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Autor Thema: Bemessung des Grundsicherungsbetrags  (Gelesen 368 mal)

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Offline sabine007

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Bemessung des Grundsicherungsbetrags
« am: 10. März 2017, 17:34:28 »
Hallo, grüße euch. Meine Frage: Wie wird der Betrag berechnet, wie kommt es, daß in derselben Gemeinde verschiedene Mietzuschüsse bezahlt werden? Z.B.: eine teurere Wohnung wird vollfinanziert, die billigere nur minimal.Wir haben hier keinen offiziellen Mietspiegel.

Offline potamopyrgus

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Re: Bemessung des Grundsicherungsbetrags
« Antwort #1 am: 10. März 2017, 17:39:53 »
Das kann verschiedene Gründe haben. Zum Einen darf Miete erst gekürzt werden, wenn eine schriftliche Aufforderung zur Kostensenkung vorliegt und die angemessene Frist verstrichen ist (allerdings auch nur dann, wenn der LE nicht nachweisen kann, dass er trotz intensiver Bemühung nichts gefunden hat). Zum anderen kann eine höhere Miete anerkannt worden sein, weil z.B. Einschränkungen beim Gehen (Rollstuhl, Gehhilfe) oder andere gesundheitliche Einschränkungen vorhanden sind (Sauerstoffgerät, etc).

In manchen Gegenden gibt es aber auch unterschiedliche KDU je nachdem in welchem Ortsteil man wohnt (das müsstest du direkt beim JC erfragen).

Offline sabine007

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Re: Bemessung des Grundsicherungsbetrags
« Antwort #2 am: 10. März 2017, 18:09:24 »
Es gibt keine gesundheitlichen Gründe für die höhere Miete.

Offline Krause

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Re: Bemessung des Grundsicherungsbetrags
« Antwort #3 am: 12. März 2017, 08:56:35 »
Morgen!

Es gibt keine gesundheitlichen Gründe für die höhere Miete.

Aber sicher doch! Und zwar eine ganze Menge.

Die Angemessenheit der Aufwendungen für die Unterkunft und die Heizung lässt sich nicht schematisch ausschließlich nach Richtwerten beurteilen. Das muss individuell erfolgen, wenn kein Normalfall vorliegt. Auch gesundheitliche Gründe können eine Abweichung rechtfertigen.

Der Rollstuhlpflichtigkeit würde als Musterbeispiel bereits genannt.

Pflegebedürftige oder Ältere können auch bei Überschreiten des Richtwertes einen Anspruch darauf haben, in ihrer Wohnung zu verbleiben, wenn soziale Kontakte, Ärzte in der Nähe oder pflegende Angehörige in der Nähe dies rechtfertigen bzw. erfordern. Auch die Notwendigkeit einer Erdgeschosswohnung oder einer Wohnung mit Fahrstuhl kann aus gesundheitlichen Gründen eine Anerkennung höherer Aufwendungen ermöglichen.

Auch bei den Nebenkosten spielen gesundheitliche Gründe eine Rolle für die Zuerkennung höhere Kosten. Zum Beispiel krankheitsbedingte Mehraufwendungen für Heizung oder Wasser (Rheuma, Waschzwang).

Und so weiter...

Gruß
Krause