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Autor Thema: Beschluss des Bundeskabinetts: Der Mindestlohn steigt ab 2017 auf 8,84 Euro  (Gelesen 12295 mal)

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Offline Meck

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Das Bundeskabinett hat eine Erhöhung des Mindestlohns auf 8,84 Euro beschlossen. Dieser gilt ab 2017 und soll alle zwei Jahre neu festgelegt werden. Bei seiner Sitzung in Berlin beschloss das Kabinett außerdem den Rüstungsexportbericht für das erste Halbjahr 2016.

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland steigt 2017 von derzeit 8,50 Euro auf 8,84 Euro pro Stunde. Das beschloss das Bundeskabinett in Berlin. Es ist die erste Anpassung seit Einführung des bundesweiten Mindestlohnes im vergangenen Jahr. Die Steigerung von 34 Cent orientiert sich an der allgemeinen Lohnentwicklung.

Die Mindestlohnkommission von Arbeitgebern und Arbeitnehmern hatte sich Mitte des Jahres einstimmig für diese Anpassung ausgesprochen. Die Regierung will den Beschluss als Rechtsverordnung umsetzen. Die Kommission, die frei von politischer Einflussnahme entscheiden soll, legt die Höhe nun alle zwei Jahre neu fest.


-->> https://www.tagesschau.de/inland/bundeskabinett-mindestlohn-ruestung-lebensqualitaet-101.html

Offline Meck

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Fraktion DIE LINKE: Mindestlohn bleibt trotz Erhöhung Niedriglohn
« Antwort #1 am: 31. Oktober 2016, 16:29:13 »
„Wer allen Ernstes glaubt, mit 34 Cent mehr Mindestlohn die Konsumnachfrage zu steigern, glaubt auch, dass soziale Gerechtigkeit vom Himmel fällt“, kommentiert Jutta Krellmann, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, den Beschluss des Bundeskabinetts, den Mindestlohn um 34 Cent auf 8,84 Euro zu Jahresbeginn 2017 anzuheben. Krellmann weiter:

„Mieten steigen, Strom wird teurer und auch der Preis für das Busticket erhöht sich wieder. Das ist die Realität von Millionen von Menschen in diesem Land. Deren Balance-Akt zwischen ‚alles wird teurer‘ und zu wenig Lohn lässt sich mit dieser Mindestlohnerhöhung sozial nicht gerecht begegnen. Auch der Bundesregierung ist bekannt, dass allen, die weniger als 11,68 Euro die Stunde verdienen, Altersarmut droht. Ein Mindestlohn, der trotz Erhöhung noch immer ein Drittel unter dieser Grenze bleibt, sorgt darüber hinaus für Armut trotz Arbeit. Wer also glaubt, soziale Gerechtigkeit für ein paar Cent zu kriegen, gefährdet sehenden Auges den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft.


-->> https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/mindestlohn-bleibt-trotz-erhoehung-niedriglohn/

Offline Der Bote

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Offline Meck

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34 Cent mehr pro Stunde: DGB - Höherer Mindestlohn steigert Kaufkraft
« Antwort #3 am: 01. Januar 2017, 14:46:12 »
Zwei Jahre nach seiner Einführung wird der Mindestlohn erstmals erhöht. Der Deutsche Gewerkschaftsbund erwartet von den zusätzlichen 34 Cent positive Effekte, etwa bei der Kaufkraft.

Mit Beginn des neuen Jahres wird in Deutschland ein höherer Mindestlohn fällig: Die unterste Bezahlung steigt um 34 Cent auf nunmehr 8,84 Euro pro Stunde. Der Deutsche Gewerkschaftsbund betonte, dies komme Millionen Geringverdienern zu Gute. Sie hätten bei einer Vollzeitstelle monatlich etwa 55 Euro mehr in der Tasche, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. Jeder Cent Mindestlohn mehr bedeute mindestens 50 Millionen Euro mehr Kaufkraft pro Jahr, sagte er.

