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Hilfebereich => Fragen und Antworten zu Hartz IV / ALG II => Thema gestartet von: Ottokar am 06. März 2012, 10:49:23

Titel: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Ottokar am 06. März 2012, 10:49:23
Es gibt im Forum verstreut viele Themen und Beiträge dazu. Ich will versuchen, nachfolgend das Wichtigste davon zusammenzufassen.

Das Wichtigste zuerst
Das Modellprojekt Bürgerarbeit besteht aus einer mind. 6monatigen sog. Aktivierungsphase, an diese schließt sich eine mögliche Beschäftigungsphase an, die sog. Bürgerarbeit.
Während der Aktivierungsphase soll intensiv versucht werden, den Arbeitslosen auf dem 1. Arbeitsmarkt unterzubringen, vorrangig durch Abbau von Vermittlungshemmnissen, z.B. durch Weiterbildung. Zulässig sind jedoch alle Eingliederungsmittel, auch AGHs (sog. 1 Euro Jobs).
Gelingt dies innerhalb der ersten 6 Monate nicht, so kann die Aktivierungsphase unbefristet verlängert werden.
Alternativ kann der Teilnehmer an diesem Projekt einen Bürgerarbeitsjob angeboten bekommen. Das Problem hierbei ist, dass diese ca. 4fach überzeichnet sind, d.h. auf 4 Teilnehmer an diesem Projekt kommt gerade mal ein Bürgerarbeitsjob.
Einen Rechtsanspruch darauf gibt es ohnehin nicht.
Das Grundproblem für die nur wenigen Bürgerarbeitsjobs liegt offensichtlich hauptsächlich darin, dass diese den selben Zulassungsvorausetzungen unterliegen, wie AGHs. Allerdings sind hier Tricksereien nur schwer möglich, da die Zulassung derselben nicht wie bei AGHs vor Ort durch die Jobcenter erfolgt, sondern durch das Bundesverwaltungsamt (http://www.bva.bund.de). "Kreative" Träger gehen somit das Risiko ein, sich bei Missbrauch Regressforderungen gegenüber zu sehen, die ihre Existenz vernichten könnten.
Die Bundesregierung muss diesbezüglich auch der EU Rechenschaft ablegen, denn die Bürgerarbeitsjobs werden zu fast 50% mit EU-Mitteln (ESF) bezahlt. Wird da Missbrauch festgestellt, muss Deutschland alles zurückzahlen, das will man verständlicherweise verhindern.
Trotzdem liegen uns verschiedene Berichte über Bürgerarbeitsjobs vor, deren Tätigkeitsinhalt ganz offensichtlich erheblich von dem gesetzlich zulässigen (und vermutlich auch von den im Antrag an das Bundesverwaltungsamt genannten) abweicht.
Beschwerden über möglichen Missbrauch können und sollten (unter Angabe der Maßnahmenummer) direkt an das Bundesverwaltungsamt (http://www.bva.bund.de/cln_092/nn_2143582/DE/Aufgaben/Abt__II/esf-projekte/Buergerarbeit/Buergerarbeit-inhalt.html?__nnn=true) gerichtet werden. Zuständig ist die Abteilung II, Referatsgruppe II B, Referat II B 2.

Uns ist bis jetzt kein Fall bekannt, wo ein Bürgerarbeitsplatz tatsächlich zu einem Job auf dem 1. Arbeitsmarkt führte.
Auch die Presse berichtet des öfteren über den Flop beim Bürgerjob.
De facto spricht ja ohnehin schon die Realität dagegen, denn aufgrund der o.g. Zulassungsbeschränkungen werden Bürgerarbeitsplätze ohnehin nur für Tätigkeiten eingerichtet, für die es keine Jobs auf dem 1. Arbeitsmarkt gab, gibt und geben wird.

Seit 06.04.2011 ist im Rahmen des Modellprojekts Bürgerarbeit auch Arbeitnehmerüberlassung zulässig, d.h. der Träger, beim dem der Bürgerarbeiter angestellt ist, darf diesen im Rahmen der zulässigen Tätigkeiten an Dritte ausleihen.
=> http://www.bva.bund.de/cln_092/nn_2143582/DE/Aufgaben/Abt__II/esf-projekte/Buergerarbeit/Aktuelles/Meldungen/Aktuelles__110413.html?__nnn=true

Ein paar Fakten
Anträge auf Bürgerarbeitsplätze konnten bis zum 31.12.2011 beim Bundesverwaltungsamt gestellt werden.
Die Bewilligung beantragter Bürgerarbeitsplätze muss bis zum 01.05.2012 erfolgen. Bis dahin müssen auch alle bewilligten Bürgerarbeitsplätze bereits einmal mit einem Teilnehmer besetzt worden sein, sonst werden dafür keine Fördermittel mehr ausgegeben.
Alle Bürgerarbeitsplätze enden spätestens zum 31.12.2014.
Die Anzahl der bewilligten Bürgerarbeitsplätze nach Bundesländern findet man hier (http://www.bva.bund.de/cln_092/nn_2143582/DE/Aufgaben/Abt__II/esf-projekte/Buergerarbeit/Statistik/Statistik__inhalt.html?__nnn=true).

Den Stand zum 29.12.2011 berichtet das Bundesverwaltungsamt wie folgt:
bewilligte Stellen: 31003
abgelehnte Stellen: 1695 (wobei man hier davon ausgehen kann, dass diese Zahl künstlich geschönt wurde, indem man zuerst auffordert, Anträge zurückzuziehen um eine Ablehnung zu vermeiden)
bewilligte Stellen nach Bundesländern:
Sachsen-Anhalt4927
Nordrhein-Westfalen3275
Sachsen3106
Brandenburg3045
Berlin2352
Thüringen2331
Niedersachsen2303
Bayern1721
Mecklenburg-Vorpommern1710
Saarland1548
Baden-Württemberg1482
Hessen1122
Schleswig-Holstein880
Rheinland-Pfalz642
Bremen419
Hamburg140

Die rechtliche Seite
Verdi vertritt die Auffassung, das Bürgerarbeit einen extremen Niedriglohnsektor etablieren und dass Bürgerarbeit nicht vom Geltungsbereich des TVöD ausgenommen ist. Gegensätzliche Aussagen des BMAS und der BA entsprächen lt. Verdi nicht der Wahrheit und wären nicht von verdi autorisiert.
Konkret heißt das, dass ein Bürgerarbeiter auf Zahlung eines Tariflohnes nach TVöD klagen kann.
Zum Artikel bei gegen-hartz.de => http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-buergerarbeit-oder-buergerzwang-10195.php
Die Positionspapiere von verdi:
http://hartz.info/dateien/pdf/buergerarbeit/Erwerbslose-zum-Thema-Burgerarbeit.pdf
http://hartz.info/dateien/pdf/buergerarbeit/verdi-Buergerarbeit_und_TVoeD_1110.pdf
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Luzie0162 am 09. März 2012, 10:01:35
Zitat
Uns ist bis jetzt kein Fall bekannt, wo ein Bürgerarbeitsplatz tatsächlich zu einem Job auf dem 1. Arbeitsmarkt führte.
einen Fall kann ich benennen, mein Nachbar hat es über Bürgerarbeit zum Job auf ersten AM geschafft, nur mit dem Nachteil das er immer befristete AV erhält ( 6 monatig) und die Arbeit ist Saisonbedingt. Der Lohn ist annähernd gleichgeblieben.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast81 am 09. März 2012, 12:39:25
für mich ist das dann kein erster AM.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast11633 am 10. März 2012, 11:46:40
Interessant fand ich gestern einen Beitrag auf einsextra. Dort wurde gezeigt, dass es jetzt Bürgerarbeiter gibt, die Mobilunterstützung an Bahnhöfen leisten. Sie lauern bei eintreffenden ÖPNV auf Fahrgäste, mit sichtbaren Beeinträchtigungen und bieten ihre Dienste an: Begleitung zum Bahnsteig und Gepäck tragen.
Ersteres war in meiner Jugendzeit ein Bedürfnis der Mitmenschen, anderen in der Öffentlichkeit bei Beeintächtigung von selbst zu helfen. Letzteres war in meiner frühen Kindheit noch ein ehrenwerter Beruf, der des Gepäckträgers. Die Betreiber dieser "Maßnahme" äußerten auch, diese Bürgerarbeitsstellen zukünftig in den ersten Arbeitsmarkt zu überführen. Da darf man dann gespannt sein, was die "selbstlose Hilfe" von Mitmenschen dann an Verkehrsknotenpunkten kosten wird ....
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Vocans am 10. März 2012, 22:14:53
Öhm, dieser Beruf nennt sich seit letztes Jahr Zugbegleithilfe und wird von der Bahn mit einem Stundenlohn im Osten 8,50 €uro und im Westen mit 9,50€uro. Dazu gibt es dann noch die Security, die die Züge sauber halten ( Alkoholiker, Randalierer ) mit einem Stundenlohn von 11,70 €uro.
Dies ist also kein zusätzlicher Job und hat mit einer ABM oder Bürgerarbeit nichts zu tun. Hier ist rein gar nichts zusätzlich, denn die Zugbgleithilfen helfen den älteren Menschen mit dem einpacken der Koffer, helfen bei der Zugverbindung, fahren als Begleitperson für Behinderte mit usw.
Daher Lutz, falls dir welche bekannt sein sollten, die dies als Bürgerarbeit machen, kannst denen ja sagen, daß sie auf vollen Lohn bestehen sollen, wo auch in die AV eingezahlt wird.
Und das Übliche mit Zoll, KK usw.
Würde ich hier in W welche finden, dann kläre ich die auch über diese Sache auf und das sie sich gefälligst wehren sollen.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast11633 am 11. März 2012, 10:02:18
@Vocans, der Bericht kam aus dem Süden unseres Landes. Hier vor Ort verschwinden jetzt langsam auch die Leute mit ihrer Kneifzange, die den Wohlstandsmüll anderer Bürger als illegale Stadtreinigung beseitigen sollten. Sie werden jetzt eher in weniger öffentlich sichtbaren Betreichen und Zeiten eingesetzt...
 
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Fouxie am 26. April 2012, 02:18:32
Bei uns gibt es so etwas nicht, der Geschäftsführer der - damals noch ARGE - bezeichnete dies mal als "Schwachsinn" ... Ich glaube auch nicht, dass dies jemand in den ersten AM bringt und damit meine ich tariflich (nicht IGZ etc.) bezahlte Arbeit. Für mich ist das Ausbeutung und - noch schlimmer - Verarsche der Menschen, denen damit Hoffnung gemacht wird, darüber eine echte Chance auf einen Wiedereinstieg in den 1.AM zu bekommen. Da sind die EEJs schon die ehrlichere Form der Ausbeutung <Sarkasmus off>
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: coolio am 26. April 2012, 02:36:00
@Ottokar
wieder mal erste Sahne!
Verständnisfrage:
Bürgerarbeit unterliegt demnach denselben Regeln wie Maßnahmen und AGH's?
(Zusätzlichkeit usw.)
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Ottokar am 27. April 2012, 10:07:55
Zitat von: coolio am 26. April 2012, 02:36:00
Bürgerarbeit unterliegt demnach denselben Regeln wie Maßnahmen und AGH's?
(Zusätzlichkeit usw.)
Korrekt. So schreibt es auch die BA auf ihren Seiten dazu.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Atalante am 27. April 2012, 17:40:32
Interessant fand ich gestern einen Beitrag auf einsextra. Dort wurde gezeigt, dass es jetzt Bürgerarbeiter gibt, die Mobilunterstützung an Bahnhöfen leisten. Sie lauern bei eintreffenden ÖPNV auf Fahrgäste, mit sichtbaren Beeinträchtigungen und bieten ihre Dienste an: Begleitung zum Bahnsteig und Gepäck tragen.
...

Kann das sein, dass der Bericht aus Saarbrücken war? Weil hier machen die genau DAS. Zusätzlich dann noch Hilfe bei der Bedienung der Fahrkartenautomaten und, was ich gehört habe, soll es später auch noch eine Art "Verbindungsinformation" geben, sprich, wenn einer fragt: "Wie komm ich denn jetzt mit dem Bus von hier zu derunder Sehenswürdigkeit?" dann soll der Bürgerarbeiter Auskunft geben, welche Linie, wo Umstieg usw...

