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Autor Thema: Landgericht Berlin hält die Mietpreisbremse für verfassungswidrig  (Gelesen 89925 mal)

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Offline Meck

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Aktualisierung vom 19.09.2017!

Landgericht Berlin hält Vorschrift über Mietpreisbremse für verfassungswidrig.

Die Zivilkammer 67 des Landgerichts Berlin hält die Vorschrift im Bürgerlichen Gesetzbuch über die sog. Mietpreisbremse (§ 556d BGB) für verfassungswidrig. In einem Hinweisbeschluss vom 14. September 2017 hat das Landgericht ausführlich seine Rechtsansicht begründet und zunächst mitgeteilt, dass es beabsichtige, den Rechtsstreit auszusetzen und eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu der Frage einzuholen, ob die genannte Vorschrift mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Dazu kam es allerdings nicht. In der heute stattgefundenen Verhandlung habe sich herausgestellt, dass es aufgrund weiteren Vortrags der Parteien in diesem Fall auf die Frage der Verfassungswidrigkeit nicht mehr ankomme, so dass das Gericht selbst entscheiden könne. Die Berufung der Mieterin wurde zurückgewiesen. In der mündlichen Verhandlung hat das Gericht jedoch nochmals darauf hingewiesen, dass die Vorschrift nach seiner Auffassung verfassungswidrig sei.


-->> https://www.berlin.de/gerichte/presse/pressemitteilungen-der-ordentlichen-gerichtsbarkeit/2017/pressemitteilung.632168.php



Das Berliner Landgericht hat die Mietpreisbremse als verfassungswidrig eingestuft. Die Vorschrift führe zu einer "ungleichen Behandlung von Vermietern".

Die Mietpreisbremse verstößt nach Ansicht des Berliner Landgerichts gegen das Grundgesetz. Die Norm im Bürgerlichen Gesetzbuch führe zu einer "ungleichen Behandlung von Vermietern", was Artikel 3 des Grundgesetzes widerspreche, nach dem "wesentlich Gleiches gleich zu behandeln" sei, teilte das Gericht mit.


-->> http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mietpreisbremse-ist-laut-berliner-landgericht-verfassungswidrig-a-1168780.html



Die SPD versucht, im Schlussspurt mit der Mietpreisbremse zu punkten. Bei der Briefwahl zeichnet sich derweil ein Rekord ab.

SPD ATTACKIERT MERKEL BEI MIETPREISBREMSE

Die Sozialdemokraten warfen Merkel vor, sie habe kein Konzept gegen steigende Mieten. Die SPD reagierte damit auf eine Äußerung der Kanzlerin bei einer Wahlkampfkundgebung in Passau. Dort hatte die CDU-Chefin der SPD vorgeworfen, sie fordere eine zweite Mietpreisbremse, wenn die erste nicht funktioniere. Die Union wolle dagegen die Bedingungen dafür verbessern, dass mehr Wohnungen gebaut würden. "Die Mietpreisbremse muss verschärft und nicht abgeschafft werden", forderten Justizminister Heiko Maas und Bauministerin Barbara Hendricks (beide SPD) daraufhin. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erklärte: "Es ist ein Riesenfehler von Frau Merkel, die Mietpreisbremse kaputt machen zu wollen."

Nach Einschätzung der Immobilienwirtschaft sind bezahlbare Mieten für den Großteil der Bevölkerung kein vorrangiges Thema. Der Zentrale Immobilien Ausschuss verwies auf eine im Auftrag des Verbandes erstellte Forsa-Umfrage. Demnach sahen zwischen Ende August und Anfang September drei Prozent der Bundesbürger bei bezahlbarem Wohnraum und Mieten die wichtigsten Probleme.


-->> http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/union-und-spd-verlieren-in-insa-umfrage-5696666



Merkel lehnt neue Mietpreisbremse ab.

Auf ihrem neunten und vorletzten Wahlkampfauftritt in Bayern spricht die Kanzlerin über Wohnungsmangel und den Einfluss ihrer Mutter

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt eine neue Mietpreisbremse für Deutschland ab. "Bei der SPD ist das so, wenn eine Mietpreisbremse nicht funktioniert, sagen sie, dann brauchen wir eine zweite Mietpreisbremse. Wir sagen, wenn Wohnungen fehlen, sollen wir die Bedingungen dafür verbessern, damit man Wohnungen bauen kann", sagte Merkel bei einer Wahlkampfveranstaltung in Passau. Statt neuer Reglementierungen müsse die Politik die Baubedingungen verbessern, "deshalb Sonderabschreibungen, deshalb Bauland zur Verfügung stellen, deshalb Baukindergeld für Familien, die sich was bauen wollen", betonte Merkel.


