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Autor Thema: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?  (Gelesen 6694 mal)

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Offline Sheherazade

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #15 am: 06. Januar 2018, 14:32:48 »
Der Punkt mit dem Zwischenumzug blockiert die Pläne ungemein. Den würde ich versuchen zu umgehen.

Probleme: Ich habe vor, in meine mehrere hundert km entfernte Heimat zurückzuziehen - dort gibt es ein paar Familienmitglieder, Freunde und Bekannte, die mir zumindest ein wenig helfen könnten (hier nicht). Unterkommen kann ich bei ihnen leider nicht - wohnen selbst beengt in kleinen Wohnungen, außer einem, der in einem Haus wohnt, aber dort stellt sich die auch im Haus lebende Schwiegermutter leider quer.
Ich müsste deshalb zunächst in irgendeiner anderen günstigen Unterkunft (barrierefrei) unterkommen. Denn ich habe noch keine Wohnung dort und kann auch von hier aus keine suchen und anmieten (kann nicht hunderte von km zu Wohnungsbesichtigungen hin- und zurückfahren); kann also erst vor Ort Wohnungen anschauen und anmieten. Hinzu kommt, dass die Wohnung groß genug und barrierefrei sein muss.

Zum Beispiel mit einem "Urlaub" von 2, 3 oder 4 Wochen am gewünschten Ort mit Unterkunft bei einem der Verwandten oder Bekannten, die dafür Platz haben. In der Zeit werden sich (vielleicht nach Vorauswahl der Verwandt- oder Bekanntschaften) ja wohl einige potentielle Mietobjekte bzw. Wohnungsbaugesellschaften finden lassen.
Hallo liebe "Klartextsprecher", "Wahrheitsager" und "Durchblicker". Begreift es doch endlich: Ihr dürft in diesem Land aussprechen, was ihr möchtet. Immer! Und sei es noch so unsachlich, hasserfüllt und dumm. Ihr dürft einfach nur nicht erwarten, dass andere euch zustimmen. (ruthe.de)

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Offline kroetenschleim

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #16 am: 06. Januar 2018, 16:20:41 »
Wenn dann vom JC nicht sogar von Sozialleistungsbetrug ausgegangen wird, falls* Du KdU beantragst.

Wie kommst du auf "Sozialleistungsbetrug"?



Umzug ohne Ummeldung geht nicht.

Auch Wohnsitzlose haben Rechte. - Bei Wohnsitzlosen ist das Amt zuständig, in dessen Kommune sich die wohnsitzlose Person aufhält.
Wenn ich z.B. in eine Ferienwohnung ziehe, meldet mich der Vermieter an. Das ist ein Nachweis, dass ich dort (temporär - auch ohne Wohnsitz) wohne.


Zitat von: kroetenschleim am 05. Januar 2018, 17:05:16
Auch wenn ich meinen derzeitigen Wohnsitz abmelde und in der temporären Unterkunft keinen Wohnsitz anmelde (weil es die Vermieter nicht erlauben).

Es muss aber eine Anmeldung gemacht werden sonst kein Nachweis dass man da wohnt also auch kein ALG 2.

Doch, die Anmeldung meines temporären Aufenthalts dort durch den Vermieter einer Ferienwohnung ist ein Nachweis.


Zitat von: kroetenschleim am 06. Januar 2018, 12:02:50
(Ich habe ja gar nicht vor, die Vermieter um ihr Geld zu betrügen; sie bekommen ja ihr Geld; es geht nur um den Faktor "Wohnsitzlosigkeit")
wie viel und von wem wenn Du nur den RL hast.

Ich beantrage nicht nur den RS, sondern auch die Übernahme der KdU. - "Wie viel und von wem"?: würde ich leihen, falls nötig.





