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Autor Thema: Arbeitszeit: Nahles unterstützt Gewerkschafts-Forderung nach 28-Stunden-Woche  (Gelesen 2921 mal)

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Offline Meck

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Viele Menschen wünschten sich flexiblere Arbeitszeiten. Die Wirtschaft müsse den Arbeitnehmern entgegenkommen, meint SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles.

Für ihre Forderungen nach einem Recht auf die 28-Stunden-Woche hat die IG Metall Unterstützung von SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles erhalten. "Es ist gut, dass die IG Metall das Thema Arbeitszeit zu einem zentralen Punkt in der anstehenden Tarifrunde macht", sagte Nahles, die in der vergangenen Legislaturperiode als Arbeitsministerin in Merkels Regierung saß, der Zeitung "Die Welt" vom Mittwoch. Die Gewerkschaft will mit Forderungen nach mehr Geld und einem Recht auf weniger Wochenstunden in die anstehende Tarifrunde gehen.

In vielen Familien arbeiteten heute beide Partner und die Digitalisierung mache eine ständige Erreichbarkeit möglich. Immer mehr Menschen wünschten sich deshalb, dass sie ihre Arbeitszeit "selbstbestimmt flexibler gestalten können", sagte Nahles. Die Wirtschaft müsse den Arbeitnehmern entgegenkommen, wenn sie den Fachkräftemangel wirksam bekämpfen wolle.


-->> http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/spd-fraktionschefin-und-arbeitszeit-nahles-unterstuetzt-gewerkschafts-forderung-nach-28-stunden-woche/20440954.html

Online coolio

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Die Nahles ist wohl nur noch mit Futtern beschäftigt!?
Fürs Hirn bleibt nichts mehr?
Fachkräftemangel mit Heimarbeit bekämpfen?
Ich lese nix von Fachkräftemangel, ausser das, was aus der Politik (über die BA) gesteuert wird.
Ich lese nichts über freie Stellen im qualifizierten Bereich, auser - s.o.?
Ich lese nur was von Arbeitslosen - aber die sind ja alle selbst schuld an ihrer Lage....
Nahles go home!
oder
Nahles, where do you go to?

Εν οίδα οτι ουδέν οίδα (Sokrates) alias: Scio nescire - zu deutsch: null Ahnung
Wer redet oder telefoniert, der verliert!
I'm with intelligents - hopefully!

Offline Der Bote

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Gehört in einen Sack mit das Dobrind(t)...und noch'n paar.
Physik studiert jeder lebenslang...ob er will oder nicht, spielt keine Rolle.
"Sag mal, bei euch im Kindergarten, sind da auch Ausländer? "Neee, da sind nur Kinder!"
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Was nützt dem Wolf die Freiheit, wenn er das Schaf nicht fressen kann?

Online TazD

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Wird dann bei mir von 41 auf 28 Stunden reduziert bei gleichbleibendem Lohn?  :scratch:  :lachen:

Offline MichaK

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Vom Lohnausgleich war aber nicht die Rede, oder?
„Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken.“
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Offline Beluga

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Vom Lohnausgleich war aber nicht die Rede, oder?
Im folgenden Zitat steht die Forderungen der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie der Gewerkschaft IG Metall e.V.

Zitat
Datum: 11.10.2017
Quelle: http://www.heute.de/arbeitgeber-ig-metall-forderungen-voellig-ueberzogen-48113408.html

Titel: Arbeitgeber: IG Metall-Forderungen "überzogen"
[...]
Nach den Forderungen der Gewerkschaft soll in der Metallindustrie grundsätzlich jeder Beschäftigte das Recht erhalten, seine Wochenarbeitszeit für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren von 35 auf 28 Stunden zu reduzieren. Nicht wenige sollen dafür nach den Vorstellungen der IG Metall zusätzlich und unbefristet einen Teillohnausgleich bekommen: Alle Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder sowie Beschäftigte, die zu Hause Angehörige pflegen. Nach vorläufigen Schätzungen der Arbeitgeber könnten nahezu zwei von drei Beschäftigten auf kürzere Arbeitszeiten mit (Teil-)Lohnausgleich hoffen. Die IG Metall geht eher von 40 Prozent aus.

Der dickste Brocken sind die mehr als eine Million Schichtarbeiter, die nach den Vorstellungen der Gewerkschaft für die ersten fünf Freischichten im Jahr einen Lohnausgleich auf dem Niveau der untersten Lohngruppe erhalten sollen. Das sind über den Daumen gerechnet 750 Euro jährlich für jeden. Die restlichen Freischichten im Jahr blieben ohne Ausgleich und würden wahrscheinlich auch nur von wenigen in Anspruch genommen.
[...]

Offline Dragon

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also bekommt man bei kürze Arbeitzeit auch weniger lohn?

Offline Angela1968

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Warum fragst Du da? Ist doch logisch wenn man weniger Stunden arbeitet das man auch weniger bekommmt.

Angela
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Offline MichaK

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Re: Arbeitszeit:
« Antwort #8 am: 14. Oktober 2017, 19:57:52 »
vielleicht erhellt ja dieser Artikel ein Wenig.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Mehr-Geld-weniger-Arbeit-article20075834.html

Wochenarbeitszeit.

1850 mal so 80 Stunden
1900 etwa 60 Stunden
1950 etwa 48 Stunden
........................................... alles mit Lohnausgleich.

seit 1995 steigt die Wochenarbeitszeit allerdings gegen den langfristigen Trend.
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Karl Marx (MEW 3/46)

Offline CCR

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Zitat: Andrea Nahles im tagesspiegel.de
So will sie durchsetzen, dass die Beschäftigten ihre regelmäßige Arbeitszeit künftig ohne Begründung für eine Dauer von maximal zwei Jahren auf bis zu 28 Stunden in der Woche reduzieren können. Danach soll der Anspruch bestehen, auf die ursprüngliche Arbeitszeit zurückzukehren.

