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Autor Thema: Praktikumsantritt Pflegerberuf  (Gelesen 2476 mal)

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Offline ernst_blutig

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Re: Praktikumsantritt Pflegerberuf
« Antwort #30 am: 19. März 2017, 11:45:59 »
Hmmm 20kg Grenze beim Gutachten ist ja quasi nix wert, das packen noch nicht mal so manche gesunde Rücken.....da würde ich aber mal "nachverhandeln"   ich hab 5 KiloGrenze das sin 3 1,5l Wasserflaschen......  und da fällt so gut wie alles weg an Arbeiten was den Rücken noch weiter schädigt.  Welche Probleme hast du da weil die grenze schon relativ hoch angesetzt ist?

Das war der Amtsarzt, der die Grenze so hoch gesetzt hat. Ich selber habe ja schon zum Teil bei einem Niesen das Problem, daß es mir Schulter und Nackenwirbelbereich zerlegt. Ich hatte auch schon Schwindelattacken und Sehstörungen. Einer meiner Bandscheibenvorfalle, nach einer Woche Metallpalettenheben, vor Jahren mal, mit Lähmungserscheinungen im Fuß,  ist auch ärztlich dokumentiert worden. Seitdem waren da auch massive Probleme, selbst schon beim Sitzen.
30min in einem PKW oder Bus ohne Mäglichkeit des Streckens oder Dehnens sind schon Horror (schmerzhaftes Ziehen im Bein bis runter zum Fuß)

Was ich auch nicht wusste ist, daß man da extra einen Schein benötigt. Ich dachte die Untersuchung beim Amtsarzt, samt seiner Diagnose und Aktenvermerk wären ausreichend.


@quinky
"Du hast eine Monatskarte/4-Wochenkarte gekauft, erstattet wurde aber nur 3/4 davon???

Das ist der nächste Angriffspunkt, unzumutbare Beschäftigung, da Regelsatz nicht für das Praktikum ausgegeben werden muß."


ah ok, das ist gut zu wissen. wurde mir weder im vorfeld noch während dieser Maßnahme mitgeteilt. gilt das für alle maßnahmen oder nur für die "Praktikum"zeit

Offline ernst_blutig

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Re: Praktikumsantritt Pflegerberuf
« Antwort #31 am: 22. März 2017, 09:13:06 »
Nur zur Ergänzung und Inforamtion noch wie und was da nun ablief.

Ich trat "Praktikum" an und wurde ohne jede Einweisung, Vorgespräch, Feststellung der Eignung (physische und psychische Eignung) dirket in die Abteilung der Demenzkranken gesteckt, also ins EISkalte Wasser geschmissen. Daß es sich um demente gehandelt hat man mir nicht mitgeteilt, bei einigen alten Menschen war es mir offensichtlich, bei einigen nicht.

Abgesehen von Dingen an denen ich festmachte, daß irgendwas nicht stimmt (mit mir), verliefen die ersten Stunden der Tätigkeit im üblichen Rahmen von "mach mal hier das und dort das" (Geschirr abräumen, Betten machen, mit den alten Menschen Reden usw.). Durch meinen Rücken nichtmal mehr das Bettenmachen flott von der Hand geht, da ich auf jede kleinste  Bewegung im Alltag achten muss und es eig jedem Arbeitgeber sonneklar sein muss, daß nichtmal da das normale geforderte Arbeitstempo erreicht werden kann.
Nach ca. 3h in der Pause brach ich zitternd und von Weinkrämpfen überwältigt (diese Symptome traten dann bis heute so weiter auf) im Sozialraum in mich zusammen. Es ging nichts mehr. Ich bin defacto psychisch nicht in der Lage diesen Job zu machen, das war offensichtlich für jeden Pfleger zu nachzuvollziehen. Nach einem Gespräch mit der Heimleitung wurde ich nach Hause geschickt. Mein Hausarzt hatte den gleichen Zustand meiner Person erlebt, da schon die Schilderung der Situation oder Gedanken daran oder Gerüche die Symptome auftreten liessen, und schrieb mich krank, gab mir eine Überweisung zum Orthopäden für die Rückenuntersuchung und teilte mir mit, daß er falls nötig auch eine zum Psychologen ausschreibt, falls es Schwierigkeiten gäbe.