@ Sheherazade: Unterkommen bei Verwandten oder Bekannten geht leider nicht (siehe Zitat Eingangsbeitrag):

Probleme: Ich habe vor, in meine mehrere hundert km entfernte Heimat zurückzuziehen - dort gibt es ein paar Familienmitglieder, Freunde und Bekannte, die mir zumindest ein wenig helfen könnten (hier nicht). Unterkommen kann ich bei ihnen leider nicht - wohnen selbst beengt in kleinen Wohnungen, außer einem, der in einem Haus wohnt, aber dort stellt sich die auch im Haus lebende Schwiegermutter leider quer.
Ich müsste deshalb zunächst in irgendeiner anderen günstigen Unterkunft (barrierefrei) unterkommen. Denn ich habe noch keine Wohnung dort und kann auch von hier aus keine suchen und anmieten (kann nicht hunderte von km zu Wohnungsbesichtigungen hin- und zurückfahren); kann also erst vor Ort Wohnungen anschauen und anmieten. Hinzu kommt, dass die Wohnung groß genug und barrierefrei sein muss.


Offline kroetenschleim

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #17 am: 06. Januar 2018, 20:34:48 »
Außer, dass ich dort nirgendwo bei Verwandten oder Bekannten unterkommen kann, gibt es noch ein weiteres Problem: Infrage kommende Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt und Nicht-Sozialwohnungen bei Wohnungsbaugesellschaften liegen wesentlich über dem örtlichen KdU-Rahmen; ausschließlich Sozialwohnungen befinden sich dort innerhalb des KdU-Rahmens. Da die Zahl der Bewerber um eine solche Sozialwohnung die Zahl der verfügbaren Sozialwohnungen extrem weit übertrifft, haben Bewerber, die einen Wohnsitz außerhalb dieser Kommune haben, keine Chance, eine solche Sozialwohnung zu bekommen - denn diese Wohnungen werden (nach Dringlichkeitsliste) zuerst an Bewerber vergeben, für die diese Kommune zuständig ist (d.h. Leute, die innerhalb dieser Kommune wohnen und Wohnsitzlose, die sich innerhalb dieser Kommune aufhalten). Und da es so viele Bewerber innerhalb dieser Kommune gibt, bleibt für Bewerber aus anderen Kommunen nichts übrig.

Ich kannte mal einen Mann (über zehn Jahre her, andere Kommune allerdings), da lief es so (allerdings lag dessen Fall etwas anders als meiner):
Der Mann war ins Ausland gezogen (offiziell, mit Wohnsitz dort) und arbeitete dort. Verdienst so gering, dass er von der Hand in den Mund lebte. Dann verlor er Knall auf Fall seinen Arbeitsplatz. Er hatte gerade noch so viel Geld für eine Fahrkarte zurück in den Ort in Deutschland, wo er vor seinem Umzug ins Ausland gewohnt hatte. Er lagerte seine Sachen bei Bekannten in dem Ort im Ausland ein, wo er gearbeitet hatte und fuhr mit ein oder zwei Reisetaschen (Kleidung, wichtigste Dokumente) zurück in seinen vorherigen Wohnort in Deutschland. Dort ging er sofort zu einer Behörde (oder Behördenabteilung), die für Obdachlose zuständig war, schilderte seine Situation, sagte, dass er nirgendwo unterkommen kann, und bekam einen Platz in einer Obdachlosenunterkunft zugewiesen. (Er war allerdings nicht schwerbehindert, sondern komplett gehfähig und auch sonst total gesund.) Er beantragte ALG und eine Sozialwohnung. Nach einigen Monaten in der Obdachlosenunterkunft bekam er eine Sozialwohnung.
Sobald er die Sozialwohnung hatte, beantragte er den Transport seiner im Ausland eingelagerten Sachen in seine neue Sozialwohnung. Der Transport wurde genehmigt - Begründung: eine neue Erstausstattung seiner Wohnung wäre teurer als dieser Transport seiner vorhandenen, eingelagerten Sachen vom Ausland in seine neue Wohnung.

Offline Keen

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #18 am: 07. Januar 2018, 00:54:32 »
Richtig ist, dass du keine Meldeadresse benötigst um Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch zu erhalten. Du hast damit auch Anspruch auf evtl. Kosten der Unterkunft. Natürlich ist es einfacher mit Meldeadresse. Keinen Zweifel.

