Zur optimalen Funktion verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung von hartz.info stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Autor Thema: Immer aktuelle Zahlen zu Arbeitslosenzahl, Sperrzeiten, Sanktionen, AGHs und Vieles mehr...  (Gelesen 61289 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Gast7559

  • Gast
Re: Arbeitslosenzahlen Mai 2014. Offiziell und tatsächlich
« Antwort #15 am: 29. Mai 2014, 14:59:43 »
Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität 

Dieser Artikel nimmt jeden Monat neu unter die Lupe, wie's hinter den Kulissen der geschönten Wirklichkeit in Deutschland aussieht...

Gast7559

  • Gast
Zitat
"Hartz IV: Personen und Zahlungsansprüche - Bund und Länder 2007 bis 2013 (SGB II)

 (BIAJ) Wie entwickelte sich der Bestand der SGB II-Bedarfsgemeinschaften und Personen in diesen Bedarfsgemeinschaften im Bund und in den Ländern in den Jahren 2007 bis 2013 und wie deren Zahlungsansprüche?

 Wie veränderte sich der Anteil der einzelnen Länder? (z.B. Nordrhein-Westfalen, Berlin, Bremen)

 Die Summe der Netto-Zahlungsansprüche („Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts“ einschließlich Leistungen für Unterkunft und Heizung) der durchschnittlich 3,324 Millionen Bedarfsgemeinschaften mit 6,126 Millionen Personen, darunter 4,424 Millionen erwerbsfähige Leistungsberechtigte, betrug 2013 insgesamt 28,4 Milliarden Euro.

 Die Netto-Zahlungsansprüche ohne Leistungen für Unterkunft und Heizung betrugen 2013 durchschnittlich 198,93 Euro, die Zahlungsansprüche für Unterkunft und Heizung durchschnittlich 188,06 Euro pro Person und Monat.

 Die gesamten BIAJ-Materialien vom 25. Juni 2013 finden Sie hier:

http://biaj.de/images/stories/2014-06-25_sgb2-stat-mat-biaj-2007-2013.pdf "

 Volltext und Quelle:

 Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)

http://biaj.de/
 
gefunden im Tacheles-Forum

Gast6430

  • Gast
Schade nur, das es keine Kostenvergleiche zum System vor Hartz IV gibt.

Gast7559

  • Gast
Und hier die aktuellen Arbeitslosenzahlen von Juni 2014: (Einschübe in Orange von mir)


Zitat
Im Juni 2014 Leistungsempfänger mit Personen in Altersgrundsicherung  7.423.600 Personen  Im Jahr 2012 erhielten 465.000 Personen Altersgrundsicherung
[Differenz zwischen 2012 und 2014 = Zunahme:] 6.958.600  Leistungsempfänger 4)
( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , Sozialhilfe SGB XII…) das sind laut BA Bericht Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte 8,3%
 5.250.282  Personen müssen im Juni 2014 ALGI/ALGII Hilfeleistungen beziehen.
 3.753.044 Personen waren laut offiziellen BA – Bericht im Mai 2014 unterbeschäftigt das sind laut BA - Bericht 8,5 %
 2.832.780  Personen werden nach § 16 SGB III in der offiziellen BA Statistik als arbeitslos registriert..
Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind 847.646 Personen Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik. Die endgültige Zahl der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  steigt in der Regel noch an.
   
  *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.
   
  (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.
[Differenz zwischen 2004 und 2014 = Zunahme: 929.282]
     
3.1 Gemeldete Arbeitsstellen (BA – Bericht Juni 2014 Seite 12)

Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen4 hat sich im Juni saisonbereinigt um 6.000 erhöht, nach -2.000 im Mai und +2.000 im April. Nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im Juni auf 462.000 Arbeitsstellen.5 Gegenüber dem Vorjahr war das ein Plus von 25.000 oder 6 Prozent, nach +15.000 oder +3 Prozent im Mai. Von den gemeldeten Arbeitsstellen waren 90 Prozent sofort zu besetzen.

Offline Meck

  • Moderatoren
  • ****
  • Beiträge: 32287
  • Schleswig - Holstein
Beschäftigungsrekord – geringe Jugendarbeitslosigkeit – robuste Konjunktur –  gestiegene Kauflaune –  hoher Konsum - gestiegene Einkommesserwartung….

