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Autor Thema: Zwangsumzug - gar nicht so einfach  (Gelesen 1731 mal)

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Offline Rosilein

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Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« am: 20. März 2017, 21:27:49 »
Hallo,

unsere 6 Monate laufen bald ab - 01.05. - dann zahlt das Amt nicht mehr die volle Miete.

Wir gucken uns um. Die Wohnung ist auch bereits gekündigt zum 15.06.2017. Haben zwar eine Wohnung gefunden. Doch der will unbedingt, dass wir zum 15.04.2017 einziehen, auf keinen Fall später. Zum 01.04.2107 soll der Strom angemeldet werden, da wir ja dann bereits drin arbeiten dürfen.

Schön ist das. Die Frage: Wer zahlt uns das? Den doppelten Strom? Die doppelte Miete für 2 Monate? Wir wissen ja nicht, für wann evtl. ein Nachmieter gefunden wird. Der Vermieter will ab Samstag eine Anzeige schalten.

Nun müssen wir ja sowieso die Genehmigung für die Wohnung einholen. Jedenfalls solange wir rechtzeitig einen Termin beim Jobcenter bekommen. Kriegt man da eine wirklich gute Beratung im Falle des Zwangsumzugs?

Hat jemand Tipps für uns? Ich meine, wie sollen wir das schaffen, keine Doppelmieten zu haben? Wenn wir am 01.06. immer noch ohne neue Wohnung wären....

Sind total überfordert...
´
LG

Rosilein

Offline coolio

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #1 am: 20. März 2017, 21:40:29 »
Habt Ihr also eine Kostensenkungsaufforderung?
Dann gilt, wer die Musik bestellt, zahlt....
(+ Umzugskosten + weitere Wohnungsbeschaffungskosten und Kaution als Darlehen)
und eben auch Doppelmieten.
Darauf achten, daß gerade die schnelle Einzugsnotwendigkeit schriftlich dokumentiert wird.
Das erzählt natürlich vom JC niemand.

Die neue Wohnung ist sicher angemessen?
Vor Unterschrift muss der Mietvertrag (oder eine Mietbestätigung) - nicht unterschrieben von Euch -daraufhin geprüft werden. Das geht auch bereits in einem persönlichen Termin.
Ratgeber Umzug
Ratgeber Angemessenheit der Kosten der Unterkunft
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Offline Rosilein

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #2 am: 20. März 2017, 21:56:10 »
Kostensenkungsaufforderung: Also sie schreiben, dass bis dann die volle Miete gezahlt wird, danach nicht mehr. Ist das eine Aufforderung?

Muss der Umzug schriftlich genehmigt werden? Was sind weiter Wohnungsbeschaffungskosten?

Angemessen? Da gibt es hier sowieso nichts, was so günstig wäre. Miete müssten wir 27 Euro drauflegen. Qm sind glaube ich ok. NK sind ziemlich günstig, angemessen, ich weiß nicht? Ist die qm wichtig oder die Warmmiete? Oder muss alles passen? Was wenn wir nichts angemessenes finden bis dahin?

Eine Wohnung war angemessen, absolut. Da haben sich an einem Termin 20 Leute beworben.

Offline coolio

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #3 am: 20. März 2017, 22:04:47 »
Angemessenheitgrenze ist jeweils die Bruttokaltmiete.
Welches JC / alt - neu?
Schau mal hier:
Örtliche Richtlinien bei Harald Thome
Umzugsgenehmigung ist eigentlich die Kostensenkungsaufforderung.
Kannst Du die mal einstellen (anonymisiert) , damit lässt sich hier einiges abkürzen.
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Offline Terra

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #4 am: 21. März 2017, 06:41:31 »
Hi Rosilein, Mitte März hast du dich von deinem Partner getrennt und bist aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Dann seit ihr ein paar Tage später wieder zusammengezogen. Zu dem Zeitpunkt hast du nichts erwähnt das ihr sowieso auszieht.

Jetzt hast du schon die Wohnung gekündigt und auch schon eine neue Wohnung, ohne das du es mit dem Amt abgestimmt hast.

Bei dir scheint das Leben ja sehr turbulent zu laufen. Übrigens für die Bemessungsgrenzen sind Begriffe wie "ziemlich günstig" eher nicht geeignet. Eine Kostensenkungsaufforderung beinhaltet nicht gleichzeitig die Kündigung der Wohnung, sie beinhaltet lediglich das die Kosten nur noch in angemessener Höhe übernommen werden. Von daher sollte "VOR" der Anmietung einer neuen Wohnung die Kosten mit dem JC geklärt werden und nicht auf die von dir beschriebene Art und Weise.

