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Autor Thema: Übernahme Schulungskosten vor Antritt einer Beschäftigung durch Arbeitsagentur?  (Gelesen 735 mal)

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Offline willy-goergen

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Hallo zusammen,

ich hatte heute mit einem potentiellen Arbeitgeber telefonisch Kontakt und will mich am Montag mit ihm mal zum Mittagessen bei einem persönlichen Gespräch treffen... (ist mir so auch noch nie passiert :D)

Wir hatten uns heute schon recht lange am Telefon unterhalten. Der Arbeitgeber erwähnte, dass er mich am Anfang, sofern ein Vertrag zustande kommt, auf eine Schulung schicken möchte. Dort würde ich eine Zertifizierung ablegen, die für die Kunden nach außen hin einen gewissen Qualitätsstandard bescheinigen soll. In dem Fall geht es um Fehlersuche, Reparaturen und ähnliches an Servern. Die Zertifizierung müsste ich beim Hersteller der Serverhardware direkt ablegen.

Heute erreiche ich wahrscheinlich niemandem mehr bei der Arbeitsagentur. Seht ihr da eine Chance, dass sowas vor Antritt einer Beschäftigung durch die Arbeitsagentur übernommen werden könnte? Ich hatte mit dem Gedanken gespielt sowas eventuell als kleines "Bonbon" im Gespräch mit anzubringen.

Grüße

willy
"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." - Bertolt Brecht

Offline Sheherazade

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Du möchtest dem Arbeitgeber etwas anbieten, wonach er nicht verlangt?

Die Zertifizierung müsste ich beim Hersteller der Serverhardware direkt ablegen.

Das sind definitiv Schulungen, die vom Jobcenter/Arbeitsagentur nicht bezahlt werden.
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline Beluga

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Der Arbeitgeber erwähnte, dass er mich am Anfang, sofern ein Vertrag zustande kommt, auf eine Schulung schicken möchte.
Ich drücke Dir die Daumen für einen neuen Job!  :smile:

Seht ihr da eine Chance, dass sowas vor Antritt einer Beschäftigung durch die Arbeitsagentur übernommen werden könnte?
Du könntest es versuchen.
Am Besten ist es, Du erwähnst bei der Kommunikation mit der „Arbeitsagentur“,
die entsprechende „Veranstaltungs-ID“, die durch die Agentur für Arbeit vergeben wird,
Die „Veranstaltungs-ID“ ist auf KURSNET zu finden.
Quelle: http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/

Offline willy-goergen

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Du möchtest dem Arbeitgeber etwas anbieten, wonach er nicht verlangt?

...

Das sind definitiv Schulungen, die vom Jobcenter/Arbeitsagentur nicht bezahlt werden.

Wenn er das direkt so verlangen würde, wäre mir das auch wieder suspekt. Ich hab es jetzt von der Kostenseite her gesehen und nachdem das gleich in der ersten Arbeitswoche passieren soll. Zumindest die Kosten würden für den AG entfallen, was vielleicht ein Plus für mich wäre. Aber vielleicht ist das auch ein schlechter Gedanke von mir gewesen...

Hab mich selber auch schon gefragt, ob sowas nicht ein bisschen komisch auf die Gegenseite wirken könnte.

...
 Die „Veranstaltungs-ID“ ist auf KURSNET zu finden.
Quelle: http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/

Danke dir! :)

Ob es dafür eine Veranstaltungs-ID gibt? Kann es mir fast nicht vorstellen. Aber ich schau spaßeshalber mal. ;)
Aus meiner Erfahrung raus wurde vom JC/AAgentur immer nur Schrott in Form von Kursen angeboten. Hauptsache die Leute sind raus aus der Statistik...
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Online coolio

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Ich weiss, in der Situation mag man nicht auch noch zusätzliche Hinderungsgründe einbauen.
Aber:
Warum investiert der AG nicht in seine und seiner Mitarbeiter Kundenorientierung?
Zumindest eine Vorfinanzierung anzubieten oder aber die Kosten auf kommenden Lohn an zu rechnen?
Die eine Woche sollte sogar bei Microsoft bezahlbar sein.
Εν οίδα οτι ουδέν οίδα (Sokrates) alias: Scio nescire - zu deutsch: null Ahnung
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Offline potamopyrgus

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Warum investiert der AG nicht in seine und seiner Mitarbeiter Kundenorientierung?

Konnte jetzt aus dem Beitrag nicht entnehmen, dass der Arbeitgeber eine Eigenfinanzierung ablehnt oder auch nur ansatzweise nach einer Finanzierung durch das JC gefragt hätte.
Der TE selbst möchte gerne Steuergelder als "Bonbon" verschenken.

