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Autor Thema: Familienbetrieb  (Gelesen 152 mal)

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Offline nichtjetzt

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Familienbetrieb
« am: 19. März 2017, 17:27:22 »
 Arbeiten in einem Familienbetrieb. Wie macht man es richtig?

Meine Schwester arbeitet seit ca.20 J. auf einem katholischen Gemeindefriedhof als Verkäuferin, Floristin, Gärtnerin in einer Friedhofsgärtnerei, welche eine Art Familienbetrieb ist. ( Mutter Schwester Sohn). Zur Familie gehört meine Schwester nicht. Regelmässig arbeitet sie an Feiertagen, Sonntagen, und sehr oft auch völlig alleine, weil andre krankheitsbedingt ausfallen. Ihr Lohn liegt ein wenig über den Mindesttarif. Meine Schwester ist mittlerweile 58 J. Überstundenzuschläge, Sonntags. und Feiertagszuschläge gibts nicht. Durch Aussagen von Kunden usw. hört sie oft wie schlecht es finanziell um die Firma steht. Und das selbstverständlich keine Überstunden an Sonntagen usw. besser vergütet werden können. Ich war selber jahrelang in diesem Bereich tätig und weiss auch dass allein durch Grabpflege usw. immer noch gut verdient wird. Ich halte dieses Gerede für pure Angstmacherei. Da meine Schwester diese Arbeit nicht verlieren möchte und auch um den Familien. und arbeitsfrieden nicht stören möchte wagt sie es nicht dieses Thema anzusprechen. Meine Fragen hierzu: Hat jemand einen Rat wie sie sich verhalten soll? Ist die katholische Kirche als Eigner des Friedhofes nicht auch verpflichtet zu kontrollieren das gewisse tarifl. Rechte der Mitarbeiter eingehalten werden? Danke für Eure Mühe. Es grüsst nichtjetzt

Online Sheherazade

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Re: Familienbetrieb
« Antwort #1 am: 19. März 2017, 17:33:31 »
Meine Fragen hierzu: Hat jemand einen Rat wie sie sich verhalten soll?

So, wie sie selbst es für richtig und angemessen hält. Warum soll sie deiner Meinung nach JETZT, nach 20 Jahren und kurz vor 60 ihren Job riskieren?

Zitat
Ist die katholische Kirche als Eigner des Friedhofes nicht auch verpflichtet zu kontrollieren das gewisse tarifl. Rechte der Mitarbeiter eingehalten werden?

Nein. Gibt es denn da einen Tarifvertrag, ist der im Arbeitsvertrag genannt?
„Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen.“ Aristoteles

Offline Orakel

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Re: Familienbetrieb
« Antwort #2 am: 19. März 2017, 17:45:03 »
... welche eine Art Familienbetrieb ist.

Das ist für das bestehende Arbeitsverhältnis irrelevant.

Ich war selber jahrelang in diesem Bereich tätig und weiss auch dass allein durch Grabpflege usw. immer noch gut verdient wird.

Hast du Einblick in die Geschäftsunterlagen des Betriebes?

Durch Aussagen von Kunden usw. hört sie oft wie schlecht es finanziell um die Firma steht.

Was Kunden hören, ist irrelevant. So lange ein Arbeitgeber pünktlich den geschuldeten Lohn zahlt, könnte er sogar gegen "hörende" Kunden wegen Geschäftsschädigung vorgehen.

Arbeiten in einem Familienbetrieb. Wie macht man es richtig?

Wie bei jedem anderen Arbeitgeber auch: Höflich nach einer Gehaltserhöhung fragen.
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