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Autor Thema: Bundesregierung erwägt höheres Wohngeld wegen Mietkosten  (Gelesen 76783 mal)

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Offline Meck

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Bundesregierung erwägt höheres Wohngeld wegen Mietkosten
« am: 12. September 2014, 10:58:21 »
Aktualisierung vom 05.07.2017!

Die Regierungskoalition erwägt angesichts steigender Mietkosten in Ballungsräumen eine weitere Erhöhung des Wohngeldes. "Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, könnte ihr mit einer Leistungsanpassung des Wohngeldes begegnet werden", heißt es im "Bericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft" der Regierung. Ziel einer neuen Bundesregierung müsse es sein, dass das Wohngeld seinen realen Wert für die Bewohner behalte - auch, wenn die Mieten weiter stiegen. Geprüft werden soll zudem die Einführung einer zusätzlichen Klimakomponente im Wohngeld, womit Mieterhöhungen nach einer energetischen Sanierung von Häusern abgefangen werden könnten.

-->> http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.deutschland-kabinett-beraet-ueber-neue-rezepte-fuer-bezahlbares-wohnen.245b8575-43c2-4529-b581-f3c573ec5e41.html



Zitat
Zum 01.01.2016 gibt es erstmalig seit 2009 wieder eine Wohngeldreform.

Was ändert sich mit der Wohngeldreform 2016?


Nach aktuellen Angaben könnten rund 870.000 Wohngeldempfänger von der Reform profitieren, darunter 90.000 Empfänger von Grundsicherungsleistungen. Entsprechend der aktuellen Situation auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, soll die Höhe des Wohngelds an die Entwicklung der Einkommen, Warmmieten und Nebenkosten angepasst werden. Die Höhe des Zuschusses soll sich künftig an der Miethöhe orientieren. Dabei werden die Miethöchstbeträge, also die Mietstufen der Städte bzw. Kreise, um sieben bis 27 Prozent angehoben. Die Höhe der Wohngeldleistungen (Tabellenbeträge) soll um durchschnittlich 39 Prozent steigen.

Dazu stehen hier weitere Infos -->> http://www.wohngeld.org/



Bauministerin Barbara Hendricks greift Mieterbund-Forderung auf - Wohngelderhöhung zum 1.7.2015 mit Heizkostenkomponente.

Auf dem Wohnungsbautag 2014 griff Bauministerin Barbara Hendricks die Mieterbund-Forderung auf und kündigte an, das Wohngeld werde zum 1.7.2015 erhöht werden. Neben einer Erhöhung des Leistungsumfangs und neuen Miethöchstbeträgen werde auch eine Heizkostenkomponente wiedereingeführt.
Zum Thema energetische Modernisierungen erklärte Bauministerin Barbara Hendricks, sie strebe „Warmmietenneutralität“ an. Mieterhöhungen dürften allenfalls geringfügig über der Heizkostenersparnis liegen.
Der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, begrüßte die Ankündigungen.


Quelle: http://www.sozialticker.com/bauministerin-barbara-hendricks-greift-mieterbund-forderung-auf_20140912.html



Wohngelderhöhung 2015

Für das Jahr 2015 ist eine Wohngelderhöhung angestrebt, wie Bundesbauministerin Barbara Hendricks am 17.04.2014 in der Presse erklärte. Mit der Einführung des Mindestlohns ab 2015 werden Arbeitnehmer teileweise aus dem ergänzenden Arbeitslosengeld II Bezug (sog. Hartz IV Aufstocker) ausscheiden und ein zu niedriges Einkommen mit dem Wohngeld aufstocken können. Nach Hochrechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wären etwa 60.000 Arbeitnehmer betroffen, die aufgrund des gesetzlichen Mindestlohns nicht mehr zusätzlich auf die Grundsicherung angewiesen wären.

Die ersten Verhandlungsgespräche bezüglich der Wohngelderhöhung 2015 werden bereits mit den Ländern geführt, die 50 Prozent zum Wohngeld beitragen müssen. Die letzte Wohngelderhöhung liegt bereits fünf Jahre zurück. In 2009 wurden die Leistungen durchschnittlich von 90 auf 142 Euro monatlich erhöht.


Quelle: http://www.wohngeld.org/



Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) will mit einer Aufstockung des Wohngeldes Härten durch die steigenden Mieten gerade in Ballungsgebieten abfedern. Die Summe hierfür werde im Haushalt 2015 von 500 auf 630 Millionen Euro steigen, betonte sie am Donnerstag in der Aussprache über ihren Etat im Bundestag. „Damit schaffen wir eine wichtige Voraussetzung für die Wohngeldreform, die wir uns vorgenommen haben und die Menschen mit geringen Einkommen helfen wird, mit den steigenden Wohnkosten zurechtzukommen.“ Auch eine Heizkostenpauschale solle wieder eingeführt werden, sagte sie.

