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Autor Thema: Frage zu Sozialversicherung  (Gelesen 546 mal)

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Offline Alexa55

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Frage zu Sozialversicherung
« am: 07. Dezember 2017, 10:52:17 »
Wenn hier falsch, bitte verschieben

Ich habe eine Frage zur Sozialversicherung. Ich erhalte nach einem Gerichtsbeschluss die monatliche Leistung als Darlehen und jetzt 5 Monate später, erhalte ich ein Schreiben vom JC, daß man meine SV nun nachträglich und rückwirkend ebenfalls als Darlehen übernimmt und ich demzufolge freiwillig in der gesetzlichen KK versichert bin. Man beruft sich hier auf § 26 SGB II und ich kann diesen Text lesen so oft ich will, ich werde nicht schlau daraus. http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/26.html

ich war noch nie freiwillig versichert und habe dafür auch keinen Antrag gestellt.


Offline FragenüberFragen

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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #1 am: 07. Dezember 2017, 11:04:19 »
Hast du selbst oder das JC direkt das Darlehn an die KK gezahlt nach dem Gerichtsbeschluss?
Es findet sich immer ein Grund unglücklich und frustriert zu sein, man muß ihn nur suchen. - ich
Wenn ein Linker denkt, dass ein Linker, bloß weil er Links ist, besser ist als ein Rechter, dann ist er so selbstgerecht, dass er schon wieder rechts ist. - Erich Fried
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Offline Sheherazade

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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #2 am: 07. Dezember 2017, 11:05:54 »
Man beruft sich hier auf § 26 SGB II

Auf welchen Absatz davon?

Zitat
Ich erhalte nach einem Gerichtsbeschluss die monatliche Leistung als Darlehen
Da gibt es doch eine Vorgeschichte zu, oder nicht?

Edit: Habe es gefunden, dein Hausanteil.

Im Grunde ganz einfach. Die Leistungen gibt es nur als Darlehen und die KV-Beiträge eben auch. Damit man alles nach Verwertung von dir zurückfordern kann.

Müsstest du von deinem Vermögen leben, wärst du auch freiwillig versichert.
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline Alexa55

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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #3 am: 07. Dezember 2017, 11:28:18 »
Es läuft immer wieder auf das Gleiche hinaus.

Der Wert des Hauses bzw. meiner Haushälfte ist fiktiv und vollkommen unrealistisch nach 7 Jahren Bezug von Leistung angenommen worden. Weder Ich noch mein noch Ehemann sind in der Lage den wirklichen Wert von einem Gutachter feststellen zu lassen. Das JC hat also einfach mal so einen Wert festgelegt. Das ist die eine Sache und diese wird noch in einem gesonderten Verfahren vorm SG verhandelt.
Da ich mittlerweile recherchiert habe und den Verkaufswert eines vergleichbaren Objekte mehrfach ermittelt habe, gehe ich davon aus, das ich/wir selbst nach dem Verkauf und der Zahlung aller damit verbundenen Verbindlichkeiten wie auch die vorzeitige Ablösung der Hypothek mit Schulden dastehen.

Ich kriege jedesmal einen dicken Hals wenn man von Vermögen spricht. Dieses Vermögen ist ein runtergewirtschaftetes und dringend sanierungsbedürftiges Haus. Die Banken haben eine Erhöhung der Hypothek abgelehnt und das JC scheint wirklich zu glauben, das nach dem Verkauf auch noch was übrig bleiben würde.

Aber meine Frage lautete: was erklärt dieser § 26 SGB I eigentlich. Ich war nie privat versichert und habe in den letzten Jahren meine Leistung incl. SV-Versicherung immer vorläufig erhalten. Diese Vorläufigkeit wurde ab 1.8.17 in ein Darlehen umgewandelt und jetzt bin ich auf einmal privat versichert, wobei diese Beiträge auch noch höher sind als vorher.

Offline FragenüberFragen

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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #4 am: 07. Dezember 2017, 11:42:59 »
Meiner Frage lag der Verdacht zu Grunde, dass du, nach der Umwandlung in ein Darlehn, ab dem Zeitpunkt deine KV und PV Beiträge selbst Überwiesen/einziehen lassen hast.
Das würde die Umstellung möglicherweise erklären.
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Offline NevAda

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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #5 am: 07. Dezember 2017, 11:55:23 »
Du bist nicht PRIVAT versichert sondern FREIWILLIG.
Weil ich mir nicht Deine anderen Fäden durchlesen möchte: Warum bist Du nicht bei Deinem Mann mitversichert (Familienversicherung)? Wie ist der krankenversichert?

Offline Alexa55

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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #6 am: 07. Dezember 2017, 12:00:48 »
@FragenüberFragen,

nach der Umwandlung in ein Darlehen und damit verbunden erst einmal keinerlei Leistung vom JC. habe ich erst einmal Widerspruch einlegen lassen und dann PKH erhalten. Ich stand ja urplötzlich vollkommen ohne Geld da und lief ja Gefahr meine Wohnung zu verlieren. Das steht alles in einem anderen Tread.
Die KK hat bis Mitte Oktober still gehalten und ich war der Meinung, das nach dem Gerichtsurteil nicht nur meine monatliche Leistung sondern auch die KK-Beiträge wie vorher übernommen wurden. Erst Ende Oktober wurde mir klar, das ich zwar Leistung erhalte, aber keine KK-Beiträge gezahlt werden. Die KK Mitarbeiterin hat sich dann selbst an das JC gewandt und es dauerte dann nur 6 Wochen bis ich dann vom JC die Mitteilung erhielt, das meine "freiwilligen" Beiträge an die KK nun rückwirkend und bis Ende der Laufzeit der Bewilligung übernommen werden.

