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Autor Thema: Kindertagesstätten: Der Staat bezahlt für Kita-Personal, das es gar nicht gibt  (Gelesen 2282 mal)

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Offline KnotenKurt

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Und ich bin freiwillig in eine KiTa nach der Schule, weil ich es bei meinen Großeltern nicht ertragen habe.
So unterschiedlich sind nunmal Familienbande untereinander.

Offline Planloser

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Zitat von: Lady Miou am 19. Juni 2017, 19:37:14
Das Märchenbuch kann geschlossen bleiben, denn hier geht es um die heutigen Methoden die unsere Kinder und Enkel krank machen, mit den Forderungen die an sie gestellt werden. Außerdem geht es darum wie sich AG (Kitas) unkontrolliert bereichern.

Wer fordert den nun was? Viele Eltern wollen doch das die Kinder keine Kindheit mehr haben sondern im Kindesalter auf Leistung getrimmt werden damit Sie es später mal leichter haben - ja als soziale Krüppel funktioniert das ganz toll, das hat doch weder der Staat angeordnet noch irgendjemand drittes sondern das wurde von der breiten Masse der Eltern gefordert den auch die glauben an irgendwelche unsicheren Zeiten, der stärkste überlebt u.ä. Parolen. Es ist nicht ohne Grund so das die KiTas mit den angeblich besten Lernprogrammen quasi überlaufen.

Das sich private Kitas bereichern ist nun alles mögliche nur auch nicht wirklich neu, das impliziert "Privat" nun einmal, das ist kein Verein oder eine Treuhändergesellschaft o.ä..

@Hexe

Ich will dir nicht auf die Füße treten aber die Kindheit... das klingt alles so wunderbar nach den 60ern vl. auch noch 70ern. Liege ich da richtig?
Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.

Offline Hexe

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Kindergarten war nicht möglich und auch nicht nötig.
Bevor wir zu meiner Oma zogen, waren immer 2 von uns bei ihr in den Ferien.
Und meine Oma kam 1x die Woche zu uns und half meiner Mutter mit der Wäsche. es gab da noch keine Waschmaschine.

Zitat von: Planloser am 19. Juni 2017, 20:43:40
@Hexe

Ich will dir nicht auf die Füße treten aber die Kindheit... das klingt alles so wunderbar nach den 60ern vl. auch noch 70ern. Liege ich da richtig?

Korrekt ! Allerdings haben meine Kinder es ähnlich gehabt,da ich bei meinen Ex Mann angestellt war.

Ich bin froh darüber das meine Eltern in kein Pflege/ Altenheim mussten.

Ich denke meine Kinder werden diese Option eventuell nicht haben später
Das 3 meiner Kinder Vormittags im KiGa waren, war für mich eine Entlastung.

LG Hexe
Ich erteile keine Rechtsberatung sondern gebe nur meine eigene Erfahrung weiter

Offline Lady Miou

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Zitat von: Planloser am 19. Juni 2017, 20:43:40
Viele Eltern wollen doch das die Kinder keine Kindheit mehr haben sondern im Kindesalter auf Leistung getrimmt werden damit Sie es später mal leichter haben - ja als soziale Krüppel funktioniert das ganz toll, das hat doch weder der Staat angeordnet noch irgendjemand drittes sondern das wurde von der breiten Masse der Eltern gefordert den auch die glauben an irgendwelche unsicheren Zeiten, der stärkste überlebt u.ä. Parolen.

Ach, und wer will am Besten nur noch Studierte (Master und Co.) einstellen und zwingen dadurch indirekt die Eltern und Kinder zu Leistung, Leistung, Leistung? Somit sind es doch die Gegebenheiten am Arbeitsmarkt ( Zukunft Digital) das Eltern auf die Leistungen der Kinder dringen, damit diese nicht in der Hartz oder Armutsfalle landen.
Nur es beginnt zu früh, da sind die Kinder noch zu ungefestigt in ihrem Wesen. Das macht sie zu emotionalen Krüppel, und wir wundern uns das sie immer aggressiver und aufsässiger werden. Nur sind wir es die ihnen die ersten 3 Jahre zur Festigung ihres Wesen klauen, damit die Frauen dem Arbeitsmarkt mehr zur Verfügung stehen können!
Wenn Du ihre Zuneigung verdient hast, wird eine Katze dein Freund sein, aber niemals dein Sklave.          -Thèophile Gautier

Offline KnotenKurt

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Stellt sich mir eher die Frage, wie gefestigt denn wohl die Eltern sind, bevor sie Kinder in die Welt setzen...

Was nutzt mir eine Mutter zu Hause, der ich durch bloße Existenz schon auf den Wecker falle?

