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Autor Thema: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen  (Gelesen 3770 mal)

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Offline Sunwalker

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Moin Moin liebe Gemeinde!

Ich habe da mal ein, meiner Meinung nach Recht einfaches, scheinbar jedoch sehr komplexes Problem.

Vor etwa 2 Monaten bin ich, nach einer drei Jährigen Haftstrafe, entlassen worden.

Sehr spontan, völlig unkoordiniert und in keinster Weise vorbereitet.

Das heißt, ich stand ohne mittel, Krankenversicherung und Wohnung plötzlich vor dem nichts.
Inzwischen habe ich das meiste geregelt und was mir nun noch fehlt ist eine Wohnung.

Derzeit „Wohne“ ich in einer kleinen Bude, auf der Couch meines besten Freundes und seiner Lebensgefährtin. Dieses Arrangement jedoch, endet mit Anfang Februar, da der Vermieter sich mehr als Quer stellt. Leider heißt dies, dass ich somit auf der Straße stehen werde.

Nach langem und Intensiven suchen, habe ich eine Wohnung gefunden, deren Vermieter mich gerne nehmen würden jedoch, was völlig verständlich ist, auf die Zahlung der Mietkaution, hier in Höhe von 1100 €, beharren bevor es die Schlüssel zu meinem neuen Heim gibt.

Zurzeit erhalte ich ALG I in der Höhe von knapp 900 € und bin somit, wie es bei der ProArbeit bzw. dem Jobcenter heißt „Bedarfsdeckend“ da ich meine Miete, in dem Falle von 450 € Warm, selber tragen kann und abzüglich derer auch über dem Satz der Grundsicherung liege.

Daher lehnte mir die ProArbeit jedoch die Darlehensweise Übernahme der Mietkaution vollständig ab, was nun heißt, dass ich zukünftig auf der Straße, krass ausgedrückt, unter der Brücke leben darf.

Die letzte Nachricht vom 26.01.18 lautete wie folgt:

Sehr geehrter Herr XXXXXX

Kaution werden für „Schwellenhaushalte“ nicht erbracht. Ohne laufende Leistungen gibt es auch keine Kaution. Wir werden uns bemühen, den Antrag innerhalb einer normalen Bearbeitungszeit abzulehnen.

Erfolgversprechender wäre ggf. die Benutzung einer Kautionskasse im Internet, z.B. www.kautionskasse.de

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

XXXXXXXX

Grundsicherung Servicecenter
Pro Arbeit - Kreis Offenbach – (AöR)
Kommunales Jobcenter


Auch bei dem Gespräch vor Ort, am 26.01.18 merkte ich sofort, dass man nicht gewillt ist mir auch nur im Ansatz zu Helfen.

Nach Kommentaren seitens des Sachbearbeiters wie:

„Sehen wir aus wie eine Bank.“

„Wieso denken sie, dass wir ihnen da Helfen werden.“


„Hätten sie auch nur einen einzigen Euro Anspruch bei uns, wäre das kein Problem.“

oder auf meinen Hinweis hin, dass ich ab Februar obdachlos sein werde:

„Da kann ich jetzt auch nichts dran ändern.“

war mir leider Klar wohin die Reise für mich geht.

Nicht nur, dass es mehr als blauäugig ist, mir als Arbeitssuchenden vorzuschlagen bei Kautionskassen, Banken etc., die alle Bonität und mitunter eine Positive Schufa voraus setzen, zu fragen ob ich dort einen Kredit oder ein Darlehen erhalte, erschüttert es mich zudem, dass ich mich nun wohl Entschuldigen muss, vorher gearbeitet und eine Berufsausbildung gemacht zu haben.

Kurzum, ich stehe vor dem nichts und weiß nichtmehr weiter.

Privat vorfinanzieren kann ich es nicht und Freunde/Bekannte die mir das Borgen, habe ich nach der Haft auch nichtmehr viele. Die meisten haben selber nicht wirklich viel. Zudem könnte ich es auch nur in recht kleinen Schritten von circa 50€ zurückzahlen.

Weiß jemand Rat was ich noch machen kann?

Ist das rechtens?

Es kann doch nicht sein, dass die einen derart fallen lassen, oder?


Verflucht, ich will doch einfach nur mein Leben wieder auf die reihe bekommen.  :help:

Viele Grüße und vielen Dank!