MfG
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Ottokar am 30. April 2012, 08:43:59
Zitat von: Atalante am 27. April 2012, 17:40:32
Kann das sein, dass der Bericht aus Saarbrücken war? Weil hier machen die genau DAS. Zusätzlich dann noch Hilfe bei der Bedienung der Fahrkartenautomaten und, was ich gehört habe, soll es später auch noch eine Art "Verbindungsinformation" geben, sprich, wenn einer fragt: "Wie komm ich denn jetzt mit dem Bus von hier zu derunder Sehenswürdigkeit?" dann soll der Bürgerarbeiter Auskunft geben, welche Linie, wo Umstieg usw...
Interessant: Bürgerarbeiter ersetzen/ergänzen das Servicepersonal der Deutschen Bahn.
Da muss das Bundesverwaltungsamt aber auf beiden Augen blind gewesen sein, oder der Maßnahmeträger hat eine äußerst kreative Jobbeschreibung geliefert (kurz: es wird etwas ganz anderes gemacht, als drin steht), dass so offensichlich gegen die Zulassungsbedingungen verstoßende Bürgerjobs genehmigt wurden.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Atalante am 30. April 2012, 18:38:30
...
Interessant: Bürgerarbeiter ersetzen/ergänzen das Servicepersonal der Deutschen Bahn.
Da muss das Bundesverwaltungsamt aber auf beiden Augen blind gewesen sein, oder der Maßnahmeträger hat eine äußerst kreative Jobbeschreibung geliefert (kurz: es wird etwas ganz anderes gemacht, als drin steht), dass so offensichlich gegen die Zulassungsbedingungen verstoßende Bürgerjobs genehmigt wurden.

Das ist die "öffentliche" Beschreibung für das Projekt: http://www.mobia-saar.de/de/projekt/projektbeschreibung
Diese Mobilitätshilfe ist für die Busse und die Stadtbahn(Saarbahn) hier bei uns gedacht. Fahrkartenautomaten gibts an jeder Saarbahnhaltestelle und an manchen Bushaltepunkten (da wo viel "los" ist). Das mit dem "Verbindungen sagen" wurde mündlich mitgeteilt. Inwieweit das schon läuft, weiss ich nit.
Das Ganze läuft hier über den saarländischen Verkehrsverbund(saarVV) und einen stadteigenen "Bildungsträger" so kooperationsmäßig, vielleicht deshalb (und weil der saarVV als "eigenständiges" Unternehmen gilt), hat die Bahn erstmal nix damit zu tun? Vorerst läuft das Projekt nur für Saarbrücken selbst, aber je nachdem, wie es läuft(Akzeptanz o.Ä.), soll wohl ausgebaut werden...

MfG
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Ottokar am 01. Mai 2012, 15:16:15
Die Rede (bei Lutz) war von Bahnhöfen, deshalb meine Annahme, das es sich um die DB handelt.
Bei Bussen und Straßenbahnen nennt man das üblicherweise nur Haltestellen.
Sofern die Saarbahn bzw. der saarländischen Verkehrsverbund keine gGmbH und damit auf Profit ausgelegt ist, dürfte auch dort ein Bürgerjob unzulässig sein.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast20284 am 01. Mai 2012, 20:01:28
Hallo,
Das Modellprojekt Bürgerarbeit,
ja also vorne weg ich bin in der Bürgerarbeit, ich habe mich damals dafür freiwillig gemeldet (allerdings wenn ich gewusst hätte was da alles noch kommt hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht).
Angefangen davon das man 1 Jahr (glaube ich kann mich daran nicht mehr so recht dran erinnern) Bewerbungen schreiben musste, 1 mal im Monat musste ich zum Gespräch im Jobcenter, ich wurde von Angeboten der Bürgerarbeit überhäuft ( viel zu viel) davon waren überwiegend viele die stellen noch garnicht vom Land bewilligt bekommen hatten also Bewerbung umsonst. Manchmal hatte ich nicht nur einen Termin beim Jobcenter im Monat sondern zwei für die gleiche Sache weil die Sachbearbeiter sich nicht abgesprochen hatten. Das war so meine Erfahrung mit dem Jobcenter nun zur eigentlichen Bürgerarbeit.

Ich habe damals gesagt( ich bin jetzt 7 Monate im Job) das ich etwas Gemeinnütziges machen möchte was keine Jobs kaputt macht und so Kamm es auch. Heute bin ich bei einer Behinderten Einrichtung angestellt, ich Arbeite mit Behinderten Menschen erlerntes wieder aufzuarbeiten, der Job macht mir sehr viel spass und den gibt es in dieser Firma so nicht noch mal. Ich denke das ich wohl eine unter ich weiß nicht wie vielen bin die es ganz gut getroffen hat, klar es sind nur 900 Euro im Monat die ich verdiene es könnte schon ein bisschen mehr sein das ist richtig.

Ich denke die Bürgerarbeit an sich ist Statistik Wischerei das sage selbst ich obwohl ich in dem Job zufrieden bin.

lg
Ivonne
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Angela1968 am 01. Mai 2012, 20:13:08
Also Ivonne,

muss ich auch mal was dazu schreiben. Eigentlich müssstst Du ja die Bewerbungspflicht immer noch haben, sofern Du noch aufstockende ALG II Leistungen empfängst. Selbst Leute die auf dem 1. Arbeitsmarkt beschäfigt sind müssen sich neben ihrem Job beweben, wenn sie aufstockende ALG II Leistungen empfangen.
Manch einer auf dem 1. Arbeitsmarkt würde sich freuen wenn er eine Jobgarantie auf 3 Jahre hätte. Bei uns wurde gerade ein Kollege der einen unbefristeten Areitsvertrag hatte nach über 2 Jahren gekündigt.

Auch ich bin auf dem 1. Arbeitsmarkt beschäftigt. Ich hoffe es tröstet Dich ein weig das ich bei eienr 30 Stunden Woche, wie bei der Bürgerarbeit also, nur ca. 65 Euro Brutto mehr hätte.

Angela
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast20284 am 01. Mai 2012, 20:20:32
Also Ivonne,

muss ich auch mal was dazu schreiben. Eigentlich müssstst Du ja die Bewerbungspflicht immer noch haben, sofern Du noch aufstockende ALG II Leistungen empfängst. Selbst Leute die auf dem 1. Arbeitsmarkt beschäfigt sind müssen sich neben ihrem Job beweben, wenn sie aufstockende ALG II Leistungen empfangen.
Manch einer auf dem 1. Arbeitsmarkt würde sich freuen wenn er eine Jobgarantie auf 3 Jahre hätte. Bei uns wurde gerade ein Kollege der einen unbefristeten Areitsvertrag hatte nach über 2 Jahren gekündigt.

Auch ich bin auf dem 1. Arbeitsmarkt beschäftigt. Ich hoffe es tröstet Dich ein weig das ich bei eienr 30 Stunden Woche, wie bei der Bürgerarbeit also, nur ca. 65 Euro Brutto mehr hätte.

Angela



Hallo Angela,
Das siehst du richtig mit den Bewerbungen die muss ich trotzdem noch schreiben. Das JobCenter wollte mich sogar dort wieder raus holen und in eine 6 Monatigen befristeten Zeitarbeit stecken wenn nicht mein Chef ein Machtwort mit dem Jobcenter gesprochen hätte wäre ich da schon wieder raus.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: seberich am 01. Mai 2012, 20:25:32
Also Ivonne,

ich mache auch seit März Bürgerarbeit (BA) und bin sehr zufrieden. Und mir macht meine BA sehr viel Spaß.  Und ich werde echt gut behandelt. :smile: Nur bekommt das JC die Bezahlung irgendwie nicht auf die Reihe, wie man in diesem thread (http://hartz.info/index.php?topic=44870.0) lesen kann. Was jetzt wohl aber nichts spezifisch mit BA zu tun und wohl oft so ist wenn man austockendes ALG II bekommt. Das mit der Bezahlung nervt nur ziemlich  .... :sad:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast20284 am 01. Mai 2012, 20:29:37
Hallo seberich,
das geht mir leider genauso wie dir, mich nervt das auch total das ich jeden Monat hinterher sein muss.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Angela1968 am 01. Mai 2012, 20:36:09
Also ich bin ja nun Aufstocker wie ihr mitbekommen habt. Ich muss ja wel ich Lohn bekomme, also jeden Moant unterschiedliches Netto erhalte, zum JC und mein jeweiliges Einkommen nachweisen. Spätestens 1 Woche nach Nachweis meines jeweiligen Einkommens ist die Nachzahlung auf meinem Konto.

Anglea
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast11633 am 01. Mai 2012, 20:39:47
... Nur bekommt das JC die Bezahlung irgendwie nicht auf die Reihe, wie man in diesem thread (http://hartz.info/index.php?topic=44870.0) lesen kann. ...

Ich denke, dass zur Zufriedenheit auch dieser Aspekt zählt. Zumindest würde sich das bei mir zu einer Unzufriedenheit ausbilden, wenn ich meinem Lohn nachrennen müsste. Für mich würde allerdings zur Zufriedenheit auch noch zählen, wie das mit den anderen Punkten bei Bürgerabeit gehandelt wird: Rente, Urlaub, Weiterbildung, Lohnerhöhung und Lohnbildung, sind doch auch Zufriedenheitsaspekte. Die Anerkennung zu erhalten, für eine geleistete Arbeit, in verbaler oder streichelnder Form, ist nur ein Punkt. Zuletzt dient eine sinnvolle Berufstätigkeit aber auch einer Existenzsicherung und in unserem Land eben auch noch der soziokulturellen Teilhabe, wenn man rechtskonform durchs Leben will.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Angela1968 am 01. Mai 2012, 20:46:50
lutz,

was soll das heissen? Wenn ich Dich richtig verstehe ist das in Ordnung wenn jemand der nicht so viel verdient und deshalb nicht am soziokulturellen Leben teilnehmen kann,braucht dann nicht mehr rechtskonform durchs Leben gehen.

Na das lass mal meinen EX-Freund hören. Dann wird er erst recht zum Verbrecher. Die Anfänge sind bei ihm schon da. Dann hat er wenigstens eine Entschuldigung dafür. Natoll!!

Angela
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast11633 am 01. Mai 2012, 20:58:30
lutz,

was soll das heissen? Wenn ich Dich richtig verstehe ist das in Ordnung wenn jemand der nicht so viel verdient und deshalb nicht am soziokulturellen Leben teilnehmen kann,braucht dann nicht mehr rechtskonform durchs Leben gehen.  ...

Zu rechtskonform durchs Leben gehen, gehört für mich nicht nur das ich mich selbst rechtskonform verhalte, sondern auch die anderen mir gegenüber. Wenn ich eine Arbeit antreten soll, unter Bedingungen moderner Sklaverei, unter anderem unter Ausschluss der Absicherung meiner Altersversorgung, dann ist das für mich nicht mehr rechtskonform!
Der Rechtsbrecher ist in meinen Augen hier der Gesetzgeber selbst!
 
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: seberich am 01. Mai 2012, 21:45:38
... einer Unzufriedenheit ausbilden, wenn ich meinem Lohn nachrennen müsste. Für mich würde allerdings zur Zufriedenheit auch noch zählen, wie das mit den anderen Punkten bei Bürgerabeit gehandelt wird: Rente, Urlaub, Weiterbildung, Lohnerhöhung und Lohnbildung, sind doch auch Zufriedenheitsaspekte. Die Anerkennung zu erhalten, für eine geleistete Arbeit, in verbaler oder streichelnder Form, ist nur ein Punkt.
Mein AG hat mir angeboten wegen dem zähfließendem Geld mal dem JC zu schreiben. Hat da irgendeiner einer Idde wie das aussehen könnte ?

Mein AG reagiert bestimmt nicht nur in verbaler Form . Habe sehr flexible Arbeitszeiten und sonst ist er auch sehr großzügig. Er denkt 'Herr Seberich bekommt bei der BA so ein niedrigen Lohn das müßen wir in anderer Form ausgleichen. Und die andere Form bekomme ich auch !  ich jetzt ausführen würde in welcher Form, würde es schnell zu Schleichwerbung oder zu Nennung von Namen führen.
Ich will es mal so versuchen so zu erklären. Da ich vom AG direkt keinen Lohn bekomme, wüßte ich auch nicht warum ich mit ihm über Lohn sprechen/diskutieren soll. Da ist für mich ganz klar das JC mein Ansprechpartner. Auch wenn ich inderekt Lohn vom AG ausgezahlt bekomme, bekommt er mein Lohn wiederum vom JC. Das binde ich meinem AG natürlich nicht auf die Naße. Und in Sachen Urlaub ist mein AG sehr fair mir gegenüber.

Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast11633 am 01. Mai 2012, 21:55:36
@Seberich, ich will Deine Zufriedenheit und die glücklichen Umstände nicht herabwürdigen.
Kenne ich doch selbst zwei Leute, die kurz vor der Rente auch zufrieden mit ihrer Bürgerarbeit sind.
Trotzdem betrachte ich die Entwicklung kritisch. Die angeblich zusätzliche Arbeit scheint - und wird - von der Gesellschaft gefordert. Also muss es vordringlich Ziel sein, diese geforderte Arbeit OHNE JEDE REPRESSION (dazu zähle ich auch die pünktliche und korrekte Bezahlung), zu würdigen.
Zur korrekten Bezahlung und zur Teilhabe, gehören neben einem Existenz sichernden Lohn auch die vollumfänglich sozialen Leistungen (Stichwort Rentenbeiträge).
 
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: seberich am 02. Mai 2012, 09:25:27
@Lutz, politisch sehe ich BA auch sehr kritisch aus verschiedenen Gründen. Weil eins ist klar sie können noch so mit mir zufrieden sein, aber übernomen werde ich da nicht. Und von daher ...
Und es ist schon schwierig, wenn solche Unternehmen mit Bürgerarbeitern kalkulieren.
Rentenversicherungsbeiträge werden bei der BA bezahlt. Aber Arbeitslosenbeiträge nicht.   :wand: :wand: Und das soll ein reguläres Arbeitsverhältnis sein  ? :wand:
Nur für meine persönliche Situation ist die BA gut und sinnvoll. So erlange ich auch Berufserfahrung ...