-->> http://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/politik/detailansicht-politik/artikel/merkel-lehnt-neue-mietpreisbremse-ab.html



Amtsgericht Hamburg: Mietpreisbremse in Hamburg ist rechtswirksam.

Von wegen die Mietpreisbremse zieht nicht! Jetzt hat zum ersten Mal ein Kläger vor Gericht recht bekommen. Er darf seine Miete um satte 240 Euro monatlich reduzieren. Das sorgt auch bei den Mietervereinen für Erleichterung. Denn noch im Juni hatte das Amtsgericht Altona die Mietpreisbremse bei einem Urteil nicht akzeptiert.

Diesmal wurde vor dem Amtsgericht St. Georg verhandelt (AZ 913C 2/17). Es ging um eine Wohnung in Hohenfelde. „Die Mietpreisbremse gilt und der Vermieter muss jetzt Gelder erstatten“, sagt Winfried Kram, der Anwalt des Klägers. „Damit haben wir ein erstes stattgebendes Urteil in Hamburg erwirkt“, freut er sich. Sein Mandant kann sich über eine Miete freuen, die 240 Euro unter den Forderungen des Vermieters liegt.


-->> http://www.mopo.de/hamburg/politik/mietpreisbremse-erster-mieter-kriegt-geld-zurueck-27890542

-->> https://www.mieterverein-hamburg.de/de/aktuelles/pressemitteilungen/pressemitteilung/mietpreisbremse-in-hamburg-ist-rechtswirksam/index.html



Mietpreisbremse unverzichtbar

„Die Schere zwischen Bestands- und Wiedervermietungsmieten geht immer weiter auseinander. Insbesondere in Universitäts- und Großstädten werden beim Neuabschluss eines Mietvertrages Mieten gefordert, die bis zu 36 Prozent über Mieten in bestehenden Mietverhältnissen liegen. Hier muss der Gesetzgeber jetzt schnellstmöglich eingreifen. Wir brauchen die von der Bundesregierung angekündigte Mietpreisbremse jetzt und sofort, sonst werden die Mieten in vielen Städten für Durchschnittsmieter unbezahlbar“, erklärte der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, in Berlin.


-->> http://www.sozialticker.com/mieterbund-schlaegt-alarm-neue-mieten-bis-zu-36-prozent-ueber-bestandsmieten_20140302.html



Die Mietpreisbremse tritt zum 1. Juni in Berlin in Kraft. Die Vermieter dürfen die Miete danach bei der Wiedervermietung einer Wohnung höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Miete zuzüglich zehn Prozent anheben. Außerdem wird das Maklerrecht geändert. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema.

-->> http://www.berliner-zeitung.de/wohnen/neues-gesetz-ab-1--juni-die-wichtigsten-antworten-zur-mietpreisbremse,22227162,30821866.html



Die Länder haben in ihrer Plenarsitzung am 27. März 2015 das Gesetz zur Einführung der Mietpreisbremse und zur Stärkung des Bestellerprinzips bei der Maklercourtage gebilligt. Es tritt nach der Ausfertigung durch Bundespräsident Gauck am 1. Juni 2015 in Kraft.

Mit dem Gesetz wurde ein bedeutsames Vorhaben der Regierungsparteien aus dem Koalitionsvertrag und zugleich ein wichtiges Anliegen des Bundesrates umgesetzt. Die Länder hatten nämlich bereits im Sommer des Jahres 2013 einen verbesserten Schutz vor überhöhten Mieten und die Bezahlung der Maklerprovision nach dem Bestellerprinzip gefordert. Am 7. Juni 2013 brachten sie entsprechende Gesetzentwürfe in den Bundestag ein (BR-Drucksachen 176/13 und 177/13 (B)), die dieser in der abgelaufenen 17. Legislaturperiode allerdings nicht mehr beschloss.
Entlastung auf angespannten Wohnungsmärkten

