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Autor Thema: Verhältnismässigkeit der unterkunft  (Gelesen 540 mal)

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Offline Baumann

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Verhältnismässigkeit der unterkunft
« am: 05. Januar 2018, 17:10:04 »
Hallo, ich bin demnächst in berlin auf wg-suche. Die frage ist wo ich solange wohnen soll bis ich eine wg gefunden habe. Wenn ich auf tagesbasis in nem hostel unterkomme (mehrere betten in einem zimmer) dann kostet das mindestens 12,- pro nacht. Wenn ich ein privatzimmer auf tages oder wochenbasis anmiete kostet das auch ungefähr 12,- mindestens pro nacht.  Ich habe den harz 4 antrag noch nicht gestellt. Mache das aber sofort sobald ich in berlin bin. D. h. ich stelle den antrag und wohne solange auf tages oder wochenbasis irgendwo, nach spätestens ein oder zwei wochen finde ich bestimmt ne wg in die ich sofort einziehen kann. Das mache ich dann einfach. Der alg 2 antrag wird dann vermutlich noch nicht durch sein, d. h. ich reiche die kosten der unterkunft für die ein oder zwei wochen nach und auch den neuen mietvertrag für die wg in der ich dann länger bleibe. Das klappt oder? Und noch was wichtiges, stichwort verhältnissmässigkeit/ angemessenheit der unterkunft: würde das jobcenter im nachhinein die kosten der unterkunft, fürs hostel oder fürs privatzimmer (die ein oder zwei wochen) erstatten?

Offline crazy

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Re: Verhältnismässigkeit der unterkunft
« Antwort #1 am: 05. Januar 2018, 17:13:27 »
Nur wenn es zwingend notwendig ist, dass Du ohne Bleibe zu haben einfach mal umziehst. Du wohnst sicher jetzt irgendwo, oder machst du gerade Platte?

Offline potamopyrgus

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Re: Verhältnismässigkeit der unterkunft
« Antwort #2 am: 05. Januar 2018, 19:13:40 »
würde das jobcenter im nachhinein die kosten der unterkunft, fürs hostel oder fürs privatzimmer (die ein oder zwei wochen) erstatten?

Definitiv nicht! Du wirst von deinem Eltern aus, also wo du jetzt wohnst, nach einer WG suchen müssen. Übers Internet, so wie alle anderen auch.
Du suchst ja nur eine WG und kein Einfamilienhaus.
Eine Freundin von mir vermietet Zimmer unter an Studenten, die hier ein Auslandssemester machen (die meisten aus Spanien, aber auch schonmal China oder USA). Das läuft ausschließlich über skype. Dann läuft sie mit dem laptop in der Wohnung rum und zeigt alles und unterhält sich mit den Leuten. Die haben natürlich nicht die finanziellen Mittel vor Ort nach WGs zu suchen.
Klappt alles.

Offline kaykaiser

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Re: Verhältnismässigkeit der unterkunft
« Antwort #3 am: 06. Januar 2018, 00:12:58 »
...würde das jobcenter im nachhinein die kosten der unterkunft, fürs hostel oder fürs privatzimmer (die ein oder zwei wochen) erstatten?

JC zahlen in Berlin i.d.R. bei verspäteter Bekanntgabe nicht für zurückliegende Unterkunftskosten. Diese Kosten müssen bereits auf dem Erstantrag angegeben und nachgewiesen werden. :weisnich:

Frage:
Bist Du über 25 Jahre alt? Wenn nicht, könnte es noch schwieriger werden, weil dann die JC liebend gern zum Verbleib im Elternhaus verweisen.

