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Autor Thema: Schwangerschaft, Beschäftigungsverbot, Geringverdiener Hartz4 o.Sozialhilfe?  (Gelesen 1267 mal)

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Offline music

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Guten Tag alle zusammen  :yes:

ich bin Teilzeitbeschäftigte und seit dem 14.08. im Beschäftigungsverbot nach § 3 Absatz 1 des MuschG, bis zum 29.12.17. Mein Entbindungstermin ist Anfang Februar.
Da ich mit meinem Gehalt nicht auskomme, habe ich einen Hartz4 Antrag gestellt.
Jetzt habe ich gestern Post bekommen mit einer Einladung und im Anhang ist ein riesen Bogen den ich noch über meinen beruflichen Werdegang, berufliche Ziele/Wünsche usw. aussfüllen muss.
Nun stellt sich mir die Frage, ob ich da überhaupt richtig bin, denn ich habe ja das Beschäftigungsverbot und darf ab Januar erstmal nicht mehr arbeiten. :scratch:
Hätte ich meinen Antrag beim Sozialamt stellen müssen?

Vielen Dank.


Offline Birgit63

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Wenn man ein Berufsverbot hat, bekommt man doch weiterhin sein Gehalt. Wieso reicht es jetzt nicht mehr, wenn es doch vorher gereicht.

Online Sheherazade

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Jetzt habe ich gestern Post bekommen mit einer Einladung und im Anhang ist ein riesen Bogen den ich noch über meinen beruflichen Werdegang, berufliche Ziele/Wünsche usw. aussfüllen muss.
Nun stellt sich mir die Frage, ob ich da überhaupt richtig bin

Ja, bist du. Bei einem Erstantrag gibt es erstmal das volle Programm.
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline coolio

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Zitat
im Anhang ist ein riesen Bogen
Was steht da drüber? Inwiefern wirst Du verpflichtet (gruslige Drohung).
Dein Profil und die Eingliederungsziele / -Strategie sind gemeinsam eben bei dem Termin zu erarbeiten.
Vielleicht holst Du ein wenig weiter aus?!
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Offline music

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Weil ich vorher nie Leistungen bezogen habe, obwohl ich es bei meinem Gehalt hätte tun können, mir jetzt die Sonntagszuschläge fehlen, ich mir nicht dauernd Geld borgen kann und die Schwangerschaft und dann das Baby mich noch mehr kosten.
Einen neuen Job mit dickem Bauch werde ich wohl kaum bekommen.

Ich habe kein Problem damit die ganzen Anlagen auszufüllen, ich möchte mich sowieso beruflich verändern, da für mich die Wochenendarbeit nicht mehr in Frage kommt, wenn ich Mutter bin.

Nun habe ich Freitag weitere Post erhalten. Sprich meinen Antrag zurück bekommen, weil ihnen für die Bearbeitung noch Unterlagen fehlen;

Ich soll nun einen Bogen ausfüllen, der sich Haushaltsgemeinschaft nennt.
Ich habe mal gegooglet und ich habe weder eine Bedarfsgemeinschaft, noch eine Haushaltsgemeinschaft.
Anlass dafür ist sicherlich, dass ich im Haus meiner Mutter (71 Jahre) lebe und eine Nebenkostenpauschale bezahle aber keine Miete.
Trotzdem haben wir in diesem Haus zwei getrennte Wohnungen.
Somit haben wir doch keine Haushaltsgemeinschaft.  :scratch:

Desweiteren wollen sie ungeschwärzte Kontoauszüge ab Juli haben (m.E. sind nur die letzten 3 Monate vorzulegen?)
Und sie wollen einen aktuellen Paypalkontostand. (ich hab gar keinen  :grins: )

Dann habe ich noch einen Bogen bekommen UH2 (Unterhalt). Doch das kann ich noch gar nicht ausfüllen, da das Kind erst im Februar geboren wird.
Auch eine Vaterschaftsanerkennung habe ich ja dementsprechend noch nicht.

Und wofür braucht das JobCenter eine Kopie meiner KFZ Haftpflichtversicherung und dem Kraftfahrzeugbrief??

