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Autor Thema: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche  (Gelesen 2904 mal)

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Offline Rosilein

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #30 am: 08. September 2017, 17:04:40 »
Ganz so schlimm ist es bei mir noch nicht, ich darf über 6 Stunden und auch überwiegend gehend, stehend, sitzend usw. Aber auch nicht unter großartigem Druck. Letzteres schließt ja eigentlich schon vieles aus. Nur muss ich das dem Job Coach ja eigentlich auch nicht alles erzählen? Oder besser doch? Ist Callcenter mit Druck raus der Sache?

Ich möchte mich selber überhaupt nicht sehen müssen auf Video. Und ich hätte schon ein Ungutes Gefühl, was die alles noch mit dem Video anstellen. Desweiteren ist es wohl schnurz, wenn mein Lebenslauf nicht besonders beeindruckend ist und ich gar nicht zum Gespräch gebeten werde.

Also besser alles per Post wegschicken? Oder nur die Callcenter-Geschichten? Wer zahlt einem denn das Porto usw.? Muss ich wieder nen Antrag stellen. Da ich ja bereits vieles per Email weggeschickt habe, wird man mich wohl fragen, warum ich das beim Callcenter nicht auch mache. Böse Falle.

Natürlich bin ich in der Pflicht, mich zu bemühen, eine Arbeit zu finden. Das versuche ich auch im Rahmen meiner mir gegebenen persönlichen Möglichkeiten. Ich schreibe Bewerbungen und gucke mich um bei den Stellenanzeigen. Nachweis, dass ich mich beworben habe. Darüberhinaus bin ich erst mal zu nichts verpflichtet? Das heißt, es könnte mir auch keiner vorschreiben, dass ich unser gemeinsames Auto nutzen soll, um leichter eine Arbeit zu finden? Oder dass ich eine Arbeit annehmen soll, die laut meines Gutachtens nichts für mich ist? Bin ich verpflichtet, den AG bei denen ich mich beworben habe, hinterherzutelefonieren? Sowas verunsichert mich eben alles. Mir ist es echt unangenehm, bedrängt und teilweise vielleicht entmündigt zu werden.

Die Alternative wäre, mich dorthin vermitteln zu lassen und nach 2 Tagen wieder gekündigt zu werden. Obwohl ich ja dann Probetag hätte, der vielleicht bezahlt wird, ich von dem Geld aber nichts sehen werde, obwohl ich 100 Euro Freibetrag habe im Monat, der nicht vom Jobcenter angerechnet werden darf. Ein Schelm, der Böses dabei denkt?! Es ist echt schwierig für mich da durchzublicken.

Man kann den Maßnahmen nicht mal entkommen. Lehne ich dankend ab, kommt ein Verwaltungsakt (laut meinen Infos aus dem Netz) - und schon MUSS ich hin. :sad:

LG



« Letzte Änderung: 08. September 2017, 17:20:22 von Rosilein »

Online potamopyrgus

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #31 am: 08. September 2017, 17:41:46 »
Darf man fragen, was du vor deiner Arbeitslosigkeit beruflich gemacht hast?

Offline Beluga

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #32 am: 08. September 2017, 18:36:20 »
mich dorthin vermitteln zu lassen und nach 2 Tagen wieder gekündigt zu werden. Obwohl ich ja dann Probetag hätte, der vielleicht bezahlt wird, ich von dem Geld aber nichts sehen werde, obwohl ich 100 Euro Freibetrag habe im Monat, der nicht vom Jobcenter angerechnet werden darf.
Die „Probearbeit“ muss vom Arbeitgeber (kurz: AG) bezahlt werden.

Weitere wichtige Informationen zum Thema „Probearbeit“, siehe hier:

In diesem Forum ( www.hartz.info ):
Ratgeber, Beispielschreiben, Formulare, Gesetze, Weisungen, Urteile:
/Ratgeber
/ (Seite 1) Probearbeit: Was muß man beachten (Quelle: http://hartz.info/index.php?topic=53354.0 )

Falls der Arbeitgeber den Lohn nicht auszahlt,
muss man als Leistungsbezieher nach ALG II das ausstehende Gehalt beim Arbeitsgericht einklagen.
Sollte das Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer so gestaltet sein,
dass ein Verdacht auf Schwarzarbeit vorliegt, (bsp. es wird kein Lohn bezahlt)
dann werden strafrechtliche Konsequenzen für beide Parteien die Folge sein.

