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Autor Thema: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?  (Gelesen 5542 mal)

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Offline Sheherazade

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #15 am: 11. Juli 2017, 11:36:21 »
Da ist aber schon von vorne zu sehen, dass da was hinter der Wand ist.

Nicht unbedingt von vorne. Bei uns ist der Spülkasten im Bad komplett verschwunden, der Kasten steht im daneben liegenden Kinderzimmer raus. Aber natürlich kann man am Drücker sehen, dass da ein Spülkasten hinter ist.
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline Fettnäpfchen

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #16 am: 11. Juli 2017, 14:19:58 »
Mir raucht schon wieder der Kopf, für andere helfen fällt mir leichter.
Viel Lesestoff gewälzt und überall steht fast das selbe.
Meine Vertragsbestimmungen habe ich auch nicht im Netz gefunden und den Versicherer will ich noch nicht anfragen sonst wird da bloß etwas festgehalten das zu meinem Nachteil ausgelegt wird.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten meine Vers. bezahlt wenn ich es so regele das der Schaden einem dritten also dem Vermieter der Mieterin entstanden ist (wobei dieser das bestätigen muss)und ich habe dann wahrscheinlich noch Glück,
oder es zweifellos als fahrlässig oder, grob fahrlässig eingestuft wird.
oder:
meine Versicherung das doch bezahlt weil es eine Gefälligkeitregelung enthält was ich leider noch nicht herausgefunden habe. Spätestens wenn ich die Tage Kontakt mit der Vers. aufnehme werde ich es wissen.
oder:
wenn die Studentin auch eine Haftpflicht hat es so darstellen das Ihr das passiert ist und Ihre Vers. bezahlt.

Zu den Antworten:
Zitat von: Turbo am 11. Juli 2017, 10:32:57
Das ist für eine Haftpflichtversicherung immer noch im unteren Bereich.
anscheinend wollen die sich auch um solche Sachen drücken.

Zitat von: Turbo am 11. Juli 2017, 10:32:57
Das wäre in meinen Augen, aus dem Bauch raus, ziemlich arschig.
Das sehe ich auch so aber anscheinend ist die Rechtsprechung so:
Prinzipiell wäre es – folgt man den Vorgaben, die das Bürgerliche Gesetzbuch macht – so, dass der Verursacher des Schadens auch für dessen Folgen einstehen muss. § 823 BGB spricht in diesem Zusammenhang eine eindeutige Sprache. Aber: Der Schaden, welcher aus einer Gefälligkeit heraus entsteht, genießt eine besondere Position – auch im juristischen Kontext. Denn mit dem Dienst aus Gefälligkeit geht – wenn auch stillschweigend – eine Haftungsbeschränkung zwischen den einzelnen Beteiligten einher. Damit besteht – zumindest aus juristischer Sicht – auch keine Haftpflicht bei einem eventuell entstehenden Schaden.

Zitat von: Sheherazade am 11. Juli 2017, 10:43:28
Sind die Unterputzspülkästen nicht immer hinter der Toilette? Was soll da ein Toilettenpapierhalter?
an der Stelle hätte ich nie gebohrt. Wenn man davor steht habe ich ca. 20cm neben und ca  30cm höher gebohrt als der Toilettensitz ist. Die Druckknöpfe sind da noch weit entfernt und seitlich nach links angebracht.

Zitat von: blaumeise am 11. Juli 2017, 11:11:40
Die Versicherung erwartet, dass du sie umgehend informierst.
Man hat bis zu einer Woche Zeit wie meine Recherche nebenbei ergeben hat, solange will ich gar nicht warten. Wenn die Studentin mir die Kontaktdaten zukommen lässt will ich noch mit dem Hausmeister telefonieren evtl. sogar der Verwaltung je nach dem was rauskommt.

Zitat von: blaumeise am 11. Juli 2017, 11:11:40
Meine Haftpflichtversicherung hat mir umgehend mitgeteilt, dass sie sich ab sofort selbst mit dem Vermieter auseinandersetzen und das klären und dass ich mich da nicht mehr einmischen soll. Das läuft.
und deswegen will ich mich absichern das der Schaden auch übernommen wird nicht das es negativ für mich endet. Es soll ja nicht laufen und dann evtl. abgelehnt werden, es soll klappen.

