Autor Thema: Förderung der Ausbildung - Eignungstest/Probearbeit in anderem Bundesland  (Gelesen 66 mal)

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Offline CryNoMore

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Hallöchen Ihr Lieben,

ich und mein Freund haben uns ja vor 4 Wochen in Meck-Pomm für eine Ausbilgung bzw. 2 Ausbildungsplätze im selben Betrieb beworben. Nun habe ich heute die zuständige Frau angerufen um nachzufragen, ob die Bewerbung angekommen ist. Sie meinte ja, sie hätte es aber leider nicht geschafft eine Eingangsbestätigung zu verschicken. Sie wusste auch sofort, dass wir die aus Berlin sind und konnte sich auch noch gut an unsere Bewerbung erinnern, da die etwas ganz neues war und sie so etwas noch nicht bekommen hat, aber im positiven.
Worauf ich hinaus will ist, dass sie meinte innerhalb der nächsten 14 Tage bekommen wir bescheid, ob wir zum Probearbeiten kommen können oder wir direkt rausfallen. Sie meinte, dass sie halt nicht weiß, ob es finanziell für 2 Azubis reicht.
Bei meinem Gespräch letztens mit meinem SB hatte ich ihn gefragt, ob es Fördermöglichkeiten für eine Ausbildung gibt, wenn die sich das nicht leisten können. Er hat mir erzählt, dass es die Möglichkeit der Förderung gibt, also für den Betrieb, nur leider weiß ich nicht mehr wie sich das nennt.
Ich hatte halt überlegt, ob ich die Frau nochmal anrufe und ihr sage, dass es falls sie uns gern einstellen würde eine Förderungsmöglichkeit gibt, nur damit sie das ggf. in ihre Entscheidung mit einbeziehen kann, aber dazu müsste ich wissen, was genau das war.
Außerdem habe ich überlegt, ob der Ausbildungsbetrieb nicht ggf. die Ausbildungsvergütung, die ja schließlich auch schon von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist runtersetzen könnte, um sich uns beide leisten zu können. Für uns wäre das ja im Endeffekt egal, da ja KiGe und BAB dazukämen.
Und stimmt es eigentlich, dass man auch bei einer betrieblichen Ausbildung ggf. noch Wohngeld beantragen kann, wenn der Rest nicht reicht?

Ich weiß, dass sind Fragen über Fragen, aber wir möchten gern jede Chance nutzen, um diese Ausbildung zu bekommen und daher ist es natürlich wichtig zu wissen, was für finanzielle Möglichkeiten in Frage kommen.

Danke vorab und liebe Grüße

CryNoMore
« Letzte Änderung: 12. März 2010, 19:11:25 von mugel »

Offline Ottokar

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Re: Förderung der Ausbildung
« Antwort #1 am: 10. März 2010, 12:34:43 »
Falls du nicht schwerbehindert bist (§ 16 Abs. 1 S. 2 SGB II i.V.m. § 235a SGB III) fällt mir da nur "Förderung der Berufsausbildung" nach § 240ff SGB III (i.V.m. § 16 Abs. 1 S. 2 SGB II) und BAB ein, mit ersterem wird der Ausbildungsbetrieb, mit letzterem du gefördert.
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Offline CryNoMore

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Re: Förderung der Ausbildung
« Antwort #2 am: 10. März 2010, 13:31:25 »
Also schwerbehindet bin ich defenitiv nicht.  :wink:
Ich habe gerade mal etwas rumtelefoniert und bin beim Arbeitgeberservice gelandet. Der Herr am andern Ende war sehr nett und hat mich sogar zurückgerufen.
Er meinte, dass für uns ggf. der Ausbildungsbonus in Frage käme, also Förderung für den Betrieb, darum geht es ja vorrangig, da es bei uns finanziell keine Probleme geben sollte, da mit Ausbildungsvergütung, KiGe und BAB eigentlich genug rumkommen sollte, nach meiner Berechnung jedenfalls.
Hab dazu nun auch etwas im Internet gefunden, aber stell mich beim Verstehen wohl wieder etwas doof an. Hier mal der Link:
GA Ausbildungsbonus
Also so wie ich das verstanden habe wäre die Voraussetzung, dass sich mindestens einer von uns in einem vorherigen Jahr erfolglos um mind. 5 Ausbildungsplätze beworben hat, was aber nachzuweisen ist.
Leider habe ich seit mein PC kaputt gegangen ist nur noch eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz für das letzte Jahr und da von den meisten Firmen auch keine Reaktion kam, hab ich auch keinen Nachweis für Absagen. Wobei der Herr am Telefon meinte, dass die Voraussetzungen für mich und meinen Freund gegeben wären, als er fragte wann wir die Schule beendet haben. Aber im Endeffekt, meinte er, wäre das alles reine Ermessenssache des Bearbeiters.
Außerdem muss der Betrieb in den letzten 3 Jahren durchschnittlich weniger Azubis gehabt haben, als er jetzt haben möchte, damit die Sache mit der "zusätzlichen Ausbildungsstelle" erfüllt ist.