Und sorry das größte finde ich Deutschland erzählt BA sei so gut. Und sie würden da ja richtig was gutes tun. Nur bekommt es mein JC nicht auf die Reihe pünktlich zu zahlen.  :wand:
Und die Bezahlung gehört halt auch zu einem guten Arbeitsverhältnis.  :wand:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast16302 am 10. Juni 2012, 09:32:08
Guten Morgen zusammen,

ich weiß nicht so genau, was der Unterschied zwischen Bürgerarbeit und den sogenannten 1€-Jobs nun ist, ich kann nur mal aus meiner Efahrung berichten.
Auch ich sollte im letzten Jahr so einen 1€-Job übernehmen, natürlich abgezielt auf meine "Fähigkeiten". Dem stand ich erst mal recht positiv gegenüber, angeblich immerhin ein paar Euro im Monat. Wie sich dann herausstellte, handeltes es um zwei Jobs, die mir wahlweise angeboten wurden:
Job 1: 6 Stunden täglich putzen in einer Kita.
Job 2: (muß ich ausführlicher erzählen, damit wir hier auch mal was zu lachen haben):
Also, ich sollte mich im Bauhof der Stadt vorstellen für sogenannte "allgemeine Tätigkeiten". Ich trabte also dort im schnieken dezent-dunkelblauen Kostüm mit weißer Bluse an, wie sich das zum Vorstellungsgespräch gehört, und kämpfte mich mit den Hochhackigen durch den Schlamm bis zu einer Baubude, in der mich der Vorarbeiter erwartete. Er sah mich an und begrüßte mich mit einem schallenden Gelächter, von dem er sich erst erholte, nachdem ich ihn ziemlich streng angesehen hatte.  Er bat mich um Entschuldigung und forderte mich auf, ihm zu folgen. Also nochmal durch den Schlamm bis zu einer anderen Bretterbude, in der er mir dann eine Motorsäge zeigte, die ich beim Versuch, sie anzuheben, mit meinen 48 kg Kampfgewicht keine 10 cm vom Boden hoch bekam. Wie ich erfuhr, hatte er ausdrücklich jemanden angefordert, der Erfahrung im Fällen von Bäumen und im Umgang mit so einem Monstrum von Säge hat. Jetzt verstand ich seinen anfänglichen Lachkrampf allerdings.  :lachen:

Fazit: Wieso ich nach zwei abgeschlossenen Berufsausbildungen und abgeschlossenem Studium für das Putzen einer Kita prädistiniert sein soll, verschließt sich mir noch. Daß aber jemand darauf kommen kann, daß ich als ehemalige Angestellte im öffentlichen Dienst (medizinischer Bereich) über die gewünschte Erfahrung im Führen einer Kettensäge und im Bäumefällen verfügen soll, halte ich für äußerst bedenklich im Hinblick auf den geistigen Zustand des Sachbearbeiters. Schon alleine mein Anblick hätte ihm sagen müssen, daß ich hierfür überhaupt nicht über die körperlichen Voraussetzungen verfüge.


Und zum Abschluß noch ein ganz besonderes Schmankerl: Eine Freundin von mir mußte als den ihr zugewiesenen 1€-Job bei Schlecker Regale auffüllen!!! Wirklich eine gemeinnützige Arbeit, die vor allem Schlecker genützt hat.
Für mich steht jedenfalls fest, daß ich mich garantiert nie im Leben in diese Form der Sklaverei (1€-Job, Bürgerarbeit oder wie immer sie es nennen) begeben  werde.  :no:

LG, goodwife
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Angela1968 am 10. Juni 2012, 09:49:52
Also das habe ich auch schon mal erlebt das ich ,damls hiess das noch ABM, für eine Tätigkeit vorgesehen war wo ich dann beim VG auch gesagt habe, da sollen die doch einen Mann hinschicken und keine Behinderte Frau.

Beim 1 Euro Job wirst du 25 Studnen in der Woche eingesetzt und erhälst pro Stunde 1,50 Euro als Aufwandsentschädigung. Meistens laufen diese 1 Euro Jobs jeweils nur ein halbes Jahr.

Bei Bürgerarbeit wirst du 30 Stunden in der Wiche eingesetzt und das für 3 Jahre. Als Bruttolohn erhälst Du 900 Euro.

Das ist der feine Unterschied.

Angela
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: seberich am 10. Juni 2012, 10:01:42
Bei Bürgerarbeit wirst du 30 Stunden in der Wiche eingesetzt und das für 3 Jahre. Als Bruttolohn erhälst Du 900 Euro.
Angela
Nicht ganz die Bürgerarbeit (BA) läuft nur noch bis zum Ende vom Jahr 2014. für die BA braucht man auch eine 6 monatige Aktivierungsphase die bei 1 Eurojobs nicht notwendig ist.

Ich hatte Glück und meine BA macht mir sehr viel Spaß !  :smile:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast16302 am 10. Juni 2012, 10:07:27
danke euch, jetzt sehe ich etwas klarer  :yes:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast20180 am 10. Juni 2012, 11:25:34
Beim 1 Euro Job wirst du 25 Studnen in der Woche eingesetzt und erhälst pro Stunde 1,50 Euro als Aufwandsentschädigung. Meistens laufen diese 1 Euro Jobs jeweils nur ein halbes Jahr.
Angela

Da gibt es auch Unterschiedliche. Kann bis zu 30 Stunden die Woche gehen und die Aufwandsentschädigung liegt meines Wissens nach zwischen 1 € und 1,50 € die Stunde.
Die Laufzeit kann, so weit ich weiß, aich länger als n halbes Jahr sein. Aber da gab es ja nun gesetzliche Änderungen....
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Tomyboy am 10. Juni 2012, 11:41:38
Jepp 1 Jahr 1 Euro Job muste ich machen Zwegs Activierungsfahse wegen der Bürgerarbeit .
Danach hatte ich ein Vorstellungsgespräch zu Bürgerarbeit und die wollten mich Glücklicherweise nicht einstellen   :grins:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast16358 am 29. Juni 2012, 13:05:01
Ich denke das ich wohl eine unter ich weiß nicht wie vielen bin die es ganz gut getroffen hat, klar es sind nur 900 Euro im Monat die ich verdiene es könnte schon ein bisschen mehr sein das ist richtig.

Ich denke die Bürgerarbeit an sich ist Statistik Wischerei das sage selbst ich obwohl ich in dem Job zufrieden bin.

Verdienst mit deinem Job 900 Euro Brutto, was weit unter der Armutsgrenze liegt und gibst an mit dem Job zufrieden zu sein? Woher kommt diese Zufriedenheit wenn du dir jetzt nichts leisten kannst und wenn es so weiter geht gerade im Alter an extremer Armut leiden wirst? Im Gegenzug gibt es Menschen die sich an den "Versklavten" eine goldene Nase verdienen.
Man muss sich mal ausrechnen was das Leben heutzutage kostet. Mit "bis zum Ende es Monats auskommen" ist es da bei weitem nicht getan. Da kann man sich doch nicht mit einem so mies bezahlten Job zufriedengeben  :weisnich: :zensiert: :no: :heul:.

Ich wünsche mir, dass alle darum kämpfen die eigene Zeit endlich vernünftig bezahlt zu bekommen, d.h. auch Arbeiten den Kampf anzusagen, die nicht auskömmlich vergütet werden! Man arbeitet doch um zu leben und nicht umgekehrt, aber nichts anderes ist es bei 900€ /Monat.

Im Übrigen ist/war die Bürgerarbeit eine völlig freiwillige Sache. Nur wurden hier sehr viele Leistungsempfänger quasi übers Ohr gehauen, da man Ihnen eben die Freiwilligkeit der Sache in bestimmt nicht wenigen Argen komplett verschwiegen hat. Zumindest war es hier der Fall. Da gab es eine Gruppenveranstaltung und danach wurde den Leistungsempfängern in Einzelgesprächen die EGV mit Bürgerarbeit "aufgehalst". In diesen Gesprächen wurde zu Beginn das grundsätzliche Interesse an der Bürgerarbeit erfragt, allerdings so, dass ein nicht informierter Leistungsempfänger dort bestimmt nicht nein gesagt hätte (darf er ja im Grunde genommen auch nicht!).Es reichte die Nachfrage (ohne die Nachfrage über das grundsätzliche Interesse zu beantworten), ob die Bürgerarbeit freiwillig ist, um aus der Sache rauszukommen. Die Frage wurde allerdings nicht eindeutig beantwortet, sondern es wurde weiter Druck gemacht.

Bürgerarbeit, 1€-Jobs usw., alles Instrumente um den "Bodensatz" der Gesellschaft auszubeuten. Leider lassen es zu viele ohne Gegenwehr über sich ergehen. Die einen aus Unwissenheit, anderen aus Angst vor Sanktionen oder gar Hoffnung. Alles Mist.

Wer ist denn schon durch die Bürgerarbeit oder 1€ Euro Job an eine gut bezahlte Festanstellung in seinem gelernten Beruf gekommen? Sieht die Realität nicht eher so aus, dass sie sich oft von Job zu Job hangeln, ihnen immer wieder Versprechungen gemacht werden und sie quasi ständig nach dem letzten Strohhalm greifen?
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Angela1968 am 29. Juni 2012, 13:45:18
Also ich muss hier mal was einwerfen. Ich arbeIte zwar auf dem 1. Arbeitsmarkt, hätte wenn ich 30 Studne in der woche arbeite würde nur 60 Euro brutto mehr.

Klar hätte ich gerne einen Job wo ich mehr verdiene und wenn es ihn gäbe würde ich ihn auch sofort nehmen. So wird es auch den Bürgerarbeitern gehen.

Und klar es ist ein unschönes Gefühl trot Arbeit noch von ALG II Leistungnen abhängig zusein. Trotz dem sehe ich es so das ich durch die Freibeträge immer noch mehr habe als ein ALG II Empfägner ohne Arbiet. Ich habe noch Zeiten erlebt wo das nicht der Fal war. Da habe ich genauso viel/wenig verdient und es gab keine Aufstoclung. Jedenfalls wenn es die gab hatte ich keine Ahnung davon. Da habe ich Vollzeit gearbeitet für 845 Eruo netto und jetzt durch die Aufstockung bekomme ich für 25 Wochenstunden 965 Euro.

Ich denke auch wenn es nicht viel ist und nicht so gut bezahlte Arbeit. Aber ich habe immer die Hoffnung wenn ich mich aus einer Arbeit heraus bewerbe kann ich mehr Lohn erwarten/verlangen als wenn ich jahrzehntelang ohne Arbeit war weil ich auf den Job gewartet habe wo ich Millionär werde.

Angela
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast81 am 29. Juni 2012, 17:53:10
als wenn ich jahrzehntelang ohne Arbeit war weil ich auf den Job gewartet habe wo ich Millionär werde.

Blödsinn

Du verstehst es echt nicht.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Angela1968 am 30. Juni 2012, 00:14:53
Loewe,

tut mir leid wenn Du Dich angesprochen gefühlt hast. Eigentlich hatte ichallgemein und vor allem mikam geantwortet. Aber Du wirst schon wissen warum Du Dich angesprochen gefühlt hast.

Angela
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast81 am 30. Juni 2012, 16:58:27
nö ich fühle mich nicht angesprochen. Nur sone Sprüche nerven. Man soll sich gefälligst immer ausbeuten lassen und hoffen das es besser wird. Typisches Sozialpädagogen gelaber.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Angela1968 am 30. Juni 2012, 20:34:30
Ich war immner der Meinung das im Forum jeder seine Meinung sagen darf. Aber ich habe das Gefühl das es so nicht ist. Solange ich der allgemienen Meinung bin ist es gut. Aber wehe wenn man eineandere Meinung hat..

Angela
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: coolio am 30. Juni 2012, 20:40:53
@Angela
Du bist hier im Bereich "Fragen und Antworten zu Hartz IV / ALG II".
Hier insbesondere sind Deine wiederholten überheblichen Äusserungen nicht gewollt und nicht gefragt und nicht zulässig.
Mach Dich endlich mal mit  http://hartz.info/index.php?action=custom;show=terms (Nutzungsbedingungen) vertraut.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast16358 am 03. Juli 2012, 11:05:37
Ich denke auch wenn es nicht viel ist und nicht so gut bezahlte Arbeit. Aber ich habe immer die Hoffnung wenn ich mich aus einer Arbeit heraus bewerbe kann ich mehr Lohn erwarten/verlangen als wenn ich jahrzehntelang ohne Arbeit war weil ich auf den Job gewartet habe wo ich Millionär werde.

