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Autor Thema: Ältere ALG II Leute  (Gelesen 10413 mal)

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Offline kroetenschleim

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #15 am: 04. November 2016, 16:26:48 »
Da würde nur eines helfen: eine - nicht nur jährlich 5 Euro - Erhöhung des Regelsatzes für alle ALG-Empfänger.

Offline Annemarie

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #16 am: 04. November 2016, 19:38:21 »
In Vollzeit komme ich da nie mehr rein, selbständig auch nicht, habe verschiedene gesundheitliche Probleme, da sind außerdem nur  Leute unter 40/45 gefragt, ich bin 62.

Ist dein Rentenkonto schon geklärt, weißt du bereits, wann du wieviel Rente bekommen kannst? Wenn du lange verheiratet warst und mehrere Kinder hast, muss das nicht zwangsläufig nichts sein. Vielleicht wäre es sinnvoll, statt über nicht mehr änderbare Dinge zu lamentieren, sich Gedanken über die nicht so ferne Zukunft zu machen.

Ja, mein Rentenkonto ist geklärt, bin 62, meine Rente wird nicht hoch sein, wird so ungefähr im Bereich der Grundsicherung liegen, oder ganz knapp drüber.

Hausfrauen haben ihren Kindern eine Ausbildung ermöglicht

Das schafffen und schafften auch (teil-)erwerbstätige Mütter.

Offline Annemarie

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #17 am: 05. November 2016, 00:43:09 »
Das wollte ich auch gerade schreiben. Ich war immer berufstätig, außer das erste halbe Jahr nach der Geburt meiner Tochter. Ich war ihr ein gutes Vorbild. Sie hat eine gute Ausbildung, steht voll im Berufsleben, ist jetzt selbst Mutter und geht nach einem Jahr Babypause auch wieder arbeiten. Das Zeitalter der nur Hausfrau ist schon längst vorbei. Meine beiden Schwestern (10 und 17 Jahre älter als ich) waren auch nur Hausfrauen und sind jetzt auch am jammern, dass sie nur eine kleine Rente bekommen. .

Hallo Birgit 63, es ist abhängig vom Beruf des Vaters, dem eigenen Beruf, der örtlichen Situation.
Als meine Kinder klein waren, der Vater hatte eine leitende Position in einem mittelständischem Unternehmen, war ungefähr 80 Stunden /Woche außer Haus, kam allerdings mittags heim, wollte pünktlich  um 12.40 h sein Essen.  Außerdem sollte ich für die Firma des Ehemannes einiges organisieren, Brotzeiten besorgen, Geschäftsessen planen, verschiedene Botengänge  usw. Sicher hätte ich meinen Beruf weiter ausüben können, sobald beide Kinder im Kindergarten waren, der Kindergarten in unserem Dorf ging aber nur bis 11. 20 h,  spätestens 11.30 h. In dem Dorf hätte ich keine Stelle gefunden, wohl aber sicher in der 20 km entfernten größeren  Stadt, wo aber die Arbeitszeit für eine Halbtagstätigkeit von 9 - 13 h gewesen wäre.  Hatte während dieser Zeit einige Ehrenämter in Vereinen, auch Vorstandstätigkeiten.  Ferner machte ich auch privat einige Fortbildungen mit Abschluß.
Außerdem hatte ich es finanziell nicht wirklich nötig  erwerbstätig zu sein. Der Ehemann, geb.1945, wollte es übrigens auch nicht, war damals ein uneheliches Kind, kam schon als Baby in eine Krippe, war dann ein Schlüsselkind.

Was ich nicht vertragen kann, wenn die Hausfrauentätigkeit überhaupt nicht als Arbeit gilt.  Hoffentlich kann sich die CSU da durchsetzen, daß die Mütterrente aufgewertet wird. 


Offline Annemarie

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #18 am: 05. November 2016, 03:52:29 »
Zitat von: Annemarie am 04. November 2016, 03:17:04
Meine selbständige Tätigkeit in den letzten Jahren bestand aus dem erteilen von Reitunterricht, Hofversorgung als Urlaubsvertretung und ähnlichem. Wenn ich irgendwo hin muß, für eine  Woche 500 € bekomme, aber 200 € an Fahrtkosten habe, was bleibt mir dann noch von den 500 €, nur mal so als Beispiel. Freimensch, würdest du 8 -10 Pferde versorgen, Ställe ausmisten usw., wenn dir nur diese paar wenigen € bleiben ?
Und genau da liegt das Problem. Du hast ein Hobby betrieben das dir einige Euronen im Monat gebracht hat. Nicht mehr und nicht weniger. Hättest du statt 8 - 10 Pferde nur 4 - 5 Pferde täglich versorgt, so hättest du noch mindestens ner Teilzeitstelle, wenn nicht sogar noch ner Vollzeitstelle nachgehen können. Dann sähe die Lage jetzt nicht so aus.
Ich würde auch gerne meinen Vollzeitjob hinwerfen und mich zukünftig ausschließlich um die 3 - 4 Pferde am Stall kümmern, misten, füttern, bewegen, Weiden pflegen, Ponyreiten anbieten, Zäune flicken usw. Aber da ich von irgendwas leben muss und auch im Rentenalter über die Runden kommen muss, muss ich halt weiter in Vollzeit arbeiten und die Pferde nach Feierabend und am Wochenende versorgen. Als kleine Anmerkung noch, es sind natürlich nicht meine eigenen Pferde.