Zitat von: Pumukel am 11. Juli 2017, 11:21:32
in der Regel schon, aber bei uns z.B. ist der auch rechts vom WC, wohl aus dem Grund, dass die Wand hinter dem WC nicht "Dick" genug ist ....
das scheint da auch der Fall zu sein sonst hätte ich den Spülkasten nicht treffen können.
Zitat von: Pumukel am 11. Juli 2017, 11:21:32
Da ist aber schon von vorne zu sehen, dass da was hinter der Wand ist. Vier Kacheln sind in einem Metallrahmen , den man dann rausnehmen kann , um Reparaturen/Wartungen am Wasserkasten vornehmen zu können.
So etwas sinnvolles gab es da leider nicht. Auch hätte ich mir das bohren gleich gespart.
Da ist alles gleich gefliest und kein Unterschied zu sehen. Hinterher habe ich mich auch gefragt wie man so bauen/fließen kann. Was machen wenn das alles verkalkt ist? auch die Fliesen wegklopfen?
In dem Sinne eigentlich grob fahrlässig verbaut aber das wird mir auch nicht helfen fürchte ich.

MfG FN
Achtung! Ich weise darauf hin das sämtliche von mir gemachten Äußerungen und / oder Links nach dem Guttenberg'schen Prinzip des copy & paste gemacht sind; oder aus Eigenerfahrung entstanden oder an-gelesen sind. Eine Überprüfung der Mitteilungen versteht sich von selbst.
Man darf sich nicht von seinen Wünschen und Befürchtungen leiten lassen, sonst tragen sie einen davon wie ein Wildwasserbach. (Die Phileasson Saga)
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Offline Fettnäpfchen

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #17 am: 12. Juli 2017, 14:18:54 »
Ich habe mich jetzt für die
Zitat von: Fettnäpfchen am 11. Juli 2017, 14:19:58
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten meine Vers. bezahlt wenn ich es so regele das der Schaden einem dritten also dem Vermieter der Mieterin entstanden ist (wobei dieser das bestätigen muss)und ich habe dann wahrscheinlich noch Glück,
Methode entschieden.
Das kommt
Zitat von: Turbo am 11. Juli 2017, 08:17:48
Da war der Haken, dass der geschädigte Dritte die Schadenersatzforderung an den Empfänger der Gefälligkeit gerichtet hat und der wiederum den Gefälligkeitleistenden verklagt hat.
Zitat

    Hätte der Geschädigte den Umzugshelfer direkt in Haftung genommen, wäre das Ganze wahrscheinlich anders verlaufen – auch in den Augen des Amtsgerichts.
Zitat von: Sheherazade am 11. Juli 2017, 09:04:56
Also muss der Vermieter der Studentin @ Fettnäpfchen für den Schaden haftbar halten, damit zumindest eine Chance besteht, dass der Schaden von der Versicherung reguliert wird, nehme ich an.
glaube ich am besten an!

Noch eine Meinung von Euch?

MfG FN
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Offline Fettnäpfchen

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #18 am: 14. Juli 2017, 16:18:58 »
Zwischenmeldung
gestern habe ich das telefonisch dem Versicherer mitgeteilt
Von der Seite hieß es gleich, dass das ein Gefälligkeitsschaden ist und auf meine Schilderung wurde nicht eingegangen.
Also wie überall wird erst mal abgelehnt und damit spekuliert das nicht geklagt wird.
 
Deswegen:
und heute habe ich das schriftlich nachgeschickt. Mit dem Zusatz das am Dienstag voraussichtlich mit der Reparatur begonnen wird. Damit haben die die Möglichkeit noch einen eigenen Gutachter hinzuzuziehen was ja anscheinend gemacht werden muss um evtl. Betrugsversuche vorzubeugen bzw. einen Gefälligkeitsschaden beweisen zu können.