Kann es sein, das das JC wirklich davon ausgeht, das man von der monatlichen Leistung die KK-Beiträge selbst zahlen kann? Die KK hatte mir ja bereits Pfändung angekündt - was hätten die wohl gepfändet???

@Nevada - ich war bzw. sollte kurzfristig Familienversichert werden. Der Antrag war bereits gestellt, aber nachdem das SG geurteilt hatte, wurde das wieder gekanzelt und ich bin nicht in der Lage diese ganzen Gesetze zu verstehen.

Was mich eigentlich stört oder was ich nicht verstehe ist dieser § 26 auf den man sich dazu beruft.

Die s.g. freiwillige Versicherung in einer gesetzlichen KK ist trotz allem eine Pflichtversicherung, denn egal ob man Geld hat oder nicht, diese Leistung wird von den KK eingetrieben.

Offline FragenüberFragen

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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #7 am: 07. Dezember 2017, 12:06:48 »
Passiert ohne jegliche Unterschrift sobald kein AG oder SV Träger oder Ehepartner Beiträge für Dich entrichtet automatisch. Kein anderer Zahler = Automatisch "freiwillig" Pflichtversichert
Beim rückgängig machen stellen sich die KV´s gerne etwas dämlich an
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Offline Sheherazade

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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #8 am: 07. Dezember 2017, 12:44:06 »
@Nevada - ich war bzw. sollte kurzfristig Familienversichert werden. Der Antrag war bereits gestellt, aber nachdem das SG geurteilt hatte, wurde das wieder gekanzelt

Wer hat das gecancelt? Wenn du den Schuldenberg nicht noch höher wachsen lassen willst und eine Familienversicherung möglich ist, solltest du das wieder anleiern.
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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #9 am: 07. Dezember 2017, 12:52:42 »
wer es gecancelt hat, weiß ich gar nicht so genau  :weisnich:, aber ich kümmere mich gleich mal drum - danke für den Hinweis.

Ansonsten muss ich abwarten was das SG in seiner Hauptverhandlung irgendwann beschließt.

Im Grund genommen kann ich diese Schulden sowieso nie zurück zahlen. Das Haus ist nicht wertvoll genug und meine Rente wird wohl höchstens ein paar Euronen über dem H4 Satz liegen.

Offline Sheherazade

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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #10 am: 07. Dezember 2017, 14:35:38 »
Das dir dieses ganze Theater erspart bleiben würde, wenn du dich endlich von deinem Hausanteil trennen würdest, habe ich dir schon vor einigen Monaten geschrieben. Mir ist immer noch nicht klar, warum du auf Teufelkommraus an deinem eigenen Elend so festhältst. Aber das ist deine Sache.
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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #11 am: 07. Dezember 2017, 15:17:40 »
Ist eigentlich recht einfach. HALBE Einfamilienhäuser verkaufen sich nicht gut und da ich den Miteigentümer nicht zwingen kann und weil wir am Ende beide mit Schulden dastehen.

Offline Sheherazade

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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #12 am: 07. Dezember 2017, 15:28:43 »
und weil wir am Ende beide mit Schulden dastehen.

Wenigstens ist der andere ja jetzt gerettet, wenn es dir das wert ist ..........
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Offline Alexa55

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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #13 am: 07. Dezember 2017, 16:42:19 »
keiner ist gerettet, ich habe mich mit meinem Mann darüber auseinander gesetzt und egal wie wir es drehen oder wenden am Ende verlieren wir bei alles.

Er kann mich nicht auszahlen und ich kann ihn nicht auszahlen. Wobei das der falsche Ausdruck ist, denn eigentlich müsste es heißen keiner von und Beiden kann die Hypothek usw. abtragen. Die Hypothek hat eine 10jährige Zinsbindung und bis vor kurzem hat das JC mir meine Leistung noch ohne Auflagen gezahlt. Im Klartext heißt das jetzt, selbst wenn wir verkaufen würden, wäre nach Abzug der Hypothek, der Vorfälligkeitsentschädigung und aller Gebühren nichts mehr übrig oder es wären Schulden übrig.

Keiner hätte etwas davon wenn das Haus verkauft würde, das JC könnte sich das Darlehen in die Haare schmieren und ich hätte nicht mal mehr das sogenannte Schonvermögen. Einzig und allein dem Willen des JC wäre mit dem Verkauf des Hauses genüge getan und es gäbe dann keine Mittel und Wege mehr für die Verweigerung der Leistung.

Aber egal, ich warte mal ab was das SG mir dazu noch sagt.

Ach ja, ich weiß immer noch nicht was dieser § bedeutet. Denn egal wie oft ich ihn durchlese - ich steige nicht dahinter wie das jetzt nach 7 Jahren plötzlich für mich zutrifft.


Offline NevAda

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Re: Frage zu Sozialversicherung
« Antwort #14 am: 07. Dezember 2017, 16:56:42 »
Was ist daran unverständlich (welche Teile genau)? Ob Du zu der Personengruppe gehörst, die es betrifft?
Warum, glaubst Du, war es in den letzten sieben Jahren anders? Also, WAS war anders?