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Autor Thema: 3500€ Schulden auf Verwandten übertragen?  (Gelesen 676 mal)

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Offline Koalabär

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3500€ Schulden auf Verwandten übertragen?
« am: 20. März 2017, 18:58:25 »
Hi, meine Mutter (H4) hat folgendes Problem:
Ihr war bekannt, dass ein Familienmitglied nur bis zu 100€ als Nebenjob verdienen kann und der Rest gestrichen wird. Nun war es so, dass der Sohn ihres Freundes, der auf ihre Adresse angemeldet war, einen 450€ Job über ein Jahr oder so hatte. Er hat währenddessen aber nicht bei ihr sondern bei seiner Mutter gewohnt, hat sich aber dummerweise nicht umgemeldet, obwohl er es 1000x gesagt bekommen hat. Meine Mutter nahm an er hätte das längst getan, bis sich letztens rausstellte dass er das hinausgezögert hat.
Nun hat ihr das Jobcenter 3500€ an Schulden in Rechnung gestellt, weil sie nicht wusste, dass das verdiente Geld (also die 450€-100€ Freibetrag) von ihrem Konto abgezogen wird statt von demjenigen, der das Geld verdient hat. Ihr Mitarbeiter meinte nur, dass wir das Geld jetzt von ihm selbst eintreiben sollen und sie gesetzlich dafür verantwortlich war, was ja auch stimmt.
Gibt es trotzdem noch einen Weg, ihm das zurückgeforderte Geld in Rechnung zu stellen?
Sie kriegt jetzt erstmal 10% weniger pro Monat, wodurch Urlaub, Geschenke und anderes für sie und ihre Kinder nicht mehr in Frage kommen, weil der Typ es verpeilt hat morgens zum Bürgeramt zu gehen und behauptet hat er hätte das bereits getan. Klar sie hätte von ihm ne Kopie davon verlangen sollen, hätte ich ihr auch geraten, wusste von dem Ganzen aber nichts weil ich vor Jahren fürs Studium ausgezogen bin.
Wäre für Ratschläge dankbar, wenn man da noch was tun kann außer "russisches Inkasso"

Offline crazy

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Re: 3500€ Schulden auf Verwandten übertragen?
« Antwort #1 am: 20. März 2017, 19:09:55 »
Deine Mutter war der Ansprechpartner und hat Leistungen für die BG Mitglieder bekommen. Eine Ummeldung wäre nicht notwendig gewesen. Deine Mutter hätte eine Veränderungsmitteilung machen müssen.
Was hat sie denn mit dem Geld für das BG Mitglied gemacht?. Der RS und sein Mietanteil war ja auf ihrem Konto.

Offline Koalabär

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Re: 3500€ Schulden auf Verwandten übertragen?
« Antwort #2 am: 20. März 2017, 19:59:12 »
Hätte sie machen sollen ja.
Zu 2. Sie ging davon aus, dass sie nur die 160€, also sein BG Anteil für die Anzahl der Monate zurückzahlen muss. Das Geld wurde bereits ausgegeben, Gründe müssen jetzt nicht erläutert werden

Offline scire

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Re: 3500€ Schulden auf Verwandten übertragen?
« Antwort #3 am: 20. März 2017, 22:00:38 »
Es werden beim Nebenjob nur 100€ angerechnet und der Rest gestrichen :schock:
Ich kenne es nur so, dass die ersten 100€ frei sind und darüber hinaus nur noch 20% frei bleiben :clever:

Wer vom JC Geld unrechtmäßig erhält, muß dies dem JC nachzahlen. Hat man nicht einen Wiederbewilligungsantrag irgend wann gestellt und hierbei die Einünfte nicht angegeben?

Mir nicht verständlich, warum der Sohn des Freundes Geld zurück zahlen soll, welches die Mutter erhalten hat, und nicht er :weisnich:

Online rein

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Re: 3500€ Schulden auf Verwandten übertragen?
« Antwort #4 am: 20. März 2017, 22:39:57 »
Zitat von: Koalabär am 20. März 2017, 18:58:25
Meine Mutter nahm an er hätte das längst getan, bis sich letztens rausstellte dass er das hinausgezögert hat.