Edit:
Wenn Du keine Freunde und/oder Bekannte in Berlin hast, wird ein Platz in einer WG schwierig zu bekommen sein, weil immer mehr Studenten und Einheimische diesen Markt abdecken und die Mieter-Auswahl daher sehr groß ist. In Berlin herrscht akute Wohnungsnot, besonders wegen der nur "angemessenen" KdU im Bereich des SGB. Folglich werden immer mehr günstige WG-Plätze händeringend gesucht.
« Letzte Änderung: 06. Januar 2018, 00:34:31 von kaykaiser »
"Ich habe viel Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest hab’ ich einfach nur verprasst." - George Best

Ich habe nichts gegen Kritiker. Ich komme aus Ironien, das liegt direkt an der sarkastischen Grenze.

Offline potamopyrgus

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Re: Verhältnismässigkeit der unterkunft
« Antwort #4 am: 06. Januar 2018, 09:35:49 »
Naja...mit der KDU für Berlin hat man bei der großen Menge an Angeboten def. gute Auswahl. WG Mieten sind fast immer Pauschalmieten (also man könnte sogar noch was aus dem Strom RG drauflegen, wenns sein muss). Möbel sind teilweise oder ganz im Preis auch schon enthalten.

Einfach mal hier schauen. Es gibt natürlich auch richtig teure, aber zwischen 300-500€ findet man sehr viel.
http://www.wg-gesucht.de/wg-zimmer-in-Berlin.8.0.1.0.html

Offline crazy

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Re: Verhältnismässigkeit der unterkunft
« Antwort #5 am: 06. Januar 2018, 09:41:17 »
Berlin hat die angemessenen Kosten deutlich angehoben! Unbedingt neue Infos dazu ansehen.

Offline Baumann

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Re: Verhältnismässigkeit der unterkunft
« Antwort #6 am: 12. Januar 2018, 17:20:32 »
würde das jobcenter im nachhinein die kosten der unterkunft, fürs hostel oder fürs privatzimmer (die ein oder zwei wochen) erstatten?

Definitiv nicht! Du wirst von deinem Eltern aus, also wo du jetzt wohnst, nach einer WG suchen müssen. Übers Internet, so wie alle anderen auch.
Du suchst ja nur eine WG und kein Einfamilienhaus.


ich war im ausland und bin zz. gar nicht in deutschland gemeldet. bin seit kurzem bei meinen eltern in nrw. wie gesagt, der plan ist erstmal was kurzfristiges in berlin zu finden (irgendeine wg), vielleicht für 2 wochen. dann sofort in berlin sich anmelden, dann sofort zum jobcenter und denen den kurzfristigen mietvertrag zeigen. und dann in diesen 2 wochen eine wg für danach finden. das müsste doch gehen oder? warum sollten die mich zwingen können von meinen eltern aus zu suchen?? die wissen nichts von meinen eltern. und selbst wenn, ich habe doch ein recht darauf alleine zu wohnen, auch kurzfristig die 2 wochen, oder nicht??

mfg

Offline potamopyrgus

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Re: Verhältnismässigkeit der unterkunft
« Antwort #7 am: 12. Januar 2018, 19:20:42 »
Wie kommst du darauf, dass dich das JC zu irgendwas zwingt?  :scratch: Die wissen doch überhaupt nichts von dir.  :weisnich:

Wenn du dir direkt eine WG suchst, sollte das ja auch kein Problem sein. Davon war im Eingangsthread aber nicht die Rede.
Das JC zahlt dir aber keine Hotelkosten, wenn du versäumst von deinem aktuellen Wohnort aus nach einer Unterkunft zu suchen, weil es vor Ort bequemer ist.  :weisnich:




Offline crazy

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Re: Verhältnismässigkeit der unterkunft
« Antwort #8 am: 13. Januar 2018, 13:23:50 »
Wie wäre es mit Arbeitsplatz suchen und dann dorthin wo Du was gefunden hast? Die Kosten für Fahrten zu Bewerbungsgesprächen werden auf Antrag übernommen.Berlin ist nett macht aber wenig Sinn wenn dort keine Arbeit in Sicht ist.
Zur Zwischenmiete kommt man in Berlin relativ gut unter zur Not bis was festeres gefunden wird.