Mit rund 2,47 Milliarden Euro machten die geplanten Ausgaben für den Bereich Wohnungswesen, Städtebau und Hochbau- und Fördermaßnahmen rund 63 Prozent des Ministeriumsetats von insgesamt 3,905 Milliarden aus. Im Bereich Umwelt und Klima sieht Hendricks ein bis Ende 2015 geplantes Weltklimaabkommen als ein Hauptziel. Deutschland könne zeigen, „dass aktiver Klimaschutz keine Einschränkung des Wachstums und der Lebensqualität bedeutet“. Allerdings droht Deutschland sein Ziel von 40 Prozent weniger Emissionen bis 2020 klar zu verfehlen.


-->> http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundesumweltministerin-hendricks-fuer-wohngelderhoehung/10690080.html
« Letzte Änderung: 05. Juli 2017, 15:30:02 von Meck »

Offline Meck

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #1 am: 18. September 2014, 15:51:12 »
Bei der geplanten Wohngeld-Erhöhung will die Bundesregierung auch den 2011 gestrichenen Heizkosten-Zuschuss wieder einführen. Die Hilfe könnte angesichts gestiegener Energiekosten um gut ein Fünftel höher ausfallen als 2009.
Das berichtete die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf einen Gesetzentwurf von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD). Eine Sprecherin von ihr bestätigte die Pläne im Grundsatz. Die genaue Höhe des Heizkosten-Zuschusses stehe aber noch nicht fest.

Nach „Bild“-Angaben könnte ein Ein-Personen-Haushalt durchschnittlich rund 30 Euro Zuschuss erhalten, ein Zwei-Personen-Haushalt knapp 40 Euro pro Monat. Die Regierung schätze, dass es 2015 rund 960 000 Empfängerhaushalte gibt. Darunter könnten 150 000 Haushalte sein, die zuvor auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen waren. Der Gesetzentwurf von Hendricks soll im Herbst vom Kabinett verabschiedet werden.
Auch das Wohngeld soll angehoben werden, um auf höhere Mieten gerade in Ballungsgebieten zu reagieren. Dieser Posten soll in Hendricks Etat für 2015 von 500 auf 630 Millionen Euro steigen.
Die Chefin der Linkspartei, Katja Kipping, kritisierte, dass Hendricks Vorschlag zum Heizkosten-Zuschuss im aktuellen Haushaltsentwurf für 2015 noch nicht abgebildet sei: „Hier müssen schnellstmöglich Fakten geschaffen werden, die aus Ankündigungen Taten werden lassen.“ Hohe Miet- und Energiekosten belasteten vor allem Geringverdiener und verdrängten sie aus ihrem sozialen Umfeld.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer nannte die Pläne einen Tropfen auf den heißen Stein: „Union und SPD treiben die Geringverdiener sehenden Auges ins soziale Abseits.“ Wichtiger seien endlich Anreize für Vermieter bei der Öko-Sanierung von Wohnungen, um Energiekosten für die Mieter zu senken.


-->> http://www.focus.de/politik/deutschland/energie-bauministerin-will-heizkosten-zuschuss-wieder-einfuehren_id_4142323.html

Offline MichaK

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #2 am: 18. September 2014, 16:48:47 »
wir hatten zu dritt Heizkostenkomponente = 37 EUR.
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Offline KnotenKurt

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #3 am: 18. September 2014, 16:57:35 »
Ob mir dann doch wieder Wohngeld zusteht?

Offline KnotenKurt

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #4 am: 19. September 2014, 12:04:48 »
Im Prinzip ist das Wohngeld doch ein geschickter Schachzug.
Jeder, der Wohngeld erhält, bekommt automatisch keine Befreiung von der Rundfunkgebühr mehr- zudem entfällt die Übernahme von Nachzahlungen bei Betriebs- und Heizkosten.

Offline MichaK

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #5 am: 19. September 2014, 13:34:33 »
Hallo,

kommt drauf an. Bei Familien stellt man sich leicht besser, wenn man knappen Bedarf hat. Ich schätze etwa 40 € mehr mit WG und KiZ, trotz Rundfunkbeitrag.
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Offline Meck

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #6 am: 21. Februar 2015, 11:09:04 »
Laut eines Berichtes der Zeitung „Bild“ plant die schwarz-rote Bundesregierung eine deutliche Erhöhung von Wohngeld. Das wird auch Auswirkungen „Hartz IV Aufstocker“ haben.

Die Regierung plant für 2016 eine drastische Erhöhung des Wohngeldes. Laut eines Berichts soll in Einzelfällen der Wohngeld-Betrag um satte 197 Prozent erhöht werden. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf „Zahlen des Bundesbauministerium“. Die Pläne sehen vor, die Miethöchstgrenzen gestaffelt je nach Stadt oder Landkreis zwischen etwa sieben und 27 Prozent anzuheben. Zusätzlich sollen sich die Tabellenwerte um etwa 39 Prozent erhöhen. Diese stellen den tatsächlichen bewilligten Betrag dar.


