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Autor Thema: Bescheid Eingliederungsvereinbarung per Verwaltungsakt - Bitte einmal prüfen  (Gelesen 689 mal)

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Offline Sonnenkind

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Guten Tag,

nachdem eine Eingliederungsvereinbarung zwischen meinem Berater beim Jobcenter und mir gestern nicht zustande gekommen ist (Man wollte meine Bitte auf Förderung mittels einer Weiterbildung nicht in die Eingliederungsvereinbarung aufnehmen. Man ist der Auffassung, dass eine §45-Förderung völlig ausreichend sei) bekam ich die Eingliederungsvereinbarung als Bescheid ausgestellt. Hab ich unten anonym eingestellt.

Was mich am meisten an diesem Bescheid irritiert ist das Datum, bis wann die Teilziele (Fordern und Fördern) erfüllt sein sollen. Nämlich nicht bis zum Ende der Gültigkeit es Bescheids in einem halben Jahr, sondern schon nächste Woche!!!


Was ist von dem Bescheid zu halten? Eine kurze Einschätzung/Bewertung wäre nett   :zwinker:

Ist das mit dem Datum ein Trick oder doch eher ein versehen?   :scratch:

Widerspruch einlegen? und wenn ja wogegen genau? :weisnich:

Was passiert eigentlich nach Ablauf des Datums nächster Woche hinischtlich Forderung und Förderung?
Bekomme ich dann keine Förderung (Fahrtkosten, Bewerbungskosten etc.) mehr und was ist mit den Forderungen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich nicht doch zu dieser Bewerbungscoachingmaßnahme muss...



Ich danke vielmals  :danke:

Offline Wunderlich

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Ist das mit dem Datum ein Trick oder doch eher ein versehen?   :scratch:


Ich würde auf Tippfehler tippen



Widerspruch einlegen? und wenn ja wogegen genau? :weisnich:


Gute Frage, ich würde vermuten, dass wenn du vor dem Ablauf des Datums in der nächsten Woche Widerspruch einlegst, dass man diesem stattgibt und dir direkt einen neuen Bescheid mit neuem Datum bis zum Ende der Laufzeit ausstellt.



Was passiert eigentlich nach Ablauf des Datums nächster Woche hinischtlich Forderung und Förderung?
Bekomme ich dann keine Förderung (Fahrtkosten, Bewerbungskosten etc.) mehr und was ist mit den Forderungen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich nicht doch zu dieser Bewerbungscoachingmaßnahme muss...



Soweit ich den Bescheid gelesen und verstanden habe, sind darin keine Forderungen enthalten. Keine Bewerbungsnachweise und auch keine konkrete Teilnahme an einer Maßnahme.

Bewerbungskosten und Fahrkosten kannst du immer geltend machen. Also auch nach dem Datum.

Inwieweit eine Zuweisung zu einer Maßnahme nach dem Datum nächster Woche noch rechtsmäßig ist, weiß ich nicht.
Dazu kann bestimmt jemand von den alten Hasen hier im Forum was sagen


Dieser Bescheid ist mal wieder ein toller Beleg wie stümperhaft in den Jobcentern gearbeitet wird  :lachen:

Offline coolio

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Bei manchen Schriftstücken weigere ich mich, den kranken Hirnen auch nur ansatzweise Zeit zu widmen.
Da steht nix drin???
Keine Verpflichtung?
Keine Leistung?
Genannt sind allenfalls unvollständige Gesetzestexte (die in einer EGV gerade gar nix zu suchen haben).
Statistik ist bedient - können sie sich ans Bein kleben.
Siehst Du irgendeine Verpflichtung für Dich?
Gesamtlaufzeit der EGV habe ich nicht gefunden????
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Offline Sonnenkind

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Bei manchen Schriftstücken weigere ich mich, den kranken Hirnen auch nur ansatzweise Zeit zu widmen.
Da steht nix drin???
Keine Verpflichtung?
Keine Leistung?
Genannt sind allenfalls unvollständige Gesetzestexte (die in einer EGV gerade gar nix zu suchen haben).
Statistik ist bedient - können sie sich ans Bein kleben.
Siehst Du irgendeine Verpflichtung für Dich?
Gesamtlaufzeit der EGV habe ich nicht gefunden????

??? Wie soll ich die Antwort verstehen und deuten ???



Die Laufzeit der Eingliederungsvereinbarung ist vom 13.02-12.08.2018.

Die Ziele der Förderung (Teilnahme an einem Bewerbugnscoaching, Bewerbungen auf Stellenvorschläge) sollen ja alle schon nächste Woche erfüllt sein.
 
Bei welchem Maßnahmeträger ich angemeldet wurde, wann ich dort hingegen soll weiß ich alles nicht. Danach gefragt wurde mir gesagt, dass ich zu gegebener Zeit dann eine Zuweisung erhalte wo das dann alles genau drin steht.
Es soll ein Bewerbungscoaching sein, für das aber gerade keine Plätze mehr frei sind und ich deshalb auf der Warteliste stehe.
Dabei bin ich recht fit im schreiben von Bewerbungen.