Das ganze leif ab anch dem Motto "was passiert, wenn man einen zu Depressionen neigenden Melancholiker und kontaktscheuen Menschen mit starken Rückenproblemen und amtsärztlich festgestellter Belastungsgrenze von 20kg ohne jede Vorbereitung und Einweisung und Eignungsprüfung in eine Tätigkeit mit Demenzkranken und kurz vor dem Tod Stehenden hineinnötigt, die das komplette Gegenteil von allem Persönlichkeitsmerkmalen von jemandem fordert?"

Am Montag teilte man mir noch mit, ich MÜSSE diese Vereinbarung (fürs "Praktikum) unterschrieben von mir und der Heimleitung abgeben und zwar heute (Montag) noch, wenns geht ( "am besten".
Auf meine Frage, was passiert wenn ich das nicht unterschreibe, kam der Hinweis auf mögliche "Konsequenzen" (jeder hier weiss was man damit meint: Sanktionen usw). Ich habe nicht unterschrieben, nicht unterschreiben lassen und heute, nach der AUB und Abmeldung beim Maßnahmenveranstalter, kam auf meine Frage, ob ich diese Vereinbarung am Montag abgeben könne, die MItteilung, daß diese nicht mehr benötigt wird "ich könne sie behalten oder wegschmeissen".

Ich vermute, daß die Heimleitung anrief, meinen Fall schilderte, sich ebenfalls weigerte zu unterschreiben und denen die Leviten gegeigt hat. Weiterhin vermute ich, daß man zu diesem Zeitpunkt auch merkte, daß es in meinem Fall evtl. juristisch problematisch würde. Anders kann mir diese Verhaltensschwenks nicht mehr auslegend deuten.

Ich bin gespannt was weiterhin passiert.

Offline Kaffeesäufer

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Re: Praktikumsantritt Pflegerberuf
« Antwort #32 am: 22. März 2017, 09:50:19 »
Welche Unterlagen hatte der Amtsarzt wegen den 20kg?  Welche Arbeitschwere hat er eingetragen?

Offline ernst_blutig

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Re: Praktikumsantritt Pflegerberuf
« Antwort #33 am: 22. März 2017, 18:03:02 »
Welche Unterlagen hatte der Amtsarzt wegen den 20kg?  Welche Arbeitschwere hat er eingetragen?

weiss ich ja nicht, hab ja nie unterlagn erhalten.muss die erst anfordern. aber seit deiser untersuchung hat man mir jedenfalls keinen pflegerjob mehr vermittelt setiens jc.
das jetzt war durch den maßnahmenveranstalter aufgenötigt worden.

ich denke mal alle tätigkeiten ab 20kg hebe-last.

auch wurst, da ich in kürze eine untersuchung beim orthopäden habe, die dann endgültig meinen status festmacht.

Offline ernst_blutig

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Re: Praktikumsantritt Pflegerberuf
« Antwort #34 am: 04. April 2017, 15:44:19 »
habe die freiwillig angetretene massnahme nun abgebrochen und jetzt kam auch gleich das schreiben mit der sanktionsankündigung ("Anhörung zum möglichen Eintritt eienr Sanktion").
auf mein schreiben mit dem widerspruch zur neuen EinV und der Aufforderung zur Rücknahme der Kündigung der alten, wurde nicht schriftlich reagiert.

der sb wies in einem gespräch darauf hin, daß seine kündigung durch die "einlösung des AVGS" rechtens wäre, da sich damit eine völlig neue situation ergeben habe.

der entsprechende passus in der neuen EinV lautet:

"teilnahme an massnahmen
zur unterstüzung meiner beruflichen eingliederung, trete ich die massnahme orientierungsmassnahme zur heranführung an den arbeitsmarkt(massnahmennummer:....)beim träger xy+z für die zeit vom 9.3.17 bis 3.5.17 an. ich werde die teilnahme weder abbrechen noch anlass für den abbruch geben (z.B unentschuldigte fehlzeiten)Anweisungen des trägers werden nicht befolgt)."

meine alte EinV ist bis zum 9.4. gültig. die neue soll nun rückwirkend ab den 15.3. gelten ("gültig bis auf weiteres").
die massnahme abgebrochen habe ich am 3.4. um 7.30 per telefon beim massnahmenträger.

kann eine neue EinV überhaupt rückwirkend sanktionen nach sich ziehen?
die neue EInV werde ich auch nicht unterschreiben (und erstmal eine woche prüfen lassen), sie wird dann wohl als VA in frühestens einer woche rausgehen.