Ich bin mir jetzt natürlich total unsicher, ob das so eine gute Idee ist, die Dame nochmal anzurufen und ihr diese Möglichkeit zu unterbeiten, da ich ja vorab schon damit rechnen muss, dass das nicht funktioniert, weil vielleicht nicht alle Anforderungen erfüllt sind und es vielleicht auch etwas aufdringlich sein könnte, nachdem sie meinte, dass sie sich in spätestens 14 Tagen meldet.

Hab nun auch mal kurz
Zitat
"Förderung der Berufsausbildung" nach § 240ff SGB III
überflogen, aber wie immer werde ich daraus auch nicht schlau.  :sad:

Ich hatte ja wie gesagt schon die Überlegung, ob der Betrieb die Vergütung nicht selber festlegen kann. Hab nun aber gelesen, dass sie, wenn sie nicht nach Tarifvertrag bezahlen, max. 20 % darunter liegen dürfen. Hat jemand eine Ahnung, wo ich den Tarifvertrag finde? Meine Googlesuche hat bisher leider nichts ergeben.

Kennt vielleicht sonst noch jemand eine Möglichkeit der Förderung oder kann mir jemand die Möglichkeiten nach § 240ff SGB III erläutern?

Liebe Grüße
« Letzte Änderung: 11. März 2010, 19:23:38 von Wolf27 »

Offline pumuckl

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Re: Förderung der Ausbildung
« Antwort #3 am: 10. März 2010, 14:04:13 »
kann hier nur aus eigenen Erfahrungen mit einer meiner Töchter berichten:
2 Jahre nach dem Schulabschluß Lehrstelle gesucht,nichts.Dann EQJ-Stelle bekommen.Es ist dann bekannt geworden das dieser Arbeitgeber Jahr für Jahr EQJ ler genommen hat aber dann nicht übernommen.Waren eben kostenlose Arbeitskräfte.Wir sind dann auf das GBF (Gesellschaft für berufliche Förderung ) aufmerksam geworden.Auf Grund dessen das meine Tochter nachweislich (sie war die ganze Zeit als Lehrstellen suchend beim AA gemeldet )nach 3 Jahren immer noch keine Lehrstelle hatte,wurde sie im GBF aufgenommen.
Es läuft dort folgendermaßen:das GBF wird vom AA finanziert,die Lehrlinge werden vom GBF bezahlt und bekommen BAB.Die Ausbildung wird in einem ganz normalen Betrieb gemacht.Dem Betrieb entstehen keine Kosten.Man muß nur am Anfang der Ausbildung einmal wöchentlich zu einem so genannten Stützunterricht ins GBF.Ansonsten macht man seine ganz normale Ausbildung in dem Betrieb.
Schau doch mal ob es so etwas in Berlin auch gibt.

Offline CryNoMore

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Re: Förderung der Ausbildung
« Antwort #4 am: 10. März 2010, 14:29:15 »
(sie war die ganze Zeit als Lehrstellen suchend beim AA gemeldet Das ist bei mir leider nicht der Fall. Bei der ersten Meldung wurde vergessen das einzutragen und zwischenzeitlich wollten ich auch gar keine Ausbildung machen. Daher bin ich erst seit Kurzem wieder ausbildungssuchend gemeldet.

Zitat
Schau doch mal ob es so etwas in Berlin auch gibt.
Naja, wenn dann in Meck-Pomm, da dort ja der Betrieb ist und wir dementsprechend auch umziehen würden. Bisher hab ich aber leider nichts für die Region gefunden.

Offline Ottokar

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Re: Förderung der Ausbildung
« Antwort #5 am: 11. März 2010, 14:05:47 »
Zitat von: "CryNoMore"
Hat jemand eine Ahnung, wo ich den Tarifvertrag finde?
Bei der Gewerkschaft.

Zitat von: "CryNoMore"
kann mir jemand die Möglichkeiten nach § 240ff SGB III erläutern?
Am Besten wäre es, du fragst gezielt beim AA nach einer Förderung über § 240ff SGB III.
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Offline CryNoMore

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Re: Förderung der Ausbildung
« Antwort #6 am: 11. März 2010, 20:00:42 »
Zitat
Bei der Gewerkschaft.
Davon hab ich leider gar keine Ahnung. Und so weit ich weiß, muss der Betrieb die Vergütung ja nicht zwingend über einen Tarifvertrag machen, dann aber max. 20% unter der Vergütung laut Tarifvertrag.
Wie bekomm ich denn raus, ob der Betrieb einen Tarifvertrag hat bzw. welche Gewerkschaft da zuständig ist?

Offline Meck

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Re: Förderung der Ausbildung
« Antwort #7 am: 11. März 2010, 20:06:56 »
Zitat von: "CryNoMore"
Wie bekomm ich denn raus, ob der Betrieb einen Tarifvertrag hat bzw. welche Gewerkschaft da zuständig ist?

Ich würde es mal über die IHK versuchen und wenn die nichts wissen helfen die sicher weiter, an wen Du Dich wenden kannst, oder eben die Branche des Betriebes in der Google eingeben und nach einem entsprechenden Tarifvertrag suchen.