Offline Finnja

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #5 am: 21. März 2017, 12:33:30 »
Hallo!

Zitat von: Rosilein am 20. März 2017, 21:56:10
angemessen, ich weiß nicht? Ist die qm wichtig oder die Warmmiete? Oder muss alles passen?

Hier gilt Kosten vor Größe. Wobei man niemals etwas finden würde, das von der Größe dem jeweiligen angemessenen Richtwert nahe kommt geschweige denn übersteigt.

Zitat von: Rosilein am 20. März 2017, 21:56:10
Miete müssten wir 27 Euro drauflegen.

Muss in der Regel vom Jobcenter genehmigt werden. Viele tun es nicht!!!

Wie viel ist denn die jetzige Miete zu hoch?

Zitat von: coolio am 20. März 2017, 21:40:29
Vor Unterschrift muss der Mietvertrag (oder eine Mietbestätigung) - nicht unterschrieben von Euch -daraufhin geprüft werden. Das geht auch bereits in einem persönlichen Termin.

Gibt eigentlich auf jedem JC ne Notfallsprechstunde. Ab dahin (und im Idealfall genehmigen lassen)!


Viel Erfolg!

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #6 am: 21. März 2017, 12:53:23 »
Zitat von: Finnja am 21. März 2017, 12:33:30
Wie viel ist denn die jetzige Miete zu hoch?
hast du selber zitiert:
Zitat von: Finnja am 21. März 2017, 12:33:30
Zitat von: Rosilein am 20. März 2017, 21:56:10Miete müssten wir 27 Euro drauflegen.

Bei einer Frau ist das wie bei einem Mercedes.
Da kann man mitunter noch einiges Optimieren
*Ralf Richter

Offline Rosilein

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #7 am: 21. März 2017, 12:56:00 »
Hallo,

ab Mai wären es ca. 150 Euro, die wir drauflegen müssten. Ich muss mir das nochmal genauer durchlesen mit den angemessenen Wohnungen. So komme ich auf 270 Euro ca. für zwei Personen, Kaltmiete. Wir hatten aber vor ein paar Jahren eine Kaltmiete von 390 Euro und mussten dann noch ca. 12 Euro drauflegen. Somit brauchten wir ja dann nicht umzuziehen. Nun bin ich mir nicht mehr sicher. Denn Richtwerte aus 2016 KdU wären je nach Ort ca. 300 Euro. Mein Mann hat aktuell was gefunden von ca. 360 Euro. Da sollen dann aber auch die NK mit drin sein.

Am Samstag haben wir uns vorgestellt bei einem Vermieter, der uns sofort den Mietvertrag fertig machen wollte. Nun waren wir uns natürlich nicht sicher wegen dem Amt. Hauptsächlich haben wir uns Gedanken gemacht um die Doppelmieten. Denn der Vermieter will am liebsten schon zum 01.04. ließe sich aber noch auf den 15.04. ein. Strom müssten wir aber ab 01.04., da wir dann schon rein können in die Wohnung. Wir haben noch eine Garage als Option, die uns das Jobcenter aber wohl eher nicht genehmigen würde. Wir müssen ja unser Zeug irgendwo erst mal unterkriegen. Da wir ja noch nicht genau wissen, welche Möbel genau wohin passen, wollten wir das dann später regeln und die Garage evtl wieder abbestellen. Heute will der Vermieter Bescheid haben, ob wir die Wohnung nehmen. Wir sollten uns den Vertrag ausstellen lassen und damit zum Amt rennen.

Zum 01.05. hätten wir noch eine Wohnung in Aussicht. Die würde aber alles in allem wohl 20 Euro mehr kosten. Außerdem gibt es zum Schlafzimmer hoch eine Leiter-Treppe, die uns noch arge Probleme machen könnte: Unfallgefahr. Das wäre nicht klug.

Die Wohnung haben wir zum 15.06. gekündigt. Auch wegen Doppelmieten usw. Denn ab Mai zahlt das Jobcenter nur noch die "angemessene" Miete. Wir haben's etwas schleifen lassen. Mein Partner hatte Hoffnung, einen Job zu finden, sodass das alles hier nicht notwendig sein würde. Mir war nicht klar, dass wir dazu die Genehmigung des Jobcenters brauchen.

