Zur optimalen Funktion verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung von hartz.info stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Autor Thema: Probearbeit in der Bewerbung anbieten? Ist das ein muss?  (Gelesen 906 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Fearless

  • öfter hier
  • *
  • Beiträge: 64
Probearbeit in der Bewerbung anbieten? Ist das ein muss?
« am: 09. Januar 2017, 19:22:03 »
Hallo zusammen,

auf einem Vermittlungsvorschlag habe ich heute das erste mal gelesen, das ich dem Arbeitgeber (Zeitarbeitsfirma) in meiner Bewerbung drei Tage Probearbeit anbieten soll.  :schock:
Ich weiß, dass auch die Probearbeit bezahlt werden muss, das ist nicht das Thema, aber darf mein SB wirklich verlangen, das ich schon in der Bewerbung Probearbeiten anbieten muss?  :weisnich:

Danke fürs Lesen und Antworten

Offline Ottokar

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 38293
Re: Probearbeit in der Bewerbung anbieten? Ist das ein muss?
« Antwort #1 am: 10. Januar 2017, 10:56:05 »
Zitat von: Fearless am 09. Januar 2017, 19:22:03
darf mein SB wirklich verlangen, das ich schon in der Bewerbung Probearbeiten anbieten muss?
Definitiv: nein!
Theoretisch wäre das als Pflicht in einer Eingliederungsvereinbarung denkbar, allerdings nur unter genau definierten rechtlichen Voraussetzungen.
Lies dazu bitte mal den "Ratgeber Praktikum".
Meine Antworten basieren auf den zuvor genannten Fakten. Durch neue oder geänderte Fakten kann sich jedoch die Rechtslage ändern und bisherige Antworten dadurch ungültig werden.


Offline Freimensch

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 479
Re: Probearbeit in der Bewerbung anbieten? Ist das ein muss?
« Antwort #2 am: 11. Januar 2017, 15:54:40 »
Probearbeit sind  i.d.R. 2 Arbeitstage und nur unter bestimmten Umständen 3 Arbeitstage möglich.
Verlangen können die SB viel, aber was rechtlich zulässig und zweckmäßig ist, bestimmen nicht die SB.
Man kann in der Bewerbung 1 Probearbeitstag anbieten; es gibt keinen Grund, hier 2 oder mehr Tage anzubieten.
Leidenschaft hat die Eigenschaft, dass es mit viel Leid Leiden schafft.

Offline Fearless

  • öfter hier
  • *
  • Beiträge: 64
Re: Probearbeit in der Bewerbung anbieten? Ist das ein muss?
« Antwort #3 am: 15. Januar 2017, 14:17:52 »
Danke für die Antworten.
Ich werde mal 1-2 Tage Probearbeit in der Bewerbung mit anbieten, aber beim Vorstellungsgespräch gleich klarstellen, das ich diese Zeit bezahlt haben möchte. Steht mir ja schließlich auch zu.

Offline Fettnäpfchen

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 12709
  • Optionskommune
Re: Probearbeit in der Bewerbung anbieten? Ist das ein muss?
« Antwort #4 am: 15. Januar 2017, 17:33:39 »
 :flag:

wenn Du mitarbeitest, wenn Du nur daneben stehst und "eingefühlt" wirst dann nicht!

MfG FN
Achtung! Ich weise darauf hin das sämtliche von mir gemachten Äußerungen und / oder Links nach dem Guttenberg'schen Prinzip des copy & paste gemacht sind; oder aus Eigenerfahrung entstanden oder an-gelesen sind. Eine Überprüfung der Mitteilungen versteht sich von selbst.

Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, ist sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern. (Konfuzius)

Offline CCR

  • Vielschreiber
  • ***
  • Beiträge: 846
  • "Der Stärkere wird gewinnen"
Re: Probearbeit in der Bewerbung anbieten? Ist das ein muss?
« Antwort #5 am: 15. Januar 2017, 22:06:58 »
Zitat von: Freimensch am 11. Januar 2017, 15:54:40
Probearbeit sind  i.d.R. 2 Arbeitstage und nur unter bestimmten Umständen 3 Arbeitstage möglich.
ja ist das so gut zu wissen.
ICH GLAUBE,  DASS UNSERE GESELLSCHFT ZU EINEM PYRAMIDENSYSTEM VERKOMMEN IST, BEI DEM MANCHE ZUM UNTERSTEN TEIL DER PYRAMIDE VERBRANNT WERDEN WÄHREND ANDERE SICH BERECHTIGT FÜHLEN, AN DER SPITZE ZU STEHEN."