Der höhere Mindestlohn habe auch Auswirkungen auf die Arbeitszeiten bei Minijobs, betonte der DGB. Um die Grenze der geringfügigen Beschäftigung bei 450 Euro zu erreichen, müsse nun nur noch 50,9 Stunden monatlich gearbeitet werden. Körzell mahnte zugleich wirksame Kontrollen auch in kleineren Betrieben an, damit der Mindestlohn auch überall ankomme.


-->> http://www.n-tv.de/wirtschaft/DGB-Hoeherer-Mindestlohn-steigert-Kaufkraft-article19446871.html

Offline Meck

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Ab dem 1.1.2017 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 8,84 Euro um 34 Cent, also um 4 %. Seit 2015 gibt es den gesetzlichen Mindestlohn, der dem wuchernden Niedrigkohnsektor entgegen wirken und die Ungleichheit der Löhne vermindern sollte. Derweil nimmt die Armut in Deutschland zu. Armutsgefährdung stieg um 0,3 % der Deutschen seit Einführung des Mindestlohns auf 15,7 %.

Die Ungleichheit der Einkommen verminderte sich nicht. Vor der Einführung des Mindestlohns lag der Koeffizient für Ungleichheit bei 29 %, und da liegt er auch heute. Die Zahl der Aufstocker, die zusätzlich zu ihren Löhnen Hartz-IV-Gelder bekommen sank von 1,18 Millionen 2014 auf 1,13 Millionen Ende 2016.

Mindestlohn gilt nicht für alle:

Ausgenommen vom Mindestlohn sind nach wie vor Minderjährige, Auszubildende, Ehrenamtliche, Praktikanten und Langzeitarbeitslose in „Maßnahmen“.


-->> http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/erhoehter-mindestlohn-eine-augenwischerei.php

Offline Meck

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NGG warnt vor Lohn-Tricksereien im Landkreis Nordhausen
« Antwort #5 am: 27. Januar 2017, 13:47:09 »
Ein „Cent-Lohn-Plus“ quer durch alle Jobs und Branchen, das einer Vollzeitkraft unterm Strich aber weit über 50 Euro pro Monat bringt. Egal, ob Küchenhilfe oder Verkäuferin im Backshop: Wer im Landkreis Nordhausen vom Chef nur den gesetzlichen Mindestlohn bekommt, verdient im Januar mehr Geld – und zwar 34 Cent pro Stunde...

„Genau zwei Jahre gibt es den gesetzlichen Mindestlohn. Und jetzt ist er zum ersten Mal geklettert – auf 8,84 Euro“, sagt Christl Semmisch von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Die NGG Thüringen ruft alle Mindestlohn-Beschäftigten auf, einen „Januar-Lohn-Check“ zu machen. „Sobald die Lohnabrechnung vorliegt, sollte jeder seinen Stundenlohn bis auf den letzten Cent nachrechnen. Die tatsächlich geleisteten Stunden und das Geld müssen dabei am Ende passen“, so Semmisch. Die NGG-Geschäftsführerin warnt zudem vor „Lohn-Tricksereien durch die Hintertür“: „Es ist eine beliebte Chef-Masche, die Menschen länger arbeiten zu lassen, die Überstunden dabei aber nicht zu bezahlen. Das ist illegal.“


-->> http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=205715

Offline Frau

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Hm... grübel... eine Mindestlohnerhöhung wird ja zwingend auch eine Preissteigerung nach sich ziehen... ist denn eigentlich schon jemals der Grundfreibetrag erhöht (und damit an die Preissteigerungen angepasst) worden?  :scratch:
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Offline fluchtzwerg

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Offline Orakel

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Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

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Ohoh, mea culpa - ich meinte den sogenannten "Grundfreibetrag" auf Erwerbseinkommen bei ALG II, also die ersten (anrechnungsfreien) 100 Euro vom Lohn!  :schaem:
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Offline götzb

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Und die Ausnahmeregelungen u.a. gegen Langzeitarbeitslose wurde noch nicht gekippt.
Da fragt man sich echt....
Arbeit bekämpfen, Automatisierung fördern !