Angela

Das ist eben der springende Punkt. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Menschen regelmäßig den Sprung von der "Arbeitsgelegenheit" zu einer Festanstellung als Stammmitarbeiter schaffen. Vielmehr festigt sich der Eindruck, das Menschen (ohne große Qualifikationen) aus dem Niedriglohnsektor nur selten herauskommen. Nach dem Motto: Mensch gewöhnt sich an alles und letztlich werden diese Arbeitskräfte auch benötigt. Nur wird das nicht offen mit den Menschen kommuniziert. Stattdessen werden Hoffnungen geweckt, die sich letztendlich nur für einen extrem kleinen Anteil erfüllen. Und das sich dann oft die Menschen, die sich durch exzellente Leistungen auszeichnen und in dem Sektor folglich von Anfang an nichts zu suchen hatten. Alle anderen schauen, trotz Versprechungen, in die Röhre.

Kämpfe um jeden Lohn, als wäre es dein letzter. Und nicht den Hungerlohn annehmen nur weil Hoffnungen auf bessere Zeiten gemacht werden.

Uns geht es so gut, dass wir als Sozialstaat auftreten können. Sind aber nicht dazu in der Lage, jemanden der Vollzeit arbeitet, ein auskömmliches Leben zu sichern? Das passt vorne und hinten nicht. 
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast16302 am 03. Juli 2012, 11:36:15
Tja, die Frage ist wie immer: Wer ist hier der größere Narr?
Der Narr selbst oder der, der dem Narren folgt?  :scratch:

Solange Menschen im Niedrigstlohnsektor und Aufstockermillieu "einigermaßen zufrieden sind", besteht doch überhaupt kein Bedarf, etwas zu ändern. Und das JC ist zufrieden, die Arbeitgeber sind mehr als zufrieden, und die Poliktiker haben auch "alles richtig gemacht".

Fein.

LG, goodwife
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: irene am 04. Juli 2012, 01:16:57
Ich galube das dass jetzt passt,

hatte ja mal (2004) als oder mit Aufwandsentschädigung 20 Std. in der Woche angefangen. Nachdem mir nach einem Jahr angeboten wurde für 1 Euro/Std. auch 20 Std. in der Woche weiter zu arbeiten habe ich aufgehört. Seit dem März 2006 wurde ich dann mit 12 Std. sozialversicherungspfl. wieder angestellt. Bin jetzt bei 20 Std. und ab dem 01.07. rückwirkend bei 24 Std. und werde, nach meiner Trauerzeit auch auf, Frage von der GF ob ich auch mehr arbeiten würde, dann auf max. 32 Std. kommen.

Mit der Gehaltserhöhung seit 01.01.2012 kann ich dann leben ohne HARTZ IV. (Von der Gehaltserhöhung hatte ich ja auch schon berichtet),

Ich meine nur, man muss sich nicht klein machen aber einen "langen Atem" haben.

Dann wird es mir hoffentlich auch wieder gehen. (PS für alle aus dem anderen Thraed: es fällt mir noch unheimlich schwer, mich zu freuen aber es geht weiter)

Mit ganz lieben Grüßen
Irene
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast14262 am 04. Juli 2012, 10:31:59
Ich wurde von meiner Arbeitsberaterin zu einer anderen Beraterin gewiesen, die für die "Bürgerarbeit :heul:" zuständig war. Zuerst muss ja geprüft werden wie weit ich über haupt dafür tauglich wäre. Ich fragte diese nette Mitarbeiterin, ob überhaupt Bürgerarbeitsplätze vorhanden wären. Sie voller Überzeugung:" Natürlich mehr als genug!!" :zwinker: Also war ich 7 Monate in einer "Gesundheitsmaßnahme :lachen:" Dort wurde gebastelt, gehäkelt, gestrickt usw.. Nach den 7 Monaten bin ich wieder zu meiner "Bürgerarbeitsberaterin", die mir dann sagte, dass erst mal nichts zu machen wäre. Es würde keine Plätze geben. Vieleicht in einem halben Jahr. Nach weiteren Anfragen meinerseits wurde ich wieder an meine vorherige Arbeitsberaterin verwiesen, da keine Bürgerarbeitsplätze da wären. Also ein halbes Jahr umsonst gestrickt. :wand: Nun habe ich aber selber Arbeit gefunden. Ist zwar nur ein Teilzeitjob, aber besser als solche Maßnahmen, die nichts bringen. :ok:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast16302 am 04. Juli 2012, 15:27:23
@Irene

Es freut mich für dich, daß du bald ein reguläres Einkommen haben wirst.

Solltest du diese Stelle bei dem gleichen AG bekommen haben, bei dem du den 1-Euro-Job in Fortsetzung verweigert hast, hast du auch  noch etwas wirklich Gutes bewirkt: Nämlich mit deiner Weigerung einen "echten Arbeitsplatz" statt einer Sklaverei geschaffen.

Glückwunsch und LG,
goodwife
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: irene am 05. Juli 2012, 23:45:35
Hey goodwife,

ich habe meine Arbeit bei demselben AG bekommen damals. Nur, die Vorstandsvorsitzende hatte gewechselt. Bei der "Alten" wäre ich nie durchgekommen oder angestellt worden. Das war auch die, die mich für 1 € pro Std. haben wollte. Sie war halt "Alt".

Der neue Vorstand stellte mich aber nach 8 Monaten sozialversicherungspflichtig ein und schätzt mich ja wohl. Von 12 Std. in der Woche bin ich jetzt auf 24 Std. in der Woche mit einer Gehaltserhöhung seit dem 01.01.2012.  Obwohl mein Kopf noch nicht so klar ist wie vor zwei Monaten.

Sie hätten auch beschließen können, dass ich erst in zwei Monaten Std.-Erhöhung bekomme. Aber nein, seit dem 01.07.2012 und geben mir trotzdem Schonfrist, dass ich mich ein wenig erhole.

Es gibt AG, die einen schätzen und auch Anerkennung damit mitteilen und nicht nur mit "schönen Worten".

HG Irene
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast20067 am 11. Oktober 2012, 16:49:03
Wahrscheinlich wird man mir wieder Arroganz nachsagen, dennoch ist es mir ein Bedürfnis meine Meinung zu sagen.
"Bürgerarbeit", sowie alle anderen Formen der augenwischenden Ausbeutung sind und bleiben immer nur das Eine:
Arbeitstherapie für ansonsten Unvermittelbare! "Bürgerarbeit" ist nicht der "zweite Arbeitsmarkt", es ist der "letzte AM"
(und das durchaus in doppelter Bedeutung).

Dennoch kann ich verstehen, das sich mancher "Hartzer" dafür entscheidet. Nicht jeder hat z.B. Hobbies, die ihn/sie auslasten
und zufrieden stellen. Nicht jeder hat einen Freundeskreis. Nicht jeder ist gerne "zu Hause" - vielen Leuten fällt zu Hause
tatsächlich die Decke auf den Kopf.

Sie jedoch einzubilden, als Bürgerarbeiter wäre man womöglich näher 'dran am s.g. "ersten AM" ist unzutreffend (s.u.a. die Ausführungen Ottokars im "Intro"). Es mag sein - wie jemand hier schrieb - das die Arbeit des Gepäckträgers eine ehrenvolle Arbeit sei (oder gewesen sei), ich bin da jedoch völlig anderer Meinung. Es ist eine Arbeit - ja. Und sie ist gewiss nicht unehrenhaft. Ob sie jedoch wirklich ehrenhaft ist im eigentlichen Sinne, möchte ich bezweifeln. Gleiches trifft auf ähnliche "Berufe" zu. Das sind alles Jobs für die nicht nur keine Ausbildungen nötig sind, es sind auch Arbeiten, die auf der sozialen Leiter die letzten Plätze einnehmen.

Am Ende geht es nur darum: Der Staat versucht mittlerweile auf jedem gangbaren Weg Geld zu sparen. Dazu zählt die AL-Statistiken zu säubern.
Nach dem Motto: "Warum sollen wir denen 700 Euro fürs "Faulenzen" bezahlen, wenn sie für 200 Euro mehr "was arbeiten" könnten. Um welche Arbeit es dabei geht, spielt kaum eine Rolle. An welchen Bahnhöfen - ausser den Grössten - werden denn wirklich Fahrkarteneinweiser oder Koffer-schlepper für Behinderte und Alte benötigt? Bis man der mißtrauischen Oma erklärt hat, dass man ihr helfen will, ist der Zug längst abgefahren (stell'  ich mir vor). Sind natürlich nur Beispiele. Nichts vom hier Gesagten beruht auf persönlichen Erfahrungen.

Es geht, wie gesagt, nicht darum "uns" - dem Bodensatz des Arbeitsmarktes - Mehreinnahmen zur Verfügung zu stellen, es geht auch nicht darum "uns" dem "ersten AM" näher zu bringen. Es geht um Neid! Es geht darum, dass wir noch um 10 Uhr pennen, während die s.g. "arbeitende Bevölkerung" um 7:15 Uhr im Stau steht. Es ist anerkannte Tatsache, dass moderne Konsum-Gesellschaften bis zu 10% Arbeitslosigkeit verkraften müssen. Das können sie auch - der  Kunde zahlt die Zeche!

Ich kann sogar die Verfechter des Ansatzes verstehen, die sagen, dass Arbeitslose (fast) JEDE Arbeit annehmen müssen. Ich jedoch stehe auf der anderen Seite und muss mir deren Hypothesen nicht zu eigen machen. Ich werde nie einsehen, dass eine Goldschmiedin als Schrotthändlerin arbeiten soll. Oder ein Zahntechniker als Laubsammler. Von Totgeburten wie "Bürgerarbeit" garnicht zu sprechen. Ich persönliche glaube nicht, dass von 100 "Hartzern" (mit Ausbildung/en) mehr als 5 scharf sind auf diese Art des Zeitvertreibs. Letztlich ist auch das nur eine Umdeutung der 1-Euro-Jobs!

Nicht mit mir!

Roller


Überflüssige Zeilenumbrüche zwecks besserer Lesbarkeit entfernt. LG Elsi
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Angela1968 am 11. Oktober 2012, 17:15:19
Also ein wenig mussich über Deien Meinungden Kopf schütteln.

Sicher habe ich immer eine Arbeit auf dem 1. Arbeitsmarkt einer Bürgerarbeit, ABM, 1 Euro Job etc. vorgezogen. Aber solange ich keine Arbeit fand habe ich mich gefreut wenn ich eine 1 Ejuro Job angeboten bekommen habe.

Also ich kann nicht sagen das ich meine Freizeit hätte nicht genügend auslasten können. Mein Verin hätte sich gefreut wenn ich 25 Studen am Tag für ihn tätig geworden wäre. Das hat mir nur kein Geld eingebracht.

Ich weis auch das viele AG skeptisch gegenüber Leuten sind die ABM und dergleichen in die Bewerbung schreiben. Für mich war es wie normale Arbeit und so habe ich es auch in meinen Lebneslauf geschrieben.

Teilweise waren die AG erstaunt was ich schon alles gemahct habe um in Arboet zu kommen. Teilweise bedauerten sie es mich aus finaziellen Gründen nciht nehmen zu können.

Es ist natürlich bescheiden wenn ein IT-Spezialist z.B. den Wald ausfegen soll oder dergleichen. Ich denke da ist so einn Maßnahme reinschreiben eher kontraproduktiv bei der Bewerbung.

Ich selbst habe mich lange bewerben müssen. Habe aber nun den AG gefunden der auch meine ABM, meine Ehreenamtliche Arbeit und dergleichen als Berufspraxis gerechnet hat. Ich bin nun ungefristet in einem Arbeitsverhältnis.

In meinem eigentlichen Beruf wo ich viele SV-pflichtigen Arbeitstellen hatte wurde ich gar nicht mehr genommen und akzeptiert von den AG.

Angela
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast20067 am 11. Oktober 2012, 17:52:50
Liebe Angela - an anderer Stelle, in einer anderen Post, hast Du selbst dafür geworben "frei" die Meinung sagen zu dürfen!
Das willst Du mir doch jetzt nicht absprechen? Entweder - oder!

Was Deinen so hochgeschätzten Arbeitsplatz angeht: Es ist gut, wenn Du dabei glücklich und zufrieden bist. Ich wäre es nicht!
Im Gegenteil!

Roller
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Angela1968 am 11. Oktober 2012, 17:55:59
Roller,

dann schreib mal womit Du leben könntest, wie z.B. Dein Traumjob ausieht und so.

Angela
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast7559 am 11. Oktober 2012, 20:34:35
Liebe Angela - an anderer Stelle, in einer anderen Post, hast Du selbst dafür geworben "frei" die Meinung sagen zu dürfen!
Das willst Du mir doch jetzt nicht absprechen? Entweder - oder!
...

Roller Simpelton,
wo steht, daß sie es Dir abspricht? Sie schüttelt den Kopf - das ist ihre Art, die Meinung zu äußern. Und das willst DU ihr doch wohl NICHT absprechen, oder?!?

...
Was Deinen so hochgeschätzten Arbeitsplatz angeht: Es ist gut, wenn Du dabei glücklich und zufrieden bist. Ich wäre es nicht!
Im Gegenteil!