Die Genehmigung des Umzugs bzw. die Anerkennung des Grundes, kann ja auch unabhängig von einer Anmietung und einem tatsächlichen Umzug erfolgen.
Eine solche Genehmigung kann ja auch mit Nebenbestimmungen (Angemessenheit der Unterkunft etc.) versehen werden.
Mein erstes Ziel wäre es daher diese Genehmigung zu erhalten. Hier wäre grundsätzlich auch mit dem kompletten Verwaltungsverfahren und Klageverfahren zu rechnen. Ob hier Eilverfahren möglich ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Offline Fettnäpfchen

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #19 am: 07. Januar 2018, 13:47:14 »
Zitat von: kroetenschleim am 06. Januar 2018, 16:20:41
Wie kommst du auf "Sozialleistungsbetrug"?
steht doch dort.
Zitat von: Fettnäpfchen am 06. Januar 2018, 13:55:17
falls* Du KdU beantragst.
für mich ist ofw, oder wohnsitzlos wie du es nennst, ohne Unterkunft also auch ohne Kosten der Unterkunft.

So wie du es beschreibst scheint es ja zu gehen was ich da glaube ist eh egal und meine Tipps beruhen in deinem Fall auf Gedankenspielen meinerseits. Anscheinend liege ich deiner Meinung nach falsch.
Ich wünsche Dir das Du Recht hast und alles so klappt wie Du vorhast. Mir wird das zu verworren und ich werde mich mal zurückhalten und falls mir was einfällt melde ich mich wieder.

Das untere empfinde ich als widersprüchlich:
Zitat von: kroetenschleim am 06. Januar 2018, 16:20:41
Zitat
Zitat von: Fettnäpfchen am 06. Januar 2018, 13:55:17

    Umzug ohne Ummeldung geht nicht.


Zitat von: kroetenschleim
« am: 06. Januar 2018, 16:20:41
Auch Wohnsitzlose haben Rechte. - Bei Wohnsitzlosen ist das Amt zuständig, in dessen Kommune sich die wohnsitzlose Person aufhält.
Wenn ich z.B. in eine Ferienwohnung ziehe, meldet mich der Vermieter an. Das ist ein Nachweis, dass ich dort (temporär - auch ohne Wohnsitz) wohne.
obwohl die dich nicht anmelden wollen
Zitat von: kroetenschleim am 05. Januar 2018, 17:05:16
und in der temporären Unterkunft keinen Wohnsitz anmelde (weil es die Vermieter nicht erlauben).
deswegen
Zitat von: Fettnäpfchen am 06. Januar 2018, 13:55:17
Es muss aber eine Anmeldung gemacht werden sonst kein Nachweis dass man da wohnt also auch kein ALG 2.
und dann doch eine Anmeldung
Zitat von: kroetenschleim am 06. Januar 2018, 16:20:41
Doch, die Anmeldung meines temporären Aufenthalts dort durch den Vermieter einer Ferienwohnung ist ein Nachweis.

MfG FN
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Offline Sheherazade

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #20 am: 07. Januar 2018, 13:54:31 »
Wobei ich die Zwischenunterkunft immer noch als das größte Problem sehe, nicht nur von seiten des Amtes.

Wenn es schon problematisch ist, eine behindertengerechte (barrierefreie) Dauermietwohnung zu bekommen, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, eine behindertengerechte (barrierefreie) Zwischenunterkunft zu kriegen?
Hallo liebe "Klartextsprecher", "Wahrheitsager" und "Durchblicker". Begreift es doch endlich: Ihr dürft in diesem Land aussprechen, was ihr möchtet. Immer! Und sei es noch so unsachlich, hasserfüllt und dumm. Ihr dürft einfach nur nicht erwarten, dass andere euch zustimmen. (ruthe.de)

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Offline kroetenschleim

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #21 am: 07. Januar 2018, 14:35:23 »
@ Fettnäpfchen:

Mir ist schleierhaft, wie du auf Sozialbetrug kommst.

In der Ferienwohnung würde der VM mich natürlich als Gast dort anmelden. Nicht als festen Wohnsitz. Und diese Anmeldung des VM wäre die Bestätigung, dass ich - temporär - dort meine Unterkunft habe. Auch als Wohnsitzlose.


