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Autor Thema: Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis  (Gelesen 1200 mal)

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Offline Melli80

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Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis
« am: 22. November 2017, 17:02:34 »
Guten Abend !

Ich werde umziehen und muss leider Grundsicherung beantragen, da ich nur über eine kleine Rente verfüge.

Da war unter anderem ein Formular dem Antrag beigelegt(habe ich hoffentlich richtig hochgeladen).
Muss ich das auch unterschreiben ? Oder ist das freiwillig.
Ist das ein sogenanntes Datenabgleichsformular? Sorry, aber ich verstehe das nicht so richtig.
Ich bitte um Hilfe.
Danke im Voraus !


LG Melli

Offline Sheherazade

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Re: Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis
« Antwort #1 am: 22. November 2017, 17:08:26 »
Muss ich das auch unterschreiben ?

Ich vermute, das Formular gehört zur Vermögensprüfung bei Sozialhilfe. Dann musst du das auch unterschreiben bzw. von deiner Bank bestätigen lassen.
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline Melli80

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Re: Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis
« Antwort #2 am: 22. November 2017, 17:40:15 »
Ach, ich muss das selber machen. Verstehe. Danke.
Aber warum muss ich die Kontoauszüge 3 Monate rückwirkend einreichen, aber 4 Monate rückwirkend meinen Kontostand von meiner Bank
bestätigen lassen?
Entschuldigung, aber ich verstehe das nicht.

Offline Melli80

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Re: Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis
« Antwort #3 am: 22. November 2017, 18:30:07 »
Und wenn man nach dem Saldo von vor 2 und 4 Monaten fragt, heißt das dann dass gefragt wird, wieviel ich insgesamt jeweils in den Monaten hatte?
Tut mir leid, ich kapier das alles nicht und bitte um Erklärung. Danke sehr !

PS: Ich habe nichts zu verbergen - ich möchte alles nur richtig verstehen.

Offline blaumeise

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Re: Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis
« Antwort #4 am: 22. November 2017, 21:32:12 »
So was musste ich z. B. nicht ausfüllen und vorlegen.

Zitat von: Melli80 am 22. November 2017, 18:30:07
Tut mir leid, ich kapier das alles nicht und bitte um Erklärung. Danke sehr !
Du könntest beim Sozialamt nach der Begründung für diese Datenerhebung fragen. Nachweislich schriftlich natürlich. In deinem Antragsformular hattest du sicher angegeben, welche Konten du hast, und hast das mit deiner Unterschrift bestätigt. Eine nochmalige Bestätigung wie in dem Formular ist somit nicht notwendig. Wenn das Sozialamt Zweifel an deinen Angaben hat und eine Bestätigung sogar von der Bank/den Banken haben will, dann muss es das konkret begründen (Indizien nennen o. Ä.). Dich einfach so in Verdacht haben, dass deine Angaben nicht stimmen, geht nicht.

Die Kontoauszüge der letzten drei Monate solltest du einreichen. Dabei gilt: Ratgeber Kontoauszüge  http://hartz.info/index.php?topic=1844.0

Zitat von: Melli80 am 22. November 2017, 18:30:07
Und wenn man nach dem Saldo von vor 2 und 4 Monaten fragt, heißt das dann dass gefragt wird, wieviel ich insgesamt jeweils in den Monaten hatte?
Auf die Kontoauszüge hat das Sozialamt ein Recht, auf nix sonst.

Online coolio

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Re: Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis
« Antwort #5 am: 22. November 2017, 21:41:31 »
Das Formular ist klar erkennbar ein nicht zertifizierter Eigenentwurf irgendeines Amtsfuzzies.
Und entsprechend fehlerhaft, weil unklar/mehrdeutig (man beachte "Ich" und "Unterschrift Bank" - rational gesehen: Dummfug)
(die zertifizierten haben eine Kennung, meist klein unten links)
Εν οίδα οτι ουδέν οίδα (Sokrates) alias: Scio nescire - zu deutsch: null Ahnung
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Offline Melli80

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Re: Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis
« Antwort #6 am: 23. November 2017, 08:14:50 »
Guten Morgen!

Zunächst einmal vielen Dank für eure Antworten   :clever:  !

Diese Erklärung lag dem Hauptantrag bei (Ich bin ja z. Z. dabei diesen auszufüllen, Umzugsdatum ab 01.02.12018)).
Es ist auch so, dass nach meinem Umzug eben ein neues Sozialamt für mich zuständig sein wird.
In dem Anschreiben welches ich vom neuen Amt bekommen habe steht fett gedruckt - Ich zitiere:

"Vorsorglich verweise ich auf Ihre Mitwirkungspflichten gem. §§60 ff. des Sozialgesetzbuches Erstes Buch (SGB I)
. Nach § 66 Absatz 1 SGB I kann die Leistung abgelehnt oder eingestellt werden, sofern Sie die Unterlagen
innerhalb der genannten Frist nicht vorliegen.
Zur weiteren Bearbeitung meines Vorganges bitte ich um Übersendung folgender Unterlagen bis zum
15.12.2017."

