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Autor Thema: Jobcenter will mich verarschen  (Gelesen 5928 mal)

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Offline jonathan

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #30 am: 18. April 2017, 18:16:56 »
Normalerweise bekommt man eine Einladung des Fallmanagers und der/die will dann erst die Bewerbungsunterlagen sehen. Wobei sie eigentlich nur einen Lebenslauf wollen! Ich musste noch nie ein Zeugnis beibringen!

Offline Wolf27

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #31 am: 19. April 2017, 04:42:52 »
Hallo Hartvier,
jetzt wärst du mir fast vom Radar gerutscht.


Zitat von: hartvier am 18-04-2017, 14:31:47
Also ich würde wegen Krankenkasse, meinen Ausweis vorlegen. Mit welcher Begründung dann auf Mitgliedsbescheinigung verzichten ? doppelte Datenerhebung oder so ?
Ich gehe mal davon aus, dass du auch eine Karte mit Foto hast. Dann sollte die Vorlage als Nachweis ausreichen, obwohl die meisten JobCenter gerne eine Kopie davon machen.
ABER: Die KK ist nach § 175 Abs. 2 S. 1 SGB V verpflichtet, dir die Mitgliedbescheinigung sofort auszustellen! Wenn deine KK also vor Ort ist, dann würde ich mir dort die Bescheinigung holen. Beides zu fordern, wäre eine doppelte Datenerhebung = richtig erkannt.


Zitat von: hartvier am 18-04-2017, 14:31:47
Das Geld von meiner Mutter, war wirklich Weihnachts- bzw. Geburtstagsgeld ... was man halt so in einer Karte bekommt. Kann ich das nicht so sagen ?
Ja was denn nun? Überweisung auf dein Konto oder persönlich überreicht im Umschlug zum Festtag? Wenn letzteres zutrifft: Hast du das Geld dann selbst auf deinem Konto eingezahlt?
Bring mal bitte Klarheit hier rein, damit wir nicht in die falsche Richtung rudern.


Zitat von: hartvier am 18-04-2017, 14:31:47
Wie sieht es mit dem "Nachweis Ihrer Bewerbungsbemühungen seit xxx" aus ... kann ich die auch weglassen ? mit welcher Begründung ?
Hast du dich im Zeitraum ab Antragsstellung irgendwo beworben? Falls Ja: Notier halt auf einem separaten Zettel, wann du dich bei wem um welche Stelle beworben hast. Das sollte m. E. reichen. Wenn in der Zeit keine offenen Stellen verfügbar waren, dann teilst du das eben so mit.

Zitat von: hartvier am 18-04-2017, 14:31:47
Ok ich wollte ein Schreiben aufsetzen
Vorschlag: Lass uns querlesen, bevor du das wegschickst. Falls Stolpersteine enthalten sind, kann man dann noch korrigieren bzw. anpassen. ;-)

Und nicht vergessen: Von allen(!) Dokumenten etc., die du dem JobCenter einreichst/zusendest/überlässt, unbedingt vorher eine Kopie für deine Unterlagen anfertigen. Nur so hast du im Zweifel was in der Hand.

LG Wolf
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Online coolio

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #32 am: 19. April 2017, 04:47:51 »
Zu Nachweis Bewerbungsbemühungen erganzend:
Wärst Du verpflichtet gewesen, sowas vorzulegen, oder kommt das nun im Nachhinein?
Steht das in einer EGv oder sonst wo?
Oder schiessen die nur ins Blaue aufgrund ihrer vermeintlichen Machtvollkommenheit.?
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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #33 am: 19. April 2017, 05:29:50 »
Ich musste noch nie ein Zeugnis beibringen!
Das musst du auch jetzt nicht. Dazu hänge ich dir etwas an das du der Tante unter die Nase halten kannst.

Alle anderen Bewerbungsunterlagen darf der Vermittler bestenfalls einmal einsehen aber mehr nicht. Diese
Unterlagen sind nicht Leistungsrelevant und nicht Vermittlungsrelevant. Es ist nur notwendig das man weiß
welchen Beruf und welche Qualifikationen du hast. Dafür reicht die Vorlage. Lebenslauf und Bewerbungsschreiben
bekommt nur der potentielle zukünftige Arbeitgeber den nur der benötigt diese Daten.
Alle meine von mir gemachten Angaben sind ohne Gewähr.

Offline hartvier

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #34 am: 20. April 2017, 13:49:43 »
Zitat von: hartvier am 18-04-2017, 14:31:47
Das Geld von meiner Mutter, war wirklich Weihnachts- bzw. Geburtstagsgeld ... was man halt so in einer Karte bekommt. Kann ich das nicht so sagen ?
Ja was denn nun? Überweisung auf dein Konto oder persönlich überreicht im Umschlug zum Festtag? Wenn letzteres zutrifft: Hast du das Geld dann selbst auf deinem Konto eingezahlt?
Bring mal bitte Klarheit hier rein, damit wir nicht in die falsche Richtung rudern.


Nein, nein. Das Geld ist schon von meiner Mutter an mich überwiesen worden. Ich wollte damit nur sagen, dass das keine finanzielle "Unterstützung" in dem Sinne ist ... sondern nur Einzelfälle zu Geburtstag und Weihnachten.

Beworben habe ich mich seit Antragsstellung net. Die will aber Bewerbungsbemühungen seit ich aus der Schule bin ... also Sommer 16. Ich hab mich derb viel Beworben für Jobs, Ausbildungen, sogar Praktika ... hab aber kein Überblick darüber, weil ich kein Protokoll geführt hab.

Gruß

Offline Jigme

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #35 am: 20. April 2017, 14:42:22 »
Die will aber Bewerbungsbemühungen seit ich aus der Schule bin ... also Sommer 16. Ich hab mich derb viel Beworben für Jobs,

Wie glaube ich schon gesagt wurde, gibt es dafür keine Rechtsgrundlage, da du nicht in Leistungsbezug gestanden bist.
Erst ab Leistungsbezug bist du verpflichtet, die Bewerbungen nachzuweisen.

Eine gute Methode ist immer, das JC aufzufordern, die Rechtsgrundlage für ihre Forderungen zu nennen. Oft kommt da nix, oder eine falsche Grundlage. Dann hat man Ansatzpunkte, das auseinander zu nehmen.

Online blaumeise

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #36 am: 20. April 2017, 15:30:41 »
Zitat von: Jigme am 20. April 2017, 14:42:22
Erst ab Leistungsbezug bist du verpflichtet, die Bewerbungen nachzuweisen.
Auch das nur, wenn es z. B. in einer EinV verbindlich festgehalten wurde. Einfach so, auf Zuruf, Bewerbungen vorweisen müssen, is nich. Kann auch nicht sanktioniert werden, wenn man es nicht tut.

Offline Wolf27

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #37 am: 21. April 2017, 03:41:01 »
Zitat von: hartvier am 20-04-2017, 13:49:43
Das Geld ist schon von meiner Mutter an mich überwiesen worden. Ich wollte damit nur sagen, dass das keine finanzielle "Unterstützung" in dem Sinne ist ... sondern nur Einzelfälle zu Geburtstag und Weihnachten.
Okay, dann gilt, was ich bereits schrieb:
Zitat von: Wolf27 am 18-04-2017, 02:15:49
Die Gutschrift vom 13.02.2017 war  VOR  deinem Antrag und ist somit m. W. irrelevant. Die spätere Gutschrift (Sind das die € 100?) könnte dir jedoch ggf. als Einkommen ausgelegt/angerechnet werden, da diese in den Zeitraum deines ALG2-Antrags reinfällt. Anders sähe es aus, wenn deine Eltern dir ein kurzfristiges Darlehen gewährt hätten, um die Zeit bis zur ersten Auszahlung von ALG II überbrücken zu können. Da du das ja zurückzahlen müsstest, könnte es nicht als EK angerechnet werden.
... und ergänze: Da die zweite Überweisung in deinen Antragszeitraum fällt, ist es dem JobCenter egal, woher das Geld kommt. Dieser Betrag wird von denen mit ziemlicher Sicherheit als Einkommen eingestuft und angerechnet, sofern es sich nicht um ein Darlehen handelt.

Soweit alle Fragen geklärt oder habe ich/haben wir etwas übersehen? Dann warte ich mal auf deinen Entwurf.  :zwinker:

LG Wolf
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Offline hartvier

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #38 am: 21. April 2017, 15:03:09 »
Soweit alle Fragen geklärt oder habe ich/haben wir etwas übersehen? Dann warte ich mal auf deinen Entwurf.  :zwinker:

LG Wolf[/b]

ok, bin dabei

Eine gute Methode ist immer, das JC aufzufordern, die Rechtsgrundlage für ihre Forderungen zu nennen. Oft kommt da nix, oder eine falsche Grundlage. Dann hat man Ansatzpunkte, das auseinander zu nehmen.

scheint eine gute Idee ... werde versuchen das einzubauen.

Danke schonmal an alle

Offline hartvier

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #39 am: 21. April 2017, 15:22:05 »
So, könnt ja mal durchlesen und so.

Ich weiß net ob man das so schreibt. habs net so mit Behörden.

Nachweise / Unterlagen bzgl. Des Antrages auf Gewährung von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch 2 Buch (SGB 2)
 

Sehr geehrte Frau XXX,

Im folgenden erhalten Sie die geforderten Nachweise / Unterlagen. Dokumente, welche ich nicht einreichen kann, liste ich im folgenden mit entsprechender Begründung auf.

- Schriftliche Stellungnahme, wie Sie seit Beendigung des BaföG Ihren Lebensunterhalt sichergestellt haben ?
 - Da es sich hierbei um persönliche Informationen handelt, muss die Notiz, dass ich von Ersparnissen lebte, ausreichen.

- Krankenversicherungskarte / aktuelle Mitgliedsbescheinigung Ihrer Krankenkasse
- Im Anhang finden Sie eine Mitgliedsbescheinigung meiner Krankenkasse.

- aktuelle Meldebescheinigungen von Ihnen und Ihren Eltern
- Wie ich ihnen bereits mitgeteilt habe, habe ich keinen Zugriff auf die Meldebescheinigungen meiner Eltern.

- Grundbuchauszug
- Auch hier handelt es sich um Daten Dritter, auf welche ich keinen Zugriff habe.

- Personalausweiß
- Wie ich bei meinem letzten Besuch feststellen durfte, haben Sie meinen Personalausweiß kopiert, was unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Sollte dennoch Bedarf an einer Feststellung meiner Identität (welche bereits nachweislich erfüllt wurde) gewähre ich Ihnen gerne Einsicht bei meinem nächsten Besuch in ihrem Haus. Zwecks Datenschutz, muss ich Sie des Weiteren auffordern, die bereits bestehende Kopie meines Personalausweises, welche ohne mein Einverständnis angefertig wurde, zu vernichten.

- Mietzahlungsnachweise seit Januar 2017
- Ich habe ihnen eine Kostenbeteiligungsbescheinigung (rechtskräftiger Privatvertrag) zur Verfügung gestellt. Da die Zahlung in Bar erfolgt, gibt es keine Nachweise.

Darüber hinaus darf ich Sie bitten, mir ihre Rechtsgrundlage für die Forderungen meiner Bewerbungsmappe und die Rechtfertigung von zwei Überweisungen an mich zu nennen.


Mit freundlichen Grüßen

Online blaumeise

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #40 am: 21. April 2017, 17:48:38 »
Zitat von: hartvier am 21. April 2017, 15:22:05
- Mietzahlungsnachweise seit Januar 2017
- Ich habe ihnen eine Kostenbeteiligungsbescheinigung (rechtskräftiger Privatvertrag) zur Verfügung gestellt. Da die Zahlung in Bar erfolgt, gibt es keine Nachweise.
Bei diesem Punkt kannst du dich sogar auf ein Urteil vom Bundessozialgericht berufen:
Zitat
Urteil vom 03.03.2009, B 4 AS 37/08 R:
Für den Anspruch auf Unterkunftskosten nach § 22 Abs. 1 S. 1 SGB II ist es nicht relevant, ob diese tatsächlich vom Mieter an den Vermieter gezahlt werden/wurden, sondern dass im Bedarfszeitraum eine rechtskräftige Pflicht zur Mietzahlung besteht/bestand.
Bei Vermietung unter Verwandten, hier zwischen Mutter und Sohn, sind ebenfalls die nach § 22 Abs. 1 S. 1 SGB II angemessenen Unterkunftskosten zu zahlen. Bei Verdacht auf überhöhte Unterkunftkosten bietet § 22 Abs. 1 S. 1 SGB II den erforderlichen Schutz.
http://hartz.info/index.php?topic=1879.0

Die rechtskräftige Pflicht zur Mietzahlung ergibt sich aus eurem Vertrag. Daher würde ich diesen Satz:
Zitat von: hartvier am 21. April 2017, 15:22:05
Da die Zahlung in Bar erfolgt, gibt es keine Nachweise.
... weglassen oder umformulieren.

Offline Wolf27

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #41 am: 21. April 2017, 17:56:24 »
Hallo Hartvier,

habe deinen Entwurf gelesen. Wenn du möchtest, ich dir den später gerne noch etwas um. Soweit aber schon mal :ok:

LG Wolf
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Offline hartvier

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #42 am: 21. April 2017, 23:09:12 »
Zitat von: hartvier am 21. April 2017, 15:22:05
- Mietzahlungsnachweise seit Januar 2017 [...] Da die Zahlung in Bar erfolgt, gibt es keine Nachweise.
Bei diesem Punkt kannst du dich sogar auf ein Urteil vom Bundessozialgericht berufen: [...]
Danke für den Tipp. Urteile sind immer gut.

@Wolf27:

Gerne. Bin für jede Hilfe dankbar.

Gruß


Unnötiges Vollzitat gekürzt bzw. entfernt. / Wolf27
« Letzte Änderung: 23. April 2017, 14:21:30 von Wolf27 »

Offline Wolf27

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #43 am: 23. April 2017, 16:05:38 »
Hallo Hartvier,

ich habe deinen Entwurf mal geschüttelt und die Buchstaben neu geordnet. :zwinker:

===Beginn Beispiel: Stellungnahme===

Absender Hartvier

Anschrift JobCenter "KapierNix"                                                       Datum

Nachweise / Unterlagen zu meinem Antrag auf Gewährung von Leistungen nach dem SGB II
 

Sehr geehrte Frau XXX,

zu den von Ihnen noch geforderten Nachweisen und Dokumenten nehme ich nachfolgend letztmalig Stellung.

* Schriftliche Stellungnahme, wie Sie seit Beendigung des BAföG Ihren Lebensunterhalt sichergestellt haben
Diese Information ist für meine aktuelle Bedürftigkeit völlig ohne Belang. Zu Ihrer Information sei jedoch gesagt, dass ich von Erspartem gelebt habe.

* letzter BAföG-Bescheid
Da dieser aus dem Sommer 2016 ist, ich somit schon lange kein BAföG mehr beziehe, sind diese Daten für die Berechnung meines ALG II irrelevant.

* Krankenversicherungskarte / aktuelle Mitgliedsbescheinigung Ihrer Krankenkasse
Die Mitgliedsbescheinigung meiner Krankenkasse liegt bei.

* aktuelle Meldebescheinigungen von Ihnen und Ihren Eltern
Die Meldebescheinigung von mir bzw. meinen Eltern ist für die Berechnung meines ALG II völlig irrelevant. Zudem habe ich Ihnen bereits mehrmals dargelegt, dass ich keinen Zugriff und auch keinen Anspruch auf Daten und/oder Dokumente Dritter (meine Eltern) habe. Im Übrigen konnten Sie sich bereits durch die Vorlage meines Personalausweises über meine aktuelle Meldeadresse informieren. *

* Grundbuchauszug
Auch hier handelt es sich um Daten Dritter, auf welche ich keinen Zugriff habe und die für meinen Leistungsanspruch irrelevant sind.

* schriftliche Stellungnahme zu zwei Zahlungseingängen auf meinem Konto
Die Gutschrift vom 13.02.2017 ist eindeutig VOR  meinem Antrag auf meinem Konto erfolgt und ist somit irrelevant. Ich versichere jedoch, dass es kein Einkommen aus irgendeiner Art von Tätigkeit ist.
Bei der Gutschrift vom 27.03.2017 handelt es sich um ein Geburtstagsgeschenk.

* Bewerbungsmappe mit Zeugnissen, Lebenslauf, Nachweise über Bewerbungsbemühungen
Diese Unterlagen sind nicht leistungsrelevant. Selbstverständlich habe ich mich in der Vergangenheit beworben bzw. um Arbeit bemüht und tue dies immer noch. Nachweise darüber kann ich jedoch nicht mehr vorlegen, da ich diese nicht aufgehoben habe. Im Übrigen werde ich solche sensiblen Unterlagen (Zeugnisse etc.) aus Datenschutzgründen nicht zur freien Verfügung überlassen.

* vollständig ausgefüllter Bewerberinformationsbogen
Auch dieser ist für die Berechnung und Bewilligung meines ALG II irrelevant. Zu einem Termin mit der Arbeitsvermittlung werde ich diesen jedoch gerne mitbringen.

* Personalausweis
Bei meinem letzten Besuch haben Sie meinen Personalausweis ohne mein Einverständnis kopiert. Zwecks Datenschutz fordere ich Sie auf, alle Kopien zu vernichten und mir dies zeitnah schriftlich zu bestätigen.
Sollte im Übrigen Bedarf an der Feststellung meiner Identität (welche bereits nachweislich erfolgt ist) bestehen, gewähre ich Ihnen selbstverständlich Einsicht in meinen Personalausweis bei einem Besuch in ihrem Haus.

* Mietzahlungsnachweise seit Januar 2017
Ich habe ihnen nachweislich eine Kopie meiner Kostenbeteiligungsvereinbarung (rechtskräftiger Privatvertrag) zur Verfügung gestellt. Damit ist der Nachweis erbracht, dass eine Pflicht zur Mietzahlung besteht. Wann und in welcher Form ich diese leiste, ist für meinen Anspruch ebenfalls irrelevant. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf das Urteil des BSG, 03.03.2009, B 4 AS 37/08 R:
"[...] Für den Anspruch auf Unterkunftskosten nach § 22 Abs. 1 S. 1 SGB II ist es nicht relevant, ob diese tatsächlich vom Mieter an den Vermieter gezahlt werden/wurden, sondern dass im Bedarfszeitraum eine rechtskräftige Pflicht zur Mietzahlung besteht/bestand.
Bei Vermietung unter Verwandten, hier zwischen Mutter und Sohn, sind ebenfalls die nach § 22 Abs. 1 S. 1 SGB II angemessenen Unterkunftskosten zu zahlen.
"

Meine Bedürftigkeit bzw. mein Bedarf sind nunmehr hinreichend bewiesen. Ich erwarte daher, dass Sie gem. § 17 SGB I die mir zustehenden Leistungen umgehend zur Zahlung anweisen.

Mit freundlichen Grüßen

{Unterschrift}

Vorname Name

Anlagen


===Ende Beispiel===

Prüf bitte sorgfältig, ob nichts vergessen wurde und die Daten und Fakten von mir korrekt berücksichtigt wurden. Falls etwas falsch ist, bitte melden. Kopie für deine Unterlagen nicht vergessen!

Frage:
Was ist mit deiner Meldebestägigung? Liegt diese in Kopie schon dem JobCenter vor oder willst du sie erst mit diesem Schreiben mitsenden?
Gib mal Input, dann pflege ich die Information noch ein.

LG Wolf



Tippelfehler korrigiert. / Wolf27
« Letzte Änderung: 24. April 2017, 16:17:11 von Wolf27 »
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Offline hartvier

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Re: Jobcenter will mich verarschen
« Antwort #44 am: 24. April 2017, 00:04:01 »
Fettes Danke Wolf ! Ich konnte beim lesen auch keine Fehler entdecken. Sehr geil !

Frage:
Was ist mit deiner Meldebestägigung? Liegt diese in Kopie schon dem JobCenter vor oder willst du sie erst mit diesem Schreiben mitsenden?
Gib mal Input, dann pflege ich die Information noch ein.

LG Wolf[/b]

Meinst du meine Meldebescheinigung ? Das Jobcenter hat noch keine Meldebescheinigung von mir ... war mir nicht sicher, ob die die brauchen ... oder halt einfach nur wollen ... wie so vieles.

Gruß