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Autor Thema: Übernahme Heizölkosten - bewilligter Betrag 2017 nicht ausgeschöpft, Restbetrag?  (Gelesen 482 mal)

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Offline Gouvernante

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Hi!

Die Überschrift war für die konkrete Frage leider zu kurz....

Wie verhält es sich eigentlich, wenn man nur einen Teilbetrag der bewilligten Heizkosten ausgeschöpft hat?
ZB. in der zweiten Jahreshälfte 2017 statt der bewilligten 600€ nur 300€ in Anspruch genommen hat, da der Mitbewohner im Haus zu dem Zeitpunkt, an dem Heizmaterial benötigt wurde nur einen kleineren Betrag beisteuern konnte?
Sprich: Ein Großteil der Bewilligung aus dem zweiten Halbjahr 2017 wurde nicht genutzt.
Verfällt dieser anteilige Betrag oder kann ich mich bei der nächsten Anfrage auf Heizkostenübernahme auf diesen Restbetrag berufen?
Letztendlich verbrauche ich ja nicht weniger Material, sondern nur in kleineren Etappen.

Viele Grüße,
Gouvernante

Offline crazy

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?
Hast Du einen Heizöltank? Dann wird der mit dem bewilligten Geld gefüllt. Es ist noch Heizperiode.Du brauchst doch noch das Öl.
Was hat der Mitbewohner damit zu tun? Wenn nicht BG müsstecer doch jeden Monat Heizkostenbeteiligung zahlen,abgerechnet wird einmal im Jahr...

Offline Gouvernante

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Hallo crazy,

ich bin eine eigene BG in einer Unterkunft, die mir zu 50% gehört.
Wenn mir beispielsweise 1000€ Heizkosten bewilligt würden (haha...) bekäme ich einen Zuschuss von 500€, da ja das Kopfprinzip gilt.
Kann der zweite Eigentümer zu dem Zeitpunkt der Bewilligung aber selbst nur 300€ anteilig beisteuern , bleibt mir ja nichts anderes übrig, als von dem bewilligten Betrag auch nur beispielsweise 300 € in Anspruch zu nehmen, sonst müsste ich den Rest mit dem Hartz4 Satz zahlen (was nunmal nicht möglich ist).
Bei dem Beispiel bleiben dann 200€ ungenutzt in der Amtskasse zurück. Diese ungenutzten Beträge aus 2017 würde ich gerne ausschöpfen bevor ich den Anteil für 2018 nutze.

Offline kaykaiser

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Sprich: Ein Großteil der Bewilligung aus dem zweiten Halbjahr 2017 wurde nicht genutzt.

Folglich hattest Du im 2. Halbjahr auch keinen nachgewiesenen höheren Bedarf. Damit bleibt Dir nur noch der Weg, erneut einen Antrag für den Rest der JETZIGEN Heizperiode auf Heizmaterial zu stellen. Nicht genutzte Gelder können i.d.R. nicht ins nächste Jahr übertragen werden, weil eben kein Mehrbedarf im alten Jahr nachgewiesen werden konnte.

Unterm Strich:
Kaufe lieber beim nächsten Mal für den bereits bewilligten Bedarf etwas mehr ein, dann hast Du anschließend keine Probleme. Das hier war -mit Verlaub gesagt- Deine eigene Dummheit.


Wenn mir beispielsweise 1000€ Heizkosten bewilligt würden (haha...) bekäme ich einen Zuschuss von 500€, da ja das Kopfprinzip gilt. Kann der zweite Eigentümer zu dem Zeitpunkt der Bewilligung aber selbst nur 300€ anteilig beisteuern , bleibt mir ja nichts anderes übrig, als von dem bewilligten Betrag auch nur beispielsweise 300 € in Anspruch zu nehmen, sonst müsste ich den Rest mit dem Hartz4 Satz zahlen (was nunmal nicht möglich ist).

Was dein Miteigentümer kann oder nicht kann, interessiert das JC nicht. Hier wird ausschließlich nur kopfteilig gerechnet und wenn der andere Teilhaber nicht zahlen kann, ist das JC leider nicht der richtige Ansprechpartner für Dich. Ich verwette meinen Hut, dass Du keine Nachzahlung für letztes Jahr mehr bekommst! Auch dann nicht, wenn es zwar bewilligt, aber nicht voll ausgeschöpft wurde.
« Letzte Änderung: 14. Februar 2018, 01:06:50 von kaykaiser »
"Ich habe viel Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest hab’ ich einfach nur verprasst." - George Best

Ich habe nichts gegen Kritiker. Ich komme aus Ironien, das liegt direkt an der sarkastischen Grenze.

