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Autor Thema: Modellprojekt Bürgerarbeit  (Gelesen 146732 mal)

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Offline Tomyboy

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #30 am: 10. Juni 2012, 11:41:38 »
Jepp 1 Jahr 1 Euro Job muste ich machen Zwegs Activierungsfahse wegen der Bürgerarbeit .
Danach hatte ich ein Vorstellungsgespräch zu Bürgerarbeit und die wollten mich Glücklicherweise nicht einstellen   :grins:

Gast16358

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #31 am: 29. Juni 2012, 13:05:01 »
Ich denke das ich wohl eine unter ich weiß nicht wie vielen bin die es ganz gut getroffen hat, klar es sind nur 900 Euro im Monat die ich verdiene es könnte schon ein bisschen mehr sein das ist richtig.

Ich denke die Bürgerarbeit an sich ist Statistik Wischerei das sage selbst ich obwohl ich in dem Job zufrieden bin.

Verdienst mit deinem Job 900 Euro Brutto, was weit unter der Armutsgrenze liegt und gibst an mit dem Job zufrieden zu sein? Woher kommt diese Zufriedenheit wenn du dir jetzt nichts leisten kannst und wenn es so weiter geht gerade im Alter an extremer Armut leiden wirst? Im Gegenzug gibt es Menschen die sich an den "Versklavten" eine goldene Nase verdienen.
Man muss sich mal ausrechnen was das Leben heutzutage kostet. Mit "bis zum Ende es Monats auskommen" ist es da bei weitem nicht getan. Da kann man sich doch nicht mit einem so mies bezahlten Job zufriedengeben  :weisnich: :zensiert: :no: :heul:.

Ich wünsche mir, dass alle darum kämpfen die eigene Zeit endlich vernünftig bezahlt zu bekommen, d.h. auch Arbeiten den Kampf anzusagen, die nicht auskömmlich vergütet werden! Man arbeitet doch um zu leben und nicht umgekehrt, aber nichts anderes ist es bei 900€ /Monat.

Im Übrigen ist/war die Bürgerarbeit eine völlig freiwillige Sache. Nur wurden hier sehr viele Leistungsempfänger quasi übers Ohr gehauen, da man Ihnen eben die Freiwilligkeit der Sache in bestimmt nicht wenigen Argen komplett verschwiegen hat. Zumindest war es hier der Fall. Da gab es eine Gruppenveranstaltung und danach wurde den Leistungsempfängern in Einzelgesprächen die EGV mit Bürgerarbeit "aufgehalst". In diesen Gesprächen wurde zu Beginn das grundsätzliche Interesse an der Bürgerarbeit erfragt, allerdings so, dass ein nicht informierter Leistungsempfänger dort bestimmt nicht nein gesagt hätte (darf er ja im Grunde genommen auch nicht!).Es reichte die Nachfrage (ohne die Nachfrage über das grundsätzliche Interesse zu beantworten), ob die Bürgerarbeit freiwillig ist, um aus der Sache rauszukommen. Die Frage wurde allerdings nicht eindeutig beantwortet, sondern es wurde weiter Druck gemacht.

Bürgerarbeit, 1€-Jobs usw., alles Instrumente um den "Bodensatz" der Gesellschaft auszubeuten. Leider lassen es zu viele ohne Gegenwehr über sich ergehen. Die einen aus Unwissenheit, anderen aus Angst vor Sanktionen oder gar Hoffnung. Alles Mist.

Wer ist denn schon durch die Bürgerarbeit oder 1€ Euro Job an eine gut bezahlte Festanstellung in seinem gelernten Beruf gekommen? Sieht die Realität nicht eher so aus, dass sie sich oft von Job zu Job hangeln, ihnen immer wieder Versprechungen gemacht werden und sie quasi ständig nach dem letzten Strohhalm greifen?
« Letzte Änderung: 29. Juni 2012, 13:10:16 von Gast16358 »

Offline Angela1968

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #32 am: 29. Juni 2012, 13:45:18 »
Also ich muss hier mal was einwerfen. Ich arbeIte zwar auf dem 1. Arbeitsmarkt, hätte wenn ich 30 Studne in der woche arbeite würde nur 60 Euro brutto mehr.

Klar hätte ich gerne einen Job wo ich mehr verdiene und wenn es ihn gäbe würde ich ihn auch sofort nehmen. So wird es auch den Bürgerarbeitern gehen.

