Autor Thema: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"  (Gelesen 17186 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

ghi

  • Gast
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #450 am: 09. Juni 2009, 16:13:02 »
Loewe,ich habe mir gerade einmal die Zahl der Seitenaufrufe für Dein thread angesehen,ich glaube es ist das meist gelesene in diesem Forum.
Ich denke ,dass vermutlich sehr viele AlgII-Empfänger davon betroffen sind,sich aber nicht trauen,sich öffentlich zu äußern.
Auf der anderen Seite hoffe ich natürlich auch,dass möglichst viele nicht AlGII-Empfänger dieses thread lesen werden,um sich selbst eine Meinung zu diesem Unsinn der Maßnahmen bilden zu können.  :bye:

Offline besserwisserle

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 4680
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #451 am: 17. Juni 2009, 09:45:27 »
Zitat von: "ghi"
Auf der anderen Seite hoffe ich natürlich auch, dass möglichst viele nicht AlGII-Empfänger dieses thread lesen
Das ist das wichtigste
Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil! Albert Einstein
Schlechte Kandidaten werden von Bürgern gewählt, die nicht zur Wahl gehen.Thomas Jefferson
LG Heiko

Offline Loewe

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 9470
  • Sechzig München ist der geilste Verein der Welt
Bleiben wir realistisch - versuchen wir das Unmögliche
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
suche und biete Begleitung zur Koba. Bereich QLB. Bitte PN an mich.

Offline bam234

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 485
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #453 am: 18. Juni 2010, 08:52:05 »
Loewe,ich habe mir gerade einmal die Zahl der Seitenaufrufe für Dein thread angesehen,ich glaube es ist das meist gelesene in diesem Forum.
Ich denke ,dass vermutlich sehr viele AlgII-Empfänger davon betroffen sind,sich aber nicht trauen,sich öffentlich zu äußern.
Auf der anderen Seite hoffe ich natürlich auch,dass möglichst viele nicht AlGII-Empfänger dieses thread lesen werden,um sich selbst eine Meinung zu diesem Unsinn der Maßnahmen bilden zu können.  :bye:

Stimmt, es gibt viel Angst, sich öffentlich dazu zu äussern. (ich bekam ne Strafanzeige einer sich beleidigt fühlenden ARGE-Tusse, aber sie verlor...lächerlich, sowas. Mir den Mund verbieten lassen geht garnicht, mich einzuschüchtern versuchen-weil ich mich darüber beim Landtag NRW beschwerte. Dort pflegt man aber noch zu schlafen....und derweil macht man sein windiges Geschäft in Bochum auf Kosten der Arbeitslosen dort weiter. Mit einem privaten Institut. Und zwingt die H-4-ler-gegen Vertragsfreiheit im GG-dahin zu gehen: Unterschreib oder Du kriegst keine Stütze-man erpresst und nötigt bereits, um sich im Klüngel die Konten voll zu saugen. Leicht abgezocktes Transfergeld eben.) Das ist eindeutig gesetzeswidrig. PUNKT. Keine Debatte.

Der Bund der Steuerzahler schrieb mir zurück, man kenne das Problem und werde dazu etwas veröffentlichen-wer Interesse hat, kann über WDR-Frau-TV etwas lesen. (googeln) Und dass eine sehr mutige Insiderin darüber ein Buch verfasste, wie die Arbeitslosen veräppelt werden.....eine, die solche Kurse leitete.

Man sollte sich selber einen Eindruck verschaffen, klar, manche mögen es auch oder machen gern mit, reden es sich schön-prima-aber angesichts massiv rausgeworfener Steuergelder für diese Volksverarsche ist es unlustig. Und dass gleichzeitig Antragstellern für sinnvolle Weiterbildung meist dies vorenthalten wird.So verdient man am Elend, und verlängert Arbeitslosigkeit-was ne Sauerei. :teuflisch:Auch angesichts der Tatsache, dass an uns gespart wird, wobei ja viel Kreativität frei wird von Seiten vieler ARGEn-kann man alles bereits öffentlich sehen, hören, lesen (youtube.de)

Anständig ist das ja nicht.