Legale Sabotage gegen Zwangsmaßnahmen und Ausbeuterfirmen, niemals Verträge bei Zwangsmaßnahmen unterschreiben, und Lebensläufe vorlegen.

Offline Meck

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Kabinett beschließt Bericht zur Ausnahmeregelung für Langzeitarbeitslose
« Antwort #12 am: 12. Februar 2017, 13:15:02 »
Die Bundesregierung hat am 08.02.17 den Bericht und die Einschätzung der Bundesregierung zur Regelung für Langzeitarbeitslose nach §22 Absatz 4 Satz 2 Mindestlohngesetz beschlossen. Die dem Bericht zugrundeliegende Evaluation wurde im Auftrag des BMAS durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgeführt.

-->> http://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2017/mindestlohn-kabinett-beschliesst-bericht-zur-ausnahmeregelung-fuer-langzeitarbeitslose.html

-->> Be­richt und Ein­schät­zung der Bun­des­re­gie­rung zur Re­ge­lung für Lang­zeit­ar­beits­lo­se nach § 22 Ab­satz 4 Satz 2 des Min­dest­lohn­ge­set­zes

Offline Vocans

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 :ironie:
Für die 0,34 €uro kann man sich dann ja das Glas Senf für 0,35 €uro leisten....
Ach Mist, das wurde ja schon angehoben auf 0,45 €uro......Die 0,34 €uro müssen jetzt jeden Monat angespart werden, damit man sich auch den Porsche und das Bankkonto in der Schweiz leisten kann, ab dem Jahre 2045  :grins:
Und die Bonzen haben sich mal eben zum 01.01.2017 ihre Diäten um 217 €uro erhöht und im Juli erfolgt noch einmal eine Erhöhung ( Betrag kenne ich aber noch nicht )
« Letzte Änderung: 15. Februar 2017, 16:03:35 von Vocans »
Der Hirntot bleibt ja bei vielen jahrelang unbemerkt!
FB Spruch.

Offline Meck

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Die Medien berichten doch bereits, dass der Mindestlohn ab 2018 wieder um ein paar Cent erhöht werden soll. Man munkelt was von 60 Cent.

Zitat von: Vocans am 15. Februar 2017, 15:39:57
Und die Bonzen haben sich mal eben zum 01.01.2017 ihre Diäten um 217 €uro erhöht und im Juli erfolgt noch einmal eine Erhöhung ( Betrag kenne ich aber noch nicht )

Zitat
Die 630 Bundestagsabgeordneten können ab Juli mit monatlichen Diäten von 9542 Euro rechnen - etwa 215 Euro mehr als bisher. Dieses Diäten-Plus ergibt sich aus vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes zur Lohnentwicklung 2016. Die Anhebung erfolgt automatisch ohne Abstimmung im Plenum. Denn wie schon im vergangenen Jahr ist der Aufschlag bei der "Aufwandsentschädigung" direkt an die Bruttolohnentwicklung des Vorjahres gekoppelt.

Von dem Plus profitieren auch die ehemaligen Abgeordneten. Ihre Pensionen steigen laut Bild-Zeitung ebenfalls um 2,3 Prozent. So erhalte ein Abgeordneter ab Juli für ein Jahr Bundestag bereits rund 239 Euro Pension (ab 67), nach einer Legislaturperiode seien es 954 Euro. Die Höchstpension nach 27 Jahren Bundestag steige von 6296 auf 6441 Euro im Monat.

-->> Bundestagsabgeordnete erhalten ab Juli höhere Diäten und Pensionen

 :ironie: Warum haben die alle so viel Geld ?? ...............Weil die so sparsam leben  :cool: :coffee: .