Big Mama, kennst du den Beruf der Pferdewirte, das sind Fachleute, keine Pony Schmuser.
Ich hab z.B. Urlaubsvertretungen auf einer Hengststation gemacht, Warmblüter, kein Ponyhof. Hatte dort auch mit dem Chef zusammen Junghengste  für die Hengsleistungsprüfung antrainiert. Ferner noch bei einer Springreiterin, die international geritten ist, hatte auch selbst die Pferde mit ihr zusammen trainiert. Hatte solche Urlaubsvertretungen über viele Jahre gemacht, auch bei Hobby Pferdehaltern. "Nebenbei" noch ein selbständiges kleines Handelsgeschäft gehabt. Durch private und auch gesundheitliche Einschränkungen sind diese Tätigkeiten leider nicht mehr durchgängig in Vollzeit möglich.
Ich hätte aber manchmal die Möglichkeit ein paar Wochen zu arbeiten, siehe oben, was ich aber nicht machen kann, weil mir ja jedesmal der Lohn im jeweiligen Monat voll angerechnet wird, nicht auf 12 Monate verteilt wird.     

Genau deswegen, wäre es doch wirklich wesentlich gerechter, wenn alle Einkünfte auf wirklich 12 Monate verteilt werden könnten, das Finanzamt macht es doch auch so.
Auch der Freibetrag für alle Mini Jobber sollte auf 12 Monate verteilt werden können. Einige Mini Jobber arbeiten saisonal, Gastronomie als Beispiel, haben von Mai bis September  450 €, die anderen Monate null €.  5 x 450 € = 2250 : 12 =187,50, da würde doch auf den Monat gerechnet wesentlich mehr übrig  bleiben. Abgesehen davon, daß der Freibetrag sowieso viel zu gering ist. Meiner Meinung nach sollte es einen jährlichen Freibetrag geben, der nicht weit unter 3000 € liegen dürfte.  Freibetrag nicht von Januar bis Dezember, sondern für wirkliche 12 Monate, je nach individueller Situation.
Gerecht wäre auch ein zeitlich begrenzter erhöhter  Freibetrag für allein erziehende Mütter mit kleinen Kindern, wo der Vater keinen Unterhalt zahlen will oder kann.     Für Leute ü 55 ohne zeitliche Begrenzung, die bekommen sowieso keine feste Erwerbsarbeit mehr. 

Offline Sheherazade

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #19 am: 05. November 2016, 09:11:34 »
Deine Verbesserungsvorschläge entbehren definitiv einer gewissen Grundkenntnis der Materie. Die Einkünfte selbständiger Leistungsbezieher werden bereits auf einen ganzen Bewillgungszeitraum verteilt. Ebenso sind Einkünfte aus saisonalen Tätigkeiten und deren entsprechende Anrechnung keine Neuheit.
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline vierzehnnothelfer

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #20 am: 05. November 2016, 09:58:50 »

Es gibt sehr viele seit ewigen Zeiten ortsansässige BürgerInnen, die selbst ihre Sozialabgaben und
Steuern zahlten, ihre Eltern und sogar Großeltern auch. Es gibt auch sogenannte Hausfrauen, die sich so "nebenbei"   noch sozial und ehrenamtlich betätigten, alles für die Allgemeinheit, was aber irgendwie nicht zählt. Hausfrauen haben ihren Kindern eine Ausbildung ermöglicht, stehen aber nach der Scheidung vom Ehemann irgendwie dumm da, als wenn sie selbst nie eine anständige Ausbildung gemacht hätten, weil es ja leider schon länger her ist. Denen wird oft nicht mal der Schulabschluß anerkannt, sie gelten als Ungelernte ohne Schulabschluß, werden quasi mit solchen Leuten gleichgestellt.
Neuerdings kommen viele fremde Leute hier her, die hier nie irgendeinen Cent ans Finanzamt oder die Sozialkassen bezahlt hatten, ihre Eltern sowieso nicht.
Sorry, das mußte sein.
 Meinen Kindern hatte ich eine bessere Ausbildung ermöglicht, die Eltern meiner Schwiegertochter auch. Alle zahlen hier Steuern und Sozialabgaben. Ich finde es total ungerecht, daß ich die gleichen Sozialgelder  wie diese fremden Leute bekomme. Stopft mich bitte nicht in die Nazi Ecke. Die Schweizer und Österreicher denken wie ich.   