Und klar es ist ein unschönes Gefühl trot Arbeit noch von ALG II Leistungnen abhängig zusein. Trotz dem sehe ich es so das ich durch die Freibeträge immer noch mehr habe als ein ALG II Empfägner ohne Arbiet. Ich habe noch Zeiten erlebt wo das nicht der Fal war. Da habe ich genauso viel/wenig verdient und es gab keine Aufstoclung. Jedenfalls wenn es die gab hatte ich keine Ahnung davon. Da habe ich Vollzeit gearbeitet für 845 Eruo netto und jetzt durch die Aufstockung bekomme ich für 25 Wochenstunden 965 Euro.

Ich denke auch wenn es nicht viel ist und nicht so gut bezahlte Arbeit. Aber ich habe immer die Hoffnung wenn ich mich aus einer Arbeit heraus bewerbe kann ich mehr Lohn erwarten/verlangen als wenn ich jahrzehntelang ohne Arbeit war weil ich auf den Job gewartet habe wo ich Millionär werde.

Angela
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Gast81

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #33 am: 29. Juni 2012, 17:53:10 »
als wenn ich jahrzehntelang ohne Arbeit war weil ich auf den Job gewartet habe wo ich Millionär werde.

Blödsinn

Du verstehst es echt nicht.

Offline Angela1968

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #34 am: 30. Juni 2012, 00:14:53 »
Loewe,

tut mir leid wenn Du Dich angesprochen gefühlt hast. Eigentlich hatte ichallgemein und vor allem mikam geantwortet. Aber Du wirst schon wissen warum Du Dich angesprochen gefühlt hast.

Angela
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Gast81

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #35 am: 30. Juni 2012, 16:58:27 »
nö ich fühle mich nicht angesprochen. Nur sone Sprüche nerven. Man soll sich gefälligst immer ausbeuten lassen und hoffen das es besser wird. Typisches Sozialpädagogen gelaber.

Offline Angela1968

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #36 am: 30. Juni 2012, 20:34:30 »
Ich war immner der Meinung das im Forum jeder seine Meinung sagen darf. Aber ich habe das Gefühl das es so nicht ist. Solange ich der allgemienen Meinung bin ist es gut. Aber wehe wenn man eineandere Meinung hat..

Angela
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Offline coolio

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #37 am: 30. Juni 2012, 20:40:53 »
@Angela
Du bist hier im Bereich "Fragen und Antworten zu Hartz IV / ALG II".
Hier insbesondere sind Deine wiederholten überheblichen Äusserungen nicht gewollt und nicht gefragt und nicht zulässig.
Mach Dich endlich mal mit  http://hartz.info/index.php?action=custom;show=terms (Nutzungsbedingungen) vertraut.
Εν οίδα οτι ουδέν οίδα (Sokrates) alias: Scio nescire - zu deutsch: null Ahnung
Wer redet oder telefoniert, der verliert!
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Gast16358

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #38 am: 03. Juli 2012, 11:05:37 »
Ich denke auch wenn es nicht viel ist und nicht so gut bezahlte Arbeit. Aber ich habe immer die Hoffnung wenn ich mich aus einer Arbeit heraus bewerbe kann ich mehr Lohn erwarten/verlangen als wenn ich jahrzehntelang ohne Arbeit war weil ich auf den Job gewartet habe wo ich Millionär werde.

Angela

Das ist eben der springende Punkt. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Menschen regelmäßig den Sprung von der "Arbeitsgelegenheit" zu einer Festanstellung als Stammmitarbeiter schaffen. Vielmehr festigt sich der Eindruck, das Menschen (ohne große Qualifikationen) aus dem Niedriglohnsektor nur selten herauskommen. Nach dem Motto: Mensch gewöhnt sich an alles und letztlich werden diese Arbeitskräfte auch benötigt. Nur wird das nicht offen mit den Menschen kommuniziert. Stattdessen werden Hoffnungen geweckt, die sich letztendlich nur für einen extrem kleinen Anteil erfüllen. Und das sich dann oft die Menschen, die sich durch exzellente Leistungen auszeichnen und in dem Sektor folglich von Anfang an nichts zu suchen hatten. Alle anderen schauen, trotz Versprechungen, in die Röhre.

Kämpfe um jeden Lohn, als wäre es dein letzter. Und nicht den Hungerlohn annehmen nur weil Hoffnungen auf bessere Zeiten gemacht werden.

Uns geht es so gut, dass wir als Sozialstaat auftreten können. Sind aber nicht dazu in der Lage, jemanden der Vollzeit arbeitet, ein auskömmliches Leben zu sichern? Das passt vorne und hinten nicht. 

