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Autor Thema: Arbeitsmarkt: Anteil der Niedriglohnempfänger wächst rasant  (Gelesen 1200 mal)

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Offline Meck

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Mittlerweile verdient jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland weniger als zehn Euro in der Stunde. Neue Zahlen aus dem Arbeitsministerium zeigen einen klaren Trend.

Rund 20 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten einem Zeitungsbericht zufolge für einen Niedriglohn unter zehn Euro in der Stunde. In Ostdeutschland liege ihr Anteil sogar bei 30 Prozent, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Daten des Bundesarbeitsministeriums.

Die geringste Niedriglohnquote weist demnach Hamburg (15,5 Prozent) aus, die höchste Mecklenburg-Vorpommern (35,5 Prozent), dicht gefolgt von den übrigen ostdeutschen Ländern, die alle Werte über 33 Prozent zeigen.


-->> http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-12/arbeitsmarkt-niedriglohn-anteil-beschaeftigte

Offline Atalante

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  • Weg mit den "Agenda 2010-Reformen"!
Re: Arbeitsmarkt: Anteil der Niedriglohnempfänger wächst rasant
« Antwort #1 am: 12. Dezember 2016, 13:11:23 »
Mit der Ein-und Durchführung der Agenda 2010 mit "HartzIV" hat DAS natürlich überhaupt gar nichts und Null und niente zu tun...
Die Leute, die zu diesen Löhnen arbeiten, verdienen es einfach nicht besser, sie sind schließlich selber Schuld, hätten sich ja was besser bezahltes suchen können...

MfG
Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.  (J. M. Keynes?)
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.
Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren!(B. Brecht)
In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.(Kurt Tucholsky)

Offline hydractiv58

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Re: Arbeitsmarkt: Anteil der Niedriglohnempfänger wächst rasant
« Antwort #2 am: 12. Dezember 2016, 14:47:23 »
Atalante,nicht das Suchen ist das Problem.Das können die Leute wie die Weltmeister,sie finden aber oft nur Arbeit mit Bezahlung auf Kreisliga-Niveau.

Gast39931

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Re: Arbeitsmarkt: Anteil der Niedriglohnempfänger wächst rasant
« Antwort #3 am: 12. Dezember 2016, 15:52:28 »
Das Zauberwort heisst Globalisierung mehr braucht man dazu nicht schreiben.

Offline Hexe

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Re: Arbeitsmarkt: Anteil der Niedriglohnempfänger wächst rasant
« Antwort #4 am: 12. Dezember 2016, 18:18:29 »
Die haben alle nichts gelernt ! Die kriegen was sie verdienen .
LG Hexe
Ich erteile keine Rechtsberatung sondern gebe nur meine eigene Erfahrung weiter

Offline Meck

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Immer mehr Hungerlöhne in Deutschland
« Antwort #5 am: 19. Dezember 2016, 13:25:15 »
Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt, und in diesem „Paradies“ wächst die Zahl der Niedriglöhner rapide. Jeder fünfte arbeitet für unter zehn Euro die Stunde.

2015 ergab eine Studie von Thorsten Kalina und Claudia Weinkopf: „Im Jahr 2013 arbeiteten in Deutschland 24,4% aller abhängig Beschäftigten für einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 9,30 € pro Stunde. Damit hat sich der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten gegenüber 2012 kaum verringert. Im Durchschnitt erzielten die rund 8,1 Millionen gering bezahlten Beschäftigten einen Stundenlohn von 6,72 € und lagen damit deutlich unter der Niedriglohnschwelle.“ 2014 arbeiteten 21, 4 % der Beschäftigten unterhalb der offiziellen Niedriglohnschwelle von 10,00 Euro pro Stunde.


-->> http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/immer-mehr-hungerloehne-in-deutschland.php

Offline oldhoefi

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Re: Arbeitsmarkt: Anteil der Niedriglohnempfänger wächst rasant
« Antwort #6 am: 06. August 2017, 01:25:58 »
Der nach Gerhard Schröder "beste Niedriglohnsektor", der in Europa geschaffen wurde, betrifft mehr als jeden fünften Arbeitnehmer in Deutschland

Ich möchte auf einen lesens- und wissenswerten Artikel vom Kollegen Prof. Dr. Stefan Sell verweisen.

Im Januar 2005 - Hartz IV hatte gerade das Licht der Welt erblickt - preist der damalige Noch-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sein ganz besonderes Kind: "Wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt."

Nun war das im Jahr 2005. Mittlerweile sind wir in 2017 angekommen. Und da, nach Jahren des "Jobwunders" in Deutschland, wird man mit so einer Meldung konfrontiert: Knapp jeder Vierte arbeitet im Niedriglohnbereich: Der Anteil der Arbeitnehmer, die in Deutschland einen Niedriglohn beziehen, ist im europäischen Vergleich hoch. So verdienen 22,5 Prozent der Beschäftigten unter der Niedriglohnschwelle von 10,50 Euro pro Stunde […]

weiterlesen - Artikel vom 17.06.2017 --> https://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.co.uk/2017/06/niedriglohnsektor-in-deutschland.html

Zahlen und Grafiken --> http://www.portal-sozialpolitik.de/info-grafiken/niedrigloehne-europa-2014

(Zitat und Quelle: Harald Thomé - Newsletter vom 28.06.2017)
„Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ (Heinrich Heine)

Offline CCR

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Re: Arbeitsmarkt: Anteil der Niedriglohnempfänger wächst rasant
« Antwort #7 am: 08. August 2017, 17:48:51 »
vergleicht man die Löhne zu DM Zeiten und die gestiegenen Kosten sollte eigentlich 1DM ein 1Euro wert sein.
Wer immer die Wahrheit sagt, muß sich viel weniger merken.
Mark Twain