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Autor Thema: Arbeitsmarkt: Jobcenter verhängen mehr Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger  (Gelesen 1439 mal)

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Offline Meck

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Die Zahl der von Sanktionen betroffenen Hartz-IV-Bezieher ist im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Trotz einer hohen Zahl von Sanktionen waren viele Widersprüche gegen die Maßnahmen des Jobcenters erfolgreich.

Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf neue Zahlen der Bundesregierung berichten, waren 2016 durch Entscheidungen der Jobcenter im Durchschnitt monatlich 134.390 Bezieher von Hartz IV mit Sanktionen belegt. Im Jahr zuvor waren es noch 131.520. Die Daten hatte die Linke-Vorsitzende Katja Kipping in einer Anfrage von der Bundesregierung angefordert. Aus der den Zeitungen vorliegenden Antwort der Regierung geht auch hervor, dass in jedem dritten von den Leistungskürzungen betroffenen Haushalt Kinder lebten. Auch diese Zahl stieg um 1700 auf 44.400 im Monatsdurchschnitt.


-->> http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt-jobcenter-verhaengen-mehr-sanktionen-gegen-hartz-iv-empfaenger_id_6653932.html

Offline CHIPI

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Die haben es gerade in NTV gebracht... Hauptgründe sind, Termine nicht wahrnehmen oder keine Bewerbungen schreiben.

Offline Hexe

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 Aus der den Zeitungen vorliegenden Antwort der Regierung geht auch hervor, dass in jedem dritten von den Leistungskürzungen betroffenen Haushalt Kinder lebten. Auch diese Zahl stieg um 1700 auf 44.400 im Monatsdurchschnitt.
 :wand: :wand: :wand:

Kipping warnt vor Rechtsunsicherheit

Die Regierungszahlen zeigen aber auch, dass Widersprüche gegen die Leistungskürzungen in vielen Fällen erfolgreich sind: Von 50.805 Widersprüchen wurde 18.667 ganz oder teilweise stattgegeben, was einer Erfolgsquote von 37 Prozent entspricht – ähnliche Zahlen wurden schon für 2014 gemeldet. Auch fast 38 Prozent der 5485 Klagen gegen Sanktionen wurde mindestens teilweise stattgegeben.

Kipping sagte, die Zahlen zeigten, dass die Sanktionsmöglichkeit „Willkür und Rechtsunsicherheit Tür und Tor öffnet“. Die Linke-Chefin bekräftigte die Forderung nach einer Abschaffung der Sanktionen.

Und das ist noch der geringste Teil, der Widerspricht oder klagt.

Vielleicht hilft ja der Solidartopf von Sanktionsfrei den ein oder anderen.
LG Hexe
Ich erteile keine Rechtsberatung sondern gebe nur meine eigene Erfahrung weiter

Offline Meck

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Jobcenter verhängen weniger Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger
« Antwort #3 am: 13. März 2017, 12:20:29 »
Die Jobcenter verhängen immer weniger Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger. Das berichtet die "Bild"-Zeitung (Montag) unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Demnach wurden im vergangenen November gut 71.000 neue Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger ausgesprochen - der niedrigste Monatswert seit Januar 2012. Von Januar bis November 2016 zählte die BA 853.206 neue Sanktionen: Das sind 43.401 (-4,84 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.


-->> http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2017-03/40159675-jobcenter-verhaengen-weniger-sanktionen-gegen-hartz-iv-empfaenger-003.htm

Die Meldungen und Zahlen der BA ändern sich mal wieder wie das Wetter :coffee:.

Offline Meck

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Harte Hartz IV Hunger-Sanktionen schlagen zu
« Antwort #4 am: 21. April 2017, 03:16:41 »
Laut Bundesagentur für Arbeit kürzten die 408 Jobcenter im vergangenen Jahr rund 940.000mal die als Existenzminimum deklarierten Hartz IV Leistungen. Das waren etwa 40.000 Sanktionen weniger als 2015. Ein Viertel der Strafen betraf 15- bis 24jährigen. In knapp jedem zwölften Fall hatten Betroffene ein „Angebot“ für eine Maßnahme oder einen Job ablehnt. Ein Jahr zuvor gab es etwa 5.000 solcher Einzelfälle mehr.

Wegen „Abbruch einer Maßnahme“ oder „unwirtschaftlichen Verhaltens“ kürzten die Jobcenter circa genau so oft wie 2015. Die Betroffenen bekommen drei Monate lang 30 % weniger Bezüge. Drei Viertel der Sanktionen erfolgten wegen versäumter Termine. Dafür setzte es einen Abzug von 10 % der monatlichen Gelder.