Das Sunwalker

Online NevAda

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #1 am: 28. Januar 2018, 09:45:26 »
Hallo @Sunwalker,
willkommen.
Ganz hart:
Selbst wenn Du auf der Straße lebst: Das JC wird dann auch nicht für Dich zuständig sein.
Hast Du mal Deine Hausbank nach einem Kredit gefragt? Unter Vorlage Deines ALG-Bewilligungsbescheids? Aus dem geht doch hervor, wie lange Du noch diese sicheren Einnahmen haben wirst.
Sobald Du die Wohnung bezogen hast, hast Du doch höhere Kosten der Unterkunft? Bist Du dann evtl. bedürftig? Das hilft Dir aber bei Deinem Kautionsproblem auch nicht weiter.

Nein, ich frage nicht nach dem Grund. Aber Du verstehst meine Verwunderung über die plötzliche Entlassung, die keinerlei Zeit für Vorbereitung ließ.

Offline FragenüberFragen

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #2 am: 28. Januar 2018, 09:57:15 »
Vorabkaution ist verboten, dir müssen die ersten 3 Monate des Mietverhältnisses Zeit gegeben werden die Kaution in biszu 3 Raten zu bezahlen.
Es findet sich immer ein Grund unglücklich und frustriert zu sein, man muß ihn nur suchen. - ich
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Offline Sunwalker

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #3 am: 28. Januar 2018, 10:04:37 »
Mir ist nicht ganz klar, weshalb die meisten Leute das ALG I für eine sichere Einnahme halten.

Das Arbeitslosengeld I ist dem Gesetz nach eine Versicherungsleistung und wird daher von keiner Bank als einnahme an erkannt.

Wie ich, bezugnehmend auf die Kosten der Unterkunft bereits erwähnte:

Zitat
da ich meine Miete, in dem Falle von 450 € Warm, selber tragen kann und abzüglich derer auch über dem Satz der Grundsicherung liege.

Nein, auch nach Einzug werde ich nicht als Bedürftig angesehen und selbst wenn, die berechnung bzw. der Ablehnungsbescheid wird auf Basis der aktuellen Situation berechnet und begründet.

Unsere Justiz, wie nahezu alle anderen Behörden auch, glänzen zumeist durch ihre vollkommene Inkompetenz und überforderung in allen Belangen.
Wenn EIN Sozialarbeiter für rund 300 Strafgefangene zuständig ist,kann nichts gescheites bei herumkommen.

Wenn zudem noch das "Entlassungsmanagement" eine Person für eine vollständige anstalt mit 600 Personen bereitstellt...

Nunja, was ist dann zu erwarten ?


Offline Sheherazade

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #4 am: 28. Januar 2018, 10:10:44 »
Mir ist nicht ganz klar, weshalb die meisten Leute das ALG I für eine sichere Einnahme halten.

Das tun die meisten Leute eben nicht, aber in deinem Fall ist es die einzige Einnahme und je länger die Anspruchsdauer desto sicherer ist zumindest diese einzige Einnahme. Also: Wie lange hast du noch Anspruch auf ALGI?

Wie schon geschrieben wurde, der Vermieter muss dir die Kautionszahlung in 3 gleichen monatlichen Raten ermöglichen.
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Offline Kaffeesäufer

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #5 am: 28. Januar 2018, 10:11:21 »
Vorabkaution ist verboten, dir müssen die ersten 3 Monate des Mietverhältnisses Zeit gegeben werden die Kaution in biszu 3 Raten zu bezahlen.


Ob verboten oder nicht, er wird dann die Wohnung nicht bekommen.  Kannst ja mal gegen sowas klagen, das bringt dir auch keine Wohnung ;)

Online NevAda

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #6 am: 28. Januar 2018, 10:12:25 »
Die 450 Euro sind also nicht die KdU, die Dir momentan entstehen, sondern die der "zukünftigen" Wohnung?

Zitat von: Sunwalker am 28. Januar 2018, 10:04:37
Das Arbeitslosengeld I ist dem Gesetz nach eine Versicherungsleistung und wird daher von keiner Bank als einnahme an erkannt.
Quatsch. Rente wird auch anerkannt. Und KEINE Bank stimmt ganz sicher nicht.

Zitat von: Sunwalker am 28. Januar 2018, 10:04:37
Mir ist nicht ganz klar, weshalb die meisten Leute das ALG I für eine sichere Einnahme halten.
Weil Du es schriftlich hast, dass Du es bis dann und dann bekommen wirst.

Zitat von: Sheherazade am 28. Januar 2018, 10:10:44
Wie schon geschrieben wurde, der Vermieter muss dir die Kautionszahlung in 3 gleichen monatlichen Raten ermöglichen.
Aber die erste ist mit Schlüsselübergabe fällig. Und für TE sind ja schon 50 Euro Rate zu viel.


