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Autor Thema: Fragen zum Krankengeld  (Gelesen 967 mal)

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Offline madilein

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Fragen zum Krankengeld
« am: 21. April 2017, 01:46:44 »
Guten morgen liebe Community,

ich hätte mal ein paar Fragen hinsichtlich des Krankengeldes und hoffe Ihr könnt mir ein wenig helfen.

Ausgangssituation:

Arbeitsverhältnis vom 10.10.2016 bis 31.12.2016. Aufgrund von Krankheit war ich bereits ab dem 28.10.16 durchgehend arbeitsunfähig.

Ich habe dann normal Lohnfortzahlung bekommen und anschließend Krankengeld beantragt.
Mein Krankenschein lief in diesem Zeitraum vom 13.12.2016 bis 10.01.2017. Mir wurde dann rückwirkend im Januar für den Zeitraum vom 20.12.16 bis 09.01.2017 Krankengeld in Höhe von ca. 900 € gezahlt.
Eine weitere Krankschreibung wurde lückenlos eingereicht (09.01.17 bis 08.02.17 und anschließend Krankenhausaufenthalt von 02.02.17 bis 16.02.17) allerdings kam über die Zahlung der 900 € keine weitere Krankengeldzahlung mehr obwohl mir eine Mitarbeiterin der KK gesagt hat, dass ich auch nach dem Beschäftigungsende Krankengeld solange erhalte, wie ich au bin. Da der Anspruch auf Krankengeld noch im einen Zeitraum entstand wo ich Arbeit hatte.

Gestern bekam ich nun ein Brief, dass ich 385 € an die KK zurückzahlen soll, da ich angeblich für den Zeitraum 01.01.17 bis 09.01.17 Arbeitsentgelt erhalten habe. Dies ist aber nicht der Fall. Im Januar habe ich lediglich eine Urlaubsabgeltung in Höhe von 547 € bekommen, da ich noch 5 Resturlaubstage hatte. Jetzt bin ich mir unsicher. Ich habe ein wenig im Internet geforscht und gefunden, dass Urlaubsabgeltung bei KG nicht angerechnet werden darf und auch keine Ruhezeit eintritt. Urlaubsabgeltung zählt nicht als Arbeitsentgelt. Demnach dürfte mein KG nicht entfallen. Ist dieses Urteil noch aktuell? Was soll ich jetzt machen? Ich habe eine Stellungnahme geschrieben. Indem ich das auch so erklärt habe. Zudem habe ich auf den Sachverhalt hingewiesen, dass das KG nicht über den 09.01.17 gezahlt wurde. Habe ich damit Recht? Hätte es mir zugestanden? Reicht eine einfache Stellungnahme oder muss ich einen offiziellen Widerspruch schreiben?

Achso ALG II stand mir natürlich aufgrund der KG-Zahlung für den Monat Jan auch nicht zu. Und zudem möchte ich meinen dass bei dem Zeitraum der Krankengeldberechnung auch was falsch gemacht wurde.
KG wurde ab dem 20.12.16 bewilligt. Die 6 Wochen Lohnfortzahlung endeten meines Wissens nach aber schon ab dem 09.12.16 oder habe ich mich da verzählt?

Würde mich freuen , wenn jemand Rat weiß.

mfg

madilein

Offline Sheherazade

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Re: Fragen zum Krankengeld
« Antwort #1 am: 21. April 2017, 07:53:22 »
Kannst du mal bitte den Krankengeldbewilligungsbescheid anonymisiert hier einstellen?
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

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Offline madilein

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Re: Fragen zum Krankengeld
« Antwort #2 am: 21. April 2017, 10:43:40 »
Hier der gewünschte Bescheid. Achso was mir noch einfällt. Ich hatte im Januar ALG II bekommen und musste dies aber auf Grund der Krankengeldzahlung wieder zurückzahlen, was ich auch tat. Dennoch bekam ich ein Brief, dass ich auch die 115 € Krankenversicherungsbeitrag an das Jobcenter zurückzahlen soll. Ich ging in Widerspruch und meinte, dass ich das nicht zahle weil ich das Geld nie gesehen habe sondern es direkt an KK gezahlt wurde und daher diese auch anzusprechen ist. Ist das so konform?
Sollen die sich das Geld von der KK zurückholen. Ich denke, da ich Krankengeld bezogen war hätten überhaupt keine Beiträge gezahlt werden müssen und die KK hat diese also zu Unrecht erhalten. Dass das Jobcenter bei mir ankommt und das Geld wieder will grenzt schon an eine starke Frechheit xd.