Über die entsprechende Branche findet man ja meist auch die Zuständigkeit und eventuell eine Info zum Tarif.

Das mal was mir so einfällt.
Aus Gründen der Geheimhaltung befindet sich meine Signatur auf der Rückseite dieses Beitrages.

LG Meck
:bye:

Offline CryNoMore

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Re: Förderung der Ausbildung
« Antwort #8 am: 12. März 2010, 12:13:16 »
Zitat
oder eben die Branche des Betriebes in der Google eingeben und nach einem entsprechenden Tarifvertrag suchen.
Das hatte ich ja schon versucht, aber leider erfolglos. Aber den Tipp mit der IHK werde ich mal morgen versuchen, vielleicht können die mir ja wirklich helfen.

Edit:

Hab gerade mit der zuständigen Stelle der IHK telefoniert und der hat mir auch wieder was von dem Ausbildungsbonus erzählt. Das wäre also das, was für uns bzw. den Betrieb in Frage kommen würde, wobei ich halt nicht weiß, wieviele Azubis die die letzten 3 Jahre durchschnittlich hatten, wobei es im Endeffekt doch wieder nur Ermessenssache ist.

Ich bin halt nur total unsicher, ob es so gut ankommt, wenn ich die zuständige Dame nun anrufe und ihr das erzähle. Einerseits könnte es unsere Chancen steigern, andererseits könnte es aber auch total falsch aufgenommen werden und die erklärt mich für bekloppt.
Wozu würdet ihr mir raten?

Liebe Grüße

Offline CryNoMore

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Eignungstest/Probearbeit in anderem Bundesland
« Antwort #9 am: 12. März 2010, 18:34:05 »
Hallöchen ihr Lieben,

ich habe ein paar gute Neuigkeiten, die aber natürlich wieder direkt Fragen aufwerfen.

Mein Freund und ich hatten uns ja in Meck-Pomm um einen Ausbildungsplatz beworben und nach einem Telefonat am Dienstag mit der zuständigen Damen sollten wir innerhalb von 14 Tagen eine Rückmeldung bekommen, da nicht sicher wahr, ob die sich 2 Azubis leisten können.
Nun kam heute ein Brief und zu unserer Freude haben wir jetzt eine Einladung in den Händen.  :grins:  :yiepieh:
Wir sollen vom 22.-24.03. zu einem Eignungstest jeweils von 8-17 Uhr. Wir hatten auf Grund der Distanz die Hoffnung beim Probearbeiten würden die sich auf 1 Tag beschränken, aber da haben wir jetzt das Problem:
Wir wohnen ja in Berlin und momentan haben wir noch keinen Führerschein und Auto. Wenn wir also mit dem Zug fahren würden, müssten wir erstmal mind. 2 Std mit der Bahn in die nächstgrößere Stadt (23,20 €/Fahrt und Person) und von da aus... frag mich einer, denn ein Bus fährt dort nach meiner Kenntnis nicht lang. Das heißt, wir nehmen entweder Fahrräder mit was nochmal 9€/pro Fahrt und Person kostet oder wir nehmen uns ein Taxi.
Oder wir nehmen uns direkt ein Taxi, was denke ich fast noch billiger kommt. Denn allein die Bahnfahrt würde pro Tag für uns beide 92,80 € kosten.
Es sei denn und da sind wir bei der nächsten Frage: Wir würden uns dort für die 2 Nächte ein Zimmer in einer Pension mieten. Aber bezahlt so etwas das Amt? Weil im Endeffekt wäre es für uns stressfreier und für das Amt billiger als wenn wir 3 Tage hin und zurückfahren.
Außerdem wüsste ich gern wie ich in solch einem Fall schnellstmöglich das mit dem Amt geregelt bekommen, hab nämlich keine Ahnung wie da der Ablauf ist und wie ich das beantragen kann, damit es bis dahin unter Dach und Fach ist.

Dazu muss ich sagen, dass in dem Schreiben explizit drin steht, dass der Betrieb die entstehenden Kosten nicht übernimmt.

Erstmal freuen wir uns natürlich riesig darüber, denn unsere Chancen stehen wohl nicht so schlecht, da kaum Bewerbungen dort eingegangen sind und ich mit der zuständigen Ausbilderin beim ersten Telefonat schon 1/2 Std gequatscht habe.  :smile:
Aber die Freude wird natürlich durch die ganze Amtsache gebremst. Erstmal wegen der Genehmigung, der Kostenübernahme und dazu kommt, dass mein Freund ja momentan einen 1,5€-Job hat, von dem er aber soweit ich weiß doch befreit werden kann dafür, oder?

Danke schonmal für eure Hilfe.  :wink:

Liebe Grüße

CryNoMore und Anhang  :grins:

Offline mugel

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Auch diese Fragen müsst ihr mit Eurer ARGe klären, die muß das Angebot prüfen und entscheiden ob das finanziert wird.
ALG II Bezieher fragt sich] "Warum ist am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig?"
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