Zur optimalen Funktion verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung von hartz.info stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Autor Thema: Steigende Zahlen: "Städte überfordert" - 860.000 Menschen ohne Wohnung  (Gelesen 1542 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Meck

  • Moderator
  • ****
  • Beiträge: 32512
  • Schleswig - Holstein
Hunderttausende Menschen haben in Deutschland keine Wohnung - Tendenz steigend. Ein besonders sichtbares Problem in den Städten: obdachlose Osteuropäer, die auf der Straße leben.

Noch wird in Berlin um eine neue Regierung gerungen. Doch die Forderungen an sie warten nicht. "Ich hoffe sehr, dass das Thema Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit ein Schwerpunkt der nächsten Legislaturperiode wird", sagt Ulrike Kostka, Direktorin des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin. Derzeit werde das "Thema von der Politik unterschätzt". Kostka fordert deswegen einen Gipfel im Kanzleramt. Immer mehr Städte hätten ein Problem vor allem mit Obdachlosen aus Osteuropa, das auf die Ehrenamtlichen in Suppenküchen und Wohlfahrtsverbänden abgeschoben werde. "Die Kommunen sind damit überfordert“, sagt Kostka. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe fordert einen Wohnungslosengipfel und einen nationalen Aktionsplan. "Der Bund muss deutlich mehr Verantwortung übernehmen", sagt Werena Rosenke, stellvertretende Geschäftsführerin des Verbandes.


-->> https://www.zdf.de/nachrichten/heute/zahl-der-wohnungslosen-steigt-100.html

Offline Meck

  • Moderator
  • ****
  • Beiträge: 32512
  • Schleswig - Holstein
Immer mehr Menschen in Deutschland sind wohnungslos. Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe waren es vergangenes Jahr 860.000. Bis 2018 sollen es bereits 1,2 Millionen sein. Dass immer mehr Menschen in Deutschland keine Wohnung mehr haben, hat viele Gründe:

Die jahrelange Vernachlässigung des sozialen Wohnungsbaus, das Auslaufen der Mietpreisbindung für Sozialwohnungen, die damit verbundene Zunahme der Wohnungsübernahmen durch Immobilien-Haie - all das hat die Lage auf dem Wohnungsmarkt deutschlandweit wohl dramatisch verschärft.

Im Video oben: Wie Jobcenter Hartz-IV-Empfänger im Stich lassen

Doch das sind nicht die einzigen Gründe dafür: Deutschlands Jobcenter verschärfen Wohnungslosigkeit zusätzlich. Jobcenter fördern Obdachlosigkeit. Einer Studie der Humboldt-Universität zufolge sind in Berlin die Jobcenter neben den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften die "Motoren von Verdrängungen und Zwangsräumungen" - und das sind in Berlin immerhin 5000 bis 7000 pro Jahr.


-->> http://www.huffingtonpost.de/ulrich-wockelmann/jobcenter-deutschland-wohnen-obdachlos-wohnungen_b_18602272.html

Offline Meck

  • Moderator
  • ****
  • Beiträge: 32512
  • Schleswig - Holstein
Obdachlosigkeit in Deutschland steigt: Gründe und Gegenmaßnahmen
« Antwort #2 am: 12. Dezember 2017, 18:43:11 »
Kein Job, kein Geld, keine Wohnung: Die Zahl der Obdachlosen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Seit 2014 hat sie sich mehr als verdoppelt. Geht die Entwicklung so weiter, werden bereits im kommenden Jahr laut einer Schätzung rund 1,2 Millionen Menschen in Deutschland wohnungslos sein.

Eine offizielle Zahl, wie viele Obdachlose in Deutschland leben, gibt es nicht. Laut der aktuellsten Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. hatten im Jahr 2016 bundesweit 860.000 Menschen keine Wohnung.

Die Zahl wird dabei untergliedert in Menschen, die entweder von Kommunen in Obdachlosenunterkünften untergebracht werden oder die in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe unterkommen oder die versuchen, ohne Sozialdienste einen Unterschlupf zu finden.


-->> https://web.de/magazine/wissen/leben-strasse-obdachlose-menschen-deutschland-32685658

Offline MichaK

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 6467
Re: Obdachlosigkeit in Deutschland steigt: Gründe und Gegenmaßnahmen
« Antwort #3 am: 12. Dezember 2017, 19:20:46 »
werden bereits im kommenden Jahr laut einer Schätzung rund 1,2 Millionen Menschen in Deutschland wohnungslos sein.


Deutschland geht es gut. .... :grins:
„Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken.“
Karl Marx (MEW 3/46)

Offline CCR

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 2511
  • Hartz IV muss weg!
Hier ein aktuelles Beispiel

Polizei bittet um Mithilfe Die Polizei sucht nach einer jungen Frau, die die letzten Jahre weit unter dem Radar jeglicher sozialer Unterstützung verbrachte. Die 25-jährige Vanessa Rettinghaus lebte zumindest seit 2016 (eventuell auch länger) in Leipzig.
Wo sie sich davor aufgehalten hatte, ist nicht bekannt. Geboren und aufgewachsen ist sie im Sauerland in NordrheinWestfalen, hat zu ihrer Familie jedoch so gut wie keinen Kontakt mehr. Zuletzt ist bekannt, dass sie in Leipzig nach einem Krankenhausaufenthalt in eine Wohngruppe in Schkeuditz gebracht wurde.