Offline Fettnäpfchen

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #33 am: 09. September 2017, 14:34:12 »
Beluga

Zitat von: Beluga am 08. September 2017, 18:36:20
Die „Probearbeit“ muss vom Arbeitgeber (kurz: AG) bezahlt werden.
aber nicht wenn es während einer Maßnahme ist oder das JC eine Maßnahme daraus macht!
Wäre mir zumindest Neu, kannst es aber gerne begründen damit ich weiß wer Recht hat, ansonsten Vorsicht mit so einer Aussage nicht das sich die TE und andere umsonst freuen und evtl. noch zusätzliche Mehrarbeit und Probleme bekommen.

Bei so einem Probearbeiten wird ja gerne mit reingeschrieben dass eben keine Lohn.- u. Lohnnebenkosten anfallen zumindest bei Maßnahmen vom DRV.

Zitat von: Rosilein am 08. September 2017, 12:39:44
Eifrig werden Kontakte zu Verleihbuden geknüpft, um leichte Provisionen zu kassieren. Wenn der Teilnehmer nach 3 Tagen wieder krankgeschrieben ist oder abspringt, dürfte die Provision auch futsch sein, oder?
Wie kommst Du bloß auf die Idee das es da Provision dafür gibt? hast ja wirklich oft genug geschrieben.

MfG FN
Achtung! Ich weise darauf hin das sämtliche von mir gemachten Äußerungen und / oder Links nach dem Guttenberg'schen Prinzip des copy & paste gemacht sind; oder aus Eigenerfahrung entstanden oder an-gelesen sind. Eine Überprüfung der Mitteilungen versteht sich von selbst.
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Offline Rosilein

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #34 am: 13. September 2017, 12:32:34 »
Diese Woche war's eigentlich ganz entspannt und so heiß wird tatsächlich nicht gegessen. Bin halt ein Panikmensch...  :schaem:

Nun habe ich tatsächlich ein Vorstellungsgespräch. Wahnsinn. Fürs Gespräch krieg' ich wohl noch was zusammen. Schwierig wäre es es, wenn ich dann täglich dort auflaufe, dann brauche ich auch mal was zum Wechseln bzw. was anständiges jetzt für die kältere Jahreszeit. Da es eine Halbtagsstelle ist und letztlich nicht mehr Geld in der Kasse wäre...

Zum einen weiß ich natürlich jetzt nicht, ob ich wirklich für einen evtl. Probetag/Schnuppertag Geld verlangen soll? Muss ich der Tertia was davon erzählen solange noch nichts in trockenen Tüchern ist?

Hinzu käme natürlich noch das mit den Fahrtkosten. Da ich hier wohl brutto mehr als 450 Euro verdienen werde, hab' ich sowas wie einen Selbstbehalt. Der würde dann wohl knapp für die Fahrtkosten reichen oder so. Das mit dem Selbstbehalt ist etwas schwierig für mich. Denn wenn ich jetzt die Fahrtkosten von ca. 70 Euro im Monat noch weniger hätte im Beutel... Es ist ja eh alles schon so knapp...

Besonders gut zahlen werden sie wahrscheinlich nicht. Termine machen in der Physiopraxis, dazu muss man nicht so viel können. Mal sehen, wie das Gespräch läuft heute Abend.

LG

Online potamopyrgus

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #35 am: 13. September 2017, 18:41:30 »

Termine machen in der Physiopraxis, dazu muss man nicht so viel können. Mal sehen, wie das Gespräch läuft heute Abend.


Wenn du das bei deinem Gespräch sagst brauchst du dir keine Gedanken um Fahrtkosten für einen Job machen.  :scratch:
Du musst mit einem Computer umgehen können, planen und umplanen können und gute Kommunikationsfähigkeiten haben. So wenig ist das wirklich nicht. Besonders wenn man es auch mit schwierigen Kunden/Patienten zu tun bekommt. Außerdem ist die Verantwortung, dass der Laden läuft und es weder übervolle Wartezimmer noch großartig Leerlauf gibt auch nicht ohne. 

Würde mich übrigens immer noch interessieren was du gelernt und was du vor deiner Arbeitslosigkeit beruflich gemacht hast..  :mail:

Offline Rosilein

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #36 am: 22. September 2017, 21:01:58 »
Hallo,

fürs Probearbeiten wollten sie sich diese Woche melden - Telefon hat aber nicht geklingelt.

