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Autor Thema: 12 Mio. € Abfindung für 1 Jahr Arbeit durch IG Metall + Betriebsrat genehmigt  (Gelesen 4357 mal)

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Offline Beluga

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Datum: 29.05.2016

Quelle: http://hartz.info/index.php?topic=107335.msg1159152#msg1159152

Mehr Gerechtigkeit wagen!


[...]
„Doch als Staplerfahrer arbeiteten bei Volkswagen zeitgleich auch ca. 450 Mitarbeiter der Leiharbeitsfirma Ceva, die nicht nach dem IG-Metall-Tarif entlohnt werden, sondern nach dem der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di. Ein Ceva-Staplerfahrer verdiente demnach pro Stunde nur 9,77 Euro.
[...]
Bei Volkswagen herrscht seit über zehn Jahren das Prinzip: gleiche Arbeit, ungleicher Lohn. Das Land Niedersachsen (gewissermaßen in Vertretung des Volkes) hält eine Veto-fähige Minderheitsbeteiligung von 20,2% an dem Unternehmen und sanktioniert somit dieses Prinzip, gemeinsam mit der IG-Metall
[…]
2011 und 2012 waren sehr gute Geschäftsjahre für Volkswagen, und die Stammarbeiter durften sich auf eine Jahresprämie von jeweils 7.200 bis 7.500 Euro freuen. Die Leiharbeiter gingen dagegen leer aus (wie in allen anderen Betrieben mit ähnlichen Vereinbarungen).
[…]
VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh (Mitglied der IG Metall und der SPD) begründete seine Forderung damit, dass der Vorstand auf lediglich 30 Prozent seiner Erfolgsprämie zu verzichten bereit war und somit diesen Weg auch für die Stammbelegschaft aufgezeigt hätte.
[...]
Die ohnehin schlechtbezahlten Leiharbeiter jedoch gingen dieses Mal auch völlig leer aus und bangen dafür umso mehr um ihre noch unsichereren Jobs.
[...]

Offline Beluga

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Datum: 22.03.2017

Quelle: http://www.onvista.de/news/ig-metall-vorstandsgehaelter-wirksam-begrenzen-57870531

IG Metall: Vorstandsgehälter wirksam begrenzen



Die IG Metall und Arbeitnehmervertreter wichtiger Industrieunternehmen haben gemeinsam gefordert, die Gehälter der Spitzenmanager wirksam zu begrenzen.
[...]
Erklärung, die von Arbeitnehmervertretern der Dax -Konzerne Daimler , Volkswagen , BMW , Siemens , Thyssen Krupp und Continental unterzeichnet worden
[...]
Eine konkrete Obergrenze nannte die Gewerkschaft nicht.
[...]
Ihre Altersversorgung sollten die Vorstände perspektivisch selbst finanzieren. Ihre Bezüge seien dafür mehr als ausreichend.

 :lachen:

Offline Beluga

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Datum: 31.03.2017

Quelle: http://www.onvista.de/news/roundup-lob-und-nachbesserungswuensche-zum-start-des-gesetzes-zur-leiharbeit-58607249

ROUNDUP: Lob und Nachbesserungswünsche zum Start des Gesetzes zur Leiharbeit

[…]
Zum Start des Gesetzes zur Leiharbeit und zu Werkverträgen in Deutschland fordert die Gewerkschaft Verdi deutliche Verschärfungen. "Der Gesetzgeber muss nachbessern", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
[…]
Bsirske kritisierte: "Gleiche Bezahlung wie die Stammbelegschaft nach neun Monaten mit der Möglichkeit, den Zeitraum zu verlängern - das reicht nicht aus." Rund 50 Prozent der Leiharbeitskräfte seien keine drei Monate beschäftigt: "Für das Gros der Leiharbeitskräfte sind die im Gesetz festgelegten Fristen viel zu lang." Gleiche Bezahlung müsse vielmehr vom ersten Tag an gelten. "Dass das geht, führen uns die Österreicher täglich vor", so der Verdi-Chef.
[...]