MfG FN
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Offline CCR

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #19 am: 14. Juli 2017, 16:42:37 »
Mhhhhh Grob Fahrlässig .... :scratch: nicht böse sein, aber wie Tief war denn der Spülkasten hinter den Fliesen "versteckt" ????? normalerweise bekommt man doch schon anhand des Bohrgeräusches mit, ob sich dahinter ein Hohlraum ect. verbirgt.....bzw. vorher einmal an der Wand klopfen .....
nun bei Rigipsplatten hinter den Fliesen klingt doch alles irgentwie hohl.
Ich hoffe doch der Spülkasten lässt sich von ihnen reparieren und es bleibt ein Austausch erspart.

https://www.bauhaus.info/spuelkaesten-zubehoer/wc-trockenbauelementstartstop-3-9-l-up/p/20414894?pla_prpaid=282421920664&pla_adgrid=18381923701&pla_campid=225980341&pla_prch=online&pla_prid=20414894&cid=PSMGoo225980341_18381923701&pla_adt=pla
Zitat von: Sheherazade am 11. Juli 2017, 10:43:28
Sind die Unterputzspülkästen nicht immer hinter der Toilette?

in der Regel schon, aber bei uns z.B. ist der auch rechts vom WC, wohl aus dem Grund, dass die Wand hinter dem WC nicht "Dick" genug ist ....

Da ist aber schon von vorne zu sehen, dass da was hinter der Wand ist. Vier Kacheln sind in einem Metallrahmen , den man dann rausnehmen kann , um Reparaturen/Wartungen am Wasserkasten vornehmen zu können.

Daher ja meine Frage wie das da vor Ort war. Weil irgendwie muss man ja auch da an den Kasten rankommen ......Habe noch nie erlebt, dass so ein Kasten komplett "eingemauert" war....
so sieht vermutlich das teil im Rohzustand aus.
« Letzte Änderung: 14. Juli 2017, 17:00:51 von CCR »
Zum Copyright, im Text sind absichtlich Rechtschreibfehler versteckt, wer diese findet darf sie gerne behalten, ein Kopieren oder eine anderweitige Nutzung erfordert aber meine Zustimmung! Und nochmals, für eventuelle Schäden die aus der Nutzung dieses Ratgebers entsehen übernehme ich keine Haftung!

Online Pumukel

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #20 am: 14. Juli 2017, 18:05:29 »
Zitat von: CCR am 14. Juli 2017, 16:42:37
nun bei Rigipsplatten hinter den Fliesen klingt doch alles irgentwie hohl.

Es war nie die Rede von Rigipsplatten ......

Zitat von: CCR am 14. Juli 2017, 16:42:37
so sieht vermutlich das teil im Rohzustand aus.

Tja nur so ein "Sanblock" sitzt immer HINTER dem WC .....Und da würde nicht mal der letzte Heimwerker mit zwei linken Händen Bohren ......

Zitat von: Fettnäpfchen am 14. Juli 2017, 16:18:58
Von der Seite hieß es gleich, dass das ein Gefälligkeitsschaden ist und auf meine Schilderung wurde nicht eingegangen.

Nachtigall ick hör dir trapsen .......
LG

Pumukel

Offline CCR

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #21 am: 14. Juli 2017, 18:26:26 »
Zitat von: CCR am 14. Juli 2017, 16:42:37
Ich hoffe doch der Spülkasten lässt sich von ihnen reparieren und es bleibt ein Austausch erspart.
vieleicht mit einen Korken müsste es doch wieder dicht sein.
Zitat von: Pumukel am 14. Juli 2017, 18:05:29
Es war nie die Rede von Rigipsplatten ......
ich und du wissen es das solche Teile mit Rigips verkleidet sind deshalb hast du ja recht wer da bohrt ist vermutlich einer vom Büro.
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Offline CCR

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #22 am: 21. Juli 2017, 23:24:06 »
Zwischenmeldung
gestern habe ich das telefonisch dem Versicherer mitgeteilt
Von der Seite hieß es gleich, dass das ein Gefälligkeitsschaden ist und auf meine Schilderung wurde nicht eingegangen.
Also wie überall wird erst mal abgelehnt und damit spekuliert das nicht geklagt wird.
 
Deswegen:
und heute habe ich das schriftlich nachgeschickt. Mit dem Zusatz das am Dienstag voraussichtlich mit der Reparatur begonnen wird. Damit haben die die Möglichkeit noch einen eigenen Gutachter hinzuzuziehen was ja anscheinend gemacht werden muss um evtl. Betrugsversuche vorzubeugen bzw. einen Gefälligkeitsschaden beweisen zu können.