-->> http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/harte-hartz-iv-hunger-sanktionen-schlagen-zu.php

Offline Peter Viersen

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Hartz IV Hungersanktionen
« Antwort #5 am: 21. April 2017, 08:51:35 »
Mein folgender Kommentar bezieht sich auf diesen Bericht:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/harte-hartz-iv-hunger-sanktionen-schlagen-zu.php

Es wird langsam aber sicher unerträglich, mit welcher Polemik Sie, Herr Dr. Utz Anhalt, hier in diesem Forum Berichte schreiben. Sie werfen ein paar Zahlen, Daten, Fakten hier ein und verunsichern damit im hohen Maße die Leserschaft.

Sie sollten sich auch mal um die Hintergründe der Sanktionen kümmern, denn ich finde es schon wichtig zu wissen, warum die Sanktionen verhängt wurden.

Warum gehen soooo viele Leistungsempfänger nicht zum Meldetermin, denn sicherlich hat nicht Jede/r Angst, Depressionen, Phobien oder ist krank (mit Wegeunfähigkeit) oder ähnliches.

Warum sind auffallend viele jüngere Menschen (U 25) von harten Sanktionen betroffen? Was läuft also schief in der Kommunikation zwischen JC und U 25 Leistungsempfängern?

Warum werden Arbeitsangebote nicht angenommen, Maßnahmen (von mir aus auch sinnlos Maßnahmen) abgebrochen, obwohl die/der Betroffene weiß, das daraus eine Sanktion erfolgt? Welche Alternativen erhofft sich die/der Betroffene davon?

Diese Fragen und noch viel mehr werden von Ihnen nicht beantwortet. Wie gesagt, einfach nur die insgesamt schlechte Stimmung mit negativ klingenden Zahlen weiter anheizen!


Thema wurde hier mit eingefügt. LG Meck
« Letzte Änderung: 21. April 2017, 13:06:45 von Meck »
Meine Beiträge spiegeln nur meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen wider!

Offline Meck

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Hartz-IV-Strafen in Höhe von 175 Millionen Euro verhängt
« Antwort #6 am: 01. Mai 2017, 12:34:25 »
Die Jobcenter haben im vergangenen Jahr in 939.000 Fällen Sanktionen gegen Hartz-IV-Bezieher im Gesamtumfang von knapp 175 Millionen Euro verhängt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die unserer Zeitung vorliegt. "Von den rund 51.000 Widersprüchen gegen Sanktionen wurden knapp 18.000 oder 35 Prozent stattgegeben und knapp 900 oder zwei Prozent teilweise stattgegeben", heißt es in dem Papier.

-->> http://www.rp-online.de/wirtschaft/hartz-iv-strafen-in-hoehe-von-175-millionen-euro-verhaengt-aid-1.6789593

Offline Planloser

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Zitat von: Peter Viersen am 21. April 2017, 08:51:35
Warum gehen soooo viele Leistungsempfänger nicht zum Meldetermin, denn sicherlich hat nicht Jede/r Angst, Depressionen, Phobien oder ist krank (mit Wegeunfähigkeit) oder ähnliches.

Hat kein Geld, geht arbeiten oder interessiert es eh nicht da er bereits eine andere Einkommensquelle hat die nicht angemeldet ist usw.

Zitat von: Peter Viersen am 21. April 2017, 08:51:35
Warum sind auffallend viele jüngere Menschen (U 25) von harten Sanktionen betroffen?

Härtere Gesetze gegen U25, spezielle Fallmanager die gerne schneller Sanktionen verhängen.

Zitat von: Peter Viersen am 21. April 2017, 08:51:35
Welche Alternativen erhofft sich die/der Betroffene davon?

Die Gründe variieren, i.d.R. ist die Bezahlung zu schlecht und mit Akkordarbeit verbunden.

Zitat von: Peter Viersen am 21. April 2017, 08:51:35
Wie gesagt, einfach nur die insgesamt schlechte Stimmung mit negativ klingenden Zahlen weiter anheizen!

Dann trau halt mehr der Bild, nach dessen Meldungen müsste man behaupten wir hätten negative Arbeitslosigkeit. Jeder kann die Zahlen auslegen wie er will ohne dabei inkorrekt zu sein - man vermittelt lediglich falsche Weltbilder, das war schon immer so. Warum also Zahlen nicht nur gegen sondern für ALG-II-Empfänger kreieren? Ich meine rein statistisch überlebt 9% der Bevölkerung den Tod, jeder Verdient durchschnittlichim Monat 3600€ Brutto und im Vatikan gibt es 2,5 Päpste pro Quadratkilometer.
Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.