Hab' Büro gelernt, arbeitete die letzten Jahre als Regaleinräumerin, geringfügig.

Nun bin ich ja wieder frei verfügbar also auch für einen anderen, leichteren Minijob gut zu haben. Allerdings weiß ich nicht, wäre auch das nicht unproblematisch. Minijob arbeiten - und gut ist, ist ja schließlich nicht. Weiter zur Maßnahme, wenn ich mal grade nicht arbeite. Angst, ich könnte schwarz arbeiten gehen?  :sleep: Weiter bewerben müssen und den ganzen Papierkrieg und das Drama mit den SB, die einem ja nur helfen wollen etc. Ich pack' das nervlich überhaupt nicht, dieses ständige Gegängel und Gedrängel und "Sie schaffen das". Die Flexiblität, die vom AG verlangt wird - das ständige Telefongebimmel, weil man hier noch antanzen soll und hier noch und da noch.

Was übrigens recht komisch ist, ist, dass das was auf dem Stick drauf ist, den die Tertia uns gegeben hat, in regelmäßigen Abständen auf den PC der Job-Coaches aufgespielt wird. Nun da ich das weiß, werde ich meine Privatnotizen wohl eher auf einem anderen Stick lassen  :sad: Auch dass der PC angeblich alles beim Runterfahren löscht, wo man herumgesurft ist - ich weiß nicht, vielleicht wird das auch noch auf einen Server überspielt und die wissen alles, was wir machen?

Letztlich wird man wohl etwas ausspioniert dort, da man als Teilnehmer eher dort Vertrauen fassen und sich verplappern soll. Denn sonst versteh' ich den Aufwasch nicht so ganz. Jeder dort hat sein Handycap, was ihn eher unvermittelbar macht - für annehmbare Jobs. Da hilft ja auch ein bisschen Motivationstraining "ach, sehen sie das doch nicht so schwarz" - "sie können das doch" auch nicht wirklich weiter, wenn man für den Arbeitsmarkt eben nicht interessant ist und einem gewissen Fortbildungen o. ä. fehlen. Desweiteren hat dort auch jeder seine persönlichen Probleme, und ich glaube keiner ist dort wirklich in der Lage, länger irgendwo durchzuhalten. Perfekt um für ein paar Tage dieser Leiharbeitsbude unterzujubeln, perfekt für jene Leiharbeitsbude für ein paar weitere Tage?!? Hat jemand Erfahrungen damit? Ich bin ja erst 4 Wochen da. Vielleicht kommt das ja bald, dass es heißt: oh, Leiharbeitsbude X würde sie sofort nehmen. Sie müssten halt nur was anderes machen... Keine Ahnung.

Bisher habe ich ja einiges mitgekriegt, dass einige Teilnehmer ein paar Sachen auch abgelehnt haben. Es gab da auch nicht Stress, soweit ich mitgekriegt habe. Allerdings wie sich das auf den Abschlussbericht sowie den Leistungsbezug auswirkt????

Die Vorträge sind eigentlich ganz interessant und man kann manchmal was für sich mitnehmen. Doch die Handicaps bleiben ja doch (wie z. B. Sozialphobie oder keinen Druck und Stress aushalten, aufmüpfige Persönlichkeit).

Wenn ich das geschafft habe, habe ich vielleicht Ruhe bis zu den nächsten Wahlen :cool:

LG

Rosilein
« Letzte Änderung: 22. September 2017, 21:38:45 von Rosilein »

Offline Fettnäpfchen

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #37 am: 23. September 2017, 16:17:57 »
Zitat von: Rosilein am 22. September 2017, 21:01:58
Auch dass der PC angeblich alles beim Runterfahren löscht, wo man herumgesurft ist - ich weiß nicht, vielleicht wird das auch noch auf einen Server überspielt und die wissen alles, was wir machen?
Eine gesunde Skepsis schadet nicht.
Ist wie wenn Du Ihren Drucker benutzt. Da wird alles gedruckte auf einem Chip gespeichert den kann man auch auslesen. Also wenn man das möchte können die schon spionieren.
Achtung! Ich weise darauf hin das sämtliche von mir gemachten Äußerungen und / oder Links nach dem Guttenberg'schen Prinzip des copy & paste gemacht sind; oder aus Eigenerfahrung entstanden oder an-gelesen sind. Eine Überprüfung der Mitteilungen versteht sich von selbst.
Man darf sich nicht von seinen Wünschen und Befürchtungen leiten lassen, sonst tragen sie einen davon wie ein Wildwasserbach. (Die Phileasson Saga)
Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, ist sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern. (Konfuzius)

Offline Rosilein

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #38 am: 27. September 2017, 17:37:07 »
Ach du meine Güte... Naja, wir werden ja sowieso durch die moderne Technik überall überwachbar und auspionierbar. Das ist der Nachteil...

