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Autor Thema: Gerichtsvollzieher, obwohl Klage noch am Laufen?  (Gelesen 583 mal)

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Gerichtsvollzieher, obwohl Klage noch am Laufen?
« am: 07. Oktober 2015, 19:22:26 »
Hi,
mein ehemaliger Arbeitgeber hatte mich aufgefordert Gehalt zurückzuzahlen, da ich unentschuldigt gefehlt haben soll. Ich bekam eine Frist zum Widerspruch. Den habe ich auch eingelegt und noch mal eine Kopie der damaligen Krankmeldung beigefügt.

Daraufhin bekam ich als Antwort, dass der Wiederspruch nicht akzeptiert wird und ich innerhalb 1 Monats Klage einreichen kann.

Das habe ich vor ein paar Tagen getan.

Nun kam wieder Post vom Ex-Arbeitgeber, darin stand, dass ich nun letztmalig aufgefordert werde bis 01.11. das Gehalt zurück zu zahlen, sonst werden Vollstreckungsmaßnahmen eingeleitet. Mir wurde eine Widerspruchs-Frist von 1 Monat gegeben.

Muss ich da nun erneut Widerspruch einreichen?

Und kann nach dem 01.11. wirklich ein Gerichtsvollzieher kommen, obwohl ich ja noch nicht mal Antwort auf meine Klage bekommen habe?

Ach ja, dass ich nicht zahlen kann (und auch nie können werde) ist klar.

LG

Gast28219

  • Gast
Re: Gerichtsvollzieher, obwohl Klage noch am Laufen?
« Antwort #1 am: 07. Oktober 2015, 23:19:22 »
Gepfändet werden kann nur, wenn ein vollstreckbarer Titel da ist. Da es daran mangelt und der Arbeitgeber weiß, daß er den unter reellen Umständen auch nicht bekommt, versucht er es mit Psychoterror. Für solche Probleme gibt es das Instrument der "negativen Feststellungsklage". Geh zum Arbeitsgericht, zu einem Rechtspfleger, schildere Deine Situation und erkläre, Du bräuchtest die gerichtliche Feststellung, daß Du dieser Figur nichts schuldest.

Sollte der einen "Mahnbescheid" geschickt haben oder noch schicken lassen, mußt Du diesem sofort beim Mahngericht widersprechen. Nicht warten, bis die Frist rum ist, sondern sofort das Formular ausfüllen und retour ans Gericht. Erst dann muß der seinen Anspruch begründen.