Warum muss ich das bis zum  15.12.2017 zurücksenden wenn ich doch erst ab dem 01.02.2018
die Leistungen bekommen möchte oder ansonsten ich wie oben geschrieben gar keine Leistungen bekommen
würde. Ich dachte immer, dass es auf den Monat ankommt,wann der Antrag gestellt wurde ?
Kann man mir die Leistungen tatsächlich verwehren wenn ich das nicht bis zum gewünschten Datum zurück.
sende ?!?!
Ich muss noch auf einige Unterlagen warten bzw. anfordern (diesen Liste vom Sozialamt beinhaltet 18 gewünschte Unterlagen) und weiss in der Tat nicht, ob ich die alle tatsächlich bis zum 15.12.2017 beschaffen kann. Nun hab ich natürlich Angst dann ganz ohne Geld dazustehen.  :heul:



Offline Sheherazade

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Re: Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis
« Antwort #7 am: 23. November 2017, 09:51:07 »
Warum muss ich das bis zum  15.12.2017 zurücksenden wenn ich doch erst ab dem 01.02.2018
die Leistungen bekommen möchte oder ansonsten ich wie oben geschrieben gar keine Leistungen bekommen
würde. Ich dachte immer, dass es auf den Monat ankommt,wann der Antrag gestellt wurde ?

Du hast den Antrag doch jetzt schon gestellt, oder nicht?

Zitat
Ich muss noch auf einige Unterlagen warten bzw. anfordern (diesen Liste vom Sozialamt beinhaltet 18 gewünschte Unterlagen) und weiss in der Tat nicht, ob ich die alle tatsächlich bis zum 15.12.2017 beschaffen kann.

Dann bittest du nachweislich schriftlich um Fristverlängerung. Die Fristsetzung erfolgt offenbar unter Berücksichtigung der Weihnachtsfeiertage bzw. der Urlaubszeit beim Amt. Da wird sich vom 20.12. bis Mitte Januar wohl nicht so viel tun.
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline blaumeise

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Re: Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis
« Antwort #8 am: 23. November 2017, 12:17:28 »
Zitat von: Melli80 am 23. November 2017, 08:14:50
In dem Anschreiben welches ich vom neuen Amt bekommen habe steht fett gedruckt - Ich zitiere:

"Vorsorglich verweise ich auf Ihre Mitwirkungspflichten gem. §§60 ff. des Sozialgesetzbuches Erstes Buch (SGB I)
. Nach § 66 Absatz 1 SGB I kann die Leistung abgelehnt oder eingestellt werden, sofern Sie die Unterlagen
innerhalb der genannten Frist nicht vorliegen.
Das machen sie immer, auf deine angebliche Mitwirkungspflicht verweisen und damit drohen, die Leistungen sonst abzulehnen. Es ist trotzdem eine unzulässige Forderung. Entweder du schreibst das denen und weigerst dich (mit Begründung) oder du kommst der Forderung nach.

Offline Melli80

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Re: Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis
« Antwort #9 am: 23. November 2017, 12:42:27 »
Noch mal vielen Dank für die Antworten!

Und nein ich habe den Antrag noch nicht gestellt da ich ja noch einen großen Teil der Anlagen besorgen muss.
Ich verstehe es so, dass ich alles zuerst einmal zusammen haben muss bevor ich es samt Hauptantrag hinschicken kann.

Das mit der Weihnachtszeit habe ich gar nicht bedacht.

Eine der Anlagen ist z. B. der von beiden Seiten unterschriebene Mietvertrag. Den bekomme ich aber
erst nach einer verbindlichen Zusage der Mietkautionsübernahme seitens des Amtes - ich habe nun
darum gebeten. Man setzt mir eine Frist aber gibt mir nicht das benötigte Schreiben für den Vermieter.
Ich werde zunächst noch abwarten.

Offline Unwissender

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Re: Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis
« Antwort #10 am: 23. November 2017, 15:23:37 »
Ich finde das sowieso verdächtig und unzulässig, das die Bank da was bestätigen soll!

1. geht es die bank nix an, das (und ob) man Sozialleistungen bezieht

2. wenn man ein Konto bei einer Direktbank hat, geht das nicht

3. was, wenn man z.B. mehrere Konton (Sparkonto,Bausparkonto,Girokonto) bei verschiedenen Banken hat? Welche soll dann unterschreiben?

Das könnten Datenschutzverstöße sein ...
Dumm darf man sein, man muss sich nur zu helfen wissen!

Offline blaumeise

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Re: Grundsicherung / Neuantrag / Formularunverständnis
« Antwort #11 am: 23. November 2017, 22:27:11 »
Du kannst den Antrag auch jetzt schon stellen und draufschreiben "Mit Wirkung zum 1. Februar 2018". Wenn noch Unterlagen fehlen, kannst du die nachreichen. Dann hat das Sozialamt aber schon mal deine Daten vorliegen und könnte theoretisch deinen Antrag pünktlich bearbeiten.