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Autor Thema: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten  (Gelesen 1141 mal)

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Offline Zahnfee

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Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« am: 19. März 2017, 12:21:43 »
Hi  :flag:,

mein Jobcenter erstattet Bewerbungskosten leider nicht pauschaliert. So bekam ich für acht schriftlich getätigte Bewerbungen lediglich 22 Euro erstattet.

Mein AV beruft sich dabei in seinem Teilbewilligungsbescheid auf meine beiden "Urteile" vor dem Sozialgericht (Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung) bzw. dem LSG (Beschwerde gegen den Beschluss des Sozialgerichts). Von letzteren habe ich die entsprechende Passage angehangen.

Da Druckerpatronen bekanntlich nicht übernommen werden, und mein Arbeitsvermittler stattdessen immer wieder auf den Regelsatz verweist, habe ich meinem Arbeitsvermittler diesbzgl. eine Rechnung geschrieben. Natürlich wollte er Rechnungen bzw. Belege über daheim getätigte Ausdrucke und Kopien sehen, was natürlich absoluter Nonsens ist. Zudem hat er meine Anschreiben teilweise vorliegen.

Lohnt sich ein Widerspruch (auch wegen Ungleichbehandlung) oder habe ich angesichts der der o.a. Beschlüsse von vornherein schlechte Karten?

LG Zahnfee


PS: Obwohl bei uns Zeugniskopien von der Erstattung ausgenommen sind, wurde mir der belegbare Teil der Zeugniskopien wider Erwarten erstattet.

[gelöscht durch Administrator wegen Erreichen der Speicherfrist]

Online Sheherazade

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #1 am: 19. März 2017, 12:32:18 »
mein Jobcenter erstattet Bewerbungskosten leider nicht pauschaliert.

Was steht denn in deiner EGV dazu?
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Offline Zahnfee

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #2 am: 19. März 2017, 12:37:21 »
Zitat
Was steht denn in deiner EGV dazu?

Ich hänge die ersten beiden Seiten meines Verwaltungsaktes mal an.



[gelöscht durch Administrator wegen Erreichen der Speicherfrist]

Online Sheherazade

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #3 am: 19. März 2017, 13:10:15 »
So bekam ich für acht schriftlich getätigte Bewerbungen lediglich 22 Euro erstattet.

Das wären 2,75€ je Bewerbung. Alleine für Briefumschläge, Papier, Mappen und Porto etwas wenig, zumal man das Papier und die Briefumschläge nicht einzeln kauft, selbst die Mappen sind im Mehrfachpack günstiger. Hast du denn Belege für den Kauf von Papier, Mappen, Umschlägen und Porto eingereicht?
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Offline Zahnfee

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #4 am: 19. März 2017, 15:32:39 »
Bis auf einen AG, haben die anderen AG ausdrücklich darum gebeten, keine Mappen zuzusenden.

Belege für Porto, Umschläge, Papier, Zeugniskopien und eine Klemmschiene plus -hülle habe ich eingereicht und auch erstattet bekommen.


Online Sheherazade

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #5 am: 19. März 2017, 16:35:06 »
Und jetzt geht es nur noch um die Druckkosten für diese 8 Bewerbungen, für die du dem AV eine Rechnung geschrieben hast?


Wie sieht deine Rechnung aus, 8 Bewerbungen a x Seiten Druck/Kopie zu je x Cent = x €? Wie hoch ist die Summe der Rechnung, kann nicht viel sein, oder?
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Offline Zahnfee

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #6 am: 19. März 2017, 20:45:40 »
Ausdrucke: 32 Seiten (vier Seiten pro Bewerbung) á 0,50 Euro plus ein Farbdruck á 0,75 Euro.

Zeugniskopien: 85 Seiten für fünf Bewerbungen (á 0,10 Euro).

Also insgesamt 25,25 Euro.

Neue Zeugniskopien hatte ich teilweise noch zu Hause. Eine Rechnung habe ich darüber noch, allerdings wäre die zu alt gewesen. Den Rest habe ich selbst zu Hause kopiert, da ja eine Erstattung ursprünglich ausgeschlossen wurde.

Mir geht es auch nicht unbedingt ums Geld. Mir geht es darum, dass ich vor allem auf den Kosten für die Ausdrucke sitzen bleiben. Und ich gegenüber einer pauschalen Erstattung schlechter gestellt bin.


