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Autor Thema: LSG: Sozialamt muss Cannabis auf Rezept nicht zahlen  (Gelesen 1847 mal)

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Offline Meck

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LSG: Sozialamt muss Cannabis auf Rezept nicht zahlen
« am: 31. Dezember 2016, 13:41:22 »
Ein 31-jähriger Dortmunder hat ein Problem. Er hat chronische Schmerzen, die er laut Meinung seines Arztes nur mit medizinischem Cannabis behandeln kann. Das bekommt er auch verschrieben, muss es aber selbst zahlen. Mehr als 1500 Euro kostet ihn das im Monat. Jetzt hat das Landessozialgericht in dem Fall ein Urteil gesprochen.

Schmerzpatienten, die auf eine Behandlung mit medizinischen Cannabisprodukten angewiesen sind, können eine Kostenübernahme nicht automatisch vom Sozialamt verlangen. Das hat das Landessozialgericht NRW in einem Eilverfahren deutlich gemacht.


-->> http://www.wr.de/staedte/dortmund/sozialamt-muss-cannabis-auf-rezept-nicht-zahlen-id209104093.html

Siehe auch -->> SG Trier: Kein Cannabis auf Hartz-IV oder Kassenrezept



Aktuell vom 19.01.2017 -->> Bundestag gibt Cannabis auf Rezept in Deutschland frei


Der Bundestag verabschiedete einstimmig eine Gesetzesnovelle. Der Eigenanbau von Cannabis bleibt weiterhin verboten. Die Neuregelung erlaubt Ärzten unter bestimmten Umständen, Cannabisblüten und -extrakte zu verschreiben.

Schwer kranken Menschen wird der Zugang zu Cannabis als Medikament erleichtert. Der Bundestag verabschiedete einstimmig ein entsprechendes Gesetz von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Demnach können schwer kranke Patienten künftig Cannabisarzneimittel auf Rezept in der Apotheke erhalten. Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung.

Die Neuerung sei für viele Betroffene eine Entlastung, erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU). „Wem Cannabis wirklich hilft, der soll Cannabis nun auch bekommen können, in qualitätsgesicherter Form und mit einer Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen.“


-->> https://www.welt.de/politik/deutschland/article161310916/Bundestag-gibt-Cannabis-auf-Rezept-in-Deutschland-frei.html
« Letzte Änderung: 19. Januar 2017, 14:19:42 von Meck »

Offline potamopyrgus

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Re: LSG: Sozialamt muss Cannabis auf Rezept nicht zahlen
« Antwort #1 am: 31. Dezember 2016, 18:08:02 »
 :scratch: Krankenkasse zahlt nicht, also wird direkt das Sozialamt verklagt, obwohl das damit überhaupt nichts zu tun hat.

Offline fluchtzwerg

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Re: LSG: Sozialamt muss Cannabis auf Rezept nicht zahlen
« Antwort #2 am: 31. Dezember 2016, 18:19:22 »
Das Sozialamt (wahlweise das JC) ist immer zuständig, wenn ein Arbeitgeber nicht zahlt, wenn der Vermieter Ärger macht, wenn die Krankenkasse etwas nicht übernehmen will, wenn man im Versandhandel Probleme hat...

Online eder

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Re: LSG: Sozialamt muss Cannabis auf Rezept nicht zahlen
« Antwort #3 am: 31. Dezember 2016, 18:26:41 »
Blumentopf ,Erde ,Wasser und Licht Kostenpunkt? Egal auf jedenfall nicht  mehr als bei Radieschen oder Salat  :scratch:
« Letzte Änderung: 31. Dezember 2016, 18:43:10 von eder »

Offline NewLifePro

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Re: LSG: Sozialamt muss Cannabis auf Rezept nicht zahlen
« Antwort #4 am: 01. Januar 2017, 04:47:46 »
Er ist chronisch krank, kann dann für 1% (48,48 €) von der Zuzahlung im Jahr befreien lassen und bekommt den Stoff kostenlos.

Offline NevAda

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Re: LSG: Sozialamt muss Cannabis auf Rezept nicht zahlen
« Antwort #5 am: 01. Januar 2017, 05:54:47 »
Ach, Mensch. Blöd, dass Du ihm das nicht vorher gesagt hast. Dann hätte er sich ja die 1.500 Euro jeden Monat sparen können!
Hast Du noch ein paar so tolle Tipps?

Offline Meck

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Bundestag gibt Cannabis auf Rezept in Deutschland frei
« Antwort #6 am: 19. Januar 2017, 14:20:20 »
Bundestag gibt Cannabis auf Rezept in Deutschland frei


Der Bundestag verabschiedete einstimmig eine Gesetzesnovelle. Der Eigenanbau von Cannabis bleibt weiterhin verboten. Die Neuregelung erlaubt Ärzten unter bestimmten Umständen, Cannabisblüten und -extrakte zu verschreiben.

Schwer kranken Menschen wird der Zugang zu Cannabis als Medikament erleichtert. Der Bundestag verabschiedete einstimmig ein entsprechendes Gesetz von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Demnach können schwer kranke Patienten künftig Cannabisarzneimittel auf Rezept in der Apotheke erhalten. Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung.

Die Neuerung sei für viele Betroffene eine Entlastung, erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU). „Wem Cannabis wirklich hilft, der soll Cannabis nun auch bekommen können, in qualitätsgesicherter Form und mit einer Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen.“


-->> https://www.welt.de/politik/deutschland/article161310916/Bundestag-gibt-Cannabis-auf-Rezept-in-Deutschland-frei.html

Offline Meck

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Ab 2019 soll es für Patienten in Deutschland angebautes Cannabis geben
« Antwort #7 am: 05. März 2017, 15:05:29 »
In Deutschland wird künftig offiziell Cannabis zu medizinischen Zwecken angebaut: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geht davon aus, dass 2019 erstmals hierzulande angebauter Medizinalhanf für schwerkranke Patienten zur Verfügung steht, wie das Bundesinstitut und das Bundesgesundheitsministerium am Freitag mitteilten. Eine neue Cannabisagentur soll den Anbau überwachen. Hintergrund ist eine Gesetzesnovelle, die Schwerkranken den Zugang zu Cannabis erleichtern soll.

Die Gesetzesänderung, um die lange gerungen wurde, tritt noch im März in Kraft.


-->> https://www.welt.de/newsticker/news1/article162552124/Ab-2019-soll-es-fuer-Patienten-in-Deutschland-angebautes-Cannabis-geben.html