Die soziale Lage und der Arbeitsmarkt in  Deutschland im Juli 2014


-->> http://www.chefduzen.de/index.php?PHPSESSID=5b432b083608f4343dbdf4dbe6dc242e&topic=9230.msg296136#msg296136

Gast7559

  • Gast
Von den NachDenkSeiten.de:

8.Hartz-IV Betroffenheit: Extreme regionale Unterschiede am Beispiel von Nordrhein-Westfalen

◾Im Bundesgebiet sind 9,6 % der Bevölkerung im Alter zwischen 0 und 65 Jahren im März 2014 von Hartz-IV Leistungen abhängig gewiesen. Das verfügbare Einkommen liegt in diesen Fällen unterhalb der Bedarfsschwelle des SGB II, so dass eine Aufstockung durch das Arbeitslosengeld II einschließlich der Kosten der Unterkunft beantragt werden muss.

◾Allerdings handelt es sich hier um Durchschnittswerte, die über die Situation in den Bundesländern, Regionen, Städten und Kreisen noch wenig aussagen.

◾Charakteristisch für die Hartz-IV Betroffenheit sind die extremen regionalen Unterschiede – dies nicht nur zwischen Ost- und Westdeutschland und zwischen den Bundesländern, sondern auch innerhalb einzelner Bundesländer.

◾Diese Abweichungen werden sichtbar, wenn man am Beispiel von Nordrhein-Westfalen zwischen den einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten unterscheidet. – In NRW liegt die Spannweite zwischen 22,6 % (Stadt Gelsenkirchen) und 4,8 % (Kreis Coesfeld). Mit anderen Worten: Fast jeder vierte Einwohner der Stadt Gelsenkirchen im Alter unterhalb der Regelaltersgrenze hat ein so niedriges Einkommen, dass es durch Hartz-IV auf das sozialkulturelle Existenzminimum aufgestockt werden muss.

◾Wie die Abbildung zeigt, liegt die Hartz-IV Betroffenheit der Bevölkerung in allen Großstädten von NRW (mit Ausnahme von Bonn und Münster) über dem NRW-Durchschnitt von 11,6 %.

Trotz der günstigen Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage ist die Hartz-IV Quote gegenüber dem Vorjahr in fast allen Städten und Kreisen angestiegen.

◾Im NRW-Durchschnitt liegt der Zuwachs der Hartz-IV Empfängerquote bei 2,65 %
Quelle

Offline Meck

  • Moderatoren
  • ****
  • Beiträge: 32287
  • Schleswig - Holstein
Faktencheck „robuster Arbeitsmarkt“

Arbeitsmarkt in Deutschland im August 2014

3.5 Hilfequoten - BA Bericht August 2014 Seite 28

3.5 Hilfequoten - Im August 2014 hat jeder zehnte Haushalt in
Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,1
Prozent). Die Hilfequote der Bedarfsgemeinschaften ist damit gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1Prozenpunkte gesunken. 9,6 Prozent der in Deutschland
lebenden Personen unter 65 Jahren waren hilfebedürftig – und 8,2 Prozent der
Personen im erwerbsfähigen Alter. Die SGBII - Quote für alle Leistungsberechtigten und die
Hilfequote für erwerbsfähige Leistungsberechtigte haben sich somit im Vergleich zum Vorjahresmonat nahezu nicht verändert.

6.969.777 Personen bezogen Leistungen ALGI/ALGII/Sozialgeld
Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte 8,2 %
Unterbeschäftigung 3.760.694 Personen oder 8,5  %
   
Die offiziellen Zahlen des Pressediensts der BA im Detail betrachtet laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA ist die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen wie folgt - Zahlenbericht für August 2014 Seite 53
   
Im August 2014 Leistungsempfänger mit Personen in Altersgrundsicherung 7.434.777 Personen  .Im Jahr 2012 erhielten 465.000 Personen Altersgrundsicherung  (Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 356 vom 22.10.2013)


-->> http://www.chefduzen.de/index.php?PHPSESSID=5b432b083608f4343dbdf4dbe6dc242e&topic=9230.msg296849#msg296849

Gast7559

  • Gast
Faktencheck Arbeitsmarkt September 2014

 3.5 Hilfequoten - BA Bericht September 2014 Seite 25

Im September 2014 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent). Die Hilfequote der Bedarfsgemeinschaften ist damit gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozentpunkte gesunken. 9,5 Prozent der in Deutschland lebenden Personen unter 65 Jahren waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Die SGB II-Quote für alle Leistungsberechtigten hat sich somit im Vergleich zum Vorjahresmonat nicht verändert. Die Hilfequote für erwerbsfähige Leistungsberechtigte ist um 0,1 Prozentpunkte gesunken.
[...]   
Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für September 2014 finden Sie auf Seite 47 des  Monatsberichts.
   