MfG FN
schon eine Rückmeldung bekommen, die müssen ja zahlen.
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Offline Ottokar

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #23 am: 22. Juli 2017, 11:41:00 »
Das Problem bei der Haftung bei Gefälligkeitshandlungen ist, dass die Haftpflicht des Schadensverursachers nicht greift, wenn der Schadensverursacher die Handlung im Auftrag durchgeführt hat und dabei weder vorsätzlich noch grob fahrlässig handelte (sofern die Versicherung auch bei Vorsatz und/oder grober Fahrlässig haftet).
Grob fahrlässig wäre hier, wenn der Schadensverursacher damit hätte rechnen müssen, dass sich in oder hinter der Wand Installationen befinden. Dann hätte der Schadensverursacher vorher abklären müssen, ob und wo, bzw. eben besonders vorsichtig vorgehen müssen.
Ob die Haftpflicht des Auftraggebers auch Schäden umfasst die Dritte verursacht haben, welche im Auftrag handelten, muss im Einzelfall geklärt werden. Falls nicht, wäre es besser gewesen, der Auftraggeber hätte selbst gebohrt.
Meine Antworten basieren auf den zuvor genannten Fakten. Durch neue oder geänderte Fakten kann sich jedoch die Rechtslage ändern und bisherige Antworten dadurch ungültig werden.


Offline Fettnäpfchen

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #24 am: 22. Juli 2017, 13:19:27 »
Zitat von: CCR am 21. Juli 2017, 23:24:06
schon eine Rückmeldung bekommen, die müssen ja zahlen.
Keine Rückmeldung bekommen weder von der Versicherung,
noch von der Studentin. Wobei es bei Ihr nur um die Beantwortung der Frage wohin die Rechnung geschickt wird und mir die Fotos des Vorgangs zu schicken. 
Erste Foto seit 12.07 und die Beantwortung seit 17ten :weisnich: das dauert ja mit Whattsapp wirklich nicht lange und die Minute sollte man Stress hin oder her schon erübrigen können.

Zitat von: Ottokar am 22. Juli 2017, 11:41:00
Das Problem bei der Haftung bei Gefälligkeitshandlungen ist, dass die Haftpflicht des Schadensverursachers nicht greift, wenn der Schadensverursacher die Handlung im Auftrag durchgeführt hat und dabei weder vorsätzlich noch grob fahrlässig handelte (sofern die Versicherung auch bei Vorsatz und/oder grober Fahrlässig haftet).
Das haben meine Recherchen auch ergeben.
Allerdings haben diese auch ergeben das ich den Schaden der "Auftraggeberin" gar nicht zugefügt habe sondern der Vermieter der Geschädigte ist da dieser Spülkasten ja dem Vermieter gehört. Wäre es ein TV, eine Couch oder sonst was gewesen dann wäre es, da es der Mieterin gehört, ein Gefälligkeitsschaden gewesen.

Zitat von: Ottokar am 22. Juli 2017, 11:41:00
Ob die Haftpflicht des Auftraggebers auch Schäden umfasst die Dritte verursacht haben, welche im Auftrag handelten, muss im Einzelfall geklärt werden. Falls nicht, wäre es besser gewesen, der Auftraggeber hätte selbst gebohrt.
Laut der Mutter ja! Allerdings ist der Fall ja schon mit einer Schadensnummer belegt worden und damit im zentralen Melderegister, oder wie das heisst gelandet, ob da die Versicherung der Mutter noch einspringt weiß ich leider (noch) nicht.
Ottokar hast Du  eine Ahnung davon?

MfG FN
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Offline Ottokar

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #25 am: 23. Juli 2017, 19:23:56 »
Zitat von: Fettnäpfchen am 22. Juli 2017, 13:19:27
llerdings haben diese auch ergeben das ich den Schaden der "Auftraggeberin" gar nicht zugefügt habe sondern der Vermieter der Geschädigte ist da dieser Spülkasten ja dem Vermieter gehört.
Das ist so nicht korrekt.
Gegenüber dem Vermieter haftet der Mieter für Schäden der Mietwohnung, auch für die von Dritten verursachten, und du haftest gegenüber dem Mieter. Allerdings ist deine zivilrechtliche Haftung auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Wenn der Mieter dich bittet, ein Loch in die Wand zu bohren und du davon ausgehen kannst, dass sich dort keine Installationen befinden, bist du zivilrechtlich für den Schaden nicht haftbar, d.h. deine Haftpflichversicherung wird eine Schadensregulierung ablehnen - außer die Versicherung umfasst derartige Schäden.
Faktisch würde der Mieter auf den Schadenskosten sitzen bleiben und diese aus seiner eigenen Tasche zahlen - außer die Haftpflichversicherung des Mieters umfasst auch die von Dritten verursachten Schäden.

