeit auf hessischen Spargelfeldern zum Beispiel. Das heißt nicht, dass ihn auch alle erhalten. Cosmin Popescu, der seinen richtigen Namen nicht online lesen will, mag nicht mehr. Seit Jahren arbeitet der Rumäne als Saisonarbeiter für einen südhessischen Spargelbauern, jetzt reicht es ihm: "Ich werde nicht wieder hierher kommen."

Der Hauptgrund: das Geld. Wie viel Popescu am Ende der Spargelsaison verdienen haben wird - er weiß es nicht. Zwar hätte mit der Einführung des Mindestlohns für Saisonkräfte im Jahr 2015 sein Verdienst steigen müssen. 8,60 Euro stehen Popescu demnach pro Stunde zu. Vor einigen Jahren hat er hier noch für 5,20 Euro pro Stunde gearbeitet. Doch der Mindest-Stundenlohn bleibt Theorie.


-->> http://hessenschau.de/wirtschaft/wenn-erntehelfer-um-den-mindestlohn-gebracht-werden,spargel-erntehelfer-104.html

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9,00 Euro statt 8,50 Euro: Berlin macht Ernst beim Mindestlohn
« Antwort #49 am: 16. Juni 2017, 16:46:31 »
Ab August sollen die öffentliche Hand und Firmen, die sich in Berlin um öffentliche Aufträge bewerben, 50 Cent pro Stunde mehr zahlen. Die Wirtschaft ist sauer.

50 Cent können Wirtschaft und Politik spalten. Um diesen Betrag will die rot-rot-grüne Koalition den Berliner Mindestlohn erhöhen und damit ihre Verabredung aus dem Koalitionsvertrag umsetzen. Statt 8,50 Euro sollen die öffentliche Hand und alle Unternehmen, die sich in Berlin um öffentliche Aufträge bewerben, künftig neun Euro in der Stunde zahlen – die erste Erhöhung seit 2013. Am nächsten Dienstag wird der Senat die entsprechenden Rechtsverordnungen durchwinken, in Kraft tritt die 50-Cent-Erhöhung wahrscheinlich am 1. August.


-->> http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/neun-euro-statt-8-50-euro-berlin-macht-ernst-beim-mindestlohn/19942354.html

Online coolio

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Richtig so - "Wirtschaft sauer" heisst letztlich: die Abzocke wird wieder ein klein wenig reduziert - mehr sind die 50 ct ja nicht...
Εν οίδα οτι ουδέν οίδα (Sokrates) alias: Scio nescire - zu deutsch: null Ahnung
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Deutscher Bundestag: Kommission entscheidet über Mindestlohn
« Antwort #51 am: 30. Juni 2017, 21:09:49 »
Der gesetzliche Mindestlohn steht in keinem Zusammenhang mit der Niedriglohnschwelle, sondern dient dazu, Beschäftigte vor Dumpinglöhnen zu schützen. Das stellt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/12722) auf eine Kleine Anfrage (18/12527) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen klar. Sie betont darin ebenfalls, dass die Entscheidung über eine angemessene Höhe des Mindestlohns nicht in der Politik, sondern von der Mindestlohnkommission getroffen werde.

-->> https://www.bundestag.de/presse/hib/2017_06/-/513640

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Mindestlohn: Effekte der Ausnahmeregelung für Langzeitarbeitslose
« Antwort #52 am: 07. Juli 2017, 21:28:56 »
Mit der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns wurde die Möglichkeit geschaffen, Langzeitarbeitslose für sechs Monate unterhalb des Mindestlohns zu beschäftigen. Diese Ausnahmeregelung wurde im ersten Jahr ihrer Existenz kaum nachgefragt, zumal auch die Fach- und Führungskräfte in den Jobcentern sie für wenig praktikabel halten. Effekte auf die Löhne und die Beschäftigung ehemals Langzeitarbeitsloser sind nicht zu verzeichnen.

-->> https://www.iab-forum.de/mindestlohn-in-deutschland-effekte-der-ausnahmeregelung-fuer-langzeitarbeitslose/

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Mehrere Gemüselieferanten des Discounters Lidl sollen ihren Mitarbeitern den Mindestlohn nicht immer gezahlt haben. Die Gehaltsabrechnungen wurden angeblich gefälscht.

Nach Informationen des NDR-Magazins "Panorama" ermittelt die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern gegen wichtige Lieferanten von Lidl. Die betroffenen Gemüseproduzenten werden verdächtigt, seit 2015 den Mindestlohn nicht immer gezahlt und Sozialversicherungsbeiträge nicht ordnungsgemäß abgeführt zu haben.


-->> http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/lidl-lieferanten-sollen-mindestlohn-nicht-bezahlt-haben-aid-1.6913569

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Anstieg im ersten Halbjahr: Mehr als 2400 Verstöße gegen den Mindestlohn
« Antwort #54 am: 22. September 2017, 06:59:23 »
Die Kontrollen des Zolls scheinen sich zu lohnen: Die Zahl der Verfahren wegen Verstößen gegen den Mindestlohn könnte sich in diesem Jahr mehr als verdoppeln. In Deutschland sind laut einem Zeitungsbericht in diesem Jahr schon deutlich mehr Verstöße gegen den Mindestlohn aufgedeckt worden als im Vorjahr. Mitarbeiter der „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ (FKS) des Zolls leiteten deswegen in den ersten sechs Monaten 2433 Ermittlungsverfahren ein, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Im Vorjahreszeitraum seien es dagegen nur 1711 Verfahren gewesen.

