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Autor Thema: Nebenjob - ALG II - AG will nicht zahlen  (Gelesen 1769 mal)

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Offline Ottokar

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Re: Nebenjob - ALG II - AG will nicht zahlen
« Antwort #15 am: 21. April 2017, 12:31:08 »
Zitat von: Jigme am 20. April 2017, 18:57:16
Da ich nur Unsinn und lächerlichen Quatsch rede, ist das ja aber egal.
Du kannst offenbar nicht anders, schade.
Meine Antworten basieren auf den zuvor genannten Fakten. Durch neue oder geänderte Fakten kann sich jedoch die Rechtslage ändern und bisherige Antworten dadurch ungültig werden.


Offline Terra

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Re: Nebenjob - ALG II - AG will nicht zahlen
« Antwort #16 am: 21. April 2017, 13:53:19 »
@Jigme

Du solltest deine verlinkten Seiten zum Thema "Scheinselbstständigkeit" auch wirklich genau lesen, dann wäre dir aufgefallen das man nicht einzelne Punkte rausziehen kann, sondern die Gesamtumstände geprüft werden sollten.

Die geringe Stundenzahl, der komplett fehlende Hinweis ob und wie der TE sich seine Selbstständigkeit vorstellt und der Umstand das die Selbstständigkeit erst seit kurzen besteht sind schon Punkte die eher gegen deinen Verdacht sprechen.

Offline Jigme

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Re: Nebenjob - ALG II - AG will nicht zahlen
« Antwort #17 am: 21. April 2017, 16:20:00 »
@Jigme

Du solltest deine verlinkten Seiten zum Thema "Scheinselbstständigkeit" auch wirklich genau lesen, dann wäre dir aufgefallen das man nicht einzelne Punkte rausziehen kann, sondern die Gesamtumstände geprüft werden sollten.
Ok, ich habe nicht die Punkte aufgezählt, die ich für erfüllt habe. Das ist korrekt.
In meinem vorigen Beitrag habe ich die wesentlichen Aussagen der TE zitiert, die für eine Selbstständigkeit sprechen. Ich dachte das reicht dem aufmerksamen Leser aus um zu kapieren, warum ich darauf komme.

Lustigerweise vermutet Ottokar offenbar auch ein Beschäftigungsverhältnis, oder wie soll man seine Antwort sonst deuten iV damit, dass keine Gewerbeanmeldung notwendig ist? Er argumentiert ja mit Weisungsgebundeheit. Zum Thema Scheinselbstständigeit lässt er sich verwunderlicherweise nicht aus, obwohl er ganz klar von einem Arbeitsverhältnis ausgeht. Warum er meine Ansicht nicht teilt, weiß nur er.

Zitat von: Ottokar
Da der TE hier offensichtlich ausschließlich weisungsgebunden handelte und offenbar auch nicht frei über seine Arbeitszeit bestimmen konnte, ist es lt. § 84 HGB generell kein Gewerbe.

Wäre/ist sie als freie Mitarbeiterin selbstständig und handelt nicht freiberuflich (wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten, oder klassische Freiberufler wie Ärzte, Steuerberater etc.), bedarf es einer Gewerbeanmeldung.

Wenn man die Links liest und die leider spärlichen Angaben der TE anschaut, drängen sich durchaus berechtigte Vermutungen auf, dass die TE gar nicht wirklich weiß, was freie Mitarbeit bedeutet und eben nicht klassisch selbstständig handelt.

Zitat von: Terra
Die geringe Stundenzahl, der komplett fehlende Hinweis ob und wie der TE sich seine Selbstständigkeit vorstellt und der Umstand das die Selbstständigkeit erst seit kurzen besteht sind schon Punkte die eher gegen deinen Verdacht sprechen.

Lol, das ist jetzt lächerlicher Quatsch, um es in deiner Wortwahl zu formulieren. Evtl. solltest du das Thema Scheinselbstständigkeit mal nachlesen?

Zitat von: Terra
Erkläre mir einmal schlüssig, wie jemand der über das JC aufstockt, auf die geniale Idee kommt, eine viel zu geringe Stundenanzahl abzurechnen und irgendwann später davon ausgeht, dass sie alles noch in Rechnung stellen kann. Das Ganze ohne Nachweis der tatsächlich geleisteten Stundenanzahl. Klingt doch ein klein wenig weltfremd.

Na merkst du was? Handelt so jemand, dem bewusst ist, was Selbstständigkeit bedeutet und dies aus freien Stücken tat?

Es ist definitiv unstreitig, dass die TE sich nur "selbstständig" machte, weil sie sonst den Job verloren hätte und der ehemalige AG kündigte und ihr sagte, dass sie nur als Honorarkraft weiter beschäftigt wird.

Ok, wir haben wenig Infos, aber wenn man liest, was die TE schrieb und wie sie handelt, drängen sich mir folgende Annahmen an, die für Scheinselbstständigkeit sprechen. Klar sind das letztlich Vermutungen. Aber sicher nicht völlig abwegig.

Ich will dir aber gerne aufzeigen, dass ich durchaus berücksichtige, dass mehrere Indizien erfüllt sein müssen. So blöd bin ich nicht ;) Ich finde mein Grundwissen ja nicht im Netz, sondern verlinke lediglich die Grundlagen, das mein Wissen und Ausführungen untermauern und begründen soll. Ich liefere Quellen für meine "Behauptungen".

Sie redet von Überstunden, schreibt auf Weisung des Auftraggebers nur geringe Stunden auf (!!), hat nur einen Auftraggeber, keine Gewerbeanmeldung, sie geht auf Abruf hin(!!), also keine eigene Zeitplanung, sie arbeitet im Betrieb am selben Arbeitsplatz wie bisher, erledigt die selben Aufgaben, keine eigenen Betriebsmittel, kein Geschäftspapier, keine Auftreten am Markt, keine Beschäftigten, war zuvor für die selbe Stundenzahl angestellt, vermutlich berechnet sie auch einen zu geringen Stundensatz, der für Selbstständigkeit spricht.
Insbesondere das auf Abruf arbeiten ist eine klassische Weisungsgebundenheit und Eingliederung in den Betrieb.

Offline Terra

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Re: Nebenjob - ALG II - AG will nicht zahlen
« Antwort #18 am: 21. April 2017, 20:10:54 »
Das liest du aus den wenigen Angaben, nicht schlecht.