Zur optimalen Funktion verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung von hartz.info stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Autor Thema: Altes Bauernhaus, zwar Eigentum, aber noch kein Cent bezahlt - Vermögen  (Gelesen 954 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Elja

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 177
Es wurde ein Uralt-Bauernhäuschen (steht weiterhin dauerhaft leer...) für 15.000 € "gekauft". Eigentumsverhältnisse wurden zu 5/6 überschrieben. Der Käufer hat allerdings nichts gezahlt und möchte den Verkauf über einen Anwalt rückabwickeln (Aussicht ... unbekannt).

Liegt verwertbares Vermögen vor?
Auch wenn nichts bezahlt wurde und bezahlt werden könnte?
5/6 an einer Schrottimmobilie führen zu einer erschwerten Vermittelbarkeit - faktisch nicht verwertbar? Teilungssteigerung? Oder was?

Offline NevAda

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 5216
ALG2?
Fragt hier der Käufer oder der Verkäufer? Jetziger Eigentümer oder zukünftiger (und bisheriger)?
Was hat Vermittelbarkeit damit zu tun?

Offline Elja

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 177
Fragt der Freund des Betroffenen, der sich die Frage stellt, ob er sich betreffend SGB XII mit dem ihm übertragenen, unbezahlten 5/6-Haus doppelt ins Bein geschossen hat.

? Mit Vermittelbarkeit meine ich natürlich nicht eine solche auf dem Arbeitsmarkt. Man findet halt keinen Käufer, der a) n Schrotthaufen will und b) auch noch bloß 5/6 davon und sich in allem mit dem alten Bauern abstimmen muss.

Offline Sheherazade

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 29724
Fragt der Freund des Betroffenen

Der jetzt derjenige ist, der den Vertrag rückabwickeln möchte (und noch nicht bezahlt hat) oder der ist, dem das Bauernhaus vor dem Vertrag gehörte?
Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand anlegt, jeden Tag kommt ein Mensch und marschiert aufrecht drunter durch. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline Elja

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 177
Ich versuche dabei zu helfen, dass der Betroffene es rückabwickeln kann. Auf seine Frage, ob er bei SGB XII-Leistungen nun das Minus-Haus als Vermögenswert anrechnen lassen muss, wenn und solange er es hat bzw. eine Rückabwicklung nicht möglich ist, habe ich keine rechte Antwort.
Es ist jetzt halt sein Eigentum. Auch wenn er nix dafür bezahlt hat oder bezahlen will. Wenn eine Rückabwicklung nicht möglich ist, wird es vermutlich Vermögen sein? Und wenn er die Schrottbude zu 5/6 verhökert, kann er dann steuern, ob er die Kohle dem Sozialhilfeträger vermacht oder die Schulden beim Noch-1/6-Miteigentümer begleicht?

Offline Gurke

  • öfter hier
  • *
  • Beiträge: 76
warum ist es sein Eigentum, wenn er noch nichts bezahlt hat?

Also ich würde kein Haus verkaufen mit Eintrag im Grundbuch, wenn ich keine Kohle bekommen habe...

Offline blablabla

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 1002
Es wurde ein Uralt-Bauernhäuschen (steht weiterhin dauerhaft leer...) für 15.000 € "gekauft". Eigentumsverhältnisse wurden zu 5/6 überschrieben. Der Käufer hat allerdings nichts gezahlt und möchte den Verkauf über einen Anwalt rückabwickeln (Aussicht ... unbekannt).

Man müsste hier zunächst klären, was "gekauft" heißt und was unter "überschrieben" verstanden wird.
Standardmäßig wird ein Notar die Umschreibung im Grundbuch nur veranlassen, wenn der Verkäufer den Erhalt des Kaufpreises bestätigt hat.

In jedem Fall muss der "Käufer" die Kosten für Abwicklung und Rückabwicklung tragen.