Konkrete Aufforderungen Bewerbungen zu schreiben und diese nachzuweisen oder zu Vorstellungesterminen zu gehen habe ich nicht bekommen.


Offline coolio

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Zitat von: Sonnenkind am 14. Februar 2018, 21:53:08
??? Wie soll ich die Antwort verstehen und deuten ???
War nicht gegen Dich, sondern gegen dieses JC in Form einer Optionskommune gerichtet....
----
Dann hat das JC selbst eine Zielerreichung verhindert - what shalls....
umso besser für Dich, ohne Sinnlosmaßnahme lebt sichs besser....
-----
Kostenerstattung fehlt auch...
------
lochen, abheften, vergessen vorerst ....
... nur schade ums Steuergeld das damit vom JC verschwendet wird.
------
Melde Dich, wenn die Maßnahmezuweisung tatsächlich bei Dir ist, die ist dann absehbar (zu Deinem Vorteil) genauso rechtsfehlerhaft.


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Offline Sonnenkind

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Zitat von: coolio am 14. Februar 2018, 22:12:03
War nicht gegen Dich, sondern gegen dieses JC in Form einer Optionskommune gerichtet....
Ok, ich dachte schon... :schaem:


Also keinen Widerspruch einlegen?

Aber was passiert wenn ich gegen diesen Verwaltungsakt keinen Widerspruch einlege?
Ist das nicht meine letzte Chance?

Muss ich sonst am Ende nicht alles machen was die wollen wenn ich keinen Wiederspruch gegen diesen Bescheid einlege?

Oder kann ich gegen jede Aufforderung, zu was auch immer die im nächsten halben Jahr bestimmt noch kommen wird, selber auch noch Widerspruch einlegen?

Offline coolio

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Erstmal:
Gegen jeden Verwaltungsakt hast Du erneut Widerspruchsmöglichkeit (also z.B.: Maßnahmezuweisung)
dann:
Ich wüsste nicht, was aus dieser EGV folgen sollte?
Es gibt keine Verpflichtung für Dich ....
Es gibt keine Verpflichtung fürs JC.
Vorteil angesichts dieser EGV - 6 Monate hast Du Ruhe und relative Sicherheit gegen weiteren Unfug (wenn Du was nachteiliges findest, sags mir).
Diese EGV kann nicht einfach aufgehoben oder 'überschrieben' werden!
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Offline Sonnenkind

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Erstmal:
Gegen jeden Verwaltungsakt hast Du erneut Widerspruchsmöglichkeit (also z.B.: Maßnahmezuweisung)




Das ist mein aller erster Verwaltungsakt. Ich habe damit überhaupt keine Erfahrungen. Bislang hatte ich die Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, weil ich die Förderungen und Forderungen für akzeptable hielt. 5 Bewerbungen pro Monat und sonst nix
 

Heißt das jetzt, wo mir diese Eingliederungsvereinbarung als Verwaltungskt zugestellt wurde, dass auch alle nachfolgenden Maßnahmen wie die angekündigte Maßnahme zum Bewerbungscoaching oder Aufforderungen zum bewerben auf Stellenvorschläge, auch als Verwaltungsakt zugestellt werden?

D.h. zukünftige Schreiben von Stellenvorschläge werden sich formal von meinen bisherigen unterscheiden?
In meiner letzten Aufforderung zur Bewerbung im Callcenter stand noch nichts von Verwaltungsakt...

 


Offline coolio

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Eine Maßnahmezuweisung muss als Verwaltungsakt ergehen.
Das könnte als nächstes anstehen.
----------
Bei derzeit ungelegten Eiern meldest Du Dich aber am Besten einfach wieder hier im Thread, wenn sie gelegt sind.
Und natürlich wenn Dein JC wieder austillt.
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Offline Sonnenkind

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Eine Maßnahmezuweisung muss als Verwaltungsakt ergehen.
Das könnte als nächstes anstehen.

Also bei meiner letzten und ersten Maßnahme gab es dazu keinen Brief vom Jobcenter. Und erst recht keine Maßnahmenzuweisung als Verwaltungsakt, sondern ich bekam eine Einladung per Brief von dem Maßnahmenträger selber und da stand drin, dass ich von meinem Jobcenter als Teilnehmer zu diese Maßnahme zugewiesen wurde. Dieses Einladungsschreiben beinhaltete auch keine Rechtsfolgebelehrung oder so.

Fand ich irgendwie schon komisch. Ich wollte aber meiner Mitwirkungspflicht nachkommen und guten Willen zeigen, sodass ich dann dort hin gegangen bin. Auch weil ich den Maßnahmeträger recht interessant fand. Das ist nämlich ein gemeinnütziger Verein der hier in der Stadt sehr angesehen ist. Er biete Hilfe bei Problemen mit dem Jobcenter an. Vielleicht sollte ich dort mal hingehen und mich beraten lassen. 

Bei derzeit ungelegten Eiern meldest Du Dich aber am Besten einfach wieder hier im Thread, wenn sie gelegt sind.
Und natürlich wenn Dein JC wieder austillt.

