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Autor Thema: Schockierende Zahlen: Immer mehr Kinder leben offenbar dauerhaft von Hartz IV  (Gelesen 173 mal)

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Offline Meck

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Immer mehr Kinder in Deutschland sind offenbar dauerhaft auf Hartz IV angewiesen. Wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf die Bundesagentur für Arbeit berichtet, stieg die Zahl der unter 15-Jährigen, die seit vier und mehr Jahren von Hartz IV leben, zur Jahresmitte auf 526.000.

Das seien rund 14.000 bzw. 2,8 Prozent mehr als zur Jahresmitte 2015. Darunter waren demnach 139.000 Kinder unter 7 Jahren und 387.000 zwischen 7 und 15 Jahren. Besonders stark von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind laut dem Bericht Alleinerziehende. Ihre Zahl stieg von knapp 630.000 Mitte 2015 auf rund 649.000 im Juni 2017. Im gleichen Zeitraum sank die Gesamtzahl der Dauer-Hartz-Bezieher um 4,2 Prozent: von 2,62 Millionen auf 2,52 Millionen.


-->> http://www.focus.de/finanzen/news/mehr-als-eine-halbe-million-schockierende-zahlen-immer-mehr-kinder-leben-offenbar-dauerhaft-von-hartz-iv_id_7836118.html

Offline Meck

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Kinder in Hartz IV: "Oft fehlt das Geld für neue Kleidung"
« Antwort #1 am: 14. November 2017, 19:33:22 »
"Die Eltern haben kein Geld, um ihren Kindern neue Kleidung zu kaufen, um mit ihnen in den Zoo oder ins Kino zu gehen, in den Urlaub zu fahren. Sie sind weitgehend ausgeschlossen vom gesellschaftlichen Leben, und haben es dann ganz schwer, da wieder herauszufinden."

Die Situation stelle für alle Beteiligten ein großes Problem dar, erläutert Wolansky. "Die Erwachsenen resignieren, sie fühlen sich stigmatisiert, oft wertlos, weil sie lange keine Arbeit hatten. Denn Arbeit besitzt einen sehr hohen Wert in unserer Gesellschaft. Viele finden gar nicht mehr die Kraft, sich aus dieser Situation zu ziehen, sie richten sich ein in diesem Zustand. Und nicht wenige werden daran krank."

Kindern fehlen Vorbilder in Familien. Kinder aus Familien von Transferleistungsbeziehern hätten es deshalb besonders schwer, sagt Schäfer. Ihnen fehle ein Vorbild das zeigt, dass man sein Leben selbstverantwortlich in die Hand nehmen kann, um es später einmal besser zu haben. Der Aktivierungsgedanke ist für den Arbeitsmarktexperten deshalb von zentraler Bedeutung. "Die Betroffenen müssen ständig mit Angeboten konfrontiert werden, mit Jobs aber auch mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie Bewerbungstrainings, Sprachtrainings oder Möglichkeiten, einen Führerschein zu machen. Zugleich muss Eigenverantwortung eingefordert werden, um zu verhindern, dass sich die Betroffenen an diesen Zustand gewöhnen und sich darin einrichten."


-->> http://www.t-online.de/finanzen/jobs/id_82689682/kinder-in-hartz-iv-oft-fehlt-das-geld-fuer-neue-kleidung-.html