Das jetzt verabschiedete Gesetz dämpft den Mietanstieg auf angespannten Wohnungsmärkten. Bei Wiedervermietung von Bestandswohnungen darf künftig die zulässige Miete höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Die Landesregierungen werden ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2020 - für höchstens fünf Jahre - Gebiete mit angespannten Wohnungsmärkten auszuweisen, in denen diese Mietpreisbegrenzung gilt. Neubauwohnungen, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals vermietet werden, fallen nicht unter die Beschränkung. Gleiches gilt für die erste Vermietung einer Wohnung nach umfassender Modernisierung.
Das Gesetz stärkt außerdem das Bestellerprinzip bei der Maklercourtage. Künftig gilt hier das marktwirtschaftliche Prinzip "wer bestellt, der bezahlt". Diese Regelung soll einen gerechten Ausgleich zwischen den Interessen von Vermietern und Mietern schaffen. Auch künftig können aber sowohl Mieter als auch Vermieter Auftraggeber von Wohnungsvermittlern sein.
Länder fordern praxistaugliche Regelung auch im Wirtschaftsstrafrecht

Die Billigung der Mietpreisbremse am 27. März verband der Bundesrat mit einer begleitenden Entschließung. In dieser forderte er die Bundesregierung auf, auch für eine praxistaugliche Ausgestaltung der im Wirtschaftsstrafrecht enthaltenen Vorschrift zu unangemessenen Mieterhöhungen zu sorgen. Es handele sich hierbei um ein nach wie vor erforderliches Instrument zum Schutz der Mieter. Die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung entwickelten Anwendungsvoraussetzungen hätten nach einhelliger Meinung jedoch dazu geführt, dass die Norm in der heutigen Fassung für die Praxis untauglich sei, so der Bundesrat.
Bundesverfassungsgericht lehnt einstweilige Anordnung gegen das Inkrafttreten des „Bestellerprinzips“ bei Maklerprovisionen ab

Mit einem am 27. Mai 2015 veröffentlichtem Beschluss – 1 BvQ 9/15 – vom 13. Mai 2015 hat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts den Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen das Inkrafttreten des „Bestellerprinzips“ bei Maklerprovisionen für Wohnraummietverträge abgelehnt. Für den Erlass einer einstweiligen Anordnung müssten die Nachteile, die durch das vorübergehende Inkrafttreten eines - nach abschließender Prüfung - verfassungswidrigen Gesetzes entstünden, die Nachteile deutlich überwiegen, die mit der vorläufigen Verhinderung eines verfassungsmäßigen Gesetzes verbunden wären. Den Antragstellern – zwei Immobilienmakler, die sich in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sehen, sowie ein Wohnungsmieter, der eine Verletzung seines Rechts auf Vertragsfreiheit rügt – sei die Darlegung eines hinreichend schwerwiegenden Nachteils jedoch weder für die Gesamtheit der Wohnungsvermittler noch im Hinblick auf ihre eigene Situation gelungen. Neben dem vorliegenden Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wurde zugleich Verfassungsbeschwerde erhoben, über die noch zu entscheiden ist (1 BvR 1015/15).


Quelle: http://www.bundesrat.de/DE/plenum/themen/mietpreisbremse/mietpreisbremse.html



Problem ist ja auch, dass die Mietpreisbremse bei vielen nicht greift.

Siehe auch:

Zitat
Die Mietpreisbremse funktioniert laut Berliner Mieterverein (BMV) nicht. Viele Vermieter würden sich nicht an die gesetzliche Begrenzung halten. Zudem ließen auch nur wenige Mieter überhaupt prüfen, ob sie zu viel zahlten. "Das größte Problem ist die Überprüfung der zulässigen Miete", sagt BMV-Geschäftsführer Reiner Wild. Mieter müssen selbst kontrollieren, ob sie zu viel zahlen und überhöhte Mieten dann rügen. Da es im Gesetz aber so viele Ausnahmen gebe, wollten viele keinen Streit mit dem Eigentümer riskieren. "Sie wollen das Verhältnis zum Vermieter nicht aufs Spiel setzen und dann womöglich nicht Recht bekommen", sagt Wild.

-->> http://www.morgenpost.de/incoming/article205616001/Mietpreisbremse-greift-nicht.html



Eigentlich sollen durch die gesetzliche Mietpreisbremse die Mieten in Deutschland gedeckelt werden. Doch dieses Ziel wird nach Einschätzung von Hauseigentümern und Mietervereinen weitgehend verfehlt. Die Maßnahme sei "ein hilfreiches, kleines, aber mangelhaftes Instrument", sagte Christoph Nestor vom Heidelberger Mieterverein der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Das Gesetz sei eine "Ersatzhandlung für fehlende Wohnungspolitik".