@ Sheherazade:
Ja, es ist mit Problemen verbunden, nicht von Anfang an eine Wohnung vorweisen zu können, sondern nur die Möglichkeit eines - temporären - Unterkommens in einer Ferienwohnung.
Wohnung haben weder ich noch meine Bekannten gefunden - aber eine barrierefreie Ferienwohnung für 700 Euro monatlich (das ist die günstigste temporäre barrierefreie Unterkunft dort - die anderen barrierefreien Unterkünfte sind teure Hotels).
« Letzte Änderung: 07. Januar 2018, 15:00:51 von kroetenschleim »

Offline oldhoefi

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #22 am: 07. Januar 2018, 16:05:09 »
@kroetenschleim,

Zitat von: kroetenschleim am 04. Januar 2018, 20:09:34
Aus meiner derzeitigen Wohnung muss ich ausziehen. Gründe sind finanziell und gesundheitlich.
Die einzelnen Gründe habe ich gelesen. Trotzdem erschließt sich mir nicht, warum jetzt urplötzlich ein MUSS zum Auszug aus der derzeitigen Wohnung besteht. Laut Schilderung sind die eigenen Zuzahlungen stetig gestiegen und nicht erst seit kurzem.

Wurde dieses Mietverhältnis bereits gekündigt, obwohl noch keine neue Wohnung in Sicht ist? Wenn ja, zu welchem Zeitpunkt?

Sind diese Umzugsgedanken in die Heimat vom Amt bereits als notwendig/erforderlich anerkannt worden? Damit meine ich nicht die Mietkosten sondern die mit dem Umzug verbundenen erhöhten Zusatzkosten. Wenn nein, sollte m. E. als erstes dort angesetzt werden.

Zitat von: kroetenschleim am 07. Januar 2018, 14:35:23
Wohnung haben weder ich noch meine Bekannten gefunden - aber eine barrierefreie Ferienwohnung für 700 Euro monatlich (das ist die günstigste temporäre barrierefreie Unterkunft dort - die anderen barrierefreien Unterkünfte sind teure Hotels).
Da von „dort“ gesprochen wird, liegt demnach diese Ferienwohnung in der angedachten Umgebung der Heimat.

Ob die Mietkosten in dieser Höhe samt Umzug und Einlagerung der Möbel vom Amt übernommen werden, wage ich trotz alledem stark anzuzweifeln.
„Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ (Heinrich Heine)

Offline potamopyrgus

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #23 am: 07. Januar 2018, 16:29:34 »
Wohnung haben weder ich noch meine Bekannten gefunden - aber eine barrierefreie Ferienwohnung für 700 Euro monatlich (das ist die günstigste temporäre barrierefreie Unterkunft dort - die anderen barrierefreien Unterkünfte sind teure Hotels).

Hast du dich dort mal informiert wie lang die Wartezeiten auf barrierefreie Sozialwohnungen sind, selbst wenn man dort wohnt? Ist das realistisch?

Lass deine Verwandten vor Ort und im Umkreis weitersuchen und bleib vorerst wohnen wo du bist. Wohnungen zeigen und Gespräche führen kann man auch übers Internet. Besonders wenn man vor Ort Leute hat die helfen.

Offline kroetenschleim

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #24 am: 07. Januar 2018, 17:44:56 »
@ oldhoefi:

@kroetenschleim,

Zitat von: kroetenschleim am 04. Januar 2018, 20:09:34
Aus meiner derzeitigen Wohnung muss ich ausziehen. Gründe sind finanziell und gesundheitlich.
Die einzelnen Gründe habe ich gelesen. Trotzdem erschließt sich mir nicht, warum jetzt urplötzlich ein MUSS zum Auszug aus der derzeitigen Wohnung besteht. Laut Schilderung sind die eigenen Zuzahlungen stetig gestiegen und nicht erst seit kurzem.