Offline Beluga

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Datum: 28. März 2017

Quelle: http://www.finanztreff.de/news/roundup-grosse-lohnunterschiede-in-den-einzelnen-wirtschaftszweigen/11994757

ROUNDUP: Große Lohnunterschiede in den einzelnen Wirtschaftszweigen


[…]
Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.
[…]
Am unteren Ende der Einkommensskala stehen demnach auch
[…]
mittlere Einkommen bei
[…]
in der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften (1758 Euro)
[...]
Linksfraktionsvize Zimmermann, die die Fragen gestellt hatte, sagte: "Hunderttausende Beschäftigte werden mit Niedriglöhnen abgespeist, doch der Bundesregierung ist das egal." Tatsächlich sieht die Regierung gegen die Lohnspreizung keinen eigenen Handlungsbedarf.

"Es ist beschämend, dass sie die Verantwortung von sich weist und auf die Tarifvertragsparteien schiebt, obwohl diese in den besonders betroffenen Bereichen kaum Verhandlungspotenzial haben", kritisierte Zimmermann. Zimmermann forderte unter anderem eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro und die Abschaffung von Leiharbeit.

Offline Beluga

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Datum: 12.04.2017

Quelle: http://www.onvista.de/news/vw-wirbt-bei-us-kunden-mit-langer-garantie-um-vertrauen-59601981


VW wirbt bei US-Kunden mit langer Garantie um Vertrauen


Folgen des Dieselskandals

[...]
VW gibt Kunden in den Vereinigten Staaten für die Geländewagen Tiguan und Atlas künftig für eine Fahrleistung von umgerechnet 115 000 Kilometern Garantie, maximal für eine Dauer von sechs Jahren, wie das Unternehmen in New York mitteilte. Zum Vergleich: In Deutschland können Kunden die zwei Jahre währende Herstellergarantie gegen Bezahlung auf einen Zeitraum von fünf Jahren verlängern. Die maximale Fahrleistung liegt bei 150 000 Kilometern. Beim Tiguan müssen Kunden dafür nach aktueller Preisliste allerdings 1725 Euro auf den Tisch legen.

Volkswagen steht in Europa wegen seiner Entschädigungspolitik in den USA heftig in der Kritik.
[...]

Offline Jigme

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Darf man hier posten? Ich wage es mal, denn da bekomme ich echt die Krätze.
Zitat
Zum Start des Gesetzes zur Leiharbeit und zu Werkverträgen in Deutschland fordert die Gewerkschaft Verdi deutliche Verschärfungen. "Der Gesetzgeber muss nachbessern", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
[…]
Bsirske kritisierte: "Gleiche Bezahlung wie die Stammbelegschaft nach neun Monaten mit der Möglichkeit, den Zeitraum zu verlängern - das reicht nicht aus." Rund 50 Prozent der Leiharbeitskräfte seien keine drei Monate beschäftigt: "Für das Gros der Leiharbeitskräfte sind die im Gesetz festgelegten Fristen viel zu lang." Gleiche Bezahlung müsse vielmehr vom ersten Tag an gelten. "Dass das geht, führen uns die Österreicher täglich vor", so der Verdi-Chef.
[...]