Die wegen der Probearbeit haben sich nicht gemeldet zum Probearbeiten.

Muss ich mich da in der Maßnahme psychologisch trainieren lassen. Wenn ich das nicht möchte - kein Vertrauen aufbauen kann, da Maßnahmeträger = Petze des Jobcenters usw... Kann mich doch niemand für sanktionieren, oder?

Telefontraining z. B. Klar kann man vielleicht lernen, was man sagen muss. Aber ich hab' so eine Sozialphobie und da ist das schwierig. Auch bewerben tu' ich mich nicht telefonisch. Dass jemand von denen für mich dort anruft, das muss ja dann auch nicht sein. Kommt man sich doch doof vor.

Nun haben sie einen zum Callcenter geschickt, sich vorstellen. Der spricht so undeutlich, dass man ihn oft nicht richtig verstehen kann. Merken die das nicht, dass er dafür nicht taugt? Und genau das meine ich: Der kommt postwendend wieder zurück. Aber er hat den ganzen Aufwasch mit Vorstellungsgespräch usw. Die Fahrtkosten dorthin zahlt ihm auch keiner.

Daher bin ich ehrlich gesagt auch nicht so scharf darauf, Vorstellungsgespräche zu bekommen. Und da bemühen sie sich ja doch, man muss sagen, leider. Wäre ich geeignet zum Arbeiten und wäre wirklich so richtig scharf drauf (also Superwoman mit Hausputzdienst und Essen auf Rädern und ohne Depressionen), dann könnte ich mir wohl selbst einen Job besorgen, nehm' ich an.

Daher weiß ich gar nicht mal so richtig, was das so soll... Die riesen Ahnung, wie man ne gute Bewerbung schreibt, haben sie jetzt auch nicht. Es bringt auch nix, die superduper Bewerbung zu haben und der Lebenslauf passt nicht oder man ist zu alt, zu lange raus aus dem Job - oder die Stelle ist mies.

Ich muss aktiv an der Maßnahme teilnehmen, sonst drohen die berühmten Sanktionen. Was heißt aktiv: Ich gucke am PC nach Stellenanzeigen und schreibe Bewerbungen. Zu was bin ich denn nun noch verpflichtet? Ich muss keine ihrer Stellenangebote annehmen, habe ich hier in einem anderen Thread gelesen. Doch letztlich schreibt der Maßnahmeträger, ob ich aktiv teilgenommen habe?!?

LG


Online potamopyrgus

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #39 am: 27. September 2017, 18:13:44 »
Telefontraining z. B. Klar kann man vielleicht lernen, was man sagen muss. Aber ich hab' so eine Sozialphobie und da ist das schwierig.
Ist das ärztlich attestiert und beim Jobcenter bekannt?

Auch bewerben tu' ich mich nicht telefonisch. Dass jemand von denen für mich dort anruft, das muss ja dann auch nicht sein. Kommt man sich doch doof vor.
Von dir hört man eigentlich nur was alles nicht geht und was du nicht machst und was du nicht kannst... Hilfe oder Training geht aber natürlich auch nicht...  :scratch:

Aber er hat den ganzen Aufwasch mit Vorstellungsgespräch usw. Die Fahrtkosten dorthin zahlt ihm auch keiner.
Wenn "er" die Fahrtkosten beantragt werden sie ihm selbstverständlich bezahlt.

Daher bin ich ehrlich gesagt auch nicht so scharf darauf, Vorstellungsgespräche zu bekommen. Und da bemühen sie sich ja doch, man muss sagen, leider.
Sorry, aber du redest soviel Unsinn, selbst wenn man dir schon zig Mal gesagt hat wie es tatsächlich aussieht. Du biegst es dir einfach wie du es brauchst.  :no:

Wäre ich geeignet zum Arbeiten und wäre wirklich so richtig scharf drauf (also Superwoman mit Hausputzdienst und Essen auf Rädern und ohne Depressionen), dann könnte ich mir wohl selbst einen Job besorgen, nehm' ich an.
Deine Selbstdiagnose, ala "ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt" interessiert aber keinen. Wenn dir kein Arzt bestätigt dass du "zum Arbeiten nicht geeignet bist", dann bist du verpflichtet auch Callcenter auszuprobieren, dich zu bemühen und mitzuarbeiten.