Sie sind neuerlich gestiegen und liegen mittlerweile nun so hoch, dass ich die Zuzahlungen nicht mehr leisten kann. Kürzlich erneut um 40 Euro. Und ich habe, wie gesagt, bereits Schulden.
Hinzu kommen, wie gesagt, gesundheitliche Gründe - wesentliche und weiter zunehmende Verschlechterung (siehe Eingangsbeitrag):

Ich bin 100% EM bis Erreichen Rentenalter und beziehe EM-Rente und aufstockend Grusi.
Aus meiner derzeitigen Wohnung muss ich ausziehen. Gründe sind finanziell und gesundheitlich.
Finanziell: Wegen Überschreitung der KdU (schon bei Einzug, aber damals nicht sooo drastisch - 20 Euro Zuzahlung aus Regelsatz). Aufgrund stetig gestiegener Miet- und NK mittlerweile 120 Euro Zuzahlung aus RS ab Februar. Ich habe bereits Schulden bei Bekannten.
Gesundheitlich: sich ständig verschlimmernde starke Gehbehinderung (SB-Ausweis, MZ "G" liegt vor) - sechs Stufen im Treppenhaus und eine Stufe vor der Haustür zu überwinden; geht nur unter extremen Beschwerden und Sturzgefahr bzw. tatsächlichen Stürzen (einer davon war besonders übel: auf den Rücken gestürzt und mit voller Wucht auf den Hinterkopf geknallt); auch innerhalb der Wohnung zu eng, um mich mit Rollator oder Rollstuhl bewegen zu können - muss mich beschwerlich durch die Wohnung "hangeln" mittels Festhalten an Möbeln u.a., klappt nicht immer, auch da Stürze.


Also: nicht "urplötzlich".


Wurde dieses Mietverhältnis bereits gekündigt, obwohl noch keine neue Wohnung in Sicht ist? Wenn ja, zu welchem Zeitpunkt?

Nein, bisher noch nicht gekündigt. Ich wollte mich, bevor ich das tue, erstmal über die Rechtslage informieren, also wer was übernimmt etc..

Sind diese Umzugsgedanken in die Heimat vom Amt bereits als notwendig/erforderlich anerkannt worden? Damit meine ich nicht die Mietkosten sondern die mit dem Umzug verbundenen erhöhten Zusatzkosten. Wenn nein, sollte m. E. als erstes dort angesetzt werden.

Ich habe noch keinen Antrag gestellt, weil ich zuerst die Rechtslage abklären möchte.


Zitat von: kroetenschleim am 07. Januar 2018, 14:35:23
Wohnung haben weder ich noch meine Bekannten gefunden - aber eine barrierefreie Ferienwohnung für 700 Euro monatlich (das ist die günstigste temporäre barrierefreie Unterkunft dort - die anderen barrierefreien Unterkünfte sind teure Hotels).

Da von „dort“ gesprochen wird, liegt demnach diese Ferienwohnung in der angedachten Umgebung der Heimat.

Ja, sie liegt dort.



@ Potamopyrgus:
Auf die Länge der Wartezeiten kommt es weniger an - denn in meiner derzeitigen Wohnung kann ich aus den im Eingangsbeitrag geschilderten Gründen auf gar keinen Fall bleiben.
Ich will nur, wie gesagt, vor der Kündigung und Antragstellung beim Sozialamt (und auch der Ausstellung eines entsprechenden Attestes, was ich ja sich benötigen werde für das Amt bzw. die Ämter - das Amt hier und das Amt am Zielort(?)) die Rechtslage abklären.
« Letzte Änderung: 07. Januar 2018, 18:02:13 von kroetenschleim »

Offline potamopyrgus

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #25 am: 07. Januar 2018, 18:18:40 »
Dann wird man dir auf dem Amt sicher nahe legen dir dort eine Wohnung zu suchen, wo auch eine verfügbar ist, wenn es so dringend ist.
Es gibt keinen Rechtsabspruch eine Ferienwohnung bezahlt zu bekommen, weil man im Wunschort keine passende Bleibe findet.
Wenn du in dem Ort keine Wohnung findest, dann kannst du da nicht hinziehen.  :weisnich:

Offline kroetenschleim

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #26 am: 07. Januar 2018, 19:49:35 »
Doch, es gibt in meinem Heimatort schon passende Wohnungen - aber:

Infrage kommende Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt und Nicht-Sozialwohnungen bei Wohnungsbaugesellschaften liegen wesentlich über dem örtlichen KdU-Rahmen; ausschließlich Sozialwohnungen befinden sich dort innerhalb des KdU-Rahmens. Da die Zahl der Bewerber um eine solche Sozialwohnung die Zahl der verfügbaren Sozialwohnungen extrem weit übertrifft, haben Bewerber, die einen Wohnsitz außerhalb dieser Kommune haben, keine Chance, eine solche Sozialwohnung zu bekommen - denn diese Wohnungen werden (nach Dringlichkeitsliste) zuerst an Bewerber vergeben, für die diese Kommune zuständig ist (d.h. Leute, die innerhalb dieser Kommune wohnen und Wohnsitzlose, die sich innerhalb dieser Kommune aufhalten). Und da es so viele Bewerber innerhalb dieser Kommune gibt, bleibt für Bewerber aus anderen Kommunen nichts übrig.


Und: In meiner derzeitigen Kommune sind die Mieten (und BK) derart gestiegen, dass man hier vor dem gleichen Problem steht.


Außerdem gibt es in meinem Heimatort, wie ich in meinem Eingangsbeitrag geschrieben habe, ein paar Familienmitglieder, Freunde und Bekannte, die mir zumindest ein wenig helfen könnten. Hier nicht.

Offline CCR

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #27 am: 07. Januar 2018, 21:22:19 »
Zitat von: kroetenschleim am 04. Januar 2018, 20:09:34
Ich bin 100% EM bis Erreichen Rentenalter und beziehe EM-Rente und aufstockend Grusi.
Aus meiner derzeitigen Wohnung muss ich ausziehen. Gründe sind finanziell und gesundheitlich.
Finanziell: Wegen Überschreitung der KdU (schon bei Einzug, aber damals nicht sooo drastisch - 20 Euro Zuzahlung aus Regelsatz). Aufgrund stetig gestiegener Miet- und NK mittlerweile 120 Euro Zuzahlung aus RS ab Februar. Ich habe bereits Schulden bei Bekannten.
Gesundheitlich: sich ständig verschlimmernde starke Gehbehinderung (SB-Ausweis, MZ "G" liegt vor) - sechs Stufen im Treppenhaus und eine Stufe vor der Haustür zu überwinden; geht nur unter extremen Beschwerden und Sturzgefahr bzw. tatsächlichen Stürzen (einer davon war besonders übel: auf den Rücken gestürzt und mit voller Wucht auf den Hinterkopf geknallt); auch innerhalb der Wohnung zu eng, um mich mit Rollator oder Rollstuhl bewegen zu können - muss mich beschwerlich durch die Wohnung "hangeln" mittels Festhalten an Möbeln u.a., klappt nicht immer, auch da Stürze.
Ich glaube, unter diesen Umständen muss das Sozial einen Auszug aus dieser Wohnung als notwendig anerkennen?
solange keine Pflegestufe beantragt und genehmigt, werden die keinen Finger rühren um irgend welche Zusatzkosten beim Umzug zu genehmigen fürs Sozialamt bist du sicherlich noch sehr fit.
Wir leben in einem System,  in dem man entweder Rad sein muss  oder unter die Räder gerät.

„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“
     Johann Wolfgang von Goethe

Offline oldhoefi

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #28 am: 07. Januar 2018, 21:32:31 »
@kroetenschleim,

Zitat von: kroetenschleim am 07. Januar 2018, 17:44:56
Hinzu kommen, wie gesagt, gesundheitliche Gründe - wesentliche und weiter zunehmende Verschlechterung (siehe Eingangsbeitrag):
--->
Zitat von: oldhoefi am 07. Januar 2018, 16:05:09
Die einzelnen Gründe habe ich gelesen.

Zitat von: kroetenschleim am 07. Januar 2018, 17:44:56
Nein, bisher noch nicht gekündigt.
Warum schreibst Du dann von „notwendiger“ Umzug und „muss“ auf gleich?

Zitat von: kroetenschleim am 07. Januar 2018, 17:44:56
denn in meiner derzeitigen Wohnung kann ich aus den im Eingangsbeitrag geschilderten Gründen auf gar keinen Fall bleiben
Und was sagt der aktuelle Vermieter dazu?