Diese dreckigen Heuchler!! Wer unterwandert denn das gesetzliche Equal Pay durch diese miserablen TV?
Wer schreibt sich Erfolge auf die Fahne und gute Bedingungen durch die Gewerkschaften?
Wer gehört zum DGB?
http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/gewerkschaften-im-dgb
Auch verdi, also sollen die mal die klappe halten und selbst nachbessern.
Die Rahmenbedingungen für Equal Pay sind da. Und die miese Umgehung des § 615 BGB durch die Zeitkonten haben wir auch den Gewerkschaften zu verdanken, obwohl der 615 lt Gesetz gerade nicht ausgehebelt und umgangen werden darf.
Wird er aber durch die Zeitkonten. Wobei sich da inzw. einiges verbessert hat. Vor Jahren was das aber noch anders.

https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++c6510d74-1f85-11e3-8c23-52540059119e
Zitat
Die Verhandlungen über die Tarifverträge in der Leiharbeit zwischen den DGB-Mitgliedsgewerkschaften in der DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit mit den Arbeitgeberverbänden iGZ und BAP sind abgeschlossen. Dank der Gewerkschaften in der DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit sei es gelungen, für Hunderttausende von Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern relevante Verbesserungen in den Tarifverträgen zu erreichen

Ich habe noch irgendwo die Historie ganz am Anfang des Leiharbeitsboom. Da  konnte ich nachweisen, dass die Gewerkschaften schon TV geschlossen hatten, bevor eine entsprechende Gesetzesänderung in Kraft war. Zu dem Zeitpunkt waren diese TV gesetzlich gar nicht möglich. Es wurde deutlich, dass es ein abgekartertes Spiel samt Regierung war. Die Gewerkschaften wussten schon vorher, welche entsp. Gesetzesänderungen kurz darauf erlassen werden.

Da wundern sich die Gewerkschaften, wenn keiner mehr eintritt. Die handeln doch in den meisten Bereichen nur noch arbeitgeberfreundlich. Und dann auf die Gdl schimpfen und in der Presse verreißen, ihnen die Tariffähigkeit absprechen wollen.
Das war die Gewerkschaft, die sich endlich mal massiv für die Leute eingesetzt hat.

Wenn ich Gewerkschaften nur höre, kommt mir das große Kotz**.
Ich weiß, warum ich 1995 aus dem Laden ausgetreten bin, obwohl ich BR war.

Offline Beluga

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Datum: 10.06.2017
Quelle: http://www.ksta.de/wirtschaft/betriebsraete-ig-metall-raet-zum-verzicht-auf-top-gehalt-27769872

IG Metall rät zum Verzicht auf Top-Gehalt

Frankfurt - IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hat einigen Top-Betriebsräten aus den eigenen Reihen zu einem Gehaltsverzicht geraten. "Betriebsräte sind keine Vorstände. Das gilt auch für ihr Entgelt",
[...]
Den Fall des VW-Betriebsratschefs Bernd Osterloh mit 750 000 Euro Jahresgehalt wollte er nicht weiter kommentieren.

Offline Beluga

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Datum: 22.06.2017
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eil-weltweite-fahndung-nach-vw-managern-1.3556143

Weltweite Fahndung nach VW-Managern

Die USA wollen in der Abgasaffäre bei Volkswagen weiter hart durchgreifen. Die amerikanische Justiz hat nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR fünf frühere Manager und Entwickler des Autokonzerns, gegen die in Übersee Anklagen vorliegen, weltweit zur Fahndung ausgeschrieben. Darunter befinden sich auch zwei Vertraute des langjährigen Vorstandschefs Martin Winterkorn.
[...]
Ihnen werden Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen US-Umweltvorschriften vorgeworfen. Die Bundesrepublik wird die fünf VW-Leute aber mit Sicherheit nicht an die Amerikaner ausliefern.
[...]
Ein weiterer Volkswagen-Angeklagter in den USA, Oliver Schmidt, sitzt dort bereits seit Jahresanfang im Gefängnis.
[...]
Im Kreise der Verteidiger der rund 40 deutschen Beschuldigten wird die weltweite Fahndung als "neue Eskalationsstufe" bezeichnet. Die USA zeigten, dass sie nach Straf- und Schadenersatzzahlungen von VW in Höhe von mehr als 20 Milliarden Dollar den Fall keineswegs zu den Akten legen wollten.
[...]
Winterkorn habe aber weder die Öffentlichkeit noch die eigenen Aktionäre informiert. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen Winterkorn sowohl wegen mutmaßliches Betrugs an Kunden wie auch wegen des Verdachts, durch das Verschweigen der Affäre den Aktienkurs von Volkswagen wochenlang manipuliert zu haben.