Roller

Du kennt ihren Arbeitsplatz doch gar nicht - also kannt Du auch nicht sagen, ob Du damit zufrieden wärst oder nicht. Du verdrehst alles...
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: irene am 11. Oktober 2012, 22:11:33
Angela1968 und auch hartsunami

schaut Euch in den anderen Threads um.  Und schaut nach dem Namen. Es lohnt nicht die Mühe eines Austausches.

Ich habe den/die "gefressen".

Darf man das so sagen hier? Ansonsten nehme ich auch dafür eine Verwarnung hin.

HG Irene

Namen korrigiert. LG Meck
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Angela1968 am 13. Oktober 2012, 13:53:10
So Roller, nun habe ich Dir genügend Zeit gelassen Deine Meinugsfreiheit über den Idealen Job freien Lauf zu lassen.

Anscheinend Du hast so komplexe Vorstellungen von einem Job das es solange dauert diese aufzuschrieben. Mein Eindruck ist ehr das Du keien Vorstellung hast jemals wieder einen Fuss in ide Arbeitswelt zu setzen. Also weist du nur was Dir nicht gefällt

Abr ich lasse mich gerne eines besseren belehren und entschuldige mich dann auch gerne bei Dir für meine Fehleinschätzung.

Angela
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: irene am 19. Oktober 2012, 17:18:12
Angela 1986,

endlich mal jemand, der "Roller" auch die Meinung sagt. Diiese Aussagen von Roller, die machen Menschen, die es wirklich versuchen mit einer Arbeit, in einem Job etc. ja nur nieder.

HG Irene
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Meck am 18. Januar 2013, 14:10:16
Nun gibt es ein Urteil zum Thema Bürgerarbeit -->> VG Potsdam: Subv. Arbeitsverhältnisse bei Bürgerarbeit unterliegen Tarifvertrag (http://hartz.info/index.php?topic=57331.0)

Das die Idee mit der Bürgerarbeit eine Luftnummer war hatte man ja gemerkt und ich vermute das die Bürgerarbeitsplätze auslaufen und sich die Damen und Herren da oben dann neuen " Müll " ausdenken werden.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: schattenspiel am 29. Januar 2013, 17:52:09
  :flag:
Ich habe eine Frage an die "Bürgerarbeiter" hier im Forum bzw. an "Auskenner"  :zwinker:

Ist das besagte Urteil denn rechtskräftig oder kann da in Berufung gegangen werden?
Was bedeutet:

Zitat
... Uns liegen die Entscheidungsgründe noch nicht vor. Der Beschluss ist mit der Beschwerde anfechtbar.
Quelle: http://www.openpr.de/news/692388/Erhebliche-finanzielle-Auswirkungen-des-Urteils-zu-subventionierten-Arbeitsverhaeltnissen-Buergerarbeit.html

Als Bürgerarbeiter bin ich unsicher, was jetzt zu tun ist. Erst einmal abwarten oder sofort Ansprüche anmelden und notfalls klagen?
Da ich diesen Job brauche, möchte ich keinen "Grund" für eine Kündigung liefern - wenn dann doch alles anders kommen sollte.

Gruß
schattenspiel
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Vocans am 30. Januar 2013, 09:21:48
Also, dein jetziger AG muss in die AV ( Arbeitslosenversicherung ) einzahlen. Denn die Bürgerarbeit unterliegt dem Öffentlichen Tariflohn. Somit ist dies kein 2ter Arbeitsmarkt mehr, sondern Arbeit auf dem 1. Arbeitsmarkt.
Hier solltest du umgehen, meiner Meinung nach, das JC, was ja eigentlich dein Gehalt bezahlt darüber informieren, daß sie gefälligst in die AV Kasse nach zu zahlen haben, unter Berufung dieses Urteils. Auch deinen jetzigen AG, der ja vom JC gesponsort wird, kannst du darauf aufmerksam machen. Denn die Einbehaltung der AV Beiträge ist rechtswidrig. Somit steht dir der volle Lohn nach dem TVÖD ( Tarif öffentlicher Dienste ) zu. Diesen musst du notfalls vorm Arbeitsgericht ( Verwaltungsgericht ) nachklagen. Zusätzlich wäre hier wohl noch eine Klage beim zuständigen SG ( Sozialgericht ) hinfällig. Allerdings wohl erst, wenn dir das Arbeitsgericht ( Verwaltungsgericht ) ein Urteil zugesprochen hat.
So sehe ich dies.
ich bitte hier aber noch um mehr Meinungen, denn hier kann es sein, daß ich auch ein wenig auf dem Holzweg bin ( mit den Gerichten ).
Warte da bitte noch ein paar andere Meinungen ab, bevor du hier tätig wirst.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 30. Januar 2013, 12:45:43
Hallo, mich würde ja auch mal interessieren wie so ein Antrag aussehen soll und was da rein geschrieben werden muß und wer den bekommt? Meinen Chef habe ich in Kenntnis darüber gesetzt der hat genauso wie 0 Ahnung davon. Mit den Jobcenter habe ich nichts zu tun, bekomme Wohngeld.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: schattenspiel am 30. Januar 2013, 22:41:10
Hallo
@Vocans
Das Jobcenter zahlt, so glaube ich, nicht mein "Gehalt", sondern der Bund und dieser wiederum teilweise mit EU-Fördergeldern. Mein Ansprechpartner müsste wohl mein AG sein, also in meinem Fall die Stadt.

Ich würde auf jeden Fall meinen Teil beanspruchen,  aber ist das nicht derzeit verfrüht? Kann denn das Urteil noch gekippt werden, das würde ich gern wissen.

@Maxe204
Ich habe auch nichts mehr mit dem Jobcenter zu tun, durch diese Bürgerarbeit. Der "Antrag" wird dann eher eine Zahlungsaufforderung sein, die sich auf den Richterspruch bezieht. Wird freiwillig nichts gezahlt, bleibt nur die Klage. Besser man hat dann einen Anwalt.

Aber ob man das JETZT SCHON machen sollte ?   :weisnich:

Gruß
schattenspiel
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: irene am 30. Januar 2013, 22:57:15
Da ich hier im Park einige "Bürgerarbeiter" jeden Tag sehe, und auch jeden Morgen Guten Tag zu ihnen sage und sie jeden Tag, wenn ich dann zu einer regulär bezahlten Arbeit gehe, erlebe, werde ich morgen oder bis max. Monatag versuchen, mit irgenjemanden ins Gespräch zu kommen und vielleicht auch eine Antwort zu bekommen, wie sie bezahlt werden.

Diese Menschen haben in/während der Kälte z. T. draussen gestanden und aufgepasst. Keine Ahnung, wo sie sich aufwärmen konnten.

HG Irene

Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast11928 am 30. Januar 2013, 23:12:34
Zitat
kann da in Berufung gegangen werden?
Kann denn das Urteil noch gekippt werden,
Ja.

Zitat
Aber ob man das JETZT SCHON machen sollte ?
Das bleibt jedem selbst überlassen- geht aber dann nur 6 Monate rückwirkend.

Zitat
Erst einmal abwarten oder sofort Ansprüche anmelden und notfalls klagen?
Worauf warten? Wie lange warten?

Zitat
Da ich diesen Job brauche, möchte ich keinen "Grund" für eine Kündigung liefern - wenn dann doch alles anders kommen sollte.
Naja, ist immer ein gewisses Risiko, aber du hast ja einen gültigen Vertrag; aus dem kann man auch nicht so ohne weiteres gekündigt werden.

Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 31. Januar 2013, 11:10:45
Wie es momentan aussieht  weiß wohl keiner wie das ganze ablaufen  soll :wand:
Mein Chef meinte nur ich soll mir einen Anwalt nehmen um ein Schreiben aufsetzen zu lassen um meine Forderungen zu stellen. Im gleichen Atemzug meinte er dann aber auch, dass es die Kündigung zu Folge haben wird, da es ein gemeinnütziger Verein ist und die kein Geld haben um mich zubezahlen.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Vocans am 31. Januar 2013, 11:14:25
Das ist eine Drohung, bei einer berechtigten Forderung gleich mit einer Kündigung zu drohen. Tzä, den würde ich mal das Arbeitsschutzgesetz unter die Nase halten. Sowas dreistes.....
Mit den Anwalt hat er Recht. Nehme dir den.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 31. Januar 2013, 11:25:09
Anwalt kostet Geld von was soll ich den bezahlen? Mein Chef meint es nicht so böse, es geht eben nur darum, dass die das Geld nicht haben. :ok:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Vocans am 31. Januar 2013, 11:27:08
Hole dir beim Amtsgericht einen Beratungsschein und damit gehst du dann zu einem Anwalt ( am Besten Sozial und Arbeitsrecht ) mit hin.
Dir müsste PKH gewährt werden, weil dein Einkommen nicht ausreichen wird.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 31. Januar 2013, 11:53:24
Wäre eine Möglichkeit ich habe aber noch eine Klage zu laufen für die ich auch PKH bekomme und das sind alles Kann Bestimmungen das Geld kann zurück gefordert werden.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast11928 am 31. Januar 2013, 12:14:01
Zitat
as sind alles Kann Bestimmungen das Geld kann zurück gefordert werden.
Das ist korrekt.
Bin mir nicht ganz sicher, ob folgendes korrekt ist:
das Verfahren bei einem Arbeitsgericht selbst ist kostenlos- den Anwalt müsstest du selbst tragen- wenn es denn eine Nachzahlung gibt. Damit könnte eine Verrechnung mit einem möglichen Anwaltshonorar überschaubar bleiben.
Allerdings treten hinterher wenn ihr Erfolg habt noch andere Probleme auf.
Wenn du  ALGII brauchst und die Kohle kommt tatsächlich rein, wirst du nur einen Teilbetrag behalten können.
Ich kenne Anwaltskosten nicht, aber ein evtl. mögliches Nullsummenspiel kann nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden- m.M.n.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 31. Januar 2013, 12:18:24
Aus dem Grund kann ich es im Moment nicht gebrauchen. Ich bin froh, dass ich kein Hartzer bin und das soll bis August 2014 auch so bleiben, dann läuft mein Bürgerarbeitsplatz aus. Danach weiß ich noch nicht wie es weiter gehen soll, werde wohl mein Kind raus schmeißen müssen, falls die Klage bis dahin immer noch nicht entschieden ist.  :weisnich:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: schattenspiel am 31. Januar 2013, 14:47:43
Tja, das ist ja das Problem, wer seinen Bürgerarbeitsplatz hasst ... der sollte loslegen   :mail: und Nägel mit Köpfen machen.

Wer aber nicht gekündigt (betriebsbedingt) werden will ... ?!?
Ich will beides, bleiben und gerechten Lohn :wand: :wand:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 31. Januar 2013, 14:53:11
Genau das will ich auch.  :sehrgut:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: schattenspiel am 24. Februar 2013, 13:04:44
Hallo zusammen  :flag:

Wie schaut es denn jetzt aus, weiß jemand ob das Urteil vom
VG Potsdam: Subv. Arbeitsverhältnisse bei Bürgerarbeit unterliegen Tarifvertrag
noch immer anfechtbar ist:

Zitat
Zitat
... Uns liegen die Entscheidungsgründe noch nicht vor. Der Beschluss ist mit der Beschwerde anfechtbar.

Quelle: http://www.openpr.de/news/692388/Erhebliche-finanzielle-Auswirkungen-des-Urteils-zu-subventionierten-Arbeitsverhaeltnissen-Buergerarbeit.html

Oder ist das inzwischen rechtskräftig?

Gruß
schattenspiel  :bye:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Ottokar am 28. Februar 2013, 12:16:00
 :weisnich: kannst ja mal anrufen und fragen: http://service.brandenburg.de/de/verwaltungsgericht_potsdam/11259
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: schattenspiel am 06. März 2013, 14:30:21
Richtig. Genau das habe ich am Freitag auch getan und die Auskunft erhalten, das gegen das Urteil
Rechtsmittel eingelegt wurden. Danke für den Link.

 tja ......   :sad:


Gruß
schattenspiel
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Ausgeharzt am 23. Mai 2013, 19:13:13
Vor einiger Zeit hatte ich einen Eineurojob und habe da auch gelegentlich im Sekretariat gearbeitet. Ihr glaubt gar nicht, wie schleimig das Jobcenter die Chefin umworben hat. Das ging ungefähr in dem Ton: Wenn der Bewerber nicht der Richtige ist, so lassen Sie es uns wissen, was Sie sich denn vorstellen und wir werden Ihren Wünschen gerne Entgegenkommen.

Für einen Job gab es zahllose Bewerber und genauso viele stellten sich vor, wurden zappeln gelassen usw. Die Bewerbungsunterlagen flogen überall verstreut offen herum. Ich fand das ganz schrecklich, u.a. weil es sich um eine Art Schule handelte und jeder ins Sekretariat hinein konnte.
Titel: Urtteil "BA unterliegt des Tarif für den öffentlichen Dienst" Folgen ????
Beitrag von: seberich am 09. November 2013, 17:58:09
Hallo Boardies,

Seit kurzem gibt es ja dieses Urteil (http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/gericht-untersagt-abzocke-bei-buergerarbeit-90015877.php) für die Bürgerarbeit (BA).
Nur was heißt das jetzt genau ? Ich verstehe es nicht ganz. Welche Vorteile habe ich jetzt als Bürgerarbeiter ? Vielleicht Anspruch auf Arbeitslosengeld ?