Du bist also der Meinung, jemand anderes hätte für Dich Wohnung und Krankenkasse und so weiter suchen sollen? Du meinst, das fällt in den Verantwortungsbereich einer anderen Person als Dir selbst?

Nein, das JC ist für Dich  nicht zuständig. Du könntest genau so gut zur tierärztlichen Notfallambulanz für Schlaganfälle gehen, die sind auch nicht für Dich zuständig.
« Letzte Änderung: 28. Januar 2018, 10:46:31 von NevAda »

Offline Sunwalker

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #7 am: 28. Januar 2018, 10:39:51 »
Uff, ich spüre doch die ein oder andere negative spannung. :,(

Ja, die 450 € sind die KdU die mir entstehen würden, so bekäme ich die Wohnung.

Also, ich war bei der Postbank (meine Hausbank), Volksbank, Kreissparkasse, Commerzbank und der Deutschen Bank und JEDE hat mir die selbe auskunft gegeben.

Das ALG I wird NICHT als einnahme anerkannt. Punkt, fertig und schluss!

Somit fällt diese option DEFINITIV flach.

Völlig unerheblich was der Gesetzgeber vorschreibt, was es an möglichkeiten gibt eine Kaution ab zu stottern, ich sehe mich nicht in der Position die Vermieter unter druck zu setzen und bin eh und je sehr auf ihr entgegenkommen angewiesen und glücklich, dass sie mich überhaupt als Mieter in betracht ziehen.

Ich habe nirgends geschrieben, dass eine rate von 50 € zu viel für mich wäre, mit dem zusammenklemmen meiner Hinterbacken bekäme ich es evtl. hin bis zu 100 € monatlich zu zahlen. Die 50 sind als garantierte leistung zu sehen, die ich erbringen kann.

Ich bin auch nicht der meinung, dass irgendjemand irgendetwas hätte für mich suchen oder tun SOLLEN !

Aus einer Haftanstalt heraus gibt es fast AUSSCHLIESSLICH nur die möglichkeit über den dortigen Sozialdienst oder das Entlassungsmanagement dinge zu regeln, die sich außerhalb der Mauern befinden, hierzu gehört eben auch das Stellen von Anträgen, die klärung der Wohnsituation nach der haft etc etc... Dazu ist die Anstalt nunmal verpflichtet, dieser verpflichtung sind sie in keinster weise nachgekommen. Es gibt eben keine möglichkeit, dies als Strafgefangener des Geschlossenen Vollzuges selbst zu erledigen.

Nachzulesen im Paragraphen 16 des Hessischen Strafvollzugsgesetzes!

Zitat
§16
Entlassungsvorbereitung


(1) Die Anstalt arbeitet frühzeitig, spätestens sechs Monate vor dem voraussichtlichen Entlassungszeitpunkt, darauf hin, dass die Gefangenen über eine geeignete Unterbringung und eine Arbeits-oder Ausbildungsstelle verfügen sowie bei Bedarf in nachsorgende Maßnahmen vermittelt werden.
Hierbei arbeitet sie mit Dritten (§ 7), insbesondere der Bewährungshilfe, den Führungsaufsichtsstellen und der freien Straffälligenhilfe zum Zwecke der sozialen und beruflichen Eingliederung der Gefangenen zusammen. Die Bewährungshilfe ist zu einer solchen Zusammenarbeit schon während des Vollzugs verpflichtet, um einen bestmöglichen Übergang der Betreuung zu gewährleisten.
« Letzte Änderung: 28. Januar 2018, 10:55:59 von Sunwalker »

Offline Lady Miou

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #8 am: 28. Januar 2018, 11:22:51 »
Hast du die Kaution schriftlich beantragt oder war alles nur mündlich mit dem SB?
Ich habe in dem Bereich Übergangsleistungen für Strafentlassene keine wirkliche Ahnung, nur vllt. kann man dir hier weiterhelfen
https://www.lz-hessen.de/downloads/ damit du nicht auf der Straße landest.

 
Wenn Du ihre Zuneigung verdient hast, wird eine Katze dein Freund sein, aber niemals dein Sklave.          -Thèophile Gautier

Offline Sheherazade

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #9 am: 28. Januar 2018, 11:27:24 »
Er braucht nichts beantragen, er ist nicht im ALGII-Bezug.
Gesunder Menschenverstand ist kein Geschenk, es ist eine Strafe. Denn man muss mit all denen klar kommen, die keinen besitzen. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline Sunwalker

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #10 am: 28. Januar 2018, 11:37:31 »
Zitat von: Lady Miou am 28. Januar 2018, 11:22:51
Hast du die Kaution schriftlich beantragt oder war alles nur mündlich mit dem SB?