Die neue Wohnung muss genehmigt werden. Das ist uns bewusst. Daher auch das Problem, da der potentielle Vermieter drängelt, weil er so schnell wie möglich die Wohnung belegt haben möchte.

Eigentlich wäre es wohl ganz einfach. Mit dem Vertrag ab zum Amt und entweder ja oder nein. Wir haben halt Angst, dass alles abgelehnt wird und wir keine angemessene Wohnung finden. Wir können hier nicht bleiben, da viel zu teuer. Wenn wir aber auch nirgendwo anders hin können, was dann?

LG

Rosilein


Online Sheherazade

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #8 am: 21. März 2017, 13:02:07 »
Eigentlich wäre es wohl ganz einfach. Mit dem Vertrag ab zum Amt und entweder ja oder nein.

Und wart ihr heute beim Jobcenter?
Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand anlegt, jeden Tag kommt ein Mensch und marschiert aufrecht drunter durch. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline Fettnäpfchen

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #9 am: 21. März 2017, 16:39:08 »
Mal allgemeiner Lesestoff den Du auch lesen solltest, damit kannst Du einiges umgehen:
Ratgeber Angemessenheit der Kosten der Unterkunft
Zitat
Mitteilung über zu hohe Unterkunftskosten/Aufforderung zur Kostensenkung
Maß (weiterlesen...)
"Formblatt zur Wohnungssuche" auch das rot geschriebene lesen weil das wichtig ist.
Zitat
Mit freundlicher Genehmigung von Route 66
Die 25. Kammer des Sozialgerichts Schleswig hat sich in seiner Entscheidung vom 26.08.2010 – S 25 AS 185/08 – mit der Frage der Übernahmefähigkeit von Doppelmieten sehr ausführlich auseinander gesetzt.
Zitat :
Das Tatbestandsmerkmal der Wohnungsbeschaffungskosten ist nach Auffassung der Kammer weit auszulegen, so dass nicht nur die eigentlichen Kosten des Umzugs, wie Transportkosten, Kosten für eine Hilfskraft, die erforderlichen Versicherungen, Benzinkosten und Verpackungsmaterial erfasst sind, sondern auch alle sonstigen notwendigen angemessenen Aufwendungen, die mit einem Unterkunftswechsel verbunden sind. Damit fällt auch die hier geltend gemachte doppelte Mietzinszahlungen für die alte Wohnung für den Monat April un­ter das Merkmal der Wohnungsbeschaffungskosten, soweit sie angemessen ist (vgl. auch Lang/Link in Eicher/Spellbrink, Kommentar zum SGB II, 2. Aufl. 2008, § 22 Rn. 83; Berlit in LPK-SGB II, 3. Aufl. 2009, § 22 Rn. 109, 114; BSG, Urteil vom 16.12.2008, B 4 AS 49/07 R; LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 10.01 .2007, L 5 B 1221/06 AS ER, L 5 B 1222/06 AS PKH; SG Frankfurt, Beschluss vom 19.01 .2006, S 48 AS 21/06 ER, jeweils zitiert nach juris).

 Quelle und weiterlesen >>>  http://sozialberatung-kiel.de/2011/07/07/doppelmieten-bei-umzug-in-der-regel-vom-jobcenter-zu-ubernehmen-2/

[gelöscht durch Administrator wegen Erreichen der Speicherfrist]
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Offline Rosilein

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #10 am: 20. Mai 2017, 16:17:29 »
Hallo,

wir hatten das ganze einer Anwältin übergeben, die Widerspruch für uns einlegen sollte. Erst mal hat sie sich die Akte angefordert. Da steht wohl nichts interessantes drin. Nun geht es wohl in die Widerspruchsphase und sie hat unsere aktuellen "Dokumentationen" wegen der Wohnungssuche von uns angefordert. Ob das gut geht, keine Ahnung...

Im Grunde ist es also eine Aufforderung zum Umzug, wenn lediglich unter dem Bescheid steht, dass ab Juli nur noch der angemessene Satz gezahlt wird? Sonst ist ja gar nichts vereinbart. Nicht wie viele Wohnungen wir uns anschauen sollen usw.

Eine Frage hätte ich noch: Ziehen wir in eine Wohnung, die immer noch ca. 50 Euro über dem angemessenen Satz liegt, bringt das überhaupt was? Also sollen wir in eine absolut angemessene Wohnung rein und sind Wohnungen, die etwas drüber liegen tabu. In unserem Fall wäre es ja trotzdem noch eine Kostensenkung.