Offline Beluga

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Datum: 01.08.2017
Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article167214599/Das-entlarvende-Zeichen-eines-Marktversagens.html

Das entlarvende Zeichen eines Marktversagens

Ist es bezeichnend oder entlarvend? In der Woche, in der das Autokartell mit dem Rücken zur Wand steht, vermeldet der Volkswagen-Konzern trotz Krise gute Geschäfte mit einem Anstieg bei Umsatz und operativer Rendite.
[...]
Die Gewinne für Volkswagen stammen letztlich aus dem Geld der Kunden. Sie alle haben ganz offensichtlich Autopreise zu akzeptieren, die weit höher als die Kosten liegen.
[...]
Hohe Gewinne liefern einschlägige Indizien dafür, dass entweder auf der Absatzseite oder aber bei der Beschaffung von Vorleistungen und der Bezahlung der Beschäftigten etwas schiefläuft mit der Marktwirtschaft. Sie belegen, dass in der Autoindustrie nicht Wettbewerb die Regel ist, sondern Monopole und Kartelle mit Marktmacht am Werk sein müssen.
[...]

Offline Beluga

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Datum: 08.09.2017
Quelle: https://www.igmetall-bayern.de/nachrichten/ansicht/datum/2017/09/08/titel/steigender-veraenderungsdruck-1/

Steigender Veränderungsdruck

Die Bundestagswahl hat die Debatte um die Zukunft des Dieselmotors weiter angeheizt, auch der zweite Dieselgipfel konnte nicht durchschlagend zur Klärung beitragen.
[...]

Offline Beluga

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Datum: 07.12.2017
Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article171349220/Der-Kampf-des-Sean-Cox-gegen-die-VW-Manager.html

Der Kampf des Sean Cox gegen die VW-Manager

[…]
Diesen 7. Januar 2017, als in Miami, auf der Toilette des Flughafens, plötzlich acht Polizisten vor ihm [Oliver Schmidt] stehen. Sie sagen, er sei festgenommen, und führen ihn hinaus, draußen steht seine Frau. Das Paar hat gerade einen USA-Urlaub hinter sich und will zurück nach Deutschland fliegen. Schmidt dachte, er sei sicher, obwohl Volkswagen seine Manager doch vor Reisen nach Amerika gewarnt hatte.
[…]
Im August bekannte sich Schmidt schließlich der Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten sowie des Verstoßes gegen das Luftreinhaltegesetz schuldig. Zudem willigte er ein, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. Durch diesen Deal wurden wesentliche Teile der Anklage fallen gelassen, das maximale Strafmaß sank drastisch. Ansonsten hätte ihm eine noch höhere Strafe gedroht: Die Rede war einmal von 169 Jahren.
[…]
Sein Mandant [Oliver Schmidt], argumentierte er [Oliver Schmidt`s Anwalt David DuMochel], sei wesentlich weniger an dem Skandal beteiligt als all die hochrangigen Führungskräfte, die die Abschalteinrichtung über mehrere Jahre entwickelt, implementiert und verfeinert hätten.
[…]
In seinem Brief an [Richter Sean] Cox zeigte Schmidt sich nun enttäuscht von VW. „Ich muss sagen, dass ich mich im Dieselskandal von meinem Unternehmen missbraucht fühle“, schrieb er. Sein Fehler sei vor allem gewesen, die Befehle von oben befolgt zu haben. „Ich hätte diese Anweisungen ignorieren sollen.“
[…]
Die Suche nach den verantwortlichen Managern ist aber noch nicht abgeschlossen. Sie wird auch nach Schmidts Verurteilung weitergehen. Die US-Ermittler gehen von einer Verschwörung bis in die obersten Ebenen des Unternehmens aus. Ihr Problem ist nur, dass die anderen Beschuldigten in Deutschland vermutet werden. Von dort droht ihnen erst einmal keine Auslieferung. Sie sind sicher – solange sie nicht nach Amerika fliegen.
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Datum: 07.12.2017
Quelle: https://www.abendblatt.de/wirtschaft/article212760061/Sieben-Jahre-Haft-VW-Manager-Schmidt-weint-bei-Urteil.html

