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Autor Thema: Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) soll geändert werden  (Gelesen 1412 mal)

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Offline oldhoefi

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Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) soll geändert werden
« am: 22. März 2016, 00:32:02 »
Anhörung zur Änderung des UVG – Forderung: Unterhaltsvorschuss ausbauen

Der Unterhaltsvorschuss soll geändert werden, dazu gibt es jetzt eine Anhörung des Familienausschusses. Hier haben sich die geladenen Sachverständigen am Montag übereinstimmend für eine Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes ausgesprochen, um die Situation von Alleinerziehenden zu verbessern.

Konkret forderten sie, die Befristung des Unterhaltsvorschusses von 72 Monaten pro Kind zu streichen, die Bezugsgrenze vom zwölften auf das 18. Lebensjahr des Kindes zu heben und das Kindergeld zukünftig nur noch zu 50 Prozent auf den Unterhaltsvorschuss anzurechnen.

mit weiterführenden Links --> http://www.soziale-schuldnerberatung-hamburg.de/2016/experten-unterhaltsvorschuss-ausbauen/

(Zitat und Quelle: Harald Thomé - Newsletter vom 20.03.2016)
„Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ (Heinrich Heine)

Offline oldhoefi

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Re: Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) soll geändert werden
« Antwort #1 am: 28. November 2016, 02:43:27 »
Unterhaltsvorschuss wird deutlich geändert

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) begrüßt die Einigung zwischen Bund und Ländern, den Unterhaltsvorschuss bis zum 18. Lebensjahr des Kindes zu verlängern und die begrenzte Bezugsdauer von 72 Monaten aufzuheben.

Presseerklärung vom 17.10.2016 des VAMV
--> https://www.vamv.de/fileadmin/user_upload/bund/dokumente/Pressemitteilungen/PM_VAMV_begruesst_Einigung__UV_17102016.pdf

(Zitat und Quelle: Harald Thomé – Newsletter vom 06.11.2016)
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Offline oldhoefi

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Re: Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) soll geändert werden
« Antwort #2 am: 28. November 2016, 03:17:20 »
Unterhaltsvorschuss Änderungen ab 2017

Zum 01.01.2017 soll das UVG grundlegend geändert werden. Es soll die derzeitige Höchstbezugsdauer des Unterhaltsvorschusses von 72 Monaten entfristet und das Höchstbezugsalter des Kindes von zwölf auf 18 Jahre angehoben werden.

Zusätzlich sollen die Beträge marginal angehoben werden und zwar um EUR 7 und EUR 9.

Für das Jahr 2017 wird es eine Anhebung des Mindestunterhalts und damit auch des Unterhaltsvorschusses wie folgt geben.

* Kinder im Alter von 0 - 5 Jahren EUR 152
* Kinder im Alter von 6 - 18 Jahren EUR 203

Parlamentsnachrichten vom 19.10.2016 (runter scrollen) --> https://www.bundestag.de/presse/hib/201610/-/476262

Allerdings versucht der Städtetag quer zu schießen. --> http://tinyurl.com/hwwrttl

(Zitat und Quelle: Harald Thomé – Newsletter vom 13.11.2016)
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Offline Meck

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Viele berufstätige Alleinerziehende erhalten wegen geringer Gehälter zusätzlich Hartz IV. Durch die geplante Reform beim Unterhaltsvorschuss könnte dies laut Bundesregierung offenbar nicht mehr nötig sein - zumindest bei einem Drittel der betroffenen Familien.

Der Unterhaltsvorschuss für Trennungskinder soll ausgeweitet werden - dies könnte nach Berechnungen der Bundesregierung offenbar viele betroffene Familien aus dem Hartz-IV-Bezug holen. Mehr als ein Drittel der berufstätigen Single-Eltern, die neben ihrem Gehalt auch die Sozialleistung beziehen, werde nach Berechnung des Familienministeriums künftig nicht mehr auf Hartz IV angewiesen sein, meldete die "Welt". Das gehe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor.


-->> https://www.tagesschau.de/inland/unterhaltsvorschuss-101.html

Offline oldhoefi

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Re: Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) soll geändert werden
« Antwort #4 am: 17. März 2017, 00:29:15 »
Unterhaltsvorschuss: Die wichtigsten Fakten zur Neuregelung

Zum 01.07.2017 wird (endlich) das UVG entfristet und auf bis zur Volljährigkeit ausgeweitet. Für Kinder von 12 - 17 Jahren werden dann im Übrigen 268 Euro gezahlt.