Ich habe den Antrag dort eingereicht, vor geraumer Zeit, am 26.01.18 hatte ich den Termin dort und dabei kam das oben beschriebene endergebnis raus.

Die Schriftliche ablehnung meines Antrages erhalte ich, wie in der Nachricht (Wir werden uns bemühen, den Antrag innerhalb einer normalen Bearbeitungszeit abzulehnen.) des Sachbearbeiters angekündigt, noch.

Nun, sei es wie es ist, scheinbar befinde ich mich in einer Grauzone bzw. in einem der Zahlreichen unausgeleuchteten Ecken des Systems.

Ich weiß nicht wie ich das drohende Unheil noch abwenden soll.

Ach, vielleicht werde ich einfach wieder Kriminell um mir die Kaution zu leisten.  :blum: Nein, spaß bei Seite, das kommt keinesfalls in Frage.

Leihen fällt aus, hilfe vom Staat, die ich sogar zurückzahlen würde, fällt ebenfalls aus. Banken werden ebenso nicht einspringen, was ich sogar nachvollziehen kann...

Was nun?

Brücke? ... von der selbigen Springen?

Offline hubble

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #11 am: 28. Januar 2018, 11:39:47 »
Hallo Sunwalker,

- Du könntest versuchen, bei der "Zentralstelle für Strafentlassene" in Deiner Gegend einen Antrag auf Darlehen zu stellen.

- Oder auch hier, weiter unten unter "Hilfsorganisationen" mal schauen:
http://wegedurchdenknast.de/adressen1-3.php

- Und vor allem auch Sozialamt, für außergewöhnliche Lebenslagen usw..

LG hubble

P.S. Die Stadt/ Gemeinde (evtl. Abteilung: Mietrückstände), Diakonie, Caritas, Kirchen.

Offline Orakel

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #12 am: 28. Januar 2018, 11:44:17 »
Auch karitative einrichtungen können vielleicht helfen ...
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Offline Lady Miou

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #13 am: 28. Januar 2018, 11:44:46 »
Zitat von: hubble am 28. Januar 2018, 11:39:47
- Und vor allem auch Sozialamt, für außergewöhnliche Lebenslagen usw..

Da sagste was, hatte ich überhaupt nicht dran gedacht.

(2) Einer Person, die Sozialhilfe beansprucht (nachfragende Person), werden, auch wenn keine Regelsätze zu gewähren sind, für einmalige Bedarfe nach Absatz 1 Leistungen erbracht, wenn sie diese nicht aus eigenen Kräften und Mitteln vollständig decken kann. In diesem Falle kann das Einkommen berücksichtigt werden, das sie innerhalb eines Zeitraums von bis zu sechs Monaten nach Ablauf des Monats erwerben, in dem über die Leistung entschieden worden ist.
http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxii/31.html
Wenn Du ihre Zuneigung verdient hast, wird eine Katze dein Freund sein, aber niemals dein Sklave.          -Thèophile Gautier

Offline Sunwalker

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Re: Drohende Obdachlosigkeit und Jobcenter/ProArbeit will nicht helfen
« Antwort #14 am: 28. Januar 2018, 11:53:54 »
Vielen Dank für die Antworten.

Der Bewährungshilfe werde ich morgen direkt auf die Nüsse gehen.

Wenn auch eine Hilfe dort eher weniger zu erwarten ist, bisher schien die gute Frau äußerst ratlos und überfordert mit ihrem Job.

Die Straffälligenhilfe und Entlassenenhilfe verwies mich im übrigen ebenfalls auf die ProArbeit bzw. das Jobcenter.  :scratch: Ich vergaß dies nur zu erwähnen, entschuldigt.

Kann es sein, dass der §31 SGB XII der selbe ist wie der § 24 SGB II ?

Falls ja, wies ich auf die möglichkeit beim JC hin, woraufhin mir entgegnet wurde, dass dieser hier nicht greift.

An die Diakonie wandt ich mich bereits, welche mir jedoch nur einen platz im Obdachlosenheim in aussicht stellte, dieser allerdings auch eher unsicher.
Schließlich ist es Winter und Wohnungslose gibt es zu hauf. Auch sie verwiesen mich auf die Zuständigkeit der Ämter.