Sieben Jahre Haft: VW-Manager Schmidt weint bei Urteil

Detroit/Wolfsburg. Sieben Jahre Gefängnis. 400.000 Dollar Geldstrafe. Lebenslanges Einreiseverbot: So hart wie Oliver Schmidt ist wegen des Dieselbetrugsskandals in Amerika noch kein leitender Angestellter des Wolfsburger Volkswagen-Konzerns bestraft worden.
[…]
Der aus Stadthagen bei Hannover stammende Ingenieur hatte sich Anfang August in zwei von elf Anklagepunkten schuldig bekannt. Sprich: aktiver Teil einer "Verschwörung zum Betrug" zulasten der USA gewesen zu sein und massiv gegen deren Umweltgesetze verstoßen zu haben.
[…]
Sein Anwalt David DuMochel beschrieb ihn als "kleines Rädchen" im Getriebe des Weltkonzern. Schmidt sei bis zum Schluss von Wolfsburg "beauftragt" gewesen, die Existenz einer Schummel-Einrichtung ("defeat device) vor den US-Behörden zu verheimlichen.
Die Anklage und Richter Cox dagegen beschrieben Schmidt als "Schlüsselfigur" einer "Verschwörung". Er habe das Drehbuch für die Vertuschung geschrieben, hieß es im Gericht. Danach hatte der kahlköpfige Niedersachse als Chef der VW-Umweltzertifizierungsstelle in Michigan mehrfach die Chance, bei der Zulassung neuer Modelle den Betrug zu gestehen,
[…]
Anstatt gegenüber den US-Behörden Farbe zu bekennen, log Schmidt nachweislich über viele Monate. Selbst in der Haft führte er die Ermittler in die Irre.
[…]
In einem Brief an Richter Cox vor der Strafmaßverkündung hörte sich das noch etwas anders an. "Ich fühle mich von meiner eigenen Firma im Diesel-Skandal missbraucht", hatte Schmidt geschrieben.
[…]
Zitat
Datum: 06.12.2017
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diesel-affaere/vw-manager-muss-sieben-jahre-in-haft-15328533.html

Sieben Jahre Haft für deutschen VW-Manager

[...]
Auch Volkswagen selbst hat auf Konzernebene im Rahmen eines Vergleichs mit den amerikanischen Justizbehörden ein Geständnis abgelegt und dabei auch strafrechtlich relevante Vergehen zugegeben. Das Unternehmen ist damit in Amerika strafrechtlich aus dem Schneider, was den angeklagten einzelnen Mitarbeitern die Verteidigung allerdings eher erschwert. Der Autohersteller hat sich die Vergleiche mit amerikanischen Behörden sowie mit Verbrauchern, Autohändlern und anderen Gruppen bislang rund 25 Milliarden Euro kosten lassen.

Volkswagen hat stets beteuert, dass die Verantwortung für die Abgasmanipulationen eher bei einem kleinen Kreis von Entwicklern liegen dürfte. „Wir halten es für wahrscheinlich, dass nur eine überschaubare Zahl an Mitarbeitern aktiv zu den Manipulationen beigetragen hat“, sagte VW-Aufsichtsratschef Hand Dieter Pötsch schon bei seinem ersten großen, gemeinsamen Auftritt mit VW-Vorstandschef Matthias Müller im Dezember 2015 in Wolfsburg.