Daher weiß ich gar nicht mal so richtig, was das so soll... Die riesen Ahnung, wie man ne gute Bewerbung schreibt, haben sie jetzt auch nicht.
Ist jetzt keine Überraschung und das ein Training natürlich auch nicht geht, weil du ja auch kein Interesse hast mal eine gute Bewerbung zu schreiben auch nicht. ..

Es bringt auch nix, die superduper Bewerbung zu haben und der Lebenslauf passt nicht oder man ist zu alt, zu lange raus aus dem Job - oder die Stelle ist mies.
Du denkst vermutlich auch, dass 5 Minuten dumm stellen für das ganze Leben reicht.  :no:

Ich muss aktiv an der Maßnahme teilnehmen, sonst drohen die berühmten Sanktionen. Was heißt aktiv: Ich gucke am PC nach Stellenanzeigen und schreibe Bewerbungen. Zu was bin ich denn nun noch verpflichtet? Ich muss keine ihrer Stellenangebote annehmen, habe ich hier in einem anderen Thread gelesen. Doch letztlich schreibt der Maßnahmeträger, ob ich aktiv teilgenommen habe?!

Na sieh mal einer an. Du erwartet man auch noch von dir, dass du aktiv versuchst einen Job zu bekommen (und da du offensichtlich gar nichts kannst - laut eigener Aussage - wäre so eine Maßnahme für dich durchaus sinnvoll). Deine Pflicht ist es alles zu tun um deinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen.
Dein Locker-Flockig "weiss gar nicht was das soll mit bewerben und Arbeit suchen und so" wird dir schnell vergehen, wenn die ersten Sanktionen ins Haus stehen und dumm stellen dann eben nicht mehr ausreicht.  :no:

Offline Rosilein

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #40 am: 27. September 2017, 18:36:57 »
Ich habe eine bescheinigte Depression. Die Sozialphobie gehört halt auch dazu. Solange ich nicht raus musste zur Arbeitssuche war das aber nicht das größte Problem, was ich so hatte. Ich schaffe das einfach nicht. Und wenn der Maßnahmeträger mir helfen will?!? So genau sind die gar nicht geschult, nehme ich mal an?!? Und mir war das schon energietechnisch zu viel zur Maßnahme zu gehen und dann noch zu einem Vorstellungsgespräch. Danach war ich komplett platt für die ganze Woche. Mir ist das einfach alles zu viel. Das ist recht ernüchternd, aber erst mal nicht zu ändern. Jedenfalls nicht so schnell wie: och, so'n bisschen Telefontraining und alles gut. Wäre da nicht mein Problem, kann ich das im Internet nachlesen oder so lange rumtelefonieren, bis es endlich klappt.

Zu Hause erledigt mein Mann immer die Telefonate. Ich geh' auch nicht ans Telefon, wenn's klingelt.

Bitte überlege auch etwas, bevor du hier was schreibst. Du kennst mich doch überhaupt nicht. Klar, versteh' schon, das Jobcenter interessiert auch nur, was im Gutachten steht.

Wie peinlich ist das denn, wenn jemand für einen beim AG anruft. Würdet ihr so jemanden einstellen?

Ich hatte ja auch ein Vorstellungsgespräch, s. o. Hätte ich da auch Geld für die Fahrt gekriegt? Irgendwo habe ich gelesen, dass der AG dafür verantwortlich ist. Das Jobcenter zahlt für sowas nix. Und ständig in der Gegend herumfahren, kann ich mir gar nicht leisten. Aber wahrscheinlich wolltest du mir sagen, dass sowas dann der AG entscheiden muss, ob er mich nimmt und ich das nicht immer Vorhinein einfach behaupten kann, dass ich für die Stelle eh nicht tauge. Also hinfahren zum Gespräch muss ich schon, wenn eins kommt. Hab' ich ja auch gemacht. Allerdings denk' ich mir halt, dass sich das sicher auch vermeiden lässt, unnötig irgendwohin zum Gespräch zu fahren?!

LG


Online potamopyrgus

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #41 am: 27. September 2017, 18:50:23 »
Bitte überlege auch etwas, bevor du hier was schreibst. Du kennst mich doch überhaupt nicht.

