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Autor Thema: Beschluss des Bundeskabinetts: Der Mindestlohn steigt ab 2017 auf 8,84 Euro  (Gelesen 2885 mal)

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Offline Meck

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Das Bundeskabinett hat eine Erhöhung des Mindestlohns auf 8,84 Euro beschlossen. Dieser gilt ab 2017 und soll alle zwei Jahre neu festgelegt werden. Bei seiner Sitzung in Berlin beschloss das Kabinett außerdem den Rüstungsexportbericht für das erste Halbjahr 2016.

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland steigt 2017 von derzeit 8,50 Euro auf 8,84 Euro pro Stunde. Das beschloss das Bundeskabinett in Berlin. Es ist die erste Anpassung seit Einführung des bundesweiten Mindestlohnes im vergangenen Jahr. Die Steigerung von 34 Cent orientiert sich an der allgemeinen Lohnentwicklung.

Die Mindestlohnkommission von Arbeitgebern und Arbeitnehmern hatte sich Mitte des Jahres einstimmig für diese Anpassung ausgesprochen. Die Regierung will den Beschluss als Rechtsverordnung umsetzen. Die Kommission, die frei von politischer Einflussnahme entscheiden soll, legt die Höhe nun alle zwei Jahre neu fest.


-->> https://www.tagesschau.de/inland/bundeskabinett-mindestlohn-ruestung-lebensqualitaet-101.html

Offline Meck

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Fraktion DIE LINKE: Mindestlohn bleibt trotz Erhöhung Niedriglohn
« Antwort #1 am: 31. Oktober 2016, 16:29:13 »
„Wer allen Ernstes glaubt, mit 34 Cent mehr Mindestlohn die Konsumnachfrage zu steigern, glaubt auch, dass soziale Gerechtigkeit vom Himmel fällt“, kommentiert Jutta Krellmann, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, den Beschluss des Bundeskabinetts, den Mindestlohn um 34 Cent auf 8,84 Euro zu Jahresbeginn 2017 anzuheben. Krellmann weiter:

„Mieten steigen, Strom wird teurer und auch der Preis für das Busticket erhöht sich wieder. Das ist die Realität von Millionen von Menschen in diesem Land. Deren Balance-Akt zwischen ‚alles wird teurer‘ und zu wenig Lohn lässt sich mit dieser Mindestlohnerhöhung sozial nicht gerecht begegnen. Auch der Bundesregierung ist bekannt, dass allen, die weniger als 11,68 Euro die Stunde verdienen, Altersarmut droht. Ein Mindestlohn, der trotz Erhöhung noch immer ein Drittel unter dieser Grenze bleibt, sorgt darüber hinaus für Armut trotz Arbeit. Wer also glaubt, soziale Gerechtigkeit für ein paar Cent zu kriegen, gefährdet sehenden Auges den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft.


-->> https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/mindestlohn-bleibt-trotz-erhoehung-niedriglohn/

Offline Der Bote

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Offline Meck

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34 Cent mehr pro Stunde: DGB - Höherer Mindestlohn steigert Kaufkraft
« Antwort #3 am: 01. Januar 2017, 14:46:12 »
Zwei Jahre nach seiner Einführung wird der Mindestlohn erstmals erhöht. Der Deutsche Gewerkschaftsbund erwartet von den zusätzlichen 34 Cent positive Effekte, etwa bei der Kaufkraft.

Mit Beginn des neuen Jahres wird in Deutschland ein höherer Mindestlohn fällig: Die unterste Bezahlung steigt um 34 Cent auf nunmehr 8,84 Euro pro Stunde. Der Deutsche Gewerkschaftsbund betonte, dies komme Millionen Geringverdienern zu Gute. Sie hätten bei einer Vollzeitstelle monatlich etwa 55 Euro mehr in der Tasche, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. Jeder Cent Mindestlohn mehr bedeute mindestens 50 Millionen Euro mehr Kaufkraft pro Jahr, sagte er.

Der höhere Mindestlohn habe auch Auswirkungen auf die Arbeitszeiten bei Minijobs, betonte der DGB. Um die Grenze der geringfügigen Beschäftigung bei 450 Euro zu erreichen, müsse nun nur noch 50,9 Stunden monatlich gearbeitet werden. Körzell mahnte zugleich wirksame Kontrollen auch in kleineren Betrieben an, damit der Mindestlohn auch überall ankomme.


-->> http://www.n-tv.de/wirtschaft/DGB-Hoeherer-Mindestlohn-steigert-Kaufkraft-article19446871.html

Offline Meck

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Ab dem 1.1.2017 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 8,84 Euro um 34 Cent, also um 4 %. Seit 2015 gibt es den gesetzlichen Mindestlohn, der dem wuchernden Niedrigkohnsektor entgegen wirken und die Ungleichheit der Löhne vermindern sollte. Derweil nimmt die Armut in Deutschland zu. Armutsgefährdung stieg um 0,3 % der Deutschen seit Einführung des Mindestlohns auf 15,7 %.

Die Ungleichheit der Einkommen verminderte sich nicht. Vor der Einführung des Mindestlohns lag der Koeffizient für Ungleichheit bei 29 %, und da liegt er auch heute. Die Zahl der Aufstocker, die zusätzlich zu ihren Löhnen Hartz-IV-Gelder bekommen sank von 1,18 Millionen 2014 auf 1,13 Millionen Ende 2016.

Mindestlohn gilt nicht für alle:

Ausgenommen vom Mindestlohn sind nach wie vor Minderjährige, Auszubildende, Ehrenamtliche, Praktikanten und Langzeitarbeitslose in „Maßnahmen“.


-->> http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/erhoehter-mindestlohn-eine-augenwischerei.php