Vielen Dank im Voraus für eure Tipps und Antworten !
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 10. November 2013, 11:36:40
Moin, ich fürchte für uns Bürgerarbeiter wird sich nichts ändern. Guck mal hier: http://hartz.info/index.php?action=profile;u=22060;area=showposts;start=0
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 10. November 2013, 11:39:36
????????????
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 10. November 2013, 11:42:37
Da hast du nicht Unrecht mit nur wer soll das zahlen, wenn man kein Hartz IV bekommt?
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: seberich am 11. November 2013, 11:33:39
Danke, dachte ich mir schon fast,daß es leider keine Veränderungen oder Auswirkungen bei der BA gibt.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 11. November 2013, 14:25:59
Du könntest es ja auch mit einer Klage versuchen, bei mir bringt das nichts. Ich arbeite in einem Museum und die haben kein Geld. :teuflisch:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 11. November 2013, 16:13:13
und trotzdem würde ich klagen Maxe
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast11633 am 11. November 2013, 16:19:17
...  Ich arbeite in einem Museum und die haben kein Geld. :teuflisch:

Wer kein Geld hat die Stromrechnung zu bezahlen, hat auch kein Licht im Zimmer. Was schließen wir daraus?
Wer Arbeit nicht bezahlen kann, kann Arbeitsleistung nicht fordern. Schließlich leben wir nicht bei der Wohlfahrt ...
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 11. November 2013, 19:06:18
Du hast ja Recht aber soll ich wirklich meinen Chef verklagen, der selber nur Angestellter in einem Hungerladen ist?  :help:Er hält doch nur seinen Popo für uns hin. Wie das ganze da funktioniert, weiß ich selber noch nicht und ich habe auch keine Ahnung von was er und seine Frau bezahlt werden? Mein Chef würde ja mit den Stunden runter gehen, wäre ja eine Lohnerhöhung aber solange nur mal ein Gerichtsurteil da ist wird nichts passieren. :wand: Eine Klage würde mich ein müdes Lächeln kosten aber was will ich damit erreichen. die Pleite des Museums oder das mein Chef gefeuert wird? Ich klage bereits gegen die Arge, die sind die eigentlichen Verbrecher.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast11633 am 11. November 2013, 22:52:10
Natürlich gibt es individuelle Besonderheiten ... Aber Augen auf, ich kenne Chefs, die sind immer arm, zumindest so lange, bis man sie an den Arm packt und schüttelt  :mocking:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Vocans am 12. November 2013, 06:17:08
Entweder hat man einen Ar*** in der Hose oder man hat keinen. Da gibt es jetzt genügend Urteile und trotzdem immer schön den Mund halten, man könnte ja......
Wer rum jammert aber nichts verändern will, der braucht nicht jammern. Abgesehen davon, müsste theoretischer Weise dann das JC den Lohn bezahlen. Hier greift das Sozialrecht nämlich im Arbeitsrecht ein.
Also entweder ziehst dich jetzt selber in die Harre und unternimmst was oder du lässt es sein, brauchst dich dann aber nicht zu wundern, daß du nicht mehr Geld erhälst, obwohl es dir zustehen würde. Versuch macht Klug. Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Entschuldigung für diese klaren Worte, doch meiner Person versteht sowas nicht, das da noch der Allerwerteste eingezogen wird..........
Was soll dir passieren? Kündigung? Und dann, dann bekommt der Museumsbesitzer auch noch vom Arbeitsgericht ein auf dem Deckel.......wegen der Kündigungschutzklage, das JC bekommt auch mit einen auf dem Deckel und das nicht zu knapp........Dir kann nichts passieren......denn du willst nur dein Recht auf einen anständigen Lohn haben und dieses steht dir zu!!!!!!!!!
Das ganze nennt sich Arbeitskampf und Maßreglungen sind verboten. § 612a BGB.
Daher...........
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 12. November 2013, 09:34:09
Ihr habt ja Recht  aber wenn soll ich verklagen? Meinen Chef, seine Frau oder den gesamten Regionalmuseum e.V.  Verein?
Vom JC brauche ich im Moment keine Hilfe erwarten, ich bekomme kein Hartz IV, gegen die läuft bereits meine Klage, dürfte diesen Monat noch zu einem Urteil kommen.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast29352 am 17. November 2013, 20:15:33
Zitat
Uns ist bis jetzt kein Fall bekannt, wo ein Bürgerarbeitsplatz tatsächlich zu einem Job auf dem 1. Arbeitsmarkt führte.
einen Fall kann ich benennen, mein Nachbar hat es über Bürgerarbeit zum Job auf ersten AM geschafft, nur mit dem Nachteil das er immer befristete AV erhält ( 6 monatig) und die Arbeit ist Saisonbedingt. Der Lohn ist annähernd gleichgeblieben.

Wieso zählt das nicht zum ersten Arbeitsmarkt? Wenn das nicht zählt- was ist dann mit einem Bekannten von Mir. Der arbeitet in einer Firma wo Brückenpfeiler usw hergestellt werden. Meist ist er von November bis März zu Hause (baut Überstunden ab) und sind die abgebaut dann muss er zum Amt. Er bekommt jährlich einen neuen Arbeitsvertrag. Eigentlich ist er seit 20 Jahren in der Firma.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 18. November 2013, 14:08:54
Bürgerarbeit sind zusätzlich geschaffene Stellen für 3 Jahre, in der Hoffnung die Leute auf den ersten Arbeitsmarkt vermitteln zu können.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Ottokar am 18. November 2013, 14:30:04
Bürgerarbeit hat mit der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt absolut nichts zu tun. Bürgerarbeit darf nicht auf dem 1. Arbeitsmarkt angesiedelt sein, insofern besitzt sie keinerlei Verbindung zu diesem und eröffnet damit auch keine neuen Vermittlungswege. Die bei Bürgerarbeit vielzitierte Arbeitsmarktnähe ist blanker Unfug, da man dabei - schon aufgrund der gesetzlichen Voraussetzungen für die Bürgerarbeit - mit potentiellen Arbeitgebern gar nicht in Kontakt kommt.
Bürgerarbeit war tatsächlich das Modellprojekt für den Test, ob und wie sich in Deutschland das Welfare-Prinzip einführen lässt = Sozialleistung nur gegen Arbeitskraft.
Der Bundesrechnungshof hat Anfang 2013 bemängelt, dass die Bürgerarbeit einerseits unter Umgehung bzw. Missachtung der gesetzlichen Vorschriften auf dem 1. Arbeitsmarkt umgesetzt wurde, und andererseits, dass bei Bürgerarbeit deutlich höhere Kosten anfallen, als nur für ALG II.
Zudem hat die Rechtsprechung die tarifliche Entlohnung bei der Bürgerarbeit bejaht, sodass erhebliche Mehrkosten entstanden sind.
Kurz: die Bürgerarbeit verursacht höhere Sozialausgaben im Staatshaushalt, genau das Gegenteil ist aber erwünscht.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 18. November 2013, 14:36:54
Wer die Tarifliche Entlohnung bekommt kann sich glücklich schätzen das werden wohl die wenigsten sein. Bei uns in der Stadt sind es 100 Bürgerarbeiter und keiner bekommt davon Tariflohn.  :wand:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Ottokar am 18. November 2013, 14:40:34
Freiwillig wird der logischerweise nicht gezahlt, den muss man einklagen.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 18. November 2013, 14:57:47
Das Thema hatten wir schon. Ich habe mich schon an die Linken gewandt die wollen versuchen dies endlich für alle geltend durchzudrücken. 
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: götzb am 18. November 2013, 16:18:17
Bürgerarbeit war tatsächlich das Modellprojekt für den Test, ob und wie sich in Deutschland das Welfare-Prinzip einführen lässt = Sozialleistung nur gegen Arbeitskraft.
Workfare wäre der Begriff. 
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Vocans am 18. November 2013, 16:21:14
Da musst du schon selber tätig werden. Entweder ein Anwalt für Arbeitsrecht oder in der ersten Instanz selber klagen. Die Urteile dazu wurden hier schon mehrmals verlinkt. . Von alleine fliegen dir keine gebratene Puten in den Mund. Eigeninitiative.......
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 18. November 2013, 17:32:09
Bürgerarbeit vor dem Aus

Im kommenden Jahr droht tausenden sogenannten Bürgerarbeitern in Deutschland die Arbeitslosigkeit. Wie die Landesarbeitsagentur mitteilte, läuft das Beschäftigungsmodell spätestens zum Jahresende 2014 aus.

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/buergerarbeit122.html
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 19. November 2013, 13:51:46
Das war von Anfang an bekannt das es nur bis Dezember 2014 läuft.  :smile:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 19. November 2013, 13:54:58
zum Glüxk aber wnen man liest warum man das undebingt fortsetzen will  :lachen: :lol: Perspektive bla bla klaro dafür arbeitet man. Für ne Perspektive.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 19. November 2013, 14:03:55
Die Idee ist ja auch nicht schlecht nur die Bedingungen lassen zu wünschen übrig  :wand:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: götzb am 19. November 2013, 14:05:08
Da Bürgerarbeit auf Zwang beruht, kann man dessen Scheitern und Auslaufen nur voll begrüßen.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 19. November 2013, 14:09:07
Zwang war bedingt, mein Kollege und ich und noch zahlreiche andere hier in meiner Stadt haben das freiwillig gemacht. Als das Projekt bei uns anlief haben endliche abgelehnt, da ging das noch erst als kaum noch einer das machen wollte wurde Sanktioniert.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: götzb am 19. November 2013, 14:11:56
Die Grundidee war die Nicht Freiwilligkeit.
Wobei es auch Kommunen gab, wo der Bürgermeeester :grins: verlautbarte, das bei seiner Gemeinde BüA freiwillig sei
da Zwang keinen Sinn mache.

Solche 2-3 Arbeitsmarkt-Modelle sind per Se nicht schlecht, aber eben auf freiwilliger Basis, Vermittlung in Jobs ohne das mehr Ergänzungsleistungen notwendig sind als Vorgabe in der Vorlaufzeit von 6 Monaten, und dann in der eigentlichen BüA Löhne die so hoch sind, das niemand mehr aufstocken muss.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 19. November 2013, 17:02:56
Haseloff will Bürgerarbeit in neuer Form weiterführen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat sich vor dem Hintergrund der Koalitionsgespräche von CDU und SPD für Bürgerarbeit in neuer Form ausgesprochen. Die Bürgerarbeit in jetziger Form läuft spätestens Ende 2014 aus.

http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/gemeinnuetzige-beschaeftigung-haseloff-will-buergerarbeit-in-neuer-form-weiterfuehren,20641266,25076344.html
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast11633 am 19. November 2013, 17:15:10
Naja @Loewe, alter Wein in neue Schläuche, ist eine der einfältig politischen Gesamtlösungen  :lachen:
Sicherlich findet der Herr Haseloff auch noch die Möglichkeit, die damit verbundenen Lohnkosten weiter zu drücken  :mocking:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 19. November 2013, 17:17:35
Naja @Loewe, alter Wein in neue Schläuche, ist eine der einfältig politischen Gesamtlösungen  :lachen:
Sicherlich findet der Herr Haseloff auch noch die Möglichkeit, die damit verbundenen Lohnkosten weiter zu drücken  :mocking:

hab auch Kommentar geschrieben
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Ottokar am 20. November 2013, 13:08:42
Bürgerarbeit war tatsächlich das Modellprojekt für den Test, ob und wie sich in Deutschland das Welfare-Prinzip einführen lässt = Sozialleistung nur gegen Arbeitskraft.
Workfare wäre der Begriff.
Workfare haben wir schon.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 20. November 2013, 19:51:22
ach wie der Bürgermeister von Bad Schmiedeberg rumjammert. Und so tut als ob ihm die Bürgerarbeiter so am herzen liegt. Dabei hat er nur Angst das er keine billigen Sklaven mehr hat.

Gelesen in der "Blöd" heute im Kaufland
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Atalante am 20. November 2013, 20:33:49
Ui, die Bürgerarbeit läuft aus, das Gejammer darüber macht sich hier im Saarland ja auch schon länger breit, aber keine Angst, ein Nachfolger steht schon in den Startlöchern:
Passiv-Aktiv-Tausch (http://www.regionalverband-saarbruecken.de/magazin/drucken.php?artikel=2968&type=)
Wer will, kann sich ja mal das Finanzierungskonzept (http://www.rvsbr.de/pics/medien/1_1369642431/PAT_Brosch_Stand240513_Ansicht_1.pdf) reinziehen und selber urteilen, ob er hier ein "Sozialleistungen nur noch gegen Arbeitsdienst" riecht.