Bevor wir dann umziehen würden, muss ja eh das Jobcenter das genehmigen, sonst kriegen wir gar nichts zum Umzug dazu. Und auch sonst stellen sie sich sicher gerne quer. Z. B. nur ein ganz kleines Umzugsauto, keine Helfer etc. Oder wie sind da die praktischen Erfahrungen zu bewerten?

LG

Rosilein

Offline Fettnäpfchen

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #11 am: 21. Mai 2017, 12:36:41 »
Zitat von: Rosilein am 20. Mai 2017, 16:17:29
Im Grunde ist es also eine Aufforderung zum Umzug, wenn lediglich unter dem Bescheid steht, dass ab Juli nur noch der angemessene Satz gezahlt wird? Sonst ist ja gar nichts vereinbart. Nicht wie viele Wohnungen wir uns anschauen sollen usw.
Ja ist es und von daher sind auch sämtliche Kosten zu übernehmen. Natürlich müsst Ihr trotzdem die entsprechenden Anträge stellen.

Zitat von: Rosilein am 20. Mai 2017, 16:17:29
Eine Frage hätte ich noch: Ziehen wir in eine Wohnung, die immer noch ca. 50 Euro über dem angemessenen Satz liegt, bringt das überhaupt was? Also sollen wir in eine absolut angemessene Wohnung rein und sind Wohnungen, die etwas drüber liegen tabu. In unserem Fall wäre es ja trotzdem noch eine Kostensenkung.
Nur Wohnungen die innerhalb der Angemessenheitskriterien sind gelten. Darüber wird in der Regel nicht bewilligt und dann gibt es auch keine Kostenübernahme.

Zitat von: Rosilein am 20. Mai 2017, 16:17:29
Und auch sonst stellen sie sich sicher gerne quer. Z. B. nur ein ganz kleines Umzugsauto, keine Helfer etc. Oder wie sind da die praktischen Erfahrungen zu bewerten?
Querstellen ist nicht, ABER bei diversen JC muss man mit allem rechnen.
Was den Umzug selber angeht seit Ihr gehalten die Kosten so gering wie möglich zu halten.
Solltet Ihr aus nachvollziehbaren Gründen nicht in der Lage sein den Umzug selber zu stemmen dann muss es halt über eine Institution oder Firma laufen, da braucht man dann drei Kostenvoranschläge.

MfG FN
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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #12 am: 29. Juni 2017, 16:25:17 »
Also aktuell war unser Widerspruch mit Hilfe von Anwältin erfolgreich. Die Kosten werden bis Ende des Jahres übernommen für die Wohnung.

Was die Angemessenheit angeht: da ist bei uns eigentlich überhaupt nichts zu finden. Wir sollen halt monatlich das Protokoll unserer Wohnungssuche abgeben. Da schreibe ich natürlich Wohnungen rein, die noch ziemlich drüber liegen über dem Satz. Die günstigsten Kaltmieten, die sich dort so finden, kosten so viel, wie das Jobcenter insgesamt mit Nebenkosten zahlen will. Für das Geld gibt es bei uns grade mal eine 1-Zimmer-Wohnung mit 25 qm.

Wir haben nun auch eine nette Nachzahlung vom Vermieter bekommen. Muss das Jobcenter die jetzt auch übernehmen oder können sie uns mit einem Darlehen "abspeisen"?

LG

Offline Fettnäpfchen

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #13 am: 29. Juni 2017, 19:38:25 »
Schön zu lesen, danke für die Rückmeldung!

Die Betriebs.-Nebenkosten sind natürlich vom JC zu übernehmen.
Ich würde trotz dem die Anwältin darüber informieren! Dann lannst dich da gleich noch vergewissern.

MfG FN
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Offline Rosilein

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Re: Zwangsumzug - gar nicht so einfach
« Antwort #14 am: 18. Juli 2017, 14:14:57 »
Ja, danke. Das sollte man vielleicht machen. Gehört ja alles noch zu ihrem Mandat, nehme ich an?!

Mein Partner war sich nicht sicher, da die Nebenkosten-Nachzahlung ja noch aus dem Jahr 2016 resulitiert und wir da noch nicht beim Amt gemeldet waren. Somit gehört es vielleicht nicht mehr dazu? Aber die Anwältin wird's vielleicht wissen?!

LG und Danke

Rosilein