Offline crazy

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Da hast Du vollkommen was falsch verstanden
 Du hättest deine bewilligten 600 plus das vom Miteigentümer nehmen müssen und davon Tanken.
Wenn der Miteigentümer knapp ist dann solltest du mit ihm vereinbaren, dass er auf ein extra Sparbuch /Konto jeden Monat 50 Euro zahlen muss.Dann ist wenn der Tank gefüllt ist auch Geld zum Tanken da, ansonsten bleibt seine Bude kalt.
Wenn der Mitbewohner nicht haushalten kann darf das nicht zu deinem Problem werden. Ihr habt ja noch mehr Kosten zu zahlen. Zahlst Du das dann wenn er gerade mal klamm ist?

Offline Gouvernante

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Nee crazy,

falsch verstanden hab ich das nicht. Schon klar, dass ich den maximalen Zuschuss vom Amt nur erhalte, wenn Person zwei ebenso viel dazu beitragen kann. Bewilligt 500€ - ich bestelle für 1000€ Heizmaterial, Person zwei zahlt 500€, ich erhalte meine 500€ vom Amt nach Vorlage der Rechnung über 1000€

Nur leider läuft eben nicht immer alles wie aus dem Bilderbuch (sonst wären wir alle sicher nicht in diesem Forum angemeldet).
Beispiel: Auto von Person 2 defekt - Reparaturkosten müssen gezahlt werden um zum Job zu gelangen - vorübergehend weniger Geld zum Dazugeben. Heißt ja nicht, dass nichts dazugegeben wird, sondern eben auf zwei Mal, wenn wieder mehr Kohle da ist.
Ich kann dieses Denken von "entweder du nimmst jetzt alles und Person 2 hat gefälligst sofort ihren Anteil zu zahlen oder du bekommst dann eben weniger und der Rest ist weg" nicht ganz nachvollziehen.
Der Betrag, der vom Amt gezahlt würde, bleibt letztendlich ja gleich. Nur statt einmal voll ausschöpfen ist eben nur zwei Mal halb möglich.

Online Keen

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Nur mit dem Unterschied, dass Heizkosten im Gegensatz zum defekten Auto vorhersehbar sind und man über einen gewissen Zeitraum auch ansparen kann.

So wie ich das verstehe sind die 600,- an Heizkosten anerkennt worden, aber die 600,- waren doch überhaupt nicht nötig. Ganz unabhängig von der finanziellen Situation des Mitbewohners.

Offline Gouvernante

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Öhm...und genau weshalb waren die 600€ nicht nötig wenn ich fragen darf?
Kennst du die genauen Bezugszeiträume? Z.B. wann im letzten Jahr bestellt wurde?

Online Keen

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Du hast ja wohl nur für 300,- "getankt" und bist ja 2017 über die Runden gekommen. Ergo, war der Bedarf auch niedriger.

Online Jigme

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Was dein Miteigentümer kann oder nicht kann, interessiert das JC nicht. Hier wird ausschließlich nur kopfteilig gerechnet und wenn der andere Teilhaber nicht zahlen kann, ist das JC leider nicht der richtige Ansprechpartner für Dich.
Wenn die Mieteinnahmen die KdU mindern, man aber Mietausfall hat, muss das berücksichtigt werden.
Ich kenne jmd. der deswegen Klage einreichte, die wurde aber abgelehnt. NZB auch. Einige Jahre später gab es ein BSG Urteil, dass die Einnahmen nicht in voller Höhe angerechnet werden dürfen, wenn man Mietausfälle hat.
Da auch HK zur Miete gehören, dürfte dies analog anwendbar sein.

http://www.anhaltspunkte.de/rspr/urteile/B_14_AS_161.11_R.htm
http://www.aok-business.de/fachthemen/pro-personalrecht-online/datenbank/urteile-ansicht/poc/docid/5470103/
Zitat
Zahlt der Untermieter keine Miete, muss das Jobcenter für ihn eintreten
Vermietet ein Bezieher von ALG II ein Zimmer in seiner Mietwohnung, gibt er beim Jobcenter aber an, dass der Untermieter bisher keine Miete gezahlt habe, muss ihm weiterhin die volle Miete ersetzt werden; der auf den Untermieter entfallende Anteil darf nicht fiktiv angesetzt werden. "Nur eine tatsächlich zugeflossene Einnahme ist als 'bereites Mittel' geeignet, den konkreten Bedarf im jeweiligen Monat zu senken".


Auch falls meine Diskussionsbeiträge zu einer Rechtslage zutreffen, weise ich vorsorglich darauf hin, dass diese Rechte gegebenenfalls trotzdem eingeklagt werden müssen.

Offline Sheherazade

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@ Gouvernante: Ich habe dieses Wirrwarr mit den Heizkosten und 2 Eigentümern schon einmal hier gelesen. Warst du hier schon mal unter einem anderen Namen angemeldet? Vielleicht als Zoolander?
Gesunder Menschenverstand ist kein Geschenk, es ist eine Strafe. Denn man muss mit all denen klar kommen, die keinen besitzen. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)