-->> http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wohngeld-soll-ab-drastisch-erhoeht-werden-90016448.php

Offline KnotenKurt

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #7 am: 21. Februar 2015, 14:43:46 »
Nett vom Bund- dann fallen einige Zusatzbefreiungen weg, da mit Wohngeld einige Befreiungen nicht beantragt werden können.

Allerdings ist man dann auch in einigen Fällen weg vom JC.

Gast36005

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #8 am: 21. Februar 2015, 14:56:53 »
Nett vom Bund- dann fallen einige Zusatzbefreiungen weg, da mit Wohngeld einige Befreiungen nicht beantragt werden können.
Allerdings ist man dann auch in einigen Fällen weg vom JC.
Es gibt der Meldung nach jetzt etwa 870.000 Wohngeldbezieher. Die freuen sich bestimmt, wenn sie nächstes Jahr mehr Wohngeld bekommen.
Die haben doch gar nichts mit Hartz4 zu tun.

Offline KnotenKurt

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #9 am: 21. Februar 2015, 15:01:07 »
Es werden aber viele Aufstocker zum Wohngeld wechseln können/müssen, die haben sehr wohl mit Hartz 4 zu tun.

Und es wird Rentner geben, die bislang gerade über dem entsprechenden Einkommen liegen- die werden sich sicher freuen.

Gast36005

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #10 am: 21. Februar 2015, 15:29:04 »
Es werden aber viele Aufstocker zum Wohngeld wechseln können/müssen, die haben sehr wohl mit Hartz 4 zu tun.
Wieviele jetzige Aufstocker dann zum Wohngeld wechseln? weiß das schon jemand?
bloß, weils mehr Wohngeld gibt?
Ich stell mir grad vor, ich wär so ein Aufstocker, der "knapp an Wohngeld vorbei" liegt.
Wenn das Wohngeld dann erhöht wird, aber mein Einkommen bleibt und mein Bedarf auch--warum sollte ich dann zum Wohngeld wechseln können oder müssen?
[/quote]Und es wird Rentner geben, die bislang gerade über dem entsprechenden Einkommen liegen- die werden sich sicher freuen.[/quote]Na ja, schon. Aber die 870.000 , ob nun Rentner oder Geringverdiener oder Studenten oder ALG1-bezieher, die haben jetzt NICHTS mit Hartz4 zu tun. Die haben jetzt Wohngeld. Die würden ab 2016 dann entspr. mehr Wohngeld kriegen. Und hätten dann immer noch nichts mit Hartz4 zu tun.
Übrigens sind nur etwa die Hälfte Rentner. Etwa 400.000

Offline KnotenKurt

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #11 am: 21. Februar 2015, 19:10:12 »
Wenn es mehr Geld gibt, wird die KdU aufgestockt. Und somit braucht es nicht mehr so viel Einkommen, da mehr vom Wohngeld getragen wird.

Und das ist dann keine Frage des Wollens, sondern des Müssens, da Wohngeld eine vorrangige Leistung ist.

Gast36005

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #12 am: 21. Februar 2015, 19:17:09 »
Wenn es mehr Geld gibt, wird die KdU aufgestockt. Und somit braucht es nicht mehr so viel Einkommen, da mehr vom Wohngeld getragen wird.
Und das ist dann keine Frage des Wollens, sondern des Müssens, da Wohngeld eine vorrangige Leistung ist.
Hä? Versteh ich grad nicht.
Wenn das Wohngeld als vollkommen andere Leistung als Hartz4 oder Grusi erhöht wird, werden überhaupt keine KDU aufgestockt. Wie kommst du darauf?
KDU und Wohngeld sind 2 vollkommen unterschiedliche Leistungen aus unterschiedlichen Rechtskreisen.
Mein Einkommen bleibt, meine KDU auch.
Ich habe als Aufstocker doch nichts davon, dass andere mehr Wohngeld bekommen. Ich müsste mit meinem Einkommen über die Schwelle hüpfen, also weg von Hartz 4 und hin zu Wohngeld.

Offline KnotenKurt

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #13 am: 21. Februar 2015, 19:19:49 »
Du verstehst es nicht, deutlich.

Bitte schau dir die Plausibilitätsprüfung an.

Vllt kann es wer anderes erklären, ich geb´s auf.

Offline MichaK

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Re: Deutscher Mieterbund und Deutscher Bundestag: Wohngelderhöhung ab 2016
« Antwort #14 am: 21. Februar 2015, 19:39:58 »
Hallo,

möglicherweise könnten wir nach Wohngeld und Kinderzuschlag switchen, wenn die Wohngelderhöhung wirklich substanziell ist und auch der maximale Kinderzuschlag mal erhöht wird.

Wir sind etwa 80 EUR momentan unterdeckt. Wir hatten mal 140 EUR Kinderzuschlag und 141 EUR Wohngeld.
„Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken.“
Karl Marx (MEW 3/46)