Offline Lady Miou

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Zitat von: KnotenKurt am 19. Juni 2017, 21:29:17
Stellt sich mir eher die Frage, wie gefestigt denn wohl die Eltern sind, bevor sie Kinder in die Welt setzen...
Möchtest du das jetzt verallgemeinern?  :scratch:

Bei uns in der Familie heißt/hieß es ganz klar, wir bekommen nicht Kinder um sie anderen Menschen zu überlassen, die Erziehung liegt in unseren Händen und so sind die Kinder frühestens mit 3 Jahren halbtags in den Kindergarten gegangen.
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Offline KnotenKurt

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Zitat von: KnotenKurt am 19. Juni 2017, 21:29:17
Stellt sich mir eher die Frage, wie gefestigt denn wohl die Eltern sind, bevor sie Kinder in die Welt setzen...
Möchtest du das jetzt verallgemeinern?  :scratch:

Du verallgemeinerst doch selbst permanent.

Offline Lady Miou

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Zitat von: KnotenKurt am 19. Juni 2017, 21:35:56
Du verallgemeinerst doch selbst permanent.

Nein, ich habe Fakten aufgezählt und nicht meine Situation als allgemeingültig genommen. Siehe Links!
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Offline Hexe

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Zitat von: Lady Miou am 19. Juni 2017, 21:32:18
die Erziehung liegt in unseren Händen und so sind die Kinder frühestens mit 3 Jahren halbtags in den Kindergarten gegangen.

So war es bei meinen beiden mittleren.Mein ältester war gar nicht im KiGa und meine jüngste mit 4 1/2 Jahren.
Ich war da allerdings auch Alleinerziehend.
LG Hexe
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Offline Lady Miou

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Zitat von: Hexe am 19. Juni 2017, 22:10:20
Ich war da allerdings auch Alleinerziehend.

Ich erst als sie in die Schule gingen! Nur Meine haben und hatte kein ADHS oder zig Allergien, wie es heute Gang und Gäbe ist. Meine hatten die Zeit die sie zur Entwicklung brauchten, sie sind selbstbestimmte Persönlichkeiten geworden. War bei dir ähnlich, nicht wahr?
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Offline Planloser

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Genau die gleichen Personen die ihre Kinder nur noch ausschließlich auf das Gymnasium schicken wollen, die Realschule und Hauptschule als Vorbereitung zur Arbeitslosigkeit sehen bis man vor lauter Verzweiflung die letzten beide zur Gesamtschule zusammengepackt hat um überhaupt ein Auffanglager zu bieten den fast niemand wollte sein Kind mehr in die Hauptschule stecken. 50% machen Abitur... wofür? Weil es der Arbeitsmarkt verlangt? Nee... weil es der Arbeitsmarkt sich aussuchen kann und diejenigen mit der schlechteren schulischen Ausbildung schlichtweg weggeschmissen werden. Man bietet die Kinder wie ein Stück Fleisch an und der Gourmet Arbeitsmarkt sucht sich die besten raus, es ist ihm völlig egal... wenn er 100 Azubis braucht dann ist die absolute Qualität kaum ausschlaggebend sondern nur die Relative wie das Stück Fleisch als zu anderen Portionen schmeckt. Weil essen muss am Ende jeder aber er wird sich das beste schon raussuchen. Das macht jeder beim einkaufen genauso.

Als die meisten noch zur Haupt und Realschule gingen hat man halt die genommen, gäbe es eine Stufe unter der Hauptschule hätte man die auch genommen würde man die Arbeitskräfte benötigen.

Anders ausgedrückt: Würde jeder auf Professor studieren hätten wir immer noch die gleiche Arbeitslosigkeit weil diese Arbeitslosigkeit eben doch ein Indikator ist das nicht jeder in der Gesellschaft benötigt wird und es Ausscheidungskriterien in einer Marktwirtschaft gibt, egal wie hoch oder niedrig Sie sein mögen - es gibt Sie schlichtweg und damit auch Ausschußware... also Arbeitslosigkeit. Um das zu umgehen versuchen Eltern also ihre Kinder auf Leistung zu trimmen - das nennt sich nämlich Wettbewerb d.h. die besten gewinnen und das ist eben wie beim Weglaufen vor einem Bären: Man muss nicht schneller sein als der Bär aber schneller als der Langsamste sein.
Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.

Offline Lady Miou

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Zitat von: Planloser am 19. Juni 2017, 22:44:02
es gibt Sie schlichtweg und damit auch Ausschußware... also Arbeitslosigkeit.
Davor möchten aber die meistens Eltern ihre Kinder bewahren und es wird doch massiv suggeriert, Leistung und Bildung ab den kleinsten Beine an, sorgt dafür das man nicht als Erwachsener erwerbslos ist. Also Frühförderung am besten ab der Wiege. Das es Quatsch ist, da es in den nächsten Jahrzehnten nicht genügend Arbeit für alle geben wird, ist ein weiterführendes Thema.
Hier geht es ja erstmal um die Kleinen unserer Gesellschaft! Kinder in den Kitas!
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Offline Hexe

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