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Autor Thema: Gleichbehandlung von Kinder aus HartzIV Familien  (Gelesen 5717 mal)

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Offline Turbo

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Re: Gleichbehandlung von Kinder aus HartzIV Familien
« Antwort #15 am: 28. Juli 2017, 19:03:02 »
Zitat von: Rüdiger am 28. Juli 2017, 17:41:08
das versuche ich gerade , bekommst Du es mit?
Die Frage solltest du besser dir selbst stellen. Du hast da leichte Verständnisschwierigkeiten.

Zitat von: Rüdiger am 28. Juli 2017, 16:33:17
wie begründet man es das Sie von 100 Euro nur 20Euro behalten darf und andere 100Euro und wieso Sie nur 4 Wochen Ferienarbeit verrichten darf und 1200Euro verdienen kann und andere Kinder halt 3 Monate und 2850 verdienen können.
Braucht man nicht begründen, weil es ganz einfach nicht stimmt. Behalten und verdienen dürfen beide gleich viel. Der Unterschied liegt nur darin, für was sie diesen Verdienst dann benutzen dürfen oder müssen. ALG2 ist nun mal eine Sozialleistung, die man dann bekommt, wenn man sich nicht selbst finanzieren kann. Ich gebe dir insofern recht, dass es für die Kinder ungerecht erscheint, aber wie soll man es anders regeln?

Zitat von: Rüdiger am 28. Juli 2017, 18:23:34
Wenn Du aber das schwammige gelesen hast dann müsstest Du mitbekommen haben das ich verstehe das Sie einen Anteil zum Leben dazu geben muss wie bei reichen Eltern.
Was denkst du denn, für was Ausbildungsentgelt, Bafög oder BAB gedacht sind? Doch nicht als Taschengeld,das soll dem Lebensunterhalt dienen. Wohnen sie nicht mehr zu Hause, geht das Geld auch komplett weg.

Zitat von: Rüdiger am 28. Juli 2017, 12:17:50
Wo soll da die Motivation bei den Kindern sein oder wo ist die Chancengleichheit/ Gleichbehandlung? Man erzieht sich hier die neue Hartz IV Generation heran auf Kosten unserer Kinder und das kann nicht sein und ist auch unverständlich.
Ja, wo soll bloß die Motivation herkommen? Wie ich schon schrieb, zuerst mal auf dich selber blicken. Auf der einen Seite die Kinder in diese Situation zu bringen, nur weil man selber es sich in seinem Halbtagsjob gemütlich eingerichtet hat und das auch nicht ändern möchte und auf der anderen die Verantwortung in Richtung Staat zu schieben, wäre etwas schwach.

Online MichaK

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Re: Gleichbehandlung von Kinder aus HartzIV Familien
« Antwort #16 am: 28. Juli 2017, 19:38:34 »
Siehe 20% von 100% bei Nebentätigkeit und 4 Wochen Ferienarbeit für 1200Euro anstatt 3 Monate für 2850 Euro. Ich sehe hierin das mit zweierlei Mass gemessen wird und halte dieses nicht für gerechtfertigt.

Hallo,

nu wenn sich es darauf reduziert, kommt das wohl in der Ausprägung eher selten vor. Deswegen so ein "Geschrei" ? Du sprichst von H4- Kindern und meinst doch nur einige Wenige ?
Aber ok, ist natürlich zweierlei Maß.
„Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken.“
Karl Marx (MEW 3/46)

Offline Evenflow DDT

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Re: Gleichbehandlung von Kinder aus HartzIV Familien
« Antwort #17 am: 29. Juli 2017, 00:50:37 »
Wenn das 17 jährige Kind jetzt 18 wäre und in eine eigene Wohnung zieht, was meinst du, bleibt ihr dann vom Lohn? Müsste sie da nicht auch vom Lohn ihren Lebensunterhalt bestreiten? Es ist doch kein Taschengeld und dient nunmal in erster Linie dazu, das Leben, also Essen, Trinken, Unterkunft etc. zu finanzieren. Egal, ob nun in einer eigenen Wohnung oder noch im elterlichen Haushalt.