Im September 2014 gibt es 7.332.866 Leistungsempfänger im Bereich des SGBII/SGBIII mit Personen in Altersgrundsicherung
Im Jahr 2012 erhielten 465.000 Personen Altersgrundsicherung  (Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 356 vom 22.10.2013)

 6.867.866  Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII
( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , Sozialhilfe SGB XII…) das sind laut BA Bericht Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte 8,1%

 5.168.955  Personen werden im September 2014 als Bezieher von ALGI/ALGII Hilfeleistungen in der Statistik geführt.

 3.690.695  Personen waren laut offiziellen BA – Bericht im September 2014 unterbeschäftigt das sind laut BA - Bericht 8,4 %

 2.807.806  Personen – 94.017 werden nach § 16 SGB III in der offiziellen BA Statistik als arbeitslos registriert. [...]

Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind  782.624  Personen Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik das ist ein Anstieg von rund 40.000 Personen im Vergleich zum Vormonat. [...]
   
  (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

-->> http://www.chefduzen.de/index.php?PHPSESSID=ceb243467031aab85658eaf6c696afd3&topic=9230.msg297810#msg297810
« Letzte Änderung: 31. Oktober 2014, 21:38:23 von Gast7559 »

Gast7559

  • Gast
Faktencheck Arbeitsmarkt Oktober 2014

 3.5 Hilfequoten - BA Bericht Oktober 2014 Seite 25

Im Oktober 2014 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent). Die Hilfequote der Bedarfsgemeinschaften ist damit gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozentpunkte gesunken. 9,5 Prozent der in Deutschland lebenden Personen unter 65 Jahren waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Die SGB II-Quote für alle Leistungsberechtigten hat sich somit im Vergleich zum Vorjahresmonat nicht verändert. Die Hilfequote für erwerbsfähige Leistungsberechtigte ist um 0,1 Prozentpunkte gesunken.

[...]
   
Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für Oktober 2014 finden Sie auf Seite 52 des  Monatsberichts.
   
Im Oktober 2014 gibt es 7.267.095 Leistungsempfänger im Bereich des SGBII/SGBIII mit Personen in Altersgrundsicherung 
Im Jahr 2012 erhielten 465.000 Personen Altersgrundsicherung  (Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 356 vom 22.10.2013)

 6.802.095  Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII
( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , Sozialhilfe SGB XII…) das sind laut BA Bericht Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte 8,1%

 5.103.158  Personen werden im Oktober 2014 als Bezieher von ALGI/ALGII Hilfeleistungen in der Statistik geführt.

 3.636.193   Personen waren laut offiziellen BA – Bericht im Oktober 2014 unterbeschäftigt das sind laut BA - Bericht 8,2 %

 2.732.769 Personen werden nach § 16 SGB III in der offiziellen BA Statistik im Oktober 2014 als arbeitslos registriert.

Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im Oktober 841.557   im Oktober 2014 wurden 782.624/ korrigiert 801.563   Personen als Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik angegeben.[...]
   
  (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.
     
3.1 Gemeldete Arbeitsstellen (BA – Bericht Oktober 2014 Seite 11)

Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen5 hat sich im Oktober saisonbereinigt um 8.000 erhöht, nach +6.000 im Oktober und +11.000 im August. Nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im Oktober auf 517.000 Arbeitsstellen. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Plus von 51.000 oder 11 Prozent, nach +46.000 oder +10 Prozent im Oktober. [...]

Quelle der Zahlen:
BA – Monatsbericht Oktober 2014


-->> http://www.chefduzen.de/index.php?PHPSESSID=ceb243467031aab85658eaf6c696afd3&topic=9230.msg298975#msg298975


Offline Meck

  • Moderatoren
  • ****
  • Beiträge: 32287
  • Schleswig - Holstein
Während die Bundesagentur für Arbeit (BA) erneut Jubelnachrichten in die Welt posaunt, zeigen die realen Zahlen ein weit aus anderes Bild von Menschen, die akut von Armut betroffen sind. Laut BA seien im September 2014 genau 2.732.769 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Doch schauen wir uns die Zahlen etwas genauer an.

789.314 Menschen bekamen im Oktober 2014 das Arbeitslosengeld I (September 2014: 829.727), 4.313.844 mussten mit Hartz IV (ALG II) auskommen (September 2014: 4.339.228). Zusammen sind das 5.103.158 Arbeitslosengeld-Bezieher im Oktober 2014. Weitere 1.698.937 Menschen erhielten Sozialgeld (September 2014: 1.698.911). Rechnet man alle Leistungsbeziehergruppen zusammen, kommt laut BA Tabelle im Oktober 2014 auf 6.802.095 Leistungsempfänger (September 2014: 6.867.866). Doch auch diese Zahlen zeigen nicht das wahre Ausmaß. Wohngeld, Kinderzuschlag oder von Sozialhilfe nach SGB XII sind die in den Berichten nicht erfasst.

