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Autor Thema: Mieterschutzbund Beiträge von 2011 , ständige Mahnungen und nun Mahnbescheid  (Gelesen 583 mal)

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Offline Commander501

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Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage bezüglich möglicherweise verjährter Forderungen.

Ich hatte im Jahr 2011 einmal Kontakt zum Mieterschutzbund, da ich eine Frage bezüglich meines damaligen Stromanbieters hatte. Am Telefon sagte man mir damals, dass man mir Helfen könne, aber dazu müsse ich erst Mitglied im Mieterschutzbund sein. Als trat ich bei und bezahlte auch einen Mitgliedsbeitrag. Sobald ich Mitglied war, bekam ich die Antwort, dass man mir in diesem Fall nun doch nicht Helfen könne.

Darüber Enttäuscht kündigte ich meine Mitgliedschaft wieder. Ich erhielt allerdings nie eine Bestätigung meiner Kündigung, sondern immer neue Forderungen über Mitgliedsbeiträge, Erinnerungen und Mahnungen.

Im letzten Jahr wurde es mir zuviel und ich habe denen schriftlich noch einmal mitgeteilt, dass ich meine Mitgliedschaft schon lange gekündigt hatte.

Nun bekam ich einen Mahnbescheid über Forderungen und Zinsforderungen.

Diesem Mahnbescheid habe ich natürlich im vollem Umfang widersprochen.

Nun habe ich Bedenken, da ich mich dazu habe hinreißen lassen, mich noch einmal schriftlich zu Erklären, dass eine eventuelle Verjährungsfrist nicht mehr greift.

Ich habe im Netz nach Regeln der Verjährung gesucht, allerdings sind die Informationen sehr Oberflächlich.

Ist diese Forderung von 2011 nun verjährt und sollte ich noch einmal Schreiben und denen Schreiben, dass sie in meinen Augen nie bestanden hat und Notfalls auch längst verjährt ist ?

Ich bin Dankbar über Informationen die ich bekomme, denn einen Anwalt einzuschalten, wäre unter Umständen wieder mit Kosten verbunden.

Viele Grüße,

Offline Ottokar

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Zitat von: Commander501 am 10. Januar 2017, 09:58:05
Am Telefon sagte man mir damals, dass man mir Helfen könne, aber dazu müsse ich erst Mitglied im Mieterschutzbund sein. Als trat ich bei und bezahlte auch einen Mitgliedsbeitrag. Sobald ich Mitglied war, bekam ich die Antwort, dass man mir in diesem Fall nun doch nicht Helfen könne.
Sowas nenne ich arglistige Täuschung. Leider kann man solche telefonischen Aussagen i.d.R. nicht beweisen.

Zitat von: Commander501 am 10. Januar 2017, 09:58:05
Darüber Enttäuscht kündigte ich meine Mitgliedschaft wieder. Ich erhielt allerdings nie eine Bestätigung meiner Kündigung
Auf eine solche Bestätigung hast du auch keinen Anspruch. Vielmehr musst du nachweisen, dass die Kündigung dort eingegangen ist, wozu sich z.B. die Zustellart Einwurfeinschreiben anbietet.

Zitat von: Commander501 am 10. Januar 2017, 09:58:05
Ist diese Forderung von 2011 nun verjährt
Das kann man mangels Daten nicht beantworten.
Kannst du nachweisen, das und wann deine Kündigung dort eingegangen ist?
Hast du die Kündigungsfrist eingehalten?
Hast du die Beiträge bezahlt, die für die Dauer der Mitgliedschaft bis zum Wirksamwerden der Kündigung angefallen sind?
Meine Antworten basieren auf den zuvor genannten Fakten. Durch neue oder geänderte Fakten kann sich jedoch die Rechtslage ändern und bisherige Antworten dadurch ungültig werden.


Offline Commander501

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Hallo Ottokar,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe damals schriftlich gekündigt und den Beitrag für ein Jahr bezahlt, denn sonst hätte ich keine schriftliche Antwort zu meinem Problem bekommen. Da die Antwort Sinngemäß nur daraus bestand, dass man mir mitteilte mir nicht Helfen zu können, habe ich schriftlich meine Enttäuschung mitgeteilt und meine Mitgliedschaft gekündigt.

Der Mieterschutzbund hat diese Kündigung wohl ignoriert und versucht für eine weiteres Jahr bei mir abzubuchen. Glücklicherweise war mein Konto nicht gedeckt und so wurde die Lastschrift nicht eingelöst.

Ich bekam Erinnerungen und Mahnungen über diesen Beitrag. Ein weiterer Versuch bei mir abzubuchen hat es nicht gegeben.

Nun werden Beiträge von 2011 bis Heute geltend gemacht. Darüber hinaus wird natürlich auch mit SCHUFA Einträgen gedroht.
« Letzte Änderung: 10. Januar 2017, 11:30:08 von Ottokar »

Offline Ottokar

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Du hast leider zwei der maßgeblichen Fragen nicht beantwortet:
Zitat von: Ottokar am 10. Januar 2017, 10:54:04
Kannst du nachweisen, das und wann deine Kündigung dort eingegangen ist?
Hast du die Kündigungsfrist eingehalten?
Meine Antworten basieren auf den zuvor genannten Fakten. Durch neue oder geänderte Fakten kann sich jedoch die Rechtslage ändern und bisherige Antworten dadurch ungültig werden.