Offline goodwife

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #39 am: 03. Juli 2012, 11:36:15 »
Tja, die Frage ist wie immer: Wer ist hier der größere Narr?
Der Narr selbst oder der, der dem Narren folgt?  :scratch:

Solange Menschen im Niedrigstlohnsektor und Aufstockermillieu "einigermaßen zufrieden sind", besteht doch überhaupt kein Bedarf, etwas zu ändern. Und das JC ist zufrieden, die Arbeitgeber sind mehr als zufrieden, und die Poliktiker haben auch "alles richtig gemacht".

Fein.

LG, goodwife
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Offline irene

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #40 am: 04. Juli 2012, 01:16:57 »
Ich galube das dass jetzt passt,

hatte ja mal (2004) als oder mit Aufwandsentschädigung 20 Std. in der Woche angefangen. Nachdem mir nach einem Jahr angeboten wurde für 1 Euro/Std. auch 20 Std. in der Woche weiter zu arbeiten habe ich aufgehört. Seit dem März 2006 wurde ich dann mit 12 Std. sozialversicherungspfl. wieder angestellt. Bin jetzt bei 20 Std. und ab dem 01.07. rückwirkend bei 24 Std. und werde, nach meiner Trauerzeit auch auf, Frage von der GF ob ich auch mehr arbeiten würde, dann auf max. 32 Std. kommen.

Mit der Gehaltserhöhung seit 01.01.2012 kann ich dann leben ohne HARTZ IV. (Von der Gehaltserhöhung hatte ich ja auch schon berichtet),

Ich meine nur, man muss sich nicht klein machen aber einen "langen Atem" haben.

Dann wird es mir hoffentlich auch wieder gehen. (PS für alle aus dem anderen Thraed: es fällt mir noch unheimlich schwer, mich zu freuen aber es geht weiter)

Mit ganz lieben Grüßen
Irene

Gast14262

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #41 am: 04. Juli 2012, 10:31:59 »
Ich wurde von meiner Arbeitsberaterin zu einer anderen Beraterin gewiesen, die für die "Bürgerarbeit :heul:" zuständig war. Zuerst muss ja geprüft werden wie weit ich über haupt dafür tauglich wäre. Ich fragte diese nette Mitarbeiterin, ob überhaupt Bürgerarbeitsplätze vorhanden wären. Sie voller Überzeugung:" Natürlich mehr als genug!!" :zwinker: Also war ich 7 Monate in einer "Gesundheitsmaßnahme :lachen:" Dort wurde gebastelt, gehäkelt, gestrickt usw.. Nach den 7 Monaten bin ich wieder zu meiner "Bürgerarbeitsberaterin", die mir dann sagte, dass erst mal nichts zu machen wäre. Es würde keine Plätze geben. Vieleicht in einem halben Jahr. Nach weiteren Anfragen meinerseits wurde ich wieder an meine vorherige Arbeitsberaterin verwiesen, da keine Bürgerarbeitsplätze da wären. Also ein halbes Jahr umsonst gestrickt. :wand: Nun habe ich aber selber Arbeit gefunden. Ist zwar nur ein Teilzeitjob, aber besser als solche Maßnahmen, die nichts bringen. :ok:

Offline goodwife

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #42 am: 04. Juli 2012, 15:27:23 »
@Irene

Es freut mich für dich, daß du bald ein reguläres Einkommen haben wirst.

Solltest du diese Stelle bei dem gleichen AG bekommen haben, bei dem du den 1-Euro-Job in Fortsetzung verweigert hast, hast du auch  noch etwas wirklich Gutes bewirkt: Nämlich mit deiner Weigerung einen "echten Arbeitsplatz" statt einer Sklaverei geschaffen.

Glückwunsch und LG,
goodwife
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Offline irene

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #43 am: 05. Juli 2012, 23:45:35 »
Hey goodwife,

ich habe meine Arbeit bei demselben AG bekommen damals. Nur, die Vorstandsvorsitzende hatte gewechselt. Bei der "Alten" wäre ich nie durchgekommen oder angestellt worden. Das war auch die, die mich für 1 € pro Std. haben wollte. Sie war halt "Alt".

Der neue Vorstand stellte mich aber nach 8 Monaten sozialversicherungspflichtig ein und schätzt mich ja wohl. Von 12 Std. in der Woche bin ich jetzt auf 24 Std. in der Woche mit einer Gehaltserhöhung seit dem 01.01.2012.  Obwohl mein Kopf noch nicht so klar ist wie vor zwei Monaten.

Sie hätten auch beschließen können, dass ich erst in zwei Monaten Std.-Erhöhung bekomme. Aber nein, seit dem 01.07.2012 und geben mir trotzdem Schonfrist, dass ich mich ein wenig erhole.