Nennt man auch soziales Missmanagement.
Was im Januar zur fast besten Sendezeit sogar in der ARD-Report München ("abgeschoben...")

Hmmmm, seltsam, unser Völkchen, wovor haben wir eigentlich so Angst?

LOEWE-mach weiter :flag:-im Übrigen nimmt der Bundesrechnungshof dazu gern Hinweise aus der Bevölkerung an-er möchte aber gesammelte Hinweise. Und juristisch ein Tip: Wähle immer Formulierungen (um sich vor Verfolgung zu schützem wo es um viel Geld geht, wird hart gedroschen...)wie "ich fühle mich veräppelt"-u.s.w.

Manchmal denk ich, mit uns kann man alles machen-seltsam-was habe ich das satt. Klar kriegt man erstmal was drauf, wenn man sich wehrt und beschwert-aber wenn alle das täten, sähe es anders aus. Es ist doch unsere berufliche Zukunft-und als ich merkte-in diesem Institut-wie man dort behandelt wird (schlimmer wie Viech) und die Leute murrten:

Was hindert uns dann, gemeinsam Beschwerde zu führen oder es zu boykottieren-und dann ab zu einem Anwalt. Es gibt bereits Klagen dagegen vorm Sozialgericht. Oder gesammelte Hinweise überallhin zu versenden?

In Bochum duckten sich aber sogar die Anwälte weg, als ich mich mal darüber beschwerte (in einem anderen Forum) wurde ich als "Irre" beschimpft und gesperrt. Ich beschwerte mich weiter, beim Justizministerium, der Anwalt, der bloss meinen Beratungsschein gern nahm-ohne mich zu vertreten-ruderte dermassen blöd zurück, dass es lächerlich wurde. Und gab den Schein zum Amtsgericht zurück, wie ich es forderte-so.Wie kann man angesichts eindeutiger Gesetzeslage und Urteile vorm SG so die Hosen voll haben, fragte ich mich dann.(salopp formuliert eben)

Mannomann, German ANGST oder warum das? Steht auf meiner Stirn geschrieben: "Verarsch mich komplett?" Neee.....dann  gelte ich aber lieber als angeblich "irre"-ha ha, mich dem nicht nur zu entziehen. Mit soviel Geld kann man schlichtweg Menschen kurz sinnvoll fördern nämlich, das geht und wäre wieder anständig.

In Witten ignorierte ich die Abschieberei (diesmal zur VHS-langweilen kann ich mich auch allein besser, wenn Bedarf...Erwachsenenverwahranstalten braucht niemand)-nach dem Motto, mal sehen, was passiert. Als ich als derart berüchtigte dort antanzte.

Nichts passierte-und jetzt ärgern sie sich. Deswegen sanktionieren geht also auch nicht mehr.

Mittlerweile ist der Unfug bereits Gesprächsstoff sogar in der Regierung mit Option abschaffen-und wenn die schon was merkt, (ha ha)also-
dabei ist sparen eine gute Chance, den Mist loszuwerden.

Besser Geld für sinnvolle Qualis bereit stellen. Das geht nämlich.
Ich forderte hartnäckig dazu eine Stellungnahme eines MdL im Landtag, er gibt mir Recht-vermeidet aber das Thema.(sinnlose Massnahmen) Fiel mir auf.

Wäre vernünftig. Einfach Reformen, Problem erkannt, und Erkenntnis umsetzen. Zum Besseren.

Warum das politisch so lange dauert, ist mir ein Rätsel.

P.S. Der Klüngel in der Bürokratie redet auch nicht mehr mit mir, also traf ich wohl ins schwarze, ha ha. Ihre "tollen Jobprogramme, die in Arbeit führen sollen" Die Zahlen und Fakten da sagen aber anderes dazu-und nun zittern sie halt bereits.Ihr Problem-sollen die doch wirkliche Anschlussqualifikationskurse bereit stellen statt Leute zu veräppeln.