Online Sheherazade

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #7 am: 20. März 2017, 05:30:48 »
50 bzw. 75 Cent für einen Ausdruck?  :schock: Wo hast du die Preise her?
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Offline Peter Viersen

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #8 am: 20. März 2017, 06:58:21 »
Ein allgemeiner Tipp zu diesem Beitrag:

Ich habe alles (auch Zeugniskopien, Lebenslauf etc.) auf meinen PC gespeichert, schreibe die Bewerbung auf dem PC und speicher jede einzelne Bewerbung incl. der dazugehörigen Lebensläufe, Zeugniskopien, etc. als PDF ab und sende diese dem AG per Mail zu.

Somit habe ich kein Porto, keine Versandumschläge, keine Mappen / Klemmschienen, keinen Papier- und natürlich auch keinen Druckerpatronenverbrauch.

Meine Beiträge spiegeln nur meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen wider!

Online Sheherazade

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #9 am: 20. März 2017, 07:15:12 »
Es soll auch Arbeitgeber geben, die möchten eine schriftliche Bewerbung per Post, ansonsten ist das von dir beschriebene mittlerweile der übliche Weg.

Ich habe mal ein wenig recherchiert, bei einem normalen Tintendrucker kostet eine Seite je nach Gerät zwischen 6 und 13 Cent, selbst im Copyshop ist man mit 15-20 Cent (inkl. Papier) billiger dabei.
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Offline Terra

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #10 am: 20. März 2017, 07:56:55 »
Naja, aber hier in dem Fall darf man nicht den Aufwand (Arbeitszeit, Anfahrt zum Kauf des Materials usw.) unterschätzen. Schließlich würde der TE sonst nie sowas kaufen, nur in dem Fall da er zum Schreiben der Bewerbungen gezwunge... ach sorry aufgefordert wurde.


Offline Birgit63

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #11 am: 20. März 2017, 08:23:25 »
Das soll ja wohl ein Witz sein. :lachen:

Offline Zahnfee

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #12 am: 20. März 2017, 08:35:54 »
@Peter Kempen

Der AG wollte ausschließlich schriftliche Bewerbungen. Ansonsten hätte ich mir nicht die Mühe einer schriftlichen Bewerbung gemacht.


@Sheherazade

Die Preise habe ich aus einem anderen Forum. Man darf aber auch nicht vergessen, dass mich das Jobcenter hier ziemlich über den Tisch ziehen möchte. Allein die Tatsache, dass ich Rechnungen bzw. Belege über gedruckte Seiten beibringen soll, ist in meinen Augen eine ziemliche Unverschämtheit. Fakt ist, dass weder mein PC noch mein Drucker für lau arbeiten.


@Terra

Eben. Allein die Fahrt zum Copyshop würde für mich 5,50 Euro kosten.


@Birgit63

Was?


Offline Orakel

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #13 am: 20. März 2017, 10:13:20 »
Lohnt sich ein Widerspruch (auch wegen Ungleichbehandlung) oder habe ich angesichts der der o.a. Beschlüsse von vornherein schlechte Karten?

Du hast noch nicht einmal schlechte Karten - du hast gar keine!

Die in deiner EinV getroffene Regelung zu Bewerbungskosten ist rechtlich nicht zu beanstanden. Die Begründung kannst du aus der dir bekannten LSG-Entscheidung entnehmen.

Du kannst auch dich auch nicht auf "Ungleichbehandlung" berufen, weil eine solche nicht vorliegt:

Die Agentur für Arbeit entscheidet über den Umfang der zu erbringenden Leistungen; sie kann Pauschalen festlegen (§ 44 Abs. 3 Satz 1 SGB III). Der Leistungsträger hat hier ein Auswahlermessen; er kann Pauschalen festlegen, muss es aber nicht. Dabei hat der Leistungsträger lediglich zu beachten, dass die Auswahl sowohl rechtmäßig als auch sachgerecht und zweckmäßig getroffen werden muss. Nur das wäre gegebenenfalls gerichtlich nachprüfbar. Dafür gibt es aber in deinem Fall keine Anhaltspunkte (siehe wiederum die dir bekannte LSG-Entscheidung).

Ausdrucke: 32 Seiten (vier Seiten pro Bewerbung) á 0,50 Euro plus ein Farbdruck á 0,75 Euro.

Vergiss' es! Das ist nicht sachgerecht (juristisch korrekt formuliert) sondern schlicht und ergreifend dreist (juristisch nicht korrekt formuliert, aber auch treffend).
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Offline Terra

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Re: Widerspruch wegen Teilablehnung Bewerbungskosten
« Antwort #14 am: 20. März 2017, 11:33:31 »
Dir ist aber schon soweit bewußt das du nicht eine Firma hast, welche durch die Agentur beauftragt wurde Bewerbungen zu schreiben?