Es gibt AG, die einen schätzen und auch Anerkennung damit mitteilen und nicht nur mit "schönen Worten".

HG Irene

Gast20067

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Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
« Antwort #44 am: 11. Oktober 2012, 16:49:03 »
Wahrscheinlich wird man mir wieder Arroganz nachsagen, dennoch ist es mir ein Bedürfnis meine Meinung zu sagen.
"Bürgerarbeit", sowie alle anderen Formen der augenwischenden Ausbeutung sind und bleiben immer nur das Eine:
Arbeitstherapie für ansonsten Unvermittelbare! "Bürgerarbeit" ist nicht der "zweite Arbeitsmarkt", es ist der "letzte AM"
(und das durchaus in doppelter Bedeutung).

Dennoch kann ich verstehen, das sich mancher "Hartzer" dafür entscheidet. Nicht jeder hat z.B. Hobbies, die ihn/sie auslasten
und zufrieden stellen. Nicht jeder hat einen Freundeskreis. Nicht jeder ist gerne "zu Hause" - vielen Leuten fällt zu Hause
tatsächlich die Decke auf den Kopf.

Sie jedoch einzubilden, als Bürgerarbeiter wäre man womöglich näher 'dran am s.g. "ersten AM" ist unzutreffend (s.u.a. die Ausführungen Ottokars im "Intro"). Es mag sein - wie jemand hier schrieb - das die Arbeit des Gepäckträgers eine ehrenvolle Arbeit sei (oder gewesen sei), ich bin da jedoch völlig anderer Meinung. Es ist eine Arbeit - ja. Und sie ist gewiss nicht unehrenhaft. Ob sie jedoch wirklich ehrenhaft ist im eigentlichen Sinne, möchte ich bezweifeln. Gleiches trifft auf ähnliche "Berufe" zu. Das sind alles Jobs für die nicht nur keine Ausbildungen nötig sind, es sind auch Arbeiten, die auf der sozialen Leiter die letzten Plätze einnehmen.

Am Ende geht es nur darum: Der Staat versucht mittlerweile auf jedem gangbaren Weg Geld zu sparen. Dazu zählt die AL-Statistiken zu säubern.
Nach dem Motto: "Warum sollen wir denen 700 Euro fürs "Faulenzen" bezahlen, wenn sie für 200 Euro mehr "was arbeiten" könnten. Um welche Arbeit es dabei geht, spielt kaum eine Rolle. An welchen Bahnhöfen - ausser den Grössten - werden denn wirklich Fahrkarteneinweiser oder Koffer-schlepper für Behinderte und Alte benötigt? Bis man der mißtrauischen Oma erklärt hat, dass man ihr helfen will, ist der Zug längst abgefahren (stell'  ich mir vor). Sind natürlich nur Beispiele. Nichts vom hier Gesagten beruht auf persönlichen Erfahrungen.

Es geht, wie gesagt, nicht darum "uns" - dem Bodensatz des Arbeitsmarktes - Mehreinnahmen zur Verfügung zu stellen, es geht auch nicht darum "uns" dem "ersten AM" näher zu bringen. Es geht um Neid! Es geht darum, dass wir noch um 10 Uhr pennen, während die s.g. "arbeitende Bevölkerung" um 7:15 Uhr im Stau steht. Es ist anerkannte Tatsache, dass moderne Konsum-Gesellschaften bis zu 10% Arbeitslosigkeit verkraften müssen. Das können sie auch - der  Kunde zahlt die Zeche!

Ich kann sogar die Verfechter des Ansatzes verstehen, die sagen, dass Arbeitslose (fast) JEDE Arbeit annehmen müssen. Ich jedoch stehe auf der anderen Seite und muss mir deren Hypothesen nicht zu eigen machen. Ich werde nie einsehen, dass eine Goldschmiedin als Schrotthändlerin arbeiten soll. Oder ein Zahntechniker als Laubsammler. Von Totgeburten wie "Bürgerarbeit" garnicht zu sprechen. Ich persönliche glaube nicht, dass von 100 "Hartzern" (mit Ausbildung/en) mehr als 5 scharf sind auf diese Art des Zeitvertreibs. Letztlich ist auch das nur eine Umdeutung der 1-Euro-Jobs!

Nicht mit mir!

Roller


Überflüssige Zeilenumbrüche zwecks besserer Lesbarkeit entfernt. LG Elsi
« Letzte Änderung: 14. Oktober 2012, 18:05:03 von Elsi »