Es ist nicht unbedingt ein Argument, dass manche andere diese Meinung teilen.
Ich bin älter als Du, Annemarie. Von meinen Freundinnen war keine einzige Hausfrau.
Ich auch nicht. Obwohl die es nicht "nötig" hatten, haben sie gearbeitet und Rentenbeiträge bezahlt.
Wir haben alle kindgerechte Lösungen gefunden, um wenigstens Teilzeit arbeiten zu können.
Und unsere Kinder haben Abitur gemacht, studiert und sind berufstätig. Zahlen ein und
versuchen übrigens fast alle, den "fremden Leuten" zu helfen.






Offline eder

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #21 am: 05. November 2016, 10:23:38 »
Zitat von: Sheherazade am 05. November 2016, 09:11:34
Die Einkünfte selbständiger Leistungsbezieher werden bereits auf einen ganzen Bewillgungszeitraum verteilt. Ebenso sind Einkünfte aus saisonalen Tätigkeiten und deren entsprechende Anrechnung keine Neuheit

Dem wird wohl so sein, aber ich kann nicht entnehmen das es einen Gewerbebetrieb  gibt Sie geht auf Fremdhöfe „ also keine eigenen Einsteller etc.“ also ist schon richtig wenn das übern Minijob läuft

Offline Sheherazade

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #22 am: 05. November 2016, 11:21:15 »
Ich kann ihren Beiträgen überhaupt keinen genauen Sachverhalt entnehmen, mal schreibt sie von selbständig sein, mal von Minijob .......... fällt offenbar auch eher unter fehlende Grundkenntnisse.
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

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Online NevAda

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #23 am: 05. November 2016, 20:32:27 »
Zitat von: vierzehnnothelfer am 05. November 2016, 09:58:50
Ich finde es total ungerecht
Rat:
Informier' Dich mal. Spart Nerven.

Zitat von: vierzehnnothelfer am 05. November 2016, 09:58:50
Die Schweizer und Österreicher denken wie ich.
Das ist eine ganz böse, nicht haltbare Unterstellung.

Offline Annemarie

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #24 am: 06. November 2016, 00:47:28 »
Deine Verbesserungsvorschläge entbehren definitiv einer gewissen Grundkenntnis der Materie. Die Einkünfte selbständiger Leistungsbezieher werden bereits auf einen ganzen Bewillgungszeitraum verteilt. Ebenso sind Einkünfte aus saisonalen Tätigkeiten und deren entsprechende Anrechnung keine Neuheit.

@ Shererazade, was ist wenn das frühere Gewerbe abgemeldet werden mußte ?
Ich bin gut informiert, benötige keine irrelevanten Kommentare.
Es geht mir einzig und allein nur um einen höheren Freibetrag für ältere ALG  II  Leute, weil sie kaum Möglichkeiten haben  jemals aus dem  Hartz IV System raus zu kommen, sich aber dringend einige legale Euros dazu erarbeiten möchten/müssen.  Über Schwarzarbeit geht immer irgendwas.  Wenn diese aber bekannt werden sollten, gäbe es Sanktionen, Geldstrafen und Schikanen.

Offline Orakel

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #25 am: 06. November 2016, 05:51:51 »
Über Schwarzarbeit geht immer irgendwas.  Wenn diese aber bekannt werden sollten, gäbe es Sanktionen, Geldstrafen und Schikanen.

Was schwarz geht, geht grundsätzlich auch legal. Konsequenzen, die sich aus Schwarzarbeit ergeben, sind keine Schikane.
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Offline Sheherazade

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #26 am: 06. November 2016, 08:57:31 »
Also nicht fehlende Grundkenntnisse sondern eine verdrehte Rechtsauffassung.
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

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Offline Oppositiona

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #27 am: 06. November 2016, 09:35:58 »
Was ich nicht vertragen kann, wenn die Hausfrauentätigkeit überhaupt nicht als Arbeit gilt.  Hoffentlich kann sich die CSU da durchsetzen, daß die Mütterrente aufgewertet wird.