Ice Cube 2016

Offline dagobert1

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 1426
Re: Probearbeit in der Bewerbung anbieten? Ist das ein muss?
« Antwort #6 am: 15. Januar 2017, 23:17:55 »
Probearbeit sind  i.d.R. 2 Arbeitstage und nur unter bestimmten Umständen 3 Arbeitstage möglich.
Die gesetzliche Grundlage dafür?

Für die Erprobung gibt es die Probezeit (heißt deshalb auch so) im Arbeitsvertrag von max. 6 Monaten (§ 622 Abs. 3 BGB).
Und die ist zu bezahlen, da die Vereinbarung ansonsten sittenwidrig und somit nichtig ist (§ 138 BGB). Hinzu käme dann auch ein Verstoß gegen Mindestlohnvorschriften.

Offline Rose222

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 213
Re: Probearbeit in der Bewerbung anbieten? Ist das ein muss?
« Antwort #7 am: 17. Januar 2017, 20:40:26 »
Es gibt ein Einfühlung Verhältnis, das heißt du schaust dir im Betrieb alles mal an, stehst mehr daneben aber wirst vielleicht auch mal aufgefordert den ein oder anderen Handschlag zu tun.
Das sollte nur 1-2 Tage gehen und geht auch meist nicht 8 Stunden sondern nur 3-4 Stunden am Tag, halt mal reinschnuppern was da gemacht wird.
Mach das bitte schriftlich kurz fest, ein Blatt reicht (kannst auch du schreiben, Chef oder Vorgesetzter muss unterschreiben) damit du versichert bist falls was passiert (Unfall) und man die keine Schwarzarbeit unterstellen kann.

Wenn man dich auffordert voll mitzuarbeiten, damit der Arbeitgeber sehen kann ob du geeignet bist nennt man das Probearbeit und ist zu vergüten und auch schriftlich festzuhalten.

Probezeit wird in einem Arbeitsvertrag geschrieben(bei einem Arbeitsvertrag gilt der darin festgeschriebene Lohn auch für die Zeit) und bedeutet nur das sowohl du wie auch der Arbeitgeber dich in der Probezeit jederzeit kündigen kann und zwar sofort ohne Angabe von Gründen, normal gilt das auch für dich wenn dir der Job nicht zusagt.
Ich schreib normal weil unter SGB kannst du ja leider nicht sofort hinschmeißen ,außer du hast einen wichtigen Grund.

Ich würde das nicht in die BW schreiben, viele nutzen das aus weil sie ne Krankheitsvertretung brauchen z.Bsp.

Warum sollst du Tage ohne Vertrag arbeiten, wenn er dich einstellen will macht er das und hat deshalb die gesetzliche Möglichkeit der Probezeit.



Offline CCR

  • Vielschreiber
  • ***
  • Beiträge: 846
  • "Der Stärkere wird gewinnen"
Re: Probearbeit in der Bewerbung anbieten? Ist das ein muss?
« Antwort #8 am: 17. Januar 2017, 20:55:59 »

Wenn man dich auffordert voll mitzuarbeiten, damit der Arbeitgeber sehen kann ob du geeignet bist nennt man das Probearbeit
meine SB möchte das immer das ich bei solchen Angeboten seitens des AG voll durchstarte oder eine Sanktion mir einfange.
Zitat von: Rose222 am 17. Januar 2017, 20:40:26
Es gibt ein Einfühlung Verhältnis, das heißt du schaust dir im Betrieb alles mal an, stehst mehr daneben aber wirst vielleicht auch mal aufgefordert den ein oder anderen Handschlag zu tun.
Zitat von: Rose222 am 17. Januar 2017, 20:40:26
halt mal reinschnuppern was da gemacht wird.
Das sagt mein Koordinator auch immer wenn ich bei der 1€ Maßnahme teilnehme.
Ich ergänze Dritter Arbeitsmarkt
« Letzte Änderung: 17. Januar 2017, 21:31:12 von CCR »
ICH GLAUBE,  DASS UNSERE GESELLSCHFT ZU EINEM PYRAMIDENSYSTEM VERKOMMEN IST, BEI DEM MANCHE ZUM UNTERSTEN TEIL DER PYRAMIDE VERBRANNT WERDEN WÄHREND ANDERE SICH BERECHTIGT FÜHLEN, AN DER SPITZE ZU STEHEN."

Ice Cube 2016