Auch die Gesamthöhe der verhängten Bußgelder erhöhte sich dem Bericht zufolge deutlich, sie stieg von 11,4 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2016 auf fast 19 Millionen in diesem Jahr, wie die Zeitung unter Berufung auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen berichtete.


-->> http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/verstoesse-gegen-mindestlohn-steigen-an-15209148.html

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Mindestlohn gilt auch für Saisonarbeiter
« Antwort #55 am: 15. Oktober 2017, 09:57:48 »
Saisonkräfte in Wintersportgebieten sind reguläre Arbeitnehmer, mit den gleichen Rechten und Pflichten wie andere Beschäftigte. Deshalb haben sie in Deutschland auch Anspruch auf den Mindestlohn, sagt Tjark Menssen, Leiter der Rechtsabteilung des DGB-Rechtsschutz. Es gibt aber eine Ausnahme: Arbeitgeber dürfen zwar Sachleistungen wie einen Dienstwagen eigentlich nicht auf den Lohn anrechnen. Bei Saisonarbeitern sei es aber ausnahmsweise zulässig, Kost und Logis abzuziehen.

-->> http://www.rp-online.de/leben/beruf/mindestlohn-gilt-auch-fuer-saisonarbeiter-aid-1.7139225

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DGB warnt vor Aufweichung des Mindestlohns
« Antwort #56 am: 15. Oktober 2017, 09:58:30 »
Angesichts eines Vorstoßes der schleswig-holsteinischen Jamaika-Koalition hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) vor einer Aufweichung des 2015 eingeführten gesetzlichen Mindestlohns gewarnt.

"Wer arbeitet, hat einen Rechtsanspruch auf einen anständigen Lohn, ob Vollzeit oder Teilzeit", erklärte DGB-Chef Reiner Hoffmann am Donnerstag. Dafür müsse die Arbeitszeit erfasst werden. Die Landesregierung aus CDU, FDP und Grünen in Kiel will den Mindestlohn "handhabbarer und praxisnäher" machen, indem bei der Arbeitszeiterfassung zwischen Voll- und Teilzeit unterschieden wird. Sie reichte dazu in dieser Woche beim Bundesrat einen entsprechenden Gesetzesentwurf ein.


-->> https://www.onvista.de/news/dgb-warnt-vor-aufweichung-des-mindestlohns-75514605
« Letzte Änderung: 15. Oktober 2017, 11:08:08 von Meck »

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Deutscher Bundestag: SPD-Fraktion will Mindestlohn sichern
« Antwort #57 am: 30. Oktober 2017, 10:03:46 »
Die Bundesregierung soll eine Aushöhlung des Mindestlohngesetzes verhindern. Insbesondere soll eine Aufweichung der Dokumentationspflicht der Arbeitszeit verhindern werden. Die Dokumentationspflicht sei "eine notwendige Voraussetzung für eine wirksame Kontrolle der Einhaltung des Mindestlohns", verlangt die SPD-Fraktion in einem Antrag (19/17). Die Bundesregierung wird außerdem aufgefordert, sich für eine Erhöhung der Zahl der Mitarbeiter in der Finanzkontrolle Schwarzarbeit einzusetzen und damit eine wirksame Kontrolle der Einhaltung des Mindestlohns zu ermöglichen.

-->> https://www.bundestag.de/presse/hib/2017_10/-/530256

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Gastgewerbe: Unregelmäßigkeiten bei Mindestlohn
« Antwort #58 am: 15. November 2017, 13:06:37 »
Das Hauptzollamt Erfurt hat bei Kontrollen im Gastgewerbe in Thüringen und Südwestsachsen insgesamt 178 Unregelmäßigkeiten bei Arbeitsverhältnissen aufgedeckt. Insgesamt wurden dafür in 335 Gastronomiebetrieben Beschäftigte befragt, wie das Hauptzollamt am Dienstag mitteilte. In 176 Betrieben wurden demnach zusätzlich die Geschäftsunterlagen geprüft.

In 61 Fällen ergaben sich Anhaltspunkte, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten nicht den gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Dafür droht eine Geldbuße von bis zu 500 000 Euro. Auch bei der Abführung der Sozialversicherungsbeiträge der Beschäftigten stießen die Ermittler auf zahlreiche Unregelmäßigkeiten. Es wird in 41 Fällen ermittelt.


-->> http://www.focus.de/regional/sachsen/gastgewerbe-gastgewerbe-unregelmaessigkeiten-bei-mindestlohn_id_7847018.html

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Thüringer Friseurhandwerk sieht Mindestlohn positiv
« Antwort #59 am: 15. November 2017, 13:07:10 »
Der Trend zu Billigsalons ist nach Einschätzung des Friseurhandwerks in Thüringen und Sachsen-Anhalt rückläufig. Grund dafür sei die Einführung des Mindestlohns, sagte Landesinnungsmeisterin Sybille Hain am Sonntag in Erfurt. "Die Spreu trennt sich vom Weizen." Nur auf einen möglichst niedrigen Preis für Schneiden, Waschen und Föhnen zu setzen, sei nicht möglich, wenn der Mindestlohn - zurzeit 8,84 Euro pro Stunde - gezahlt werden müsse. In den beiden Bundesländern gibt es Hain zufolge rund 4000 Friseurgeschäfte mit etwa 8000 Beschäftigten. Die Innung hat 200 Mitgliedsbetriebe.

-->> https://www.thueringen24.de/erfurt/article212525165/Thueringer-Friseurhandwerk-sieht-Mindestlohn-positiv.html