-->> http://www.t-online.de/wirtschaft/immobilien/id_74277556/mietpreisbremse-bremst-mieten-nicht-wirklich.html



Mietpreisbremse: Regelungen, Änderungen, Ausnahmen -->> http://www.berlin.de/special/immobilien-und-wohnen/mietrecht/3793279-739654-mietpreisbremse-regelungen-aenderungen-a.html

Gerade was die Ausnahmen betrifft und wo sie nicht gilt, sind das doch sehr viele Mieter die davon betroffen sind.



In einigen deutschen Städten gilt seit einigen Wochen die Mietpreisbremse. Trotzdem sind vielerorts die Mieten im August gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von immowelt.de. In fünf von zehn Städten sind die Mieten aktuell teurer als vor Einführung der Mietpreisbremse.

Zum 1. Juni 2015 hat Berlin als erstes Bundesland die Mietpreisbremse eingeführt. Hamburg, Nordrhein-Westfalen folgten im Juli,  Bayern im August. Laut Gesetz dürfen Mietwohnungen bei Neuvermietungen seitdem nur noch maximal zehn Prozent mehr kosten als die ortsübliche Vergleichsmiete. Zeit Zwischenbilanz zu ziehen. Immowelt.de hat exemplarisch zehn Städte mit Mietpreisbremse untersucht: In jeder zweiten Stadt sind die Mieten aktuell teurer als vor Einführung der Mietpreisbremse.


-->> http://news.immowelt.de/mietpreise/artikel/3113-trotz-mietpreisbremse-wohnen-wird-teurer.html



Das Kabinett hat beschlossen, dass die Mietpreisbremse für Neuvermietungen in 22 nordrhein-westfälischen Städten, darunter Münster und Bocholt, gelten soll. Die Details:

Nach der ab dem 1. Juli 2015 geltenden Verordnung darf in den betroffenen Städten bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich zehn Prozent angehoben werden.


-->> http://www.wn.de/Muenster/2026248-NRW-Kabinett-beschliesst-Mietpreisbremse-in-Muenster-und-Bocholt



Klagen gegen Mietpreisbremse angekündigt.

Entlastet die Mietpreisbremse kleinere Einkommensbezieher in den teuren Städten? Ja, meint der Bauminister. 22 Kommunen sollen davon profitieren. Eigentümer und Makler sehen das Gegenteil kommen.


-->> http://www.welt.de/regionales/nrw/article142959462/Klagen-gegen-Mietpreisbremse-angekuendigt.html



Die Mietpreisbremse tritt zum 1. Juni in Berlin in Kraft. Die Vermieter dürfen die Miete danach bei der Wiedervermietung einer Wohnung höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Miete zuzüglich zehn Prozent anheben. Außerdem wird das Maklerrecht geändert. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema.

-->> http://www.berliner-zeitung.de/wohnen/neues-gesetz-ab-1--juni-die-wichtigsten-antworten-zur-mietpreisbremse,22227162,30821866.html



Die Länder haben in ihrer Plenarsitzung am 27. März 2015 das Gesetz zur Einführung der Mietpreisbremse und zur Stärkung des Bestellerprinzips bei der Maklercourtage gebilligt. Es tritt nach der Ausfertigung durch Bundespräsident Gauck am 1. Juni 2015 in Kraft.

Quelle: http://www.bundesrat.de/DE/plenum/themen/mietpreisbremse/mietpreisbremse.html
« Letzte Änderung: 19. September 2017, 21:59:46 von Meck »

Gast6430

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Angesichts solcher Preissteigerungsraten sollte man eher überlegen den Zugang zu Wohneigentum erheblich zu erleichtern, auch und gerade für die nicht so ganz reichen Leute.
Aber egal, steigen eben nicht nur die Verwaltungskosten sondern auch die KdUH. Für falsche Entscheidungen muss sich letztlich die Bundesregierung verantworten.^^

Gast24606

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tja - und die Gründe dafür?

1.) Energiewende und die damit verbundene, umweltschädliche Zwangssanierung bestehenden Wohneigentums
2.) Der De Facto Nullzins auf dem deutschen Kapitalmarkt - Resultat: Flucht des Kapitals in Wohneigentum

Gast6430

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Zitat von: Gast24606 am 04. März 2014, 17:54:08
tja - und die Gründe dafür?
Da fehlt sicher noch etliches in Deiner Aufzählung^^

Zitat von: Gast24606 am 04. März 2014, 17:54:08
Flucht des Kapitals in Wohneigentum
Wenn das wirklich so wäre, müsste man den Investoren glatt ne Jacke verpassen die hinten verschnürt wird. Immobilienblase hatten wir doch schon^^

Gast24606

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skeptiker,

klar gibt es noch weitere zig Gründe! Der Immoballon wird immer wieder gerne aufgeblasen, denn die meisten hoffen immer wieder vorm großen Knall kräftig abzusahnen...