Ich beziehe mich einzig und allein auf das was du hier von dir Preis gibst und das ist nicht wenig. Und NIEMAND würde hier irgendwem vorwerfen, wenn ihm etwas zuviel wird, er unter Depressionen leidet oder das Leben sonstwie nicht auf die Reihe bekommt.
Es ist dein lapidares Runtergerede, ala "was wollen die überhaupt von mir, ich will doch gar nicht arbeiten", das meine Reaktion zur Folge hat.

Ich hatte ja auch ein Vorstellungsgespräch, s. o. Hätte ich da auch Geld für die Fahrt gekriegt?

Ja natürlich hättest du es bekommen, wenn du es beantragt hättest (was du immer noch machen kannst). Wirf mal einen Blick in deine Eingliederungsvereinbarung. Da sollte sowas drin stehen.


Irgendwo habe ich gelesen, dass der AG dafür verantwortlich ist. Das Jobcenter zahlt für sowas nix. Und ständig in der Gegend herumfahren, kann ich mir gar nicht leisten. Aber wahrscheinlich wolltest du mir sagen, dass sowas dann der AG entscheiden muss, ob er mich nimmt und ich das nicht immer Vorhinein einfach behaupten kann, dass ich für die Stelle eh nicht tauge. Also hinfahren zum Gespräch muss ich schon, wenn eins kommt. Hab' ich ja auch gemacht. Allerdings denk' ich mir halt, dass sich das sicher auch vermeiden lässt, unnötig irgendwohin zum Gespräch zu fahren?!

Und da wären wir wieder bei "ich bastel mir das so zusammen, wie es meine Einstellung am besten unterstützt". Nein, ich wollte dir nicht sagen, dass der Arbeitsgeber irgendwas entscheiden muss. Wenn der Arbeitgeber nicht zahlt, dann zahlt auf jeden Fall das JC, egal ob das Gespräch positiv verläuft oder nicht.
Und ob ein Gespräch unnötig ist oder nicht, entscheidest nicht du!

Offline hartz4newbie

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #42 am: 27. September 2017, 19:38:20 »
Zitat von: potamopyrgus am 27. September 2017, 18:50:23
Ja natürlich hättest du es bekommen, wenn du es beantragt hättest (was du immer noch machen kannst). Wirf mal einen Blick in deine Eingliederungsvereinbarung. Da sollte sowas drin stehen.
geht auch ohne EinV, wie immer nur wenn der Arbeitgeber nicht zahlt - sollte schriftlich vorliegen(email sollte reichen).
Hier ein link: http://hartz.info/index.php?topic=101591.msg1079288#msg1079288

Online potamopyrgus

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #43 am: 27. September 2017, 19:49:57 »
wie immer nur wenn der Arbeitgeber nicht zahlt - sollte schriftlich vorliegen(email sollte reichen).

Nichtmal das ist im Vorhinein nötig. Normalerweise reicht es, wenn man vom Vorstellungsgespräch den Schriebs mitbringt, dass man da war und darauf vermerken lässt, dass keine Fahrtkosten übernommen werden.
Das JC weiss, dass es oft nur noch die großen Firmen sind, welche selbstverständlich die Fahrkosten übernehmen.

Offline Rosilein

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Re: Fallen und Pflichten bei der Jobsuche
« Antwort #44 am: 29. September 2017, 22:49:39 »
Hab' ich ein Gespräch muss der Maßnahmeträger sicherlich informiert werden?! Dann werden sie mir in der Suppe rumwurschdeln, vermutlich. Nunja... Den Schrieb vom AG, dass ich da war, brauch' ich den jetzt? Dann Antrag an Jobcenter wegen Fahrtkostenerstattung... Fertig?!

In der EGV steht nur, dass ich an der Maßnahme teilnehme. Später erhielt ich ja dann das Angebot zur Maßnahme, wo Ort und Zeit drin steht, auch was gemacht werden soll. Dazu auch, dass ich z. B. die Arbeitsangebote annehmen muss, die der Träger mir gibt. Dabei müssen sie zumutbar sein. Was auch immer das nun wieder heißt.

Vielleicht sollte ich mich einfach auf die Sanktion einstellen und hoffen, dass ich nicht gleich in die nächste Maßnahme reingezwängt werde, wenn ich diese hinter mir hab'.

LG