Eine solche Einstellung zu fremden Geld muss beim zukünftigen Arbeitgeber allerdings nicht unbedingt positiv ankommen.  :weisnich:

Zumindest eine Vorfinanzierung anzubieten oder aber die Kosten auf kommenden Lohn an zu rechnen?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der TE im Sinn hatte das "Bonbon" von seinem Lohn zu finanzieren.  :clever:

Wenn ein Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch eine einführende Qualifizierung erwähnt, heißt das nicht zwangsweise, dass er erwartet, dass diese jemand anderes bezahlt (besonders, wenn er dazu kein Wort sagt).


Offline Sheherazade

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Wenn ein Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch eine einführende Qualifizierung erwähnt, heißt das nicht zwangsweise, dass er erwartet, dass diese jemand anderes bezahlt (besonders, wenn er dazu kein Wort sagt).

Es muss noch nicht mal heißen, dass der potentielle Arbeitgeber für herstellergebundene Zertifizierungen seiner Mitarbeiter was bezahlen muss. Solche Schulungen sind für die Hersteller Werbekosten, die sie in der Regel NICHT weiterbelasten, schließlich möchten sie ihr Produkt gut verkauft und gut betreut wissen.

Von daher wäre ich mit solchen Angeboten extremst zurückhaltend. Auch deswegen
Eine solche Einstellung zu fremden Geld muss beim zukünftigen Arbeitgeber allerdings nicht unbedingt positiv ankommen.  :weisnich:
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Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline willy-goergen

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...
Konnte jetzt aus dem Beitrag nicht entnehmen, dass der Arbeitgeber eine Eigenfinanzierung ablehnt oder auch nur ansatzweise nach einer Finanzierung durch das JC gefragt hätte.
Der TE selbst möchte gerne Steuergelder als "Bonbon" verschenken.
...

Wenn ich mir ansehe, was z.B. an Steuergeldern für absolut sinnlose Maßnahmen/Kurse verballert wird, zieht das Argument für mich irgendwie gar nicht. Außer dass die Statistik ein bisschen schöner aussieht, weil die Leute während der Maßnahmedauer nicht mehr als arbeitslos geführt werden, obwohl sie es faktisch noch sind, bringt das gar nichts. Und da hängt eine ganze "Industrie" dran, die davon lebt. Das muss man sich mal vor Augen halten. Daneben fallen mir jetzt aus dem Stegreif noch massig andere Beispiele ein, die nichts mit JCs/AAgenturen zu tun haben, wo Steuergelder regelrecht verschwendet werden. Aber auch dort interessiert das dann die wenigsten.

Ich denke, es macht keinen Sinn darüber zu diskutieren, ob so eine Maßnahme in meinem Fall jetzt nützlich ist, bzw. ab welchem Punkt man damit anfängt Gelder zu verschwenden.
Der AG hat die Finanzierung auch nicht abgelehnt. Im Gegenteil... er sagte zumindest am Telefon, dass er sämtliche Kosten übernehmen würde.

Hab mir da selber auch noch ein bisschen Gedanken dazu gemacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, die Idee wieder zu verwerfen. Wenn ich solche Dinge nutzen müsste, um einen AG von mir zu überzeugen, muss ich mir vielleicht erst mal Gedanken machen, ob ich nicht was anderes verkehrt gemacht habe.

"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." - Bertolt Brecht

Offline potamopyrgus

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Wenn ich mir ansehe, was z.B. an Steuergeldern für absolut sinnlose Maßnahmen/Kurse verballert wird, zieht das Argument für mich irgendwie gar nicht.

Wunderbar... wenn irgendwo was falsch läuft, dann erstmal zeigen, dass man noch einen oben drauf legen kann.
Mit der Einstellung bist du allerdings hier in guter Gesellschaft.  :sleep:

Viel Glück mit deinem Job...  :coffee:

Offline willy-goergen

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...

Wunderbar... wenn irgendwo was falsch läuft, dann erstmal zeigen, dass man noch einen oben drauf legen kann.
Mit der Einstellung bist du allerdings hier in guter Gesellschaft.  :sleep:

Viel Glück mit deinem Job...  :coffee:

Na ja... das könnte man jetzt auch anders sehen. Viel zu oft wird nur auf irgendwelchen Kleinigkeiten herumgehackt, die geradezu unbedeutend werden, wenn man sich das außen herum einmal mit ansieht. Und anstatt dann gemeinsam an einem Strang zu ziehen, zerfleischt man sich lieber gegenseitig.

Danke dir. Wird schon irgendwie werden bei mir. :)
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