Gast6430

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Zitat von: Gast24606 am 04. März 2014, 19:04:11
denn die meisten hoffen immer wieder
Dann wird sich mein Mitleid in sehr engen Grenzen halten. Diese Vollpfosten sind in ihrer Gier nicht nur blind sondern auch noch taub und total vergesslich und zum Denken zu dämlich. Immobilieneigentum lohnt sich schon noch, aber nur wenns selber bewohnt/genutzt wird oder dauerhaft zuverlässig vermietbar ist.
Meine Anlageempfehlung wäre Solides Immoeigentum zu Preisen die sich möglichst viele leisten können zu vermieten, also Mietpreise die den Vorgaben von JC und Grusiamt entsprechen, das dürfte der Trend für die Zukunft sein.

Offline Meck

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„Der Versuch von CDU/CSU, die Mietpreisbremse zu blockieren oder gar zu verhindern, ist scheinheilig und unehrlich. Die Argumente gegen die Begrenzung der Wiedervermietungsmieten sind an den Haaren herbeigezogen“, erklärte der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, in Berlin. „Mit dem Versprechen, die Mietpreisbremse einzuführen, sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Partei in den Bundestagswahlkampf gezogen. Im Koalitionsvertrag wurde die Mietpreisbegrenzung zwischen CDU/CSU und SPD fest vereinbart. Wenn die Union jetzt argumentiert, es drohten unkalkulierbare Risiken für Investoren, es handele sich um einen schweren Eingriff in die Rechte von Immobilieneigentümern und Investitionen in den Wohnungsmarkt würden verhindert, dann ist das nicht mehr nachvollziehbar.“

Nach dem seit März dieses Jahres vorliegenden Referentenentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas sollen in Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten die Wiedervermietungsmieten künftig höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Lag die bisherige Miete über dieser Grenze, darf der Vermieter diese „überhöhte“ Miete auch beim Neuabschluss eines Mietvertrages weiter fordern. Für den Wohnungsneubau oder für umfassend modernisierte Wohnungen soll es keine Mietpreisbegrenzung geben. Die Gebiete mit angespannten Wohnungsmärkten müssen von den Bundesländern festgelegt werden.


-->> http://www.sozialticker.com/cdu-blockiert-mietpreisbremse_20140629.html

Offline potamopyrgus

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Ich suche derzeit auch eine neue Wohnung und muss sagen, dass sich die Preise im Verlgleich zu vor 1.5 Jahren (als ich wegen Job her gezogen bin) extrem gesteigert haben.
Auch die Makler haben sich beinah grotesk vermehrt. Waren damals noch ca. 30% der Wohnungen provisionsfrei zu bekommen ist es heute kaum noch eine. Dazu wird die gleiche Wohnung gerne auch mal von 3-4 Maklern gleichzeitig angeboten und man muss wahnsinnig aufpassen, dass man am Ende nicht mehrmals Provision zahlt.
Letztens wollte mich ein Makler überreden (weil es angeblich ein neues Gesetzt seit Juni gäbe) vorher schon etwas zu Unterschreiben, womit ich ihm erlaube schon während einer Widerspruchsfrist für ihn tätig zu werden. Als ihm ihm sagte, dass ich nichts unterschreibe außer einem Mietvertrag hat er nicht mehr geantwortet.

Entweder man spielt die Spielchen also mit und zahlt für faktisch Nichts horrende Summen oder man reiht sich in den Pool von tausenden Bewerbern um die wenigen freien Wohnungen ein, die noch normale Preise haben bevor sie sich ein Makler wegschnappt und den Vermieter überredet die Kaltmiete erstmal ordentlich zu erhöhen bevor dann der Makler exklusiv einen Mieter dafür sucht.