Alles klärchen  :ok: 
und Dank schonmal.
Nach den letzten eher schlechteren Erfahrungen mit dem Jobcenter wüsste ich jetzt immer gerne was mich erwartet und wie man sich verhält  :smile: :zwinker:

Offline Hexe

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Zitat von: Sonnenkind am 15. Februar 2018, 23:53:58
sondern ich bekam eine Einladung per Brief von dem Maßnahmenträger selber und da stand drin, dass ich von meinem Jobcenter als Teilnehmer zu diese Maßnahme zugewiesen wurde.

So etwas hat das JC zu tätigen, und nicht der Maßnahmeträger. Der zahlt doch nicht deine Leistungen.
LG Hexe
Ich erteile keine Rechtsberatung sondern gebe nur meine eigene Erfahrung weiter

Offline coolio

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Zitat von: Sonnenkind am 14. Februar 2018, 23:53:58
Also bei meiner letzten und ersten Maßnahme gab es dazu keinen Brief vom Jobcenter. Und erst recht keine Maßnahmenzuweisung als Verwaltungsakt, sondern ich bekam eine Einladung per Brief von dem Maßnahmenträger selber und da stand drin, dass ich von meinem Jobcenter als Teilnehmer zu diese Maßnahme zugewiesen wurde. Dieses Einladungsschreiben beinhaltete auch keine Rechtsfolgebelehrung oder so.
Nie wieder auf derartige Adam- und Eva Verführungsversuche reagieren!!!!!!!!!!!!!.
Das Prozedere hat der Gesetzgeber genauestens festgelegt und die Selbstbedienungsmenatlität der Abzocker würde mich persönlich schon beim ersten Versuch an die Decke treiben.
Gratulation an Dein JC: die haben Dich erfolgreich repressiv zu Gunsten eigener Interessen domestiziert.

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Offline Sonnenkind

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Zitat von: Sonnenkind am 15. Februar 2018, 23:53:58
sondern ich bekam eine Einladung per Brief von dem Maßnahmenträger selber und da stand drin, dass ich von meinem Jobcenter als Teilnehmer zu diese Maßnahme zugewiesen wurde.

So etwas hat das JC zu tätigen, und nicht der Maßnahmeträger. Der zahlt doch nicht deine Leistungen.
LG Hexe

Ok - jetzt bin ich noch mehr irritiert.

Was mich damals schon gewundert hatte, der Maßnahmenträger hat und hätte auch bei der Teilnahme einen Teil der Leistungen gezahlt. Nämlich die Leistungen in Form von Fahrkosten.
Bei der zweiwöchigen Startphase hat der Maßnahmenträger nämlich auch schon die Fahrtkosten komplett übernommen und nicht das Jobcenter.
Entweder das Sozialticket, gültig für einen ganzen Monat, auch wenn man nur die 14 Tage an der Probezeit teilgenommen hat, oder eine Fahrkostenpauschale, wie ich sie für mein Moped genommen habe.

Die komplette Maßnahme hätte im Anschluss ganze sechs Monate gedauert, allerdings konnte/drufte/sollte daran nicht jeder Teilnehmer der Startphase teilnehmen. Da gab es am Ende von Seiten des Maßnahmeträgers ein Auswahlverfahren und da bin zum Glück nicht dabei gewesen. Ich hab laut Maßnahmeträger nicht ins "Team" für die "Reise" gepasst. War nicht weiter schlimm. 
Die Maßnahme war dann doch nicht so mein Ding. Das war nämlich so eine Beschäftigungstherapie mit täglichem Stuhlkreis wo man über den Sinn des Lebens philosophiert hat, Mandalas malte, einmal die Woche zusammen gefühstückt oder gemeinsames gekocht hat.

Zusätzlich zu dieser Einladung bekam ich noch einen Hochglanzflyer

Offline coolio

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Ich bin froh, daß ich nicht weiss, wieviele Opfer der professionellen Abzockindustrie bundesweit noch rumlaufen!!!!
Maßnahme heisst fürs JC: raus aus der Statistik - hurra
Maßnahme heisst für den Träger: Staatskohle klimpert im Geldspeicher des Dagobert Duck - hurra
(offensichtlich haben beide hier bestens konspiriert)
Maßnahme heisst für das Humankapital auf 2 Beinen: Pech gehabt bis nix
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Offline CCR

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Zitat von: coolio am 15. Februar 2018, 00:02:08
Nie wieder auf derartige Adam- und Eva Verführungsversuche reagieren!!!!!!!!!!!!!.
Das Prozedere hat der Gesetzgeber genauestens festgelegt und die Selbstbedienungsmenatlität der Abzocker würde mich persönlich schon beim ersten Versuch an die Decke treiben.
Gratulation an Dein JC: die haben Dich erfolgreich repressiv zu Gunsten eigener Interessen domestiziert.
vermutlich würden sie dich auch nicht mehr wollen. Da werden gefügige und Teamplayer gebraucht von Trägern.
Wir leben in einem System,  in dem man entweder Rad sein muss  oder unter die Räder gerät.


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