Kein Antrag obwohl Antragsberechtigt.

Millionen Menschen stellen aus Angst, Scharm oder Unwissenheit keinen Hartz IV/ Sozialleistungsantrag. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sollen in Deutschland weitere 3,1 bis 4,9 Millionen Menschen leben, die eigentlich einen Anspruch auf Grundsicherung/Hartz IV hätten. Sie verzichten "lieber" auf die unwürdige Behandlung in den Ämtern oder wissen nichts davon, dass sie einen Anspruch hätten.

Viel zu wenig Arbeitsplätze.

Immer wieder werden Erwerbslose in Deutschland als "Selbst Schuldige" dargestellt. Sie seien abwechselnd zu "faul", "Ungebildet" oder "Alkoholkrank". Auch sagen die Zahlen etwas ganz anderes. Während es über 6 Millionen Leistungsbeziehende in Deutschland und eine fast ebenso hohe Anzahl von verdeckten Berechtigten gibt, stehen hier gerade einmal 517.000 offene Arbeitsplätze gegenüber. Selbst wenn man die Zahl derjenigen herausrechnet, die tatsächlich chronisch krank sind oder aufgrund bestimmter Lebensumstände nicht oder nur eingeschränkt erwerbsfähig (z.b. Alleinerziehende) sind, zeigen die gegensätzlichen Zahlen, dass das Heer der Erwerbslosen weitaus größer ist.


Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/anzahl-der-hartz-iv-empfaenger-ueber-millionen-90016313.php

Offline Maxvorstadt

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 6483
  • I is more stronger than Darth Vapour!

Millionen Menschen stellen aus Angst, Scharm oder Unwissenheit keinen Hartz IV/ Sozialleistungsantrag.

Auch wenn es eigentlich ein sehr ernstes Thema ist, so kam ich nicht umhin mich ein wenig über den Begriff "Scharm" zu amüsieren.  :mocking:
Vielleicht sollte der Autor das mal ändern, sonst verwendet man das vielleicht auch noch als Muni gegen die Hartzer. Motto:"Diese ungebildeten Hartzer wissen nicht mal wie man die einfachsten Dinge schreibt!".
Nicht bös gemeint, ist mir nur beim Lesen aufgefallen!  :flag:
International anerkannte Definition von Sklaverei= Sklaverei ist wenn Menschen unter Androhung körperlicher oder wirtschaftlicher Strafen zu Arbeiten gezwungen werden die sie nicht tun wollen !!
Religion macht sehr schnell abhängig: Fangen Sie erst gar nicht damit an!!
Wir werden Menschen sein. Wir werden es sein, oder die Welt wird dem Erdboden gleichgemacht bei unserem Versuch, es zu werden.

Offline Meck

  • Moderatoren
  • ****
  • Beiträge: 32287
  • Schleswig - Holstein
Zahl der Unterbeschäftigten sinkt im März 2015 auf 3.818.384 Personen das sind 8,7 %
Zahl der erwerbsfähige Leistungsberechtigten SGB II Hartz IV steigt im März 2015 um 7247 Personen auf 4.395.910 Personen an. 8,2 %

Mitten unter uns leben viele Menschen, die keine Lobby haben und der Diktatur der medialen Meinungsmacher und deren Konventionen schutzlos ausgeliefert sind. Opfer des Alltags von denen keiner spricht, Menschen die von keinen beachtet oder von keinem für ihre schwierige Lage gerechtfertigt werden. Ich frage Sie „die Hartz IV Leistungsberechtigten und Millionen von Arbeitnehmern die jeden Tag früh aufstehen und acht Stunden pro Tag schwer arbeiten aber in Armut leben“, sind da – was können wir für diese Menschen tun?

Die Agenda 2010 ist ein voller Erfolg zumindest für jene die von dieser Reform profitieren und geldwerte Vorteile haben. Allerdings hat im März 2015 jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen. Weit mehr Haushalte als vor der Agenda 2010 Reformpolitik.