Offline Commander501

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Du hast leider zwei der maßgeblichen Fragen nicht beantwortet:
Zitat von: Ottokar am 10. Januar 2017, 10:54:04
Kannst du nachweisen, das und wann deine Kündigung dort eingegangen ist?
Hast du die Kündigungsfrist eingehalten?

Die Frist habe ich eingehalten. Ich habe unmittelbar nach dem Antwortschreiben meine Enttäuschung und meine Kündigung abgeschickt.

Leider kann ich den Eingang nicht nachweisen, denn es war ein normaler Standard Brief.

Offline Ottokar

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Zitat von: Commander501 am 10. Januar 2017, 11:40:01
Leider kann ich den Eingang nicht nachweisen, denn es war ein normaler Standard Brief.
Sofern sich der Erhalt der Kündigung nicht aus Schreiben des Mietervereins ergibt, hast du hier leider Pech und musst zahlen.
Lt. Gesetz musst du nachweisen, dass der Mieterverein die Kündigung erhalten hat, das kannst du nicht. Damit besteht der Vertrag bis zum heutigen Tag fort. Du musst also die geforderte Summe zahlen und darüber hinaus den Vertrag erneut kündigen. Diesmal aber so, dass du nachweisen kannst, dass der Mieterverein die Kündigung erhalten hat.
Meine Antworten basieren auf den zuvor genannten Fakten. Durch neue oder geänderte Fakten kann sich jedoch die Rechtslage ändern und bisherige Antworten dadurch ungültig werden.


Offline Freimensch

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Des Pudels Kern ist die Frage, wie die Mitgliedschaft gekündigt werden kann.
Wenn beispielsweise vereinbart ist, dass die Kündigung frühestens nach Ablauf von 12 Monaten möglich ist, dann wäre die Kündigung bereits im 1. Monat gar nicht wirksam, weil vertraglich erst nach 12 Monaten erstmals kündbar gewesen wäre.
Da eine Kündigung immer eine einseitige Willenserklärung ist, ist der andere Vertragspartner gesetzlich nicht verpflichtet,  auf das Kündigungsschreiben zu reagieren oder den Eingang zu bestätigen.

Fazit: wurde die Kü nicht nach den vertraglichen Vereinbarungen erklärt, ist diese nicht wirksam geworden und infolgedessen sind die weiteren Beiträge zu entrichten.
Leidenschaft hat die Eigenschaft, dass es mit viel Leid Leiden schafft.

Offline Kati65

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Hi,

natürlich kann man die Mitgliedschaft sofort wieder kündigen, auch wenn der Vertrag dann noch z. B. 11 Monate läuft (Jahresbeitrag wurde ja bezahlt).
Ich kündige alle Verträge, die ich abschließe, direkt nach deren Entstehung. Das garantiert mir, keine Kündigungsfristen zu vergessen.

Hast Du denn wenigstens noch eine Kopie der Kündigung? Ich weiß, was jetzt für Einwände kommen....

Gr. Kati

Offline BigMama

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Zitat von: Freimensch am 11. Januar 2017, 15:52:18
Da eine Kündigung immer eine einseitige Willenserklärung ist, ist der andere Vertragspartner gesetzlich nicht verpflichtet,  auf das Kündigungsschreiben zu reagieren oder den Eingang zu bestätigen.

Eine Kündigung ist eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung. Und wenn der Empfang nachgewiesen werden kann, muss auch auf die Kündigung reagiert werden. Bestätigt muss sie allerdings nicht werden, aber bearbeitet.
Kein Mensch ist dumm! Einige haben einfach nur kein Glück beim Denken!

Offline lunamae

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Kündigungsfrist DMB Siegerlang als Beispiel:

Zitat
Wie ist die Kündigungsfrist für meine Mitgliedschaft?

Die Kündigungsfrist für die Mitgliedschaft im Deutschen Mieterbund Siegerland und Umgebung e.V. beträgt drei Monate zum Ende eines Kalenderjahres. Eine Mitgliedschafts-Kündigung muss uns spätestens am 30. September zugegangen sein, um noch zum Ende des selben Jahres wirksam zu werden. Kündigungen die wir verspätet erhalten, werden automatisch zum Ende des Folgejahres wirksam.

Voraussetzung für eine wirksame Kündigung ist, dass Sie schriftlich erfolgt und die zweijährige Mindestdauer für die Mitgliedschaft abgelaufen ist. Nach Erhalt einer Kündigung versenden wir eine Kündigungsbestätigung.

Offline Ottokar

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Zitat von: Freimensch am 11. Januar 2017, 15:52:18
Des Pudels Kern ist die Frage, wie die Mitgliedschaft gekündigt werden kann.
Die Frage stellt sich nicht, denn das ist im BGB geregelt.
Meine Antworten basieren auf den zuvor genannten Fakten. Durch neue oder geänderte Fakten kann sich jedoch die Rechtslage ändern und bisherige Antworten dadurch ungültig werden.