Dir ist schon klar, dass Du mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer mind. Kündigungsfrist von 3 Monaten rechnen musst? Soll das Amt dann auch noch die Doppelmieten für die jetzige Wohnung und die Ferienwohnung übernehmen?

Somit dürfte Zeit vorhanden sein, damit sich die Verwandten/Bekannten in der Heimat um eine geeignete Wohnung für Dich umschauen (Radius erweitern), anstatt Knall auf Fall eine überteuerte Ferienwohnung anzumieten.

Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt auch keine Grundlage finden, warum das Amt explizit diese Ferienwohnung und die dafür anfallenden erhöhten Miet-/Umzugs- und Einlagerungskosten übernehmen soll.

Wenn mit Attesten gearbeitet wird, müssen diese schon sattelfest sein. Die Nähe zur Familie (Hilfe im Alltag) und die Dringlichkeit (Wohnung nicht barrierefrei) sollten zumindest enthalten sein. Sowohl dem jetzigen Vermieter gegenüber um eine verkürzte Kündigungsfrist zu erreichen, als auch gegenüber dem Amt wegen der erhöhten Umzugskosten.

Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass sich kein Nachbar bereit erklärt, einem das Einkaufen und etwaige Besorgungen abzunehmen. Gerade wenn ersichtlich ist, dass man durch starke Gehbehinderung eingeschränkt ist. In unserem Mietshaus genügt eine kurze Bitte, ohne langes Diskutieren. Das nur als persönliche Anmerkung, da mir eine solche nicht vorhandene Nachbarschaftshilfe unbegreiflich ist.
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Offline kroetenschleim

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Re: Notwendiger Umzug - Was zahlt wer?
« Antwort #29 am: 07. Januar 2018, 21:48:52 »
Drei Monate Kündigungsfrist - ja, habe ich für die Wohnung hier.

Ich schreibe "notwendiger Umzug", weil ich aufgrund der geschilderten Sachlage nicht in dieser Wohnung bleiben kann. Ich habe aber eine dreimonatige Kündigungsfrist.

Ich überlege so vorzugehen: Rechtslage abklären - Attest erstellen lassen - Antrag stellen beim Amt - sehen, was das Amt schreibt - kündigen - Auszug nach Ablauf der dreimonatigen Kündigungsfrist (falls sich nicht vorher ein Nachmieter findet).

Nachbarschaftshilfe? Ja, kenne ich von anderswo. Nicht hier. Nicht mehr.
Hier herrscht inzwischen Lärm und Dreck. Richtiger Dreck. Vor dem Haus, hinter dem Haus und im Hausflur auch. Der Hausflur ist so dreckig (u.a. durch klebrige Flüssigkeiten und Essensreste auf Böden und Treppengeländern), dass während der wärmeren Jahreszeit Ameisen in Scharen kommen - auch in die Wohnungen. Die Mieter kümmern sich nur um die eigenen Leute. - War am Anfang, als ich eingezogen bin, nicht so. - Was der VM zu den zunehmend schlimmer werdenden Zuständen sagt? Nichts. Es gibt auch ständig Probleme mit den Wasserleitungen - Wasserrohrbrüche etc.. Da wird kurz was unternommen, wenn mal wieder eine Wohnung vollgelaufen ist bzw. dort das Wasser die Wände runterläuft, und das war's. Keine Sanierung, nichts. Heizkessel im Heizungskeller geplatzt, Heizungskeller unter Wasser - wurde so lange (wochenlang) nichts gemacht, bis das Wasser drohte, auch in die Mieterkeller zu fließen. Kellerfenster Scheibe total weg - kein Glaser beauftragt, sondern zunächst monatelang so gelassen (auch im Winter), dann das Fenster mit Pappe(!) zugeklebt. Usw.. Soviel zu Vermieter und Hausverwaltung. Die interessieren sich weder für das Haus noch für die Mieter. Nur für die Miete.
« Letzte Änderung: 07. Januar 2018, 22:20:49 von kroetenschleim »