Wie hier schon geschrieben: Alter Wein in neuen Schläuchen, ein neues Modell, um die Menschen an der Nase herumzuführen (von wegen: "KÖNNTE Einstieg in den 1. Arbeitsmarkt sein", wieso eigentlich überhaupt nen 1., 2.,3. Arbeitsmarkt?) Wenn die Arbeit gemacht werden soll, verdammt nochmal, dann soll man sie auch gescheit und reell bezahlen und nicht über Zwangsarbeiter, die den Lohn vom Steuerzahler bezahlt bekommen, damit sich "Arbeitgeber" auf Kosten ihrer Beschäftigten die Taschen vollstopfen können, denn genau das würde beim Aktiv-Passiv-Tausch passieren:
Das, was bisher als "passive Transferleistung" (Regelsatz, Wohngeld, Beiträge zur KV) geleistet wurde, wird jetzt gegen Arbeitsdienst ausgezahlt, also Transferleistung gegen Arbeit (ist klar, dass hier die Verfolgungsbetreuung trotzdem weitergehen wird, irgendwer muss das Geld ja an die PATler ausbezahlen).
Den "Arbeitgeber" kostet so ein PAT-Arbeiter nämlich nix, das zahlt alles der Steuerzahler, aber Gewinne*  wandern zu 100% in die Taschen des "Arbeitgebers".  Und nach meinem Dafürhalten ist das genau so gewollt, weil die Wirtschaft das so will...

Das Geilste: Für die neu zu schaffenden "Arbeitsstellen" sollen dieselben Kriterien gelten wie für EinEuro-Jobs und Bürgerarbeit, also: keine Plätze auf dem ersten Arbeitsmarkt verdrängen, die Stellen müssen "zusätzlich" sein usw.
Wie gut die Einhaltung dieser Kriterien funktioniert, können wir (auch hier, zum Beispiel dank  des Users @Loewe) immer wieder lesen und hören, das soll hier wohl irgendwann so laufen wie zum Beispiel in den Niederlanden: 100% Workfare: Sozialleistungen nur noch gegen Arbeitsdienst.
Willkommen in der neuen sadistischen Marktwirtschaft...

*die sicherlich erwirtschaftet werden, denn so aufnahmefähig ist ein "3. Arbeitsmarkt" dann doch nicht, also wird man das PAT-Modell mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf den 1. Arbeitsmarkt ausweiten, nach den 1Euro-Jobbern wird ja auch fleißig gegrabscht, ich sag nur Garten-Landschaftsbau für Kommunen, ist eigentlich auch 1. AM, dennoch machen das EEJler, weil O-Ton: "die Stadt sich den Zoo sonst nimmer leisten könnte"

MfG
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Meck am 20. November 2013, 21:01:03
Zitat von: Atalante am 20. November 2013, 20:33:49
Ui, die Bürgerarbeit läuft aus, das Gejammer darüber macht sich hier im Saarland ja auch schon länger breit, aber keine Angst, ein Nachfolger steht schon in den Startlöchern:
Passiv-Aktiv-Tausch

Das ist ja auch bei vielen Massnahmen so, sei es AGHs, Bewerbertrainings etc. - Wenn bei einem Träger ein Projekt, eine Massnahme über Wochen und Monate einen schlechten Ruf hat im Laufe der Zeit, gibts für die Massnahme einen neuen Namen und weiter gehts wie bisher  :coffee:.

So läuft es vermutlich auch bei der Bürgerarbeit. Erinnert man sich an ABM, FSJ oder BufDi etc. war es ja da auch nicht anders.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 20. November 2013, 21:06:09
ach wie der Bürgermeister von Bad Schmiedeberg rumjammert. Und so tut als ob ihm die Bürgerarbeiter so am herzen liegt. Dabei hat er nur Angst das er keine billigen Sklaven mehr hat.

Gelesen in der "Blöd" heute im Kaufland

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, warum stellen sie dei Büregrarbeiter nicht ein? ach ja stimmt ja. Das kostet Geld nicht wahr. Und warum haben sie im Interview nicht erwähnt das nicht in die Arbeitslosenversicheurng eingezahlt wird. Un d rechnen sie mal aus was 900 Euro Brutto in netto ist.

http://www.bad-schmiedeberg.de/kontakt/view/form
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 20. November 2013, 21:31:47
Neues Programm für ältere Langzeitarbeitslose geplant

Sachsen-Anhalts Arbeitsminister Bischoff plant ein neues Programm für ältere Langzeitarbeitslose. Insgesamt werden dafür in den kommenden beiden Jahren 20 Millionen Euro bereitgestellt. Verschiedene Projekte in den Regionen des Landes sollen dafür sorgen, dass etwa 1.100 ältere Arbeitslose wieder einen Job finden. Bischoff will mit dem neuen Programm einen Ausgleich dafür schaffen, dass der Bund die Bürgerarbeit bald nicht mehr fördert. Bei diesem Modellprojekt werden Arbeitslose für gemeinnützige Tätigkeiten bezahlt.

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/nachrichten104_zc-a2551f81_zs-ae30b3e4.html#anchor1

na wusst ich es doch

Neues Programm für Langzeitarbeitslose geplant

Um das auslaufende Modell der Bürgerarbeit abzufedern, will Sachsen-Anhalt im kommenden Jahr ein neues Programm für ältere Langzeitarbeitslose auflegen. Das hat Arbeitsminister Norbert Bischoff am Mittwoch bei der Vorstellung des Arbeitsmarktpolitischen Gesamtkonzepts für Sachsen-Anhalt bekannt gegeben. Nach Angaben des SPD-Politikers soll das neue Beschäftigungsprogramm, das derzeit noch vorbereitet wird, zwei Jahre lang gelten.

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/foerderprogramm-langzeitarbeitslose-sachsen-anhalt100-comment.html#cf
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 21. November 2013, 00:42:35
Arbeitsminister plant neues Programm für ältere Langzeitarbeitslose

Es ist nicht einfach mit dem Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt. Auf der einen Seite zu wenige Fachkräfte - auf der anderen Seite viele Langzeitarbeitslose. Jetzt hat der Arbeitsminister ein neues Konzept vorgelegt.

http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/sachsen-anhalt-arbeitsminister-plant-neues-programm-fuer-aeltere-langzeitarbeitslose,20641266,25091496.html
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Ottokar am 22. November 2013, 10:26:07
Ui, die Bürgerarbeit läuft aus, das Gejammer darüber macht sich hier im Saarland ja auch schon länger breit, aber keine Angst, ein Nachfolger steht schon in den Startlöchern:
Passiv-Aktiv-Tausch (http://www.regionalverband-saarbruecken.de/magazin/drucken.php?artikel=2968&type=)
Wer will, kann sich ja mal das Finanzierungskonzept (http://www.rvsbr.de/pics/medien/1_1369642431/PAT_Brosch_Stand240513_Ansicht_1.pdf) reinziehen und selber urteilen, ob er hier ein "Sozialleistungen nur noch gegen Arbeitsdienst" riecht.
Das riecht nicht nur, das stinkt.
ALG II Empfänger sollen arbeiten und die JC dafür den Lohn zahlen. Profitieren tun allein die AG, die dabei ohne Lohnkosten maximalen Profit generieren.
Das ist Lohnsubvention pur, weil zu 100%.
Stellen wir doch gleich den gesamten deutschen Arbeitsmarkt darauf um: die AG haben keine Ausgaben mehr für Löhne und Gehälter, keine Sozialabgaben mehr und maximieren damit ihren Provit.
Der Kostenfaktor Arbeitskraft/Mensch wird dabei komplett aus der Wertschöpfungskette ausgegliedert.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: götzb am 22. November 2013, 14:36:54
Leider machen da viele freiwillig mit.

Wünschenswert wäre wenn sich mehr Menschen bei Arbeitsdienst zu Wehr setzen würden.
Etwa durch Schlechtarbeit und einer Art von Sabotage.

In den 70ern wo Sozialhilfeempfänger in BRD West zu Zwangsarbeit verpflichtet wurden
haben sie viele bis hin zur Sabotage gewehrt. Ich wünschte mir das heute auch.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast7559 am 22. November 2013, 14:47:22
Hat jemand dazu...
Zitat von: götzb am 22. November 2013, 14:36:54
In den 70ern wo Sozialhilfeempfänger in BRD West zu Zwangsarbeit verpflichtet wurden
... und dazu...
Zitat von: götzb am 22. November 2013, 14:36:54
haben sie viele bis hin zur Sabotage gewehrt.
... irgendwelche Links zur Hand? Möchte das mal nachlesen...

EDIT: Hab z.B. mit den Stichworten "Sozialhilfeempfänger Zwangsarbeit" folgenden, sehr interessanten Link gefunden:
Schafft erste, zweite, dritte Arbeitsmärkte …ab! http://www.wildcat-www.de/wildcat/72/w72_sozizwang.htm (http://www.wildcat-www.de/wildcat/72/w72_sozizwang.htm)

... aber Götzb war schneller als ich! Danke, götzb!

Und hier noch was Schönes gefunden:
Hilfe zur Zwangsarbeit - Aus den Annalen der bundesdeutschen Sozialverwaltung http://www.krisis.org/1999/hilfe-zur-zwangsarbeit (http://www.krisis.org/1999/hilfe-zur-zwangsarbeit)
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: götzb am 22. November 2013, 14:52:29
File found.  :zwinker:

http://www.wildcat-www.de/zirkular/46/z46zwang.htm
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: schattenspiel am 08. Dezember 2013, 18:21:40
Hallo,
ich möchte nochmal am Thema rütteln.

In meinem Fall ist es so, dass ich zwar im öffentlichen Dienst als Bürgerarbeiter tätig bin, angestellt bin ich aber beim "Verein für Arbeitssklaven". (nennen wir ihn mal so)

Dieser Verein schloss die Arbeitsverträge mit den Bürgerarbeitern, überwacht die Stundennachweise und überweist das
Gehalt. (welches naturlich vom Jobcenter kommt)
Nur die Auswahl der Bürgerarbeiter traf die Stadtverwaltung selbst.

Ich bin also ein Leiharbeiter bei der Stadtverwaltung mit Tätigkeiten, die teilweise zum 1. Arbeitsmarkt gehören.

Wegen der beiden Urteile, die die Bezahlung nach Tarif bei Bürgerarbeitern betreffen, hatte ich mich an einen Anwalt gewandt und wollte klagen.
Dieser sagte mir aber, dass meine Aussichten auf erfolgreiche Klage gering sind, da ich nicht direkt bei der Stadtverwaltung als Bürgerarbeiter angestellt bin, sondern üblerweise der Verein als Arbeitsgeber auftritt und dieser tariflich nicht gebunden ist.

Stimmt das so tatsächlich?

Grüße
schattenspiel  :flag:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast7559 am 08. Dezember 2013, 18:45:16
Scheint eine neue Masche zu sein, um den Tariflohn zu umgehen...

Schau mal, was ich >>hier<< (http://hartz.info/index.php?topic=71755.msg706438#msg706438) geschrieben habe...
Zitat
Und wenn wir schon beim Kotzen sind, kann ich gleich weitermachen:
Kollegin von mir hat gerade 1 Woche "Praktikum" im Krankenhaus hinter sich, sauschwere anstrengende, körperlich schwere Arbeit in der Küche am Fließband unter Akkorddruck, 8 Std. Stehen ohne Möglichkeit, sich mal eben kurz hinzusetzen - demnächst unterschreibt sie einen Arbeitsvertrag bei der AWO und wird dann von dieser Wohlfahrtsorganisation für 8 Euro/Std. ans Krankenhaus "verliehen" - (läuft natürlich nicht als Leiharbeitnehmer, sondern unter "Integrationsmaßnahme" in Projektform - sie wollen testen, ob Hartzis auch hart für wenig Geld arbeiten können) - 40 Std./Woche für 8 Euro, voll sozialversichert... erst mal nur für 1 Jahr, danach mit Option auf Verlängerung für ein zweites Jahr... die Tarif-Arbeitnehmer im Krankenhaus verdienen doppelt soviel wie sie... aber sie freut sich nen Ast, weil sie demnächst 200 Euro mehr pro Monat zur Verfügung hat...

Ein anderer Kollege ist schon seit 9 Monaten in genau der gleichen AWO-Maßnahme im Krankenhaus tätig... auch er sagt, ihm geht's jetzt besser als zuvor, als er nur das Hartz-Geld hatte... er jammert zwar, daß seine Kollegen als Tarif-Arbeiter als Weihnachtsgeld ein volles Monatsgehalt (d.h. fast 2.500 Euro) bekommen haben (und er hat überhaupt kein Weihnachtsgeld bekommen!!! Die AWO zahlt kein Weihnachtsgeld von den Zuschüssen, die sie für die "integrierten Hartzer" bekommt, das verpraßt sie lieber selbst), aber ihm geht's ja jetzt "besser" als nur mit H4...

Und wenn man ihnen ins Gesicht sagt, daß das Krankenhaus mit dieser Konstruktion "AWO - Projektmaßnahme für Arbeitslose/Hartzer" den Tarifvertrag mit Tariflöhnen unterläuft und sich so Niedrigstlohn-Arbeitskräfte heranschafft und die Awo dabei den eifrigen Zuhälter spielt, dann sagen sie nur: "Aber mir geht's doch jetzt viel besser als vorher mit Hartz"...
siehe hierzu: http://hartz.info/index.php?topic=71719.msg706213#msg706213 (http://hartz.info/index.php?topic=71719.msg706213#msg706213)

Mit solchen Vertrags-Konstruktionen arbeiten wir in riesengroßen Schritten auf den Workfare-Staat für Arbeitslose hin - Geld und staatliche Unterstützung nur noch gegen Arbeit bei Niedrigstlohn, wie @Ottokar schon weiter oben geschrieben hatte.