[gelöscht durch Administrator wegen Erreichen der Speicherfrist]

Offline Sheherazade

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Re: Fragen zum Krankengeld
« Antwort #3 am: 21. April 2017, 11:02:30 »
Wovon lebst du eigentlich, wenn du seit Januar kein Krankengeld mehr bekommst? Hast du die jeweiligen AU-Bescheinigen immer sofort bei der Krankenkasse eingereicht bzw. die vom Arzt bestätigten Zahlscheine?
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Offline madilein

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Re: Fragen zum Krankengeld
« Antwort #4 am: 21. April 2017, 11:07:05 »
Ist dem echt so? Ich habe irgendwo gelesen, dass man während des Bezuges von Krankengeld nicht beitragspflichtig ist. Wäre ja auch unsinnig wenn man von dem Krankengeld welches man von der KK erhält wieder Beiträge zur Versicherung an die KK zahlt.

Und ich beziehe ab Februar ALG II. Ja die Krankenscheine mit dem Vermerk, auf KG-Anspruch habe ich immer eingereicht. Zwischendrin ab Mitte Februar hatte ich eine Unterbrechung. Bin aber wieder seit 2 Monaten krankgeschrieben und beginne ab Dienstag meine Psychotherapie in der Tagesklinik. Meine Ärztin musste auch so ein Formular ausfüllen was sie auch tat. Zudem musste ich beim MdK vorstellig werden. Also ich von meiner Seite aus, habe alles erledigt was tun war um weiter Krankengeld zu beziehen.
« Letzte Änderung: 21. April 2017, 11:34:58 von madilein »

Offline Kaffeesäufer

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Re: Fragen zum Krankengeld
« Antwort #5 am: 22. April 2017, 08:56:14 »
Wenn du eine Unterbrechung hattest gibts jetzt kein Krankengeld mehr....

Offline madilein

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Re: Fragen zum Krankengeld
« Antwort #6 am: 23. April 2017, 10:01:53 »
das ist mir durchaus bewusst, dass es kein Krankengeld mehr gibt wenn eine Unterbrechung drin ist. Aber ich hatte keine Unterbrechung bis zum 16.2.17 und habe trotzdem über den 9.1.17 kein KG erhalten. Also fehlt der halbe Januar und auch der halbe Februar.

Offline Sheherazade

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Re: Fragen zum Krankengeld
« Antwort #7 am: 23. April 2017, 10:07:37 »
Dann fordere die Zahlung schriftlich bei der Krankenkasse ein.
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Offline Mausolfine

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Re: Fragen zum Krankengeld
« Antwort #8 am: 23. April 2017, 15:18:22 »
Zitat von: madilein am 21. April 2017, 10:43:40
Ich denke, da ich Krankengeld bezogen war hätten überhaupt keine Beiträge gezahlt werden müssen und die KK hat diese also zu Unrecht erhalten.
Zitat von: madilein am 21. April 2017, 11:07:05
Ist dem echt so? Ich habe irgendwo gelesen, dass man während des Bezuges von Krankengeld nicht beitragspflichtig ist. Wäre ja auch unsinnig wenn man von dem Krankengeld welches man von der KK erhält wieder Beiträge zur Versicherung an die KK zahlt.
Krankenkassenbeiträge fallen während des Krankengeldbezugs nicht an, da währenddessen eine kostenlose (Pflicht-)Mitgliedschaft besteht - insoweit hast Du Recht.

Was allerdings anfällt, sind die Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung, so wie es auch im Bescheid der Krankenkasse aufgeführt ist.
Du bist damit während des Krankengeldbezugs ganz normal in allen Zweigen der Sozialversicherung versichert:
In der Rentenversicherung werden 80 % des der Krankengeldberechnung zugrunde liegenden Arbeitsentgelts berücksichtigt,
in der Arbeitslosenversicherung zählen Zeiten des Krankengeldbezugs mit zu den Anwartschaftszeiten.