Zitat von: Koalabär am 20. März 2017, 19:59:12
Sie ging davon aus, dass sie nur die 160€, also sein BG Anteil für die Anzahl der Monate zurückzahlen muss. Das Geld wurde bereits ausgegeben,

Keine Fragen mehr.
wenn sich das in der Familie nicht einvernehmlich klärt ==> Anwalt

Offline oldhoefi

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Re: 3500€ Schulden auf Verwandten übertragen?
« Antwort #5 am: 20. März 2017, 23:29:20 »
Dann zerpflücke ich mal – ist mir gerade ein Bedürfnis. :cool: :mocking:

@Koalabär,

Zitat
Nun war es so, dass der Sohn ihres Freundes, der auf ihre Adresse angemeldet war, einen 450€ Job über ein Jahr oder so hatte. Er hat währenddessen aber nicht bei ihr sondern bei seiner Mutter gewohnt
Augenscheinlich hat Deine Mutter es versäumt, den Sohn ihres Freundes aus der BG „abzumelden“.

Zitat
Nun hat ihr das Jobcenter 3500€ an Schulden in Rechnung gestellt, weil sie nicht wusste, dass das verdiente Geld (also die 450€-100€ Freibetrag) von ihrem Konto abgezogen wird statt von demjenigen, der das Geld verdient hat.
Anders herum wird eher ein Schuh daraus.

Scheinbar hat Deine Mutter durchgehend Leistungen vom Sohn des Freundes bezogen, obwohl der schon längst nicht mehr seinen gewöhnlichen Aufenthalt bei ihr hatte.

Die Meldeadresse ist im SGB nachrangig zu betrachten.

Zitat
Ihr Mitarbeiter meinte nur, dass wir das Geld jetzt von ihm selbst eintreiben sollen und sie gesetzlich dafür verantwortlich war, was ja auch stimmt.
Wieso, so wie sich das für mich darstellt, hat Deine Mutter – und niemand anderer - zu Unrecht Leistungen für den Sohn des Freundes bezogen.

Zitat
Meine Mutter nahm an er hätte das längst getan, bis sich letztens rausstellte dass er das hinausgezögert hat.
Eine fehlende Ummeldung ist keine Entschuldigung, um wissentlich zu „übersehen“, dass man laufende monatliche Zahlungen erhält, für jemanden, der schon lange nicht mehr bei einem wohnt.

Die Forderung des JC an Deine Mutter dürfte demnach nicht zu beanstanden sein.

Zitat
Ihr war bekannt, dass ein Familienmitglied nur bis zu 100€ als Nebenjob verdienen kann und der Rest gestrichen wird.
Diese Aussage ist auch völliger Quark.

Es gibt im SGB II keine Höchstgrenze bis zu der man „verdienen kann“, gleichfalls werden einem die Einkünfte aus einer Beschäftigung nicht „gestrichen“.

Dass sich mit Aufnahme einer Tätigkeit die Hilfebedürftigkeit und somit der Leistungsanspruch verringern, da Lohn/Gehalt zur Verfügung steht, auf den Gedanken kommt man offenbar gar nicht erst.

Zitat
Sie kriegt jetzt erstmal 10% weniger pro Monat, wodurch Urlaub, Geschenke und anderes für sie und ihre Kinder nicht mehr in Frage kommen
Urlaub und dergleichen fallen aufgrund von Selbstverschulden weg – mein Mitleid hält sich stark in Grenzen.

Mich würde ferner die Rechtsgrundlage interessieren, auf der diese 10%-ige Aufrechnung basiert.

Zitat
Sie ging davon aus, dass sie nur die 160€, also sein BG Anteil für die Anzahl der Monate zurückzahlen muss.
Von was Deine Mutter alles ausgeht. Dass für den Sohn des Freundes Deiner Mutter auch anteilige Kosten der Unterkunft vom JC übernommen wurden, so weit denkt man ebenfalls nicht.

Ach ja, hätte ich fast übersehen: Der Sohn des Freundes Deiner Mutter (nochmal dieser Rattenschwanz) kann im Normalfall kein „Verwandter“ sein, um schlussendlich auf den Thread-Titel zurück zu kommen.

Zitat
weil ich vor Jahren fürs Studium ausgezogen bin
Als Studierter weiß man natürlich solche Feinheiten nicht.

Mein Fazit --> Trollen will auch gelernt sein, also suche Dir eine andere Spielwiese. :bye:
„Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ (Heinrich Heine)

Offline Koalabär

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Re: 3500€ Schulden auf Verwandten übertragen?
« Antwort #6 am: 21. März 2017, 20:54:20 »
Danke für die Antworten.
"Sohn des Freundes der Mutter" ist zukünftig der Einfachheit halber X

@scire

Zitat
Es werden beim Nebenjob nur 100€ angerechnet und der Rest gestrichen :schock:
Ich kenne es nur so, dass die ersten 100€ frei sind und darüber hinaus nur noch 20% frei bleiben :clever:

Ja hab mich falsch informiert, hast Recht.