Demnächst (Zukunftsvision von mir) sind wir alle gegen Niedrigstlohn beim Staat angestellt und arbeiten in der öffentlichen Verwaltung bzw. technischen Unterhaltung der städtischen Anlagen...

Abgesehen davon, sind diese zwei Hartzer, die ich oben beschrieben habe, typische nicht-informierte Hartzer, die über ihre Rechte gegenüber dem JC nicht Bescheid wissen, sich auch nie dafür interessiert haben, die Seite "gegen-hartz.de" nicht kennen, auch das Forum von gegen-hartz nicht, geschweige denn andere Arbeitslosen-Foren...
typische Internetnutzung dieser zwei Exemplare der Gattung Mensch "homo hartzensis" besteht im Fratze-bucken... typische Freizeitbeschäftigung im Fernsehen auf Trash-Kanälen und in Wochenend-Besäufnissen...

da hilft jede Aufklärungs-Arbeit von mir überhaupt nicht, diese Leute sind AUFKLÄRUNGS-RESISTENT... und freuen sich nen Ast, daß sie für 200 Euro überm H4-Satz ausgebeutet werden...
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast22060 am 09. Dezember 2013, 11:23:08
Moin, willkommen im Club so eine ähnliche Aussage habe ich auch vom Anwalt gehört. Die (wollen) können nicht mehr zahlen.  :wand:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 09. Dezember 2013, 14:10:27
Moin, willkommen im Club so eine ähnliche Aussage habe ich auch vom Anwalt gehört. Die (wollen) können nicht mehr zahlen.  :wand:
warum sollten sie auch wenn sie dumme finden
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 13. Dezember 2013, 16:23:12
In seiner 58. Sitzung beschloss der Landtag in Magdeburg, sich auf Bundesebene für ein Nachfolgeprogramm der Bürgerarbeit einzusetzen. Die Bürgerarbeit in Deutschland geht auf ein Modellprojekt in Sachsen-Anhalt zurück und soll Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integrieren.

http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/magdeburg-landesregierung-soll-sich-fuer-buergerarbeit-einsetzen,20641266,25613982.html

mein Kommentar

und soll Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integrieren." und wo ist das bitte gelungen? Im Grunde ging es nur um billige Arbeitskräfte zu haben und die Statistik zu schönen.
Warum stellt man die Leute nicht fest und sozialversicherungspflichtig (ja auch Arbeitslosenversicherung) ein?. Wenn man sie braucht.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Ottokar am 14. Dezember 2013, 13:07:07
Bürgerarbeit kann (Langzeit)Arbeitslose schon per se nicht in den Arbeitsmarkt integrieren, denn Bürgerarbeit darf lt. Gesetz nicht auf dem (1.) Arbeitsmarkt stattfinden.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 14. Dezember 2013, 15:05:11
Bürgerarbeit in Sachsen-Anhalt „Das war ’ne echte Chance“

http://www.mz-web.de/wirtschaft/buergerarbeit-in-sachsen-anhalt--das-war--ne-echte-chance-,20642182,25621188.html

warum hat man sie nicht gleich eingestellt? sondern erst über die Bürgerarbeit? Und wieviel Fördergelder fliessen jetzt noch das man die Frau beschäftigt? Mir kann keiner erzählen das da nichts fliesst. Und fakt ist das man jetzt nur rumjammert das diese Bürgerarbeit ausläuft weil man keine billigen Arbeitskräfte mehr hat. Und die sinkende Arbeitslosigleit wird nur durch den Steuerzahler finanziert. Man soll mal ausrechnen was netto rauskommt bei 900 brutto. Warum wird nie erwähnt das die Bürgerarbeiter nicht in die AV einzahlen. Also so gleich in Hartz 4 fällt. " Zwar habe man nicht mit allen Beteiligten durchweg positive Erfahrungen gemacht, einige seien auch vor der Zeit auf eigenen Wunsch ausgeschieden." warum fragt man die betroffenden nicht selber. Sondern lässt nur diesen Lehmann sprechen. Wahrscheinlich merkten die betroffenenden das sie nur ausgebeutet wurden.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 14. Dezember 2013, 16:07:21
Landtag macht sich für Bürgerarbeit stark

Der Landtag von Sachsen-Anhalt macht sich für die Bürgerarbeit stark. Eine große Mehrheit der Abgeordneten forderte am Freitag die Landesregierung auf, sich für ein Nachfolgeprogramm einzusetzen. CDU, SPD und Grüne stimmten dafür, die Linksfraktion enthielt sich, nachdem ein eigener Änderungsantrag abgelehnt worden war. Das Modell Bürgerarbeit läuft spätestens Ende des nächsten Jahres aus.

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/landtag-fuer-buergerarbeit100.html

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt-heute/video166426.html

Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: XxLOSTxX am 18. Dezember 2013, 08:28:05
hmmm...irgenwie bin ich nicht überzeugt den das hört sich im kern nach zeitarbeitsfirma oder praktika ect an....wir geben dir vieleicht arbeit solange musst du im niedriglohnsektor  sklavenarbeit machen...

ne danke lehne ich persönlich danked ab
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Sonnel am 25. Januar 2014, 14:22:00
Es gint "Neugikeiten" aus der Irrenhauszentrale:

Bei uns wurden alle Bürgerarbeiter, die in einer privaten Kurklinik gebürgerarbeitet haben - übernommen! Zu einemStundenlohn von sage und schreibe 3.85 Euro !!!
Da find ich einfach keine Worte mehr ...  :no:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28518 am 25. Januar 2014, 14:37:57
und die haben zugestimmt?
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: rein am 25. Januar 2014, 15:15:34
3.85 Euro
Da sollten die aber nicht mehr als 20 min pro Stunde arbeiten.


»Ich fürchte, daß unbezahlte Bürgerarbeit eingeführt wird«
Ein Gespräch mit Inge Hannemann

http://www.jungewelt.de/2014/01-13/051.php
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast6430 am 25. Januar 2014, 19:29:42
Zitat von: rein am 25. Januar 2014, 15:15:34
»Ich fürchte, daß unbezahlte Bürgerarbeit eingeführt wird«
ich verstehe immer besser, warum Ausnahmen von einem Hungermindestlohn gefordert wird^^ :clever:

und ich verstehe auch immer besser warum denen das gelingen wird.

Anstatt Hartzis nun mit der Faust auf den Tisch hauen und sagen :"Schluß" reagieren die sich bei Themen ab wie
Zitat
Al-Kaida-Gruppen schlachten sich gegenseitig ab
Christen / Muslime kämpfen Hand in Hand gegen d. Terroristen der Westlichen Welt
Rheinland-Pfalz - Initiative "Ich bin dabei" Man braucht noch mehr Ehrenämtler
[/b]
und weil Hartzis sich dabei zu allem Überfluß noch liebend gerne verbal die Köppe einschlagen, kann die Beamtenmafia all sonen schiit ungestraft und ungehindert durchziehen. Weiter so Freunde^^ :clever:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Angela1968 am 25. Januar 2014, 19:50:19
Also ich hätte einen Sv-pflichtigen Job nicht mal als ich arbeitslos war für 3,85 Euro Stundenlohn angenommen. Da war ich drauf bedacht wenigstens 5 Euro Stundenlohn zu bekommen. Heute wo ich etwas über 8 Euro Stundenlohn habe würde ich auf den neuen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro bestehen.

Angela
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast7559 am 25. Januar 2014, 19:56:18
Zitat von: Gast6430 am 25. Januar 2014, 19:29:42
Anstatt Hartzis nun mit der Faust auf den Tisch hauen und sagen :"Schluß" reagieren die sich bei Themen ab wie
Zitat
Zitat Al-Kaida-Gruppen schlachten sich gegenseitig ab Christen / Muslime kämpfen Hand in Hand gegen d. Terroristen der Westlichen Welt Rheinland-Pfalz - Initiative "Ich bin dabei" Man braucht noch mehr Ehrenämtler
und weil Hartzis sich dabei zu allem Überfluß noch liebend gerne verbal die Köppe einschlagen,
Sich hoffnungslos zu verzetteln, ist doch des Hartzis liebster Zeitvertreib.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast28010 am 15. März 2014, 07:21:23
Vielleicht hilft auch dieser Link. Danach muß equal pay geleistet werden dort wo kein Zeitarbeitstarifvertrag eingesetzt wird. Und eine Abweichung unter verbindliche Lohnuntergrenzen ist auch nicht möglich. Davon ab ist ein Lohn von 3,85 Euro wie hier angeführt sittenwidrig. In diesem Fall sollte man einfach mal zum regionalen GEZ-Fernsehen. Die werden sich hüten, darüber nicht zu berichten. Und bei solch einem Lohn braucht man keine Angst vor Repression haben.

http://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsmarkt/Grundsicherung/Buergerarbeit/Fragen-und-Antworten/inhalt.html?cms_gtp=54758_list%253D6
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast32888 am 18. Juni 2014, 19:43:24
Sittendwidrig wäre ein Stundenlohn dann, wenn er weniger als 70% des orstüblichen oder des tariflich vereinbarten Lohns beträgt. Sollte eine Tarifbindung vorliegen, gilt die natürlich.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Vocans am 26. Juni 2014, 10:45:57
Berater, du irrst dich gewaltig. Hier das Urteil vom 22.04.2009:
- Urteil vom 22.04.09, Az. 5 AZR 436/08:

Sittenwidriger Lohn liegt dann vor, wenn Arbeitsvergütung nicht einmal zwei Drittel eines in der betreffenden Branche und Wirtschaftsregion üblicherweise gezahlten Tariflohns erreicht.
Maßgebend ist der Vergleich mit der tariflichen Stunden- oder Monatsvergütung ohne Zulagen und Zuschläge.
http://hartz.info/index.php?topic=65071.0
Also nix mit 70% weniger.....wäre ja noch schöner......
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Ottokar am 26. Juni 2014, 14:13:12
Zitat von: Vocans am 26. Juni 2014, 10:45:57
Also nix mit 70% weniger
Das steht da nicht. Da steht: weniger als 70% ...
Berater hatte geschrieben, bei einer Vergütung von weniger als 70% des orstüblichen oder Tariflohnes wäre der Lohn sittenwidrig.
2/3 sind 66%, wenn die Vergütung weniger 2/3 = als 66% beträgt, ist lt. BAG der Lohn sittenwidrig.
Das ist also nicht falsch.

Mit der Aussage "orstüblichen oder tariflich" liegt Berater auch nicht falsch, denn lt. BAG ist die Tarifvergütung nur dann anzunehmen, Zitat:
Eine Üblichkeit der Tarifvergütung kann angenommen werden, wenn mehr als 50 % der Arbeitgeber eines Wirtschaftsgebiets tarifgebunden sind oder wenn die organisierten Arbeitgeber mehr als 50 % der Arbeitnehmer eines Wirtschaftsgebiets beschäftigen.
Ansonsten gilt der ortstübliche Lohn.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Vocans am 26. Juni 2014, 14:21:23
Danke ottokar, dann hatte ich dies mißverstanden  :flag:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast34969 am 17. November 2014, 14:57:57
Die Rede (bei Lutz) war von Bahnhöfen, deshalb meine Annahme, das es sich um die DB handelt.  ...

Exakt, Lutz meinte Bahnhöfe, die von der Deutschen Bahn betrieben wurden.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast34409 am 18. November 2014, 14:50:20
Wenn es keine Erwerbsarbeit mehr gibt (Ein Segen des technischen Fortschritts), dann wird eben welche erfunden, um den Pöbel (also die 99%) in Schach zu halten. So einfach ist das in der nahrungskette.. oder soll ich sagen Hackordnung?! Soweit ich weiß, hat sich an der Einführung von bürgerarbeitsähnlicher SinnfreiBeschäftigung zu null Euro in Hamburg nixx geta. Sie werden also als Erstversuch mit einer Anzahl von 520 Zwangsarbeitern eingeführt. Nun ratet, was bei Erfolg geschieht? :P  :nea: :nea: :lol:
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: rein am 20. November 2014, 23:05:22
"Nun ratet, was bei Erfolg geschieht?"

Stellts Du etwa den Erfolg in Frage? Der ist doch schon gegeben. ==> Die Statistik sieht besser aus.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: MaxMustermann00 am 20. November 2014, 23:33:21
Die Statistik sieht besser aus.

und darum geht es doch um den ganzen Zeug. Dann kann man auch noch die Arbeit billig erledigen lassen von rechtlosen Sklaven.
Titel: Re: Modellprojekt Bürgerarbeit
Beitrag von: Gast35728 am 11. März 2015, 07:38:37
Ich denk da irgendwie an Strassenfeger hmhmhmhmhmh