Offline Turbo

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Zitat von: music am 06. November 2017, 10:16:42
Dann habe ich noch einen Bogen bekommen UH2 (Unterhalt). Doch das kann ich noch gar nicht ausfüllen, da das Kind erst im Februar geboren wird.
Auch eine Vaterschaftsanerkennung habe ich ja dementsprechend noch nicht.
Der Vater ist nicht nur dem Kind, sondern, sofern leistungsfähig, auch dir gegenüber zu Unterhalt verpflichtet.

Offline Birgit63

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Ja dir ab 6 Wochen vor der Geburt bis zum 3. Lebensjahr des Kindes.

Offline Beluga

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Nun habe ich Freitag weitere Post [vom Jobcenter] erhalten. Sprich meinen Antrag [für Leistungen nach SGB II] zurück bekommen, weil ihnen für die Bearbeitung noch Unterlagen fehlen;
1.
Desweiteren wollen sie [Jobcenter] ungeschwärzte Kontoauszüge ab Juli haben (m.E. sind nur die letzten 3 Monate vorzulegen?)
Lt. Deiner Beträge in diesem Forum, beschäftigst Du Dich seit dem „21. August 2017“ mit dem Thema Leistungen nach SGB II.
Womöglich hast Du bereits um diesen Zeitpunkt herum Kontakt zum Jobcenter/zur Agentur für Arbeit aufgenommen,
und in diesem Zusammenhang dem Jobcenter/der Agentur für Arbeit auch etwas von Dir erzählt.
Oder Du hast einen - für den Jobcenter - erklärungsbedürftigen Lebenswandel.
Wenn dem so ist,
dann ist es vom Jobenter korrekt, nach Deinen „ungeschwärtzen Kontoauszügen“
ab einem gewissen Datum (in Deinem Fall: „ab Juli“ 2017) vorzulegen.

2.
Und wofür braucht das JobCenter eine Kopie meiner KFZ Haftpflichtversicherung und dem Kraftfahrzeugbrief?
Das Jobcenter will wissen, wer der Eigentümer Deines „Auto“, lt. Deiner Threaderöffnung vom 21.08.2017 um 08:38 Uhr,  ist.

Offline music

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Ich habe den Antrag erst zum Ende letzten Monats per Post eingereicht und vorher keinen Kontakt gehabt.
Ich habe auch kein Problem damit, die geforderten Unterlagen einzureichen. Es ist eben Neuland für mich und extrem viel auf einen Mal, das alles überfordert mich gerade ganz schön. (Muss ja noch viele andere Dinge vor der Geburt regeln)

Es ist jetzt soweit auch alles fertig und geht morgen raus.

Was ich komisch finde ist, dass ich die Anlage HG ausfüllen soll.
Ich habe mal nachgelesen, was Haushaltsgemeinschaft bedeutet und es trifft ja nicht zu.
Ich lebe in der oberen Etage mietfrei im Haus meiner Mutter, da ihr Eigentum. Jeder hat seine eigenen Räumlichkeiten, eigenes Bad und eigene Küche. Jeder lebt sein Leben.
Also sind wir doch zwei getrennte Haushalte oder verstehe ich da was nicht?
Habs ausgefüllt so wie ich konnte.






Online Sheherazade

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Ich habe mal nachgelesen, was Haushaltsgemeinschaft bedeutet und es trifft ja nicht zu.
Ich lebe in der oberen Etage mietfrei im Haus meiner Mutter, da ihr Eigentum.

Kann man drüber streiten. Meiner Meinung nach ist das kostenlose Überlassen von Wohnraum auch eine Form von Unterstützung.
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Offline Hexe

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Zitat von: Sheherazade am 07. November 2017, 17:29:51
Kann man drüber streiten. Meiner Meinung nach ist das kostenlose Überlassen von Wohnraum auch eine Form von Unterstützung.

Die TE ist von der KM befreit, allerdings nicht von den Nebenkosten.

Genauso ist es bei mir,ich bilde auch keine HG mit meinem Vermieter.
LG Hexe
Ich erteile keine Rechtsberatung sondern gebe nur meine eigene Erfahrung weiter

Online Sheherazade

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Die TE ist von der KM befreit, allerdings nicht von den Nebenkosten.

Man kann zwar in anderen Threads lesen, dass sie eine KBV machen wollte mit ihrer Mutter, aber ob sie es letztendlich auch getan hat? Sie würde ja sonst nicht von mietfrei schreiben.
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