Warum loben so viele verantwortliche in Medien Wirtschaft und Politik die herzlose und kalte Agendapolitik der Agenda 2010 die viele Menschen die sich das aufgrund mangelnder Bildung mangelnder Chancengleichheit (soziale Herkunft)  oder fehlender individueller Möglichkeiten ihre Lebenssituation nicht selber aussuchen können in Armut gebracht hat? Es wäre besser dass wir mitfühlend reagieren auf die Not um uns herum, dass die Allermeisten von uns nicht denen in den Medien zu jubeln, die in Deutschland eine Beschäftigungsrekord der Minijobber feiern oder von der wachsenden Kaufkraft der breiten Masse fabulieren.

Die Armut in Deutschland hat ein neuerliches trauriges Rekordhoch erreicht

Der Armutsbericht 2014 des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes

Die Armut in Deutschland hat mit einer Armutsquote von 15,5 Prozent ein neues Rekordhoch erreicht und umfasst rund 12,5 Millionen Menschen.

Armut in Deutschland 3,1 Millionen Menschen verdienen nicht genug.

Armut trotz Arbeit: Immer mehr Erwerbstätige in Deutschland können nicht von ihrem Einkommen leben. Das geht aus einer Haushaltsbefragung des Statistischen Bundesamtes hervor.
Ende 2013 bezogen rund 3,1 Millionen Erwerbstätige ein Einkommen unterhalb der Armutsschwelle. Das waren 25 Prozent mehr als im Jahr 2008
Quelle: N24 --- 24.01.2015 | 07:17 Uhr, zuletzt aktualisiert um 18:46 Uhr
Haushaltsbefragungen ergaben, dass 379 000 der armutsgefährdeten Erwerbstätigen im Jahr 2013 ihre Miete nicht rechtzeitig bezahlen konnten. 417 000 sparten beim Heizen, 538 000 beim Essen, indem sie nur jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit zu sich nahmen
Quelle: Handelsblatt - 24.01.2015 03:19 Uhr 24.01.2015, 14:44 Uhr


-->> http://www.chefduzen.de/index.php?PHPSESSID=ceb243467031aab85658eaf6c696afd3&topic=9230.msg303829#msg303829

Offline Meck

  • Moderatoren
  • ****
  • Beiträge: 32287
  • Schleswig - Holstein
Statistik: Offizielle und versteckte Arbeitslosigkeit in Deutschland
« Antwort #28 am: 31. März 2017, 13:39:38 »
Zeichnet die offizielle Statistik ein geschöntes Bild vom Arbeitsmarkt? Tatsächlich gelten viele nicht als arbeitslos, obwohl sie Arbeit suchen - verschwiegen werden sie aber auch nicht. Ein Überblick.

Jeden Monat veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit (BA) die offizielle Zahl der Arbeitslosen. Tatsächlich sind aber weit mehr Menschen de facto arbeitslos. Den Großteil davon veröffentlicht die BA auch, allerdings unter einer anderen Bezeichnung. Ein weiterer Teil kann nur geschätzt werden.

Wie groß ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland also wirklich - und welche Personen sollten dazugezählt werden?


-->> http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitslosigkeit-zeichnet-die-offizielle-statistik-ein-geschoentes-bild-a-1135471.html

Offline Meck

  • Moderatoren
  • ****
  • Beiträge: 32287
  • Schleswig - Holstein
Arbeitsmarkt Deutschland Mai 2017
« Antwort #29 am: 02. Juni 2017, 13:34:55 »
Auch im Mai 2017 benötigte weiterhin mehr als jeder zehnte Haushalt 10,1 Prozent in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende. Im Mai 2017 waren beachtliche 6.824.875 Personen  Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 8,1 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.  Im Mai 2017 lebten in 3.303.000 Bedarfsgemeinschaften 6.126.000 Regelleistungsberechtigte.

Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.418.000) und 1.708.000 zählten  als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für Mai 2017 auf 3.526.439 Personen 7,8 % beziffert. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen ist im Sinne des § 16 SGB III  im April 2017 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „Rekordtief“ von 2.497.718 arbeitslosen Personen abgesenkt wurde. Allerdings gibt es auch 933.695 Personen (vorläufig und hochgerechnet) in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.
Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf  714.391 beziffert  BA-X 231
 
 
 
  Leistungsempfänger SGB II ohne Bezieher von Asylleistungen:
   
  Im Mai 2017 erhalten 6.824.875
  Im April 2017 erhalten 6.873.442
  Im März 2017 erhalten 6.907.966
  Im Februar erhalten   6.926.753         
  Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
  im Dezember  2016waren es 6.714.797
  im November 2016 waren es 6.617.051


Weiter unter -->> http://www.chefduzen.de/index.php?PHPSESSID=ceb243467031aab85658eaf6c696afd3&topic=9230.msg329036#msg329036