Zur optimalen Funktion verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung von hartz.info stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Autor Thema: Kinderzuschuss für Alleinerziehende zurückzahlen?  (Gelesen 821 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline fraenker

  • neu dabei
  • Beiträge: 2
Kinderzuschuss für Alleinerziehende zurückzahlen?
« am: 05. Januar 2017, 18:42:14 »
Guten Tag,

Ich habe eine 2 jährige Tochter, von dieser Tochter erfuhr ich erst vor kurzem (meine Adresse war der Mutter nicht bekannt).
Jetzt wo ich von ihr weiß, habe ich selbstverständlich im Dezember auch die Vaterschaft anerkannt und zahle Kindsunterhalt.

Die Mutter befindet sich in einer Ausbildung und erhält dafür Hartz IV Leistungen vom Arbeitsamt. Dazu gehört auch ein Zuschuss für das Kind, da sie in Bedarfsgeneinschaft leben.
Unterhaltsvorschuss vom JA hat sie nicht bekommen.

Unmittelbar nach der Vaterschaftsanerkennung hat sich dann die Agentur gemeldet weil sie gehört haben dass es jetzt einen Vater gibt. Wir hatten nicht mal Zeit es selbst zu melden.

Jetzt die Frage, hat das Amt das Recht, von mir als Vater, oder von der Mutter das Geld, welches sie für das Kind bekommen hat zurück zu verlangen? Oder geht es denen wirklich nur um die Berechnung des Hartz IV Geldes ab dem Zeitpunkt der Vaterschaftsanerkennung?

Wenn wir jetzt den Kindszuschuss der letzten zwei Jahren zurück bezahlen müssen haben wir ein Problem.

Vielen Dank

P.s. Ich befinde mich in einer festen Anstellung mit Gehalt. :help:

Offline Sheherazade

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 28260
Re: Kinderzuschuss für Alleinerziehende zurückzahlen?
« Antwort #1 am: 06. Januar 2017, 07:35:58 »
Jetzt die Frage, hat das Amt das Recht, von mir als Vater, oder von der Mutter das Geld, welches sie für das Kind bekommen hat zurück zu verlangen? Oder geht es denen wirklich nur um die Berechnung des Hartz IV Geldes ab dem Zeitpunkt der Vaterschaftsanerkennung?

Es geht um die Bedarfsberechnung ab Beginn der Unterhaltszahlungen - erstmal. Evtl. kommt aber noch jemand beim Jobcenter auf die Idee, rückwirkend den Unterhalt zu fordern, da die Kindesmutter keinen Unterhaltsvorschuss bezogen hat  - was mich etwas irritiert, denn man wird bei ALGII-Antragstellung umgehend aufgefordert, vorrangige Leistungen (und dazu gehört Unterhaltsvorschuss) zu beantragen.
Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand anlegt, jeden Tag kommt ein Mensch und marschiert aufrecht drunter durch. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline jonathan

  • öfter hier
  • *
  • Beiträge: 94
Re: Kinderzuschuss für Alleinerziehende zurückzahlen?
« Antwort #2 am: 06. Januar 2017, 09:47:21 »
um Unterhaltsvorschuss zu bekommen muss es einen Vater geben! Nachdem hier der Vater anscheinend zwei Jahre unbekannt war, gibt es auch keinen Vorschuss!

Offline Sheherazade

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 28260
Re: Kinderzuschuss für Alleinerziehende zurückzahlen?
« Antwort #3 am: 06. Januar 2017, 11:52:07 »
Blödsinn. Man bekommt auch Unterhaltsvorschuss, wenn man glaubhaft machen kann, dass der Vater unbekannt ist.

Und genau da wird wohl der Hase im Pfeffer liegen. Aber um dem TE seine Fragen beantworten zu können, fehlen definitiv noch ein paar Fakten, die nur die Kindesmutter liefern könnte.
Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand anlegt, jeden Tag kommt ein Mensch und marschiert aufrecht drunter durch. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Offline Franzi84

  • öfter hier
  • *
  • Beiträge: 32
Re: Kinderzuschuss für Alleinerziehende zurückzahlen?
« Antwort #4 am: 06. Januar 2017, 21:40:44 »
 :offtopic:

Kollege Jonathan, Du fällst in letzter Zeit häufiger durch falsche Antworten auf. Bitte in Zukunft etwas zurückzuhalten!

Offline draco

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 484
Re: Kinderzuschuss für Alleinerziehende zurückzahlen?
« Antwort #5 am: 07. Januar 2017, 17:34:36 »
Also ...

Alles was mit Alleinerziehend zu tun hat, muss nicht gezahlt werden, da die Mutter wohl offensichtlich immer noch alleinerziehend ist und du schlicht und ergreifend einfach nur dein Umgangsrecht wahrnehmen wirst, wenn ich das richtig sehe.

Was den Rest angeht, so gibt es bestimmte Konstellationen, wo der Unterhalt 10 Jahre rückwirkend geltend gemacht werden kann. Ein solcher Fall scheint wohl bei dir vorzuliegen, da deine Anschrift nicht bekannt gewesen ist.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1613.html