Zitat
Wer vom JC Geld unrechtmäßig erhält, muß dies dem JC nachzahlen. Hat man nicht einen Wiederbewilligungsantrag irgend wann gestellt und hierbei die Einünfte nicht angegeben?

Mir nicht verständlich, warum der Sohn des Freundes Geld zurück zahlen soll, welches die Mutter erhalten hat, und nicht er :weisnich:

Diesen Betrag will sie ja auch zurückzahlen, mir geht es aber um den angerechneten Betrag von X's Nebenjob den sie bezahlen muss weil sie zeitgleich Unterhalt für ihn bekommen hat. Der wird ja deshalb gestrichen, weil man davon ausgeht dass derjenige mit dem Leistungsbezieher zusammenwohnt und sich die Hilfsbedürftigkeit verringert

@oldhoefi

Zitat von: oldhoefi am 20. März 2017, 23:29:20
Wieso, so wie sich das für mich darstellt, hat Deine Mutter – und niemand anderer - zu Unrecht Leistungen für den Sohn des Freundes bezogen.

Siehe Antwort an scire

Zitat
Diese Aussage ist auch völliger Quark.

Es gibt im SGB II keine Höchstgrenze bis zu der man „verdienen kann“, gleichfalls werden einem die Einkünfte aus einer Beschäftigung nicht „gestrichen“.

Ja, falsche Info von mir.

Zitat
Dass sich mit Aufnahme einer Tätigkeit die Hilfebedürftigkeit und somit der Leistungsanspruch verringern, da Lohn/Gehalt zur Verfügung steht, auf den Gedanken kommt man offenbar gar nicht erst.

Klar verringert sich der Leistungsanspruch aber sie ging wie gesagt davon aus dass er sich umgemeldet hat

Zitat von: oldhoefi am 20. März 2017, 23:29:20
Mich würde ferner die Rechtsgrundlage interessieren, auf der diese 10%-ige Aufrechnung basiert.
Ich stell demnächst ein Foto hier rein

X ist auch nicht mein Verwandter, hab das aus Gewöhnung geschrieben weil wir lange zusammengelebt haben..

Im Übrigen kannst du dir Kommentare darüber ob mein Thread ernst gemeint ist ersparen ;)

Ums klarzustellen: Sie hätte natürlich einfach die Änderung melden sollen, hat sie aber nicht. Ich frage hier nach um zu wissen ob es eine Möglichkeit gibt den Betrag auf den zu Unrecht erhaltenen Teil vom JC, nämlich die ~160€ monatlich zu reduzieren statt der 160€ + 280€ angerechneten Betrag vom Nebenjob

Offline oldhoefi

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Re: 3500€ Schulden auf Verwandten übertragen?
« Antwort #7 am: 22. März 2017, 00:26:29 »
@Koalabär,

Zitat von: Koalabär am 21. März 2017, 20:54:20
sie zeitgleich Unterhalt für ihn bekommen hat
Aha – Deine Mutter hat also Unterhalt für den Sohn ihres Freundes erhalten, dieser Sohn hat aber wiederum bei seiner Mutter gewohnt.

:lol: Wer die Fehler findet, darf sie gerne behalten.

Zitat von: Koalabär am 20. März 2017, 18:58:25
Nun hat ihr das Jobcenter 3500€ an Schulden in Rechnung gestellt
Aha – Leistungsträger stellen Rechnungen.

Zitat von: Koalabär am 21. März 2017, 20:54:20
Im Übrigen kannst du dir Kommentare darüber ob mein Thread ernst gemeint ist ersparen ;)
Im Übrigen war das MEIN Fazit, dem niemand folgen muss. Aber anstatt dies zu entkräften, hast Du mich darin nur bestärkt.

Keine Bange – das war mein letzter Beitrag in Deinem Thread, da ich mich nicht verschaukeln lasse. :bye:
„Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ (Heinrich Heine)

Offline Koalabär

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Re: 3500€ Schulden auf Verwandten übertragen?
« Antwort #8 am: 22. März 2017, 01:39:18 »
Alles klar, dann lass dich mal nicht verschaukeln  :bye: