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Autor Thema: KFZ Haftpflicht vom Freibetrag oder vom Bedarf abziehen ?  (Gelesen 350 mal)

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Offline Jondalarus

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Hallo zusammen,
Ich habe beim JC angefragt wegen der Haftpflichtversicherung für mein PKW, da ich ihn Täglich brauche. Ich fahre Täglich 50 km zum Arbeitsplatz und muß schon die Fahrkosten vom Freibetrag bezahlen. Nun hat mir das JC auf meine Frage dieses geantwortet, Zitat:

 Die KfZ- Haftpflicht würde bei dem Antrag auf einen erhöhten Freibetrag berücksichtigt werden.
Bei nachgewiesenen höheren Aufwendungen, die den derzeit gewährten Freibetrag auf Ihr Einkommen übersteigen, besteht für Sie also die Möglichkeit einen Antrag auf einen erhöhten Freibetrag zu stellen. Bei diesem Antrag können Sie die, mit der  Erzielung Ihres Einkommens verbundenen notwendigen Ausgaben geltend machen (z.B. Fahrtkosten, Kfz-Haftpflicht, ggfs. Kinderbetreuungskosten, zu zahlende Aufwendungen für Arbeitsmaterial, Berufskleidung o.ä.). Diese höheren Aufwendungen müssen mit der Antragsstellung entsprechend nachgewiesen werden.
Sollte bei der Berechnung ein höherer Freibetrag als der derzeit gewährte Grundfreibetrag festgestellt werden, wird dieser vom Einkommen abgesetzt. Liegt die Berechnung unter dem gesetzlichen Grundfreibetrag, ergeben sich für Sie keine Änderungen.


Nun frage ich mich, ob dies rechtens ist, da im Nachbarkreis die Autohaftpflicht pauschal vom JC übernommen wird. Bei und macht es der Kreis Nordfriesland in Eigenregie, wärend es in anderen Keisen die Arbeitsagenturen machen.

Offline Ecki07

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Re: KFZ Haftpflicht vom Freibetrag oder vom Bedarf abziehen ?
« Antwort #1 am: 21. April 2017, 16:41:07 »
Zitat von: Jondalarus am 21. April 2017, 16:19:05
Ich fahre Täglich 50 km zum Arbeitsplatz
Das müsste allein schon den erhöhten Freibetrag auslösen.
Wieviel Tage im Monat?
50 km = (nur) Hinfahrt?



Offline Jigme

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Re: KFZ Haftpflicht vom Freibetrag oder vom Bedarf abziehen ?
« Antwort #2 am: 21. April 2017, 17:33:56 »
Die Antwort vom JC ist im Grunde korrekt. Das mit der Antragstellung ist unglücklich ausgedrückt.

Das JC muss natürlich wissen, wie hoch die KfZ Hpfl. ist (ohne Kasko ohne Steuer!). Die wird dann zu 1/12 monatl. berücksichtigt.
Km Kosten nur für die einfache Strecke (20 Ct.) und bei einer 5 Tage Woche pauschal nur für 19 Tage/Monat, da Urlaub bei den AT berücksichtigt wird.
Im Grundfreibetrag von 100 € sind 30 € beinhaltet. Die Kosten müssen also über 70 € liegen, damit der erhöhte FB zur Geltung kommt.

Offline Jondalarus

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Re: KFZ Haftpflicht vom Freibetrag oder vom Bedarf abziehen ?
« Antwort #3 am: 21. April 2017, 18:19:59 »
Die Fahrten zur und von der Arbeit betragen je 25km, also 50km gesammt. da ich auch sonn und Feiertags Arbeite und Teilweise nur 1 Tag in der Woche Frei habe, fahre ich pro Woche ca 300km. So komme ich Monatlich auf 1200 bis 1300 Km ( Nur für Fahrten von und zur Arbeit) Ich bekomme die 100€ Grundfreibetrag + die 20% = 260,-€ Gesammtfreibetrag,




Offline Quinky

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Re: KFZ Haftpflicht vom Freibetrag oder vom Bedarf abziehen ?
« Antwort #4 am: 22. April 2017, 12:10:40 »
Die Fahrten zur und von der Arbeit betragen je 25km, also 50km gesammt. da ich auch sonn und Feiertags Arbeite und Teilweise nur 1 Tag in der Woche Frei habe, fahre ich pro Woche ca 300km. So komme ich Monatlich auf 1200 bis 1300 Km ( Nur für Fahrten von und zur Arbeit) Ich bekomme die 100€ Grundfreibetrag + die 20% = 260,-€ Gesammtfreibetrag,

Dann mußt Du dem Jobcenter das mitteilen, das Du höhere Kosten hast!!

Fahrtkosten bei 6-Tage-Woche und 25 km betragen
25 km x 0,20€ x 25 Tage = 125€
dazu kommt die Kfz-Haftpflicht ohne Kasko
plus 30€ allgemeine Versicherungspauschale

ergibt einen Freibetrag bei 900€ brutto (bei dem von Dir genannten Gesamtfreibetrag von 260€ kommt 900€ brutto heraus):

125,00€ Fahrtkosten
30,00€ Versicherungspauschale
35,00€ Kfz-Haftpflicht (von mir jetzt mal theoretisch angenommen, durch echten Wert ersetzen)
160,00€ Selbstbehalt (aus § 11 mit 900€ brutto)
= Gesamtfreibetrag von 350€
Dieser Gesamtfreibetrag muß!!! Dir seit erstem Tag Deiner Arbeit gewährt werden!!
Sollte das nicht so sein, entweder Widerspruch (wenn entsprechende Bescheid jünger als 4 Wochen) oder Überprüfungsantrag nach § 44 SGBX (wenn Bescheide älter als 4 Wochen) stellen.

SOLLTE das Jobcenter den Selbstbehalt nach § 11 lediglich vom Nettolohn genommen haben (kann ich ja nicht prüfen), so ist das ebenfalls falsch. Der Selbstbehalt wird vom Brutto ermittelt.

Gruß
Ernie

Offline Jondalarus

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Re: KFZ Haftpflicht vom Freibetrag oder vom Bedarf abziehen ?
« Antwort #5 am: 22. April 2017, 18:11:38 »
Werde mir am Montag mal einen Beratungsschein für einen Anwalt der auf Sozialrecht Spezialisiert ist holen und mal meine ganzen Unterlagen durchchecken lassen.