Ich hatte auch gehofft, dass dieses Gesetz bis Mitte des Jahres kommt, aber so wie es aussieht wird es noch sehr lange dauern und bis dahin sind die Zustände wahrscheinlich so oder so unhaltbar geworden.

p.s. das bezieht sich natürlich auf Gebiete in Deutschland, wo es Jobs gibt.
Wenn ich bei meiner Mutter in der Ecke schaue... da sind die Mieten billig, Provisionen trägt fast immer der Vermieter und es gibt sogar noch extras oben drauf, wie 2 Monate Mietfrei, etc... aber was nützt einem einen Wohnung, wenn man dort keinen Job bekommt.  :weisnich:
« Letzte Änderung: 29. Juni 2014, 14:39:37 von potamopyrgus »

Offline ursel666

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grade diese idioten müssen mit warnung kommen..die,die es anstandslos zugelassen haben..das man seit dem 1.10.10 die heitkosten bei einem vorhandenem 1-rohr systehm 50:50 auf dem mieter aufrechnen kann..seit diesem tag an..haben sher viele ihre wohnungen verloren..so wie ich auch.. :wand: :teuflisch:

Gast27142

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U ah ah
2 Zimmer, Küche, Diele, Bad,
U ah ah
nur drei vier Stunden bis zur Stadt
Ohne Heizung, Ohne Strom,
aber was macht das schon?
Ist die Wohnung noch so klein,
wir ziehen ein.


Vielleicht hatte man noch gelacht, als das de Höhner besangen,
aber inzwischen terrorisiert einen das Mobingcenter, weil die Wohnung zu groß sei.
Aber die SBs verraten mir nicht, wo ich eine kleinere hernehmen soll.
Und dazu auch noch bezahlbar.  :wand:

Offline Planloser

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Die Zimmeranzahl ist dann auch sehr oft dehnbar - 0,5 Zimmer sind schon Räume die ums Eck gehen. Machen das 2 Räume ist das schon eine 3-Raum-Wohnung. Mein ungläubigen Blick ob das ihr Ernst sein soll blieb unbeantwortet und ich ging. Der nächste wollte seine Solaranlage auf den Dach den Mieter über eine Mietpreiserhöhung zahlen lassen ohne das er je davon profitieren würde. Ein anderer wollte mich gar nicht erst sehen da ich einen ausländischen Vornamen habe. Ein Vierter wollte mich nicht da ich - ohne Scherz - nicht Mittags Werktags auftauchen konnte da ich dort arbeite ein anderer weil mein Score von 95 (soweit ich weiß Schufa) zu niedrig sei einer hatte mal eben 50 Interessenten eingeladen und das waren nur der Höhepunkte.

Wohnungssuche ist deprimierend, teuer zeitaufwendig und wenig erfolgreich wen es um beliebte Standorte geht und ich suchte nur in einer Kleinstadt trotzdem brauche ich nun 30 Minuten bis zur Arbeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

@potamopyrgus

was bringt mir ein Job wo ich nur in einem Hotel/Pension "lebe"? Irgendwie fehlt mir die richtige Ausgewogenheit - Beruf ist dann doch nicht alles.
Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.

Online MichaK

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Meine Anlageempfehlung wäre Solides Immoeigentum zu Preisen die sich möglichst viele leisten können zu vermieten, also Mietpreise die den Vorgaben von JC und Grusiamt entsprechen, das dürfte der Trend für die Zukunft sein.

Hallo,

das ist aber keine Anlageempfehlung, sondern setzt schon das Eigentum voraus.  :zwinker:
„Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken.“
Karl Marx (MEW 3/46)

Gast10072

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Zitat von: MichaK am 29. Juni 2014, 19:57:28
sondern setzt schon das Eigentum voraus.

Na sowas  aus dem Vermögen haben wohl die wenigsten gebaut oder gekauft.
Wertanlage  :lachen: ist auch nicht aber ein brauchbarer wirklich praktischer Wetterschutz.

Ganz klar es handelt sich bei den Preisexplosionen um ein reines Angebot/Nachfrage Problem

 

Gast6430

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Zitat von: MichaK am 29. Juni 2014, 19:57:28
das ist aber keine Anlageempfehlung, sondern setzt schon das Eigentum voraus
logisch wenn Du kein Eigentum besitzt hast auch nix zum Anlegen.

Offline potamopyrgus

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@potamopyrgus

was bringt mir ein Job wo ich nur in einem Hotel/Pension "lebe"? Irgendwie fehlt mir die richtige Ausgewogenheit - Beruf ist dann doch nicht alles.

Natürlich nicht alles, aber eben leider die Grundlage.
Hotel/Pension? Soweit muss man ja nicht gehen. Für die meisten Jobs ist es kein Problem ganz normal in einer Wohnung zu leben. Aber wie gesagt, dort wo es Jobs gibt, dort ist die Wohnungssituation meistens auch sehr angespannt.