Von dort verschwand sie bereits am nächsten Tag (16. September) mit der Aussage, sie wolle zu einem Freund nach Torgau fahren. Dort angekommen ist sie jedoch nie. Es besteht die Möglichkeit, dass sie Torgau nur zur Täuschung erwähnte und dort in Wahrheit nie hinwollte.

Bekannt ist derzeit jedenfalls, dass Vanessa am 18. September Kontakt zu einem Freund hatte, dem sie erzählte, dass sie gemeinsam mit ihrem Freund „Luka“ nach Hagen (Ruhrgebiet) fahren wolle, um dort mit „Luka“ zu wohnen. Seitdem besteht kein Kontakt mehr zu ihren Bekannten.

Weiterhin ist ihr Mobiltelefon seit ihrem Verschwinden ausgeschaltet. Vanessa ist etwa 1,75 Meter groß, schlank, hat halblange, dunkelblonde Haare, ist Brillenträgerin und zum Zeitpunkt des Verschwindens mit einer braunen Jacke und Jeans bekleidet.

Wer hat Vanessa seit September gesehen – in Torgau, Leipzig oder Hagen? Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Leipzig, Dimitroffstraße 1, Tel. 0341 96646666, zu melden. PM
Polizeireport
Vanessa Rettinghaus
5° [/b

http://www1.wi-paper.de/book/read/id/00025163D8EB50E2
Wir leben in einem System,  in dem man entweder Rad sein muss  oder unter die Räder gerät.

Offline Greywolf08

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 2217
Was hat jetzt ne Vermisstenmeldung mit Obdachlosigkeit und der Wohnungsnot in den Städten zu tun?
Jedes Mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.

Offline CCR

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 2511
  • Hartz IV muss weg!
Vieleicht trägt es ja bei das sie gefunden wird und eine bleibe findet.
Wir leben in einem System,  in dem man entweder Rad sein muss  oder unter die Räder gerät.


Offline CCR

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 2511
  • Hartz IV muss weg!
@ CCR

http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Vermisste-16-Jaehrige-in-Leipzig-wohlbehalten-aufgefunden
Die 25-jährige Vanessa Rettinghaus lebte zumindest seit 2016 (eventuell auch länger) in Leipzig.
stimmte anscheinend das alter nicht ist es denn die selbe Vanessa.
Wir leben in einem System,  in dem man entweder Rad sein muss  oder unter die Räder gerät.

Offline götzb

  • Vielschreiber
  • ***
  • Beiträge: 513
Die Städte sind doch selber Schuld am heutigen Zustand.
Verkauften deren Bestand an Spekulanten und ähnlichen Müll, und wundern das wenn überhaupt nur der Wohnungsmarkt im oberen Bereich gut läuft.
Klar die Säckel waren erst mal gefüllt, aber ob die daraus resultierenden Probleme und erhöhten Kosten für Wohngeld und Mietkosten/Umzüge  für H.IV dies nicht wieder ins Minus gleiten lassen ?

Oder ganz kurios, Vermieter haben Subventionen dafür bekommen, um (damals nicht benötigten) Wohnraum abreisen zu können,
und heute Mieten erhöhen können, da ja das Angebot von Wohnraum auch dadurch gesunken ist.

Dank u.a. Kohl der hat auch dafür gesorgt, das im Wohnungsmarkt Spekulantentum Einzug halten kann.

Gesetzgeber kann handeln, indem er:

Bauvorschriften abbaut. /inklusive die unsägliche Dämmungsverordnung abschafft.
Steuerliche Begünstigung für Wohnraum im Preiswert Sektor.
finanzielle Begünstigung von genossenschaftlichen und kommunalen Wohnungs(neu)Bestand.
Abschaffung der Mieterhöhungsmöglichkeiten für Bestandsmieter zumindest im einfachen Wohnfeld
Dazu bei Sanierungen eine Kappungsgrenze einführen, so das z.b keine Luxussanierungen bei einfachen Wohnungen mehr möglich sind.

Das einfache Prinzip: Sozialismus im einfachen Wohnungssektor, und Marktwirtschaft im Luxuswohnbereich,
denn da braucht es selbstverständlich keine Regulierungen oder Mieterschutz.

Arbeit bekämpfen, Automatisierung fördern ! Der evangelische Arbeitsethos ist das Grundübel dieser Gesellschaft.

Legale Sabotage gegen Zwangsmaßnahmen und Ausbeuterfirmen, niemals Verträge bei Zwangsmaßnahmen unterschreiben, und Lebensläufe vorlegen.