Offline Quinky

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Re: Gleichbehandlung von Kinder aus HartzIV Familien
« Antwort #18 am: 29. Juli 2017, 15:58:46 »
Das erwachsene Kinder ihr leben normalerweise selbst finanzieren (müssen) sehe ich auch so, das Azubis sich an den Kosten beteiligen müssen ist völlig klar. Auch zu früheren Zeiten mußten sich Kinder, wenn sie selbst Geld verdienten, Kostgeld oder ähnliches abgeben. Jedoch geht es bei HartzIV um die Größenordnung oder sogar bei jüngeren Kinder um die komplette Wegnahme des FREIWILLIG verdienten Geldes. Hier für dann die Nebenverdienstregelung die Leistung von Kindern "ad absurdum" = wenn Du arbeitest, nimmt dir der Staat das KOMPLETTE Geld weg!

Kleines Beispiel gefällig?

13jähriger verdient sich Taschengeld hinzu: 100€ im Monat im Rahmen des Jugendschutzgesetzes(was er laut HartzIV-Regelung tatsächlich behalten darf), davon gibt seiner Mutter freiwillig 50€ für allgemeine Kosten ab.
JETZT verdient er in ein paar Stunden mehr 50€ mehr. Dieser Betrag wird in VOLLER Höhe (Freibetragsrechnung nach § 11 ist NICHT gültig bei 13 bzw. 14jährigen) von seinem ALGII-Anspruch abgezogen. Die Mutter MUSS!!!!! ihm die KOMPLETTEN 50€ abnehmen, ihn also praktisch beklauen laut Gesetz!!!, damit sie ihn ernähren kann.
Der Staat erzwing die VÖLLIGE Enteignung des fleißigen Kindes!! Von Arbeit lohnen kann keine Rede sein, sondern die Sklavenhaltung bei armen Kindern ist Gesetz!
ÜBRIGENS:
WENN ein Kind arbeitet, darf es laut Gesetz von JEDEM Arbeitgeber finanziell ausgebeutet werden, da unsere Regierung die besonders zu schützenden minderjährigen vom Mindestlohn ausgeschlossen hat!!!
Selbst Löhne von 4€/Stunde, 3€/Stunde und weniger sind erlaubt., auch wenn die Arbeit, von einem Erwachsenen in gleicher Zeit und Qualität ausgeführt, gesetzlich den Mindestlohn garantieren!!

Ein HartzIV-Kind bekommt wenn es arbeitet wenig Lohn und wenn es besonders fleißig ist, sogar per Enteignung das Geld weggenommen. Gegen solche Ungerechtigkeiten muß vorgegangen werden.
Auch sind die Regelsatzermittlungen absolut lachhaft. Ein Kind wächst ja nicht, was Kleidung betrifft, sondern benötigt wie Erwachsene ungefähr alle 10 Jahre neue Kleidung (der 10jährige kann also die Hose anziehen, die ihm als 5jähriger gepasst hat!!!)
Warum die Erwachsenen für Körperpflege Warmwasser in der Größenordnung von 9€/Monat, kleinere Kinder jedoch nur 1,50/2€(wohlgemerkt laut Regelsatzverordnung) für Körperpflege benötigen, konnte mir niemand erklären. Oder ist es so, Kinder brauchen sich nur jeden 6. Tag zu waschen?
Hier kann man in den Regelsätzen noch diverses anführen. Für Weiterbildung ca alle 6-10 JAHRE ein Buch, mehr ist nicht voirgesehen.
Selbstverständlich erklärt die alte und die neue Bundearbeitsministerin das für völlig in Ordnung. Diese Ordnung sollte man beiden um die Ohren hauen!!!
Die siebenfache Mutter weis ja, das keines ihrer 7 Kinder innerhalb 18 Jahren gewachsen ist!!!

Es geht um die absolute Ungleichbehandlung armer Kinder.

Warum wird armen Kindern das Kindergeld weggenommen (wenn sie für sich selbst sorgen), reiche bekommen es zusätzlich, ganz reiche sogar 25 Jahre mehr Kindergeld als jede andere Kind??

Gruß
Ernie