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Autor Thema: Lohn bei der der Maßnahme soziale Teilhabe  (Gelesen 931 mal)

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Offline Rittersport

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Lohn bei der der Maßnahme soziale Teilhabe
« am: 25. Februar 2018, 19:21:21 »
Vielen Dank an die die mir Antworten.
Ich bin seit 01.01.2018 in der Maßnahme „soziale Teilhabe“, ich bekomme von meinem „Arbeitgeber“ 1149,19€ brutto bei einer 30 Std. Woche.
Was ich nicht verstehe ist die Höhe des Bruttolohns?

Auf der Seite: www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsmarkt/Modellprogramme/bundesprogramm-soziale-teilhabe-am-arbeitsmarkt.html steht, Auszug: Die Förderung je Arbeitsplatz beträgt bis zu 1.370 Euro pro Monate bei 30 Wochenstunden. Die förderfähigen Obergrenzen bei 15, 20 bzw. 25 Wochenstunden betragen 690, 915 bzw. 1.140 Euro.
Liegt es etwa am Arbeitgeber ob er für eine 30Std. Woche 1370€ oder 1149,19€ bezahlt? Den ich liege ja nur 9,19€ für einer 25Std. Woche.

Offline Quinky

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Re: Lohn bei der der Maßnahme soziale Teilhabe
« Antwort #1 am: 26. Februar 2018, 11:11:38 »
1.370€ ist die Grenze, die ein Arbeitgeber als Förderzahlung erhält. Da aber ein Arbeitgeber ebenfalls Sozialversicherungen bezahlen muss (220,81€ in dem Falle,) wird lediglich ein Bruttobetrag von 1149,19€ ausgewiesen. Davon zahlt der Arbeitgeber 220,81€ Sozialversicherungen und Du ebenfalls 220,81€ Sozialversicherungen. Bei Dir kommen dann noch Lohnsteuer/Kirchensteuer hinzu bei Steuerklasse I (ca. 50€), sodass Dein netto ca. 880€ beträgt.
Solltest Du eine eigene Wohnung haben, steht Dir auf jeden Fall HartzIV als Aufstockung zu.
Berechnung bei 350€ Mietkosten und keine besonderen Arbeitskosten die absetzbar wären:kosten

Bedarf:
416€ plus 350€ Mietkosten = 766€ Bedarf

Einkommen:
880€ Nettoeinkommen minus Freibetrag von 295€ (Nach § 11 SGBII) = 585€ anrechenbares Einkommen

766€ Bedarf minus 585€ anrechenbares Einkommen = rund 180€ ALGII-Anspruch als Aufstockung.
Da Wohngeld in dem Falle mit Sicherheit niedriger ist (müsste allerdings geprüft werden), kannst Du nicht auf Wohngeld verwiesen werden (was Jobcenter gerne machen).

Das sind natürlich alles CA-Werte, die mit Deinen tatsächlichen Grundlagen (Steuerklasse, Arbeitskosten, Mietkosten) nachgerechnet werden müssten.

Gruß
Ernie

Offline Lady Miou

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Re: Lohn bei der der Maßnahme soziale Teilhabe
« Antwort #2 am: 26. Februar 2018, 11:21:50 »
Zitat von: Quinky am 26. Februar 2018, 11:11:38
Davon zahlt der Arbeitgeber 220,81€ Sozialversicherungen und Du ebenfalls 220,81€ Sozialversicherungen.

Das stimmt so nicht, hier sind allerdings noch die Summen vor der Erhöhung drin, ändert aber nix am Sachverhalt.

Welche Förderung gibt es für die Arbeitgeber?
Im Rahmen des Förderprogramms erhalten die Arbeitgeber von den Jobcentern aus Bundesmitteln monatlich maximal 1.320 Euro (bei 30 Wochenstunden) je Förderfall. Grundlage für diesen Betrag ist der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro zuzüglich einer Pauschale von 18,9% für die arbeitgeberseitigen Beiträge zur KV, PV und RV sowie für die Umlagen U1, U2 und U3.
http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/Thema-Arbeitsmarkt/faq-soziale-teilhabe-arbeitsmarkt.pdf?__blob=publicationFile

Den AG- Anteil zahlt der Steuerzahler, denn es wird nicht der AN gefördert sondern der Arbeitsplatz den der AG zu Verfügung stellt.


Wenn Du ihre Zuneigung verdient hast, wird eine Katze dein Freund sein, aber niemals dein Sklave.          -Thèophile Gautier