Zitat: CCR
Das geht ja schon etwas Richtung Bedingungsloses Grundeinkommen wenn 12 Std. weiter bezahlt würden, 2 Jahre lang.  :smile:
Zum Copyright, im Text sind absichtlich Rechtschreibfehler versteckt, wer diese findet darf sie gerne behalten, ein Kopieren oder eine anderweitige Nutzung erfordert aber meine Zustimmung! Und nochmals, für eventuelle Schäden die aus der Nutzung dieses Ratgebers entsehen übernehme ich keine Haftung!

Offline Beluga

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Zitat
Datum: 21.10.2017
Quelle: https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/967861/metall-arbeitgeber-mehr-geld-fuer-nichtstun-wird-es-nicht-geben#gallery&0&0&967861

Titel: Streit um kürzere Arbeitszeiten
Metall-Arbeitgeber: Mehr Geld für Nichtstun wird es nicht geben


Osnabrück. Sechs Prozent mehr Geld und die Möglichkeit, in der Woche nur noch 28 statt 35 Stunden zu arbeiten - das sind die Forderungen der IG Metall in der neuen Tarifrunde. Rainer Dulger, Präsident des Arbeitgeberbandes Gesamtmetall, lehnt das kategorisch ab.
[…]
Zusätzlich kommt stets ein IG Metall-Faktor oben drauf. Wenn am Ende tatsächlich sechs Prozent gefordert werden, dann hat das mit dem Zusammenrechnen von Inflation und Produktivitätszuwachs nichts mehr zu tun. Dann geht das weit darüber hinaus.
[…]
Doch wenn einer weniger arbeitet, dann muss ein anderer dafür länger arbeiten dürfen. Und: Mehr Geld für Nichtstun wird es mit uns nicht geben.
[…]

Offline Planloser

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Zitat von: MichaK am 14. Oktober 2017, 19:57:52
Wochenarbeitszeit.

1850 mal so 80 Stunden
1900 etwa 60 Stunden
1950 etwa 48 Stunden
........................................... alles mit Lohnausgleich.

seit 1995 steigt die Wochenarbeitszeit allerdings gegen den langfristigen Trend.

Der Unterschied zwischen Personen die 80h / Woche arbeiten und 40h/ Woche arbeiten ist lediglich wie lange Sie auf der Arbeit verbringen, produktiv sind Sie alle nur etwa 10-15h in der Woche. Kein Mensch kann dauerhaft 80h/Woche arbeiten, genauso wenig 40h, da belügt man sich nur in die eigene Tasche oder verrichtet Arbeit die ein Roboter längst ersetzen kann. Vor allem in der Industrie warten Arbeiter meist bis die Maschine irgendwas braucht oder ersetzt wie gesagt Arbeit die längst durch Maschinen ersetzt werden könnte.

Die 28h / Woche gilt übrigens nicht dauerhaft sondern nur für einige Monate / Jahre um Privat alles regeln zu können. Das kann einiges ausmachen denn zu oft liegen die Arbeitszeiten mit Öffnungszeiten von Behörden bzw. Geschäften / Ärzten zusammen und selbst wenn eine Lücke ist: Zu diesem Punkt wollen dann alle hin und benötigt noch mehr Zeit oder muss Urlaubstage opfern. Im Prinzip liegt es auch an das Sa und So Modell was so langsam an seine Grenzen kommt.
Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.

Offline MichaK

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Re: Arbeitszeit:
« Antwort #12 am: 21. Oktober 2017, 18:17:25 »
verrichtet Arbeit die ein Roboter längst ersetzen kann.

anno 1850 ??  :lachen:
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Offline Planloser

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1850 steigerte sich das Tempo rasant das der Mensch schneller werden musste um nicht von einer Maschine ersetzt zu werden. Die sehen für unsere heutigen Augen primitiv aus und erledigten primitive Aufgaben die zuvor jedoch immer noch von Menschen gemacht wurden, die Endprodukte waren letztlich für heutige Verhältnisse sicherlich kein "High-Tech" und nein: Man hat auch 1850 keine 80h in der Woche gearbeitet, das man so lange auf der Arbeit war schließe ich hingegen nicht aus.

Ich weiß allerdings nicht ob die über den Begriff Roboter lachst, das sind Maschinen die menschliche Aufgaben übernehmen. Kann ja auch gerne Automat oder Halbautomat dazu sagen, aber es bleibt dabei. Den programmierbaren und automatischen Webstuhl gab es ja nun auch mindestens einen Jahrhundert vor 1850.
Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.

Offline Der Bote

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Genau genommen heißt Roboter nix Anderes als Arbeiter.

Roboter im Arbeiter ersetzenden Sinne gab es natürlich schon vor 1850! Ne Mühle...Wasser...Wind...was ist das? Richtig, ein Roboter. Mit dem Antrieb kann man mahlen, schmieden...und noch viel mehr. Uhrwerke...hmmm...Steuerungen...hmmm...gibt es auch schon sehr lange.

Und lauter sone Sachen!

Unterschätzt mal die klugen Köpfe von früher nicht!

Galileo Galilei - quasi der erste Physiker - fällt mir da grade ein. :clever:
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Was nützt dem Wolf die Freiheit, wenn er das Schaf nicht fressen kann?