Ich konstruiere mal einen Fall, in dem deine Haftpflichtversicherung haftet.
Der Mieter bittet dich, einen neuen Halter anzubringen. Die alten Löcher passen nicht, woraufhin du eigenmächtig und ohne Rücksprache mit dem Mieter beschließt, neue Löcher zu bohren, wobei du einen Schaden verursachst.
Hier zahlt deine Haftpflichtversicherung, weil du nicht im Auftrag sondern eigenmächtig gehandelt hast.
Immer wenn man bei Gefälligkeitshandlungen anders als abgesprochen handelt, handelt man eigenmächtig und nicht mehr im Auftrag, selbst wenn man mit dem Handeln das Eintreten eines Schadens verhindern wollte (teure Ming-Vase steht zu nah am Rand, man will verhindern, dass jemand dagegen stößt und stellt sie um, wobei sie runter fällt = Haftpflicht zahlt weil eigenmächtiges handeln).
Meine Antworten basieren auf den zuvor genannten Fakten. Durch neue oder geänderte Fakten kann sich jedoch die Rechtslage ändern und bisherige Antworten dadurch ungültig werden.


Offline Fettnäpfchen

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #26 am: 24. Juli 2017, 10:18:35 »
 :danke: Dir Ottokar!

MfG FN
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Offline Fettnäpfchen

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #27 am: 26. Juli 2017, 15:48:02 »
Gestern kam ein Schreiben von der Versicherung:
Wie bereits tel.. besprochen besteht über den Basistarif kein Versicherungsschutz für Gefälligkeitsschäden. Wir können uns mit dem Vorgang daher nicht weiter beschäftigen.
MfG ...


jetzt brauche ich dann eigentlich nur noch abwarten bis endlich die Rechnung bei mir ankommt, sogar mit Bildern wurde mir mitgeteilt und dann..
Die Frage dazu:
an den Versicherer schicken mit Erklärung was passiert ist und eine evtl Androhung wenn sie bei Ihrem Standpunkt bleiben sich anwaltschaftlich vertreten zu lassen??
oder
gleich einen Beratungsschein versuchen zu bekommen und dann einen RA damit beauftragen?

Zitat von: Ottokar am 23. Juli 2017, 19:23:56
Die alten Löcher passen nicht, woraufhin du eigenmächtig und ohne Rücksprache mit dem Mieter beschließt, neue Löcher zu bohren, wobei du einen Schaden verursachst.
so ähnlich war es ja. Nur komplett neue Löcher auf der anderen Seite.
Die Mutter war beim bohren der neuen Löcher dabei um den Bohrstaub aufzusaugen.
Beim zweiten Loch unterbrach ich das Bohren aufgrund eines untypischen Geräusches überprüfte den Bohrer ob er glüht oder heiss ist und da meinte die Mutter was los ist.
Ich sagte das ich ein Rohr dahinter vermutete aber da der Bohrer nicht heiß war bohrte ich weiter obwohl die Mutter meinte hör lieber auf.
Würde das auch als Schaden gelten oder unter (grob) fahrlässig fallen?

MfG FN
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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #28 am: 26. Juli 2017, 16:50:42 »
Zitat von: Fettnäpfchen am 26. Juli 2017, 15:48:02
Die Mutter war beim bohren der neuen Löcher dabei um den Bohrstaub aufzusaugen.
Beim zweiten Loch unterbrach ich das Bohren aufgrund eines untypischen Geräusches überprüfte den Bohrer ob er glüht oder heiss ist und da meinte die Mutter was los ist.

Ob die Mutter ihre Haftpflicht zahlt kann ich nicht sagen sie war ja anscheinend mit Schuld.
Bei manchen Versicherungen wo Verwandtschaft mit involviert ist machen die nicht mit.
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Offline Fettnäpfchen

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Re: Haftpflichtschaden und Formulierungsfehler vermeiden?
« Antwort #29 am: 26. Juli 2017, 17:02:01 »
Wohl kaum da es ja schon meiner Versicherung gemeldet wurde.
Darum ging es aber auch nicht.

MfG FN
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