Allerdings haben Kinder in der neuen Altersstufe ab 12 Jahren nach dem vorliegenden Gesetz nur einen Anspruch auf UVG, wenn sie keine Leistungen nach dem SGB II erhalten oder ihre betreuenden Elternteile über ein Erwerbseinkommen von mindestens 600 Euro brutto verfügen.

aktuelle Presseerklärung des VAMV --> http://tinyurl.com/ja6gopb

(Zitat und Quelle: Harald Thomé – Newsletter vom 11.03.2017)
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Online coolio

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Re: Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) soll geändert werden
« Antwort #5 am: 17. März 2017, 00:33:29 »
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Offline oldhoefi

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Re: Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) soll geändert werden
« Antwort #6 am: 12. April 2017, 03:41:25 »
Synopse zu den Änderungen des Unterhaltsvorschussgesetz (UVG)

Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF) hat eine Synopse zu den geplanten Änderungen im Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) veröffentlicht.

Es ist davon auszugehen, dass diese Version zum 01.07.2017 in Kraft tritt.

DIJuF Sypnose--> http://harald-thome.de/fa/redakteur/Aus_der_Gesetzgebung/DIJuF-Synopse_UVG-Gesetzesaenderung_2017.pdf

(Zitat und Quelle. Harald Thomé – Newsletter vom 10.04.2017)
„Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ (Heinrich Heine)

Offline Quinky

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Re: Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) soll geändert werden
« Antwort #7 am: 12. April 2017, 13:32:53 »
Das hier:

(von Meck veröffentlicht)
Viele berufstätige Alleinerziehende erhalten wegen geringer Gehälter zusätzlich Hartz IV. Durch die geplante Reform beim Unterhaltsvorschuss könnte dies laut Bundesregierung offenbar nicht mehr nötig sein - zumindest bei einem Drittel der betroffenen Familien

dürfte die größte Fehlmeldung sein, da die Bundesregierung ihre eigenen Gesetze NICHT kennt.

ALLE Alleinerziehenden, die bisher HartzIV beziehen und kein UVG bekommen, werden durch die neue Regelung UVG NICHT!!!!!! besser gestellt!!!!!
Begründung:
WENN diese Kinder jetzt durch UVG aus dem HartzIV fallen, wird das Kindergeld komplett auf den HartzIV-Betrag des Alleinerziehenden angerechnet (Kindergeldüberschussrechnung, die in verbrecherischer Weise seit 1.1.2008 rechtswidrig angewandt wird).
Dadurch ändert sich am Einkommen des Alleinerziehenden NICHTS, lediglich die Zusammensetzung, UVG, Kindergeld, Lohn und HartzIV-Aufstockung variiert, jedoch die Endsumme VOR UVG und nach UVG ist identisch!!!!
Die Einführung von UVG für alle bringt lediglich Vorteile für Gutverdienende Alleinerziehende, da hier UVG nirgens angerechnet wird.
Gerne stelle ich vergleichsweise zwei Berechnungen eines arbeitenden Alleinerziehenden HartzIV-Empfängers, einmal ohne UVG und  einmal mit UVG dar. Lediglich wegen dem hohen Aufwand noch nicht in diesem Thread

Gruß
Ernie,

Offline Schnuffel01

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Re: Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) soll geändert werden
« Antwort #8 am: 12. April 2017, 14:06:13 »
Frage von mir zum Thema:

Zitat aus der Synopse:

Zitat
(1a) Über Absatz 1 Nummer 1 hinaus besteht
Anspruch auf Unterhaltsleistung bis zur Voll-
endung des achtzehnten Lebensjahrs des
Kindes, wenn 
1.
das Kind keine Leistungen nach dem
Zweiten Buch Sozialgesetzbuch bezieht
oder durch die Unterhaltsleistung die Hil-
febedürftigkeit des Kindes nach § 9 des
Zweiten Buches Sozialgesetzbuch ver-
mieden werden kann oder


Unsere 2- er BG (Kind 13 Jahre, UV ausgelaufen): Ich erhalte 670 €, Kind 311 €.

Durch diese Neuregelung würde das Kind 268 € UV  bis zum 18. LJ erhalten.  Die Hilfebedürftigkeit des Kindes wäre damit nicht vermieden.

Interpretiere ich dies richtig ?