Deine Wünsche sind nachvollziehbar, doch leider kann ich dir da keine großen Hoffnungen machen. Bei heutiger Arbeitsmarktlage gibt es immer weniger Familien, die von einem Einkommen leben können, sprich: immer weiter um sich greifende Niedriglöhne – auch für qualifiziert erbrachte Arbeit, Leiharbeit /Aufstockung: Abhängigkeit vom Amt. Zeitlich limitierte Kräfte werden nicht nur bei Produktionsspitzen eingestellt, sondern die ebenfalls immer weiter um sich greifende Zeitarbeit von Arbeitgebern genutzt, um zu billigen qualifizierten Kräften zu kommen und sie schnell dann wieder loszuwerden, die nächsten stehen eh schon beim Arbeitsamt an. Selbst Minijobs werden immer begehrter, weil Lohnabhängige heute zusehen müssen, wie sie wenigstens mit einem Zubrot bei prekärer Arbeitsmarktlage über die Runden kommen. Hartz-IV-Gesetzgebungen haben Lohnabhängige entrechtet und erpressbar gemacht – siehe auch neue verschärftere diesbzgl. Gesetzgebungen.
Wiederum wird von Seiten der Politik über heutige demografische Lage geklagt, dabei wurde von dieser Seite aus forciert, dass sich junge Menschen heute immer weniger Kinder „leisten“ wollen/können. Deshalb setzte man auf Zuwanderung. Doch ob diese zukünftigen Fachkräftemangel ausgleichen wird, steht eh unter einem großen Fragezeichen...
Bei dieser rückschrittigen Politik (Soziales in der Marktwirtschaft wurde über Jahre stetig abgebaut) ist kaum daran zu glauben, dass gerade konservative Politiker etwas für Lohnabhängige bzw. Mütter/Eltern/Familien tun.
Vor Wahlen wird mal ein bisschen an den Schrauben gedreht und mitunter auch über Renten bzw. Mütterrenten geredet, doch es tut sich nichts für die Betroffenen, eindeutig herauszuhören, wer es denn wirklich will... Wahlversprechungen-Blabla...
Auch deine Beschreibung deiner Lebenslage ist für mich nachvollziehbar. Ich erlebe diese ebenfalls, nur ohne Pkw, aber ich lebe ja auch in einer Stadt mit Nahverkehr... Und dafür habe ich vollzeitlich qualifiziert 30 Jahre im Berufsleben gestanden. Danach weiterhin meine Berufserfahrungen und Qualifizierungen bei sog. Maßnahmejobs (freiwillig) mit eingebracht, um mit einem Witzzubrot über die Runden kommen zu können – für meine Rente wurde da nichts eingezahlt, weil: Die über lange Zeit bestehende Arbeitslosenhilfe wurde mit der Sozialhilfe zusammengelegt = ALG II, sodass meine erbrachte Lebensarbeitszeit bis zum erhöhten Renteneintrittsalter einfach zu einem Sozialhilfesatz verfällt, als hätte ich nie gearbeitet. Auch dafür wurde Hartz IV eingeführt, nicht nur um Lohnabhängige zu erpressen, sondern ihnen auch noch deren Renten zu klauen. Altersarmut wurde per Gesetz festgelegt und gleichzeitig wird sich weiter an den Rententöpfen gütlich gehalten für versicherungsfremde Leistungen...
Die Menschen müssen wieder auf die Straße gehen, denn von den Polititniks aus ist keine Änderung zu erwarten, höchstens nur solche Änderungen, die das Leben Lohnabhängiger noch schwerer machen zu Gunsten der Privilegierten und Reichen...

Offline Annemarie

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #28 am: 07. November 2016, 02:04:22 »
Also nicht fehlende Grundkenntnisse sondern eine verdrehte Rechtsauffassung.

Habe wirklich keine verdrehte Rechtsauffassung. Das momentane Recht wurde oft nur für die etwas mehr begüterten Leute gemacht, leider nicht für arme Leute.
In diesem Forum erwartete ich Mitglieder/Mitschreiber, die der ursprünglichen sozialen Marktwirtschaft anhängen, auch Leute mit einer eher sogenannten linken  Einstellung, nicht Leute die  den Vorstellungen der neoliberalen  Ideologie anhängen.  Ich erwartete hier auch Leute, die eine konträre Meinung zu Nahles und v.d. L, Merkel, Gabriel, Müntefehring und ....
 haben.

Offline Sheherazade

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Re: Ältere ALG II Leute
« Antwort #29 am: 07. November 2016, 05:55:18 »
Tut mir schrecklich leid, dass man deine Erwartungen nicht erfüllt. Das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert.
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)