Da hab ich wirklich kein Mitleid. Auf Kosten Arbeitsloser sowas geht garnicht.

« Letzte Änderung: 18. Juni 2010, 09:42:45 von bam234 »

Offline FrankTorsten

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 405
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #454 am: 29. Juli 2010, 00:51:22 »
Da ich gerade vorhin (mein erster 1-Euro-Job ist gerade ausgelaufen) jede Menge Unterlagen - von meinem Träger per Post zugeschickt - aus dem Briefkasten gefischt habe, hier mal meine *gesammelten* Teilnehmerzertifikate des letzten halben Jahres - denke mal, es passt in den Kontext.

1. Grundlagen Word und Internet - 66 Stunden
(passiert in der Zeit ist: Holt euch den Laptop aus dem Schrank, und macht was ihr wollt. Oder geht spazieren oder einkaufen. 5 von 18 Teilnehmern wussten vor dem Kurs nicht, wie man einen PC einschaltet - und nach dem Kurs immer noch nicht. Mein Kumpel, der die ganze Zeit neben mir saß, weiß inzwischen aber wenigstens, wo man bei Windows-Vista Solitär findet, und wie man es spielt.)

2. Bewerbungstraining - 24 Stunden
(passiert in der Zeit ist: Holt euch den Laptop aus dem Schrank, und macht was ihr wollt. Oder geht spazieren oder einkaufen)

3. Englisch - 17 Stunden
(passiert in der Zeit ist: Holt euch den Laptop aus dem Schrank, und macht was ihr wollt. Oder geht spazieren oder einkaufen. Eine Fehlstunde bei mir - da ich wegen Gaszählerablesung ne Stunde eher gehen musste)

4. Aktions-Center - 36 Stunden
(passiert in der Zeit ist: Holt euch den Laptop aus dem Schrank, und macht was ihr wollt. Oder geht spazieren oder einkaufen)

5. Treff 5 - 18 Stunden
Am Anfang, in der Mitte und am Ende des MAE-Jobs hat sich eine Angestellte des TRägers zu uns in den Raum gesetzt, uns erzählt, wie glücklich wir sein können, dass wir von ihrer Firma betreut werden - und uns nach 2 Stunden nach Haue geschickt
( die 3 mal 6 Stunden aber voll abgerechnet, wie ich gerade merke  :zwinker: )

6. 1. Hilfe - 18 Stunden
DAS war das einzige, was wirklich fast alle interessiert hat, und wo auch wirklich was gemacht wurde!!
Und hat mir immerhin einen 1.Hilfe-Kurs Bescheinigung und 3 1.Hilfe - Alufolien (die unkaputtbaren) eingebracht  :ok:

7. Fit in Form - 30 Stunden
DAS war die absolute Krönung. 5 Tage lang jeweils 6 Stunden in einem *Alternativmedizin*-Haus absitzen, und sich die Ohren vollsäuseln lassen, wie Scheisse Schulmedizin ist, wie wertvoll Kartoffelsuppe bei Astmaanfällen ist, auf einem Türkenmarkt um halb verfaulte Tomaten vom Vortag feilschen, Suppe kochen, Zwiebeln schneiden .... und ähnliche Beschäftigungstherapien. Na ja - mein Träger musste die nicht bezahlen, sondern ist mit ner kleinen Spende für die 5 Tage durchgekommen.

Zusammenfassend das halbe Jahr:
Die Arbeit hat Spass gemacht - die rund 180 Euro im Monat extra waren hochwillkommen - aber die angebliche Qualifizierung durch den Träger (dem Venehmen nach hat der dafür selber nochmal über 300 Euro pro Person und Monat abgegriffen) war schlichtweg Beschiss von vorne bis hinten.
Hätte ich mir im Vorfeld NIEMALS träumen lassen, was da abgeht.

ghi

  • Gast
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #455 am: 29. Juli 2010, 14:13:38 »
Hallo Frank Torsten,

Punkt 5 und 7 hören sich mehr als exotisch an,kannst Du das noch näher beschreiben? :bye:

Offline Joergl

  • Moderatoren
  • ****
  • Beiträge: 13937
  • Gutmensch(so gut's halt geht).Empathiebefürworter.
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #456 am: 29. Juli 2010, 15:36:58 »
Zitat von: FrankTorsten am 29. Juli 2010, 00:51:22
wie wertvoll Kartoffelsuppe bei Astmaanfällen ist
:schock:

...also als Asthmatiker keinen Asthmaspray, sondern immer ein Eimerchen Kartoffelsuppe mitnehmen? Und wie wird die Suppe denn bei einem Anfall angewendet? :lol:
"Die Würde des Menschen ist unauffindbar".
"Der Klügere gibt nach...bis er der Dümmere ist!"
...nutzt Eure Möglichkeiten...! http://hartz-nordhausen.blog.de
In der Ruhe liegt die Kraft! http://regeneration.blog.de/ :bye: Nach allem, was ich sehe, ist ein Punkt erreicht, der uns zum Widerstand zwingt. (FJS, ca. 1973.)

Nina

  • Gast
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #457 am: 29. Juli 2010, 16:18:02 »
Hallo an Alle....und ein liebes Hallöchen  :grins:  an den TS Loewe,
wenn ich hier so in Deinem Tagebuch lese, dann könnte DEIN Tagebuch auch glatt MEINS sein!
Ach was Tagebuch....ich hät am liebsten von meinen Maßnahmen einen Roman schreiben können : spannend, lustig, traurig, ironisch, chaotisch...alles zusammen!

Da dachte ich mir so oft: für solche Maßnahmen hat die Arge Geld...aber woanders wird gekürzt und gestrichen!
Am Anfang dieser Maßnahmen, da war ich ja noch sehr euphorisch...ich bin halt ein positiv denkender Mensch...aber mit SOWAS hab ich ja nie gerechnet, was da so alles auf mich zukam:
z.B. eine Dozentin, die ständig während des Unterrichts privat (mit Arzt, Ehemann, Sohn, Tochter usw.) telefoniert hat...uns Teilnehmern aber verboten hat an unser Handy zu gehen (wir wollten dann ja rausgehen, aus dem Raum, zum telefonieren, während SIE das im Raum tat).
Das etliche von uns Teilnehmern Mütter mit Kindern waren, die auch erreichbar sein  mussten für Schule und Kindergarten....oder auch erreichbar für Arbeitgeber, bei denen wir uns beworben haben und ggf. uns erreichen wollten zwecks Vorstellungsgespräch u.ä., das war der Dozentin egal.
Wir sollten nach unserer Maßnahme telefonieren...meinte sie.
Beschwerden bei der Maßnahme-Leitung und/oder bei der Arge brachten da nix!

Also, ich weiß nicht, aber solche Maßnahmen machen mir Angst  :yes:


@FrankTorsten
DAS mit der Kartoffelsuppe und Asthmaanfall, dass muss man mir auch nochmal erklären!!! Dringend!!!
Also: Ich habe Asthma und war deswegen schon in etlichen Schulungen....von Hilfe durch Kartoffelsuppe, davon hab ich da nix gelernt. Tatsache ist (bei mir auch), dass u.a. rohe Kartoffeln, wegen der Kartoffelstärke, Asthmaanfälle auslösen können. Das hat wiederum was mit den Allergien zu tun u.a. Allergie gegen bestimmte Pollen u. Nahrungsmittel (Kreuzallergien).
Ich darf alles essen: Pommes, Kartoffelbrei, Klöse, gekochte Kartoffeln, Bratkartoffeln usw....nur auf keinen Fall rohe kartoffeln. Kartoffel schälen, das darf ich auch nicht, weil das auch Asthmaanfälle bei mir auslöst inkl. starkes Jucken an den Händen. Das Kartoffelschälen überlasse ich gerne anderen.
Deswegen, darf ich z.B. nie als Küchenhilfe arbeiten mit dem Umgang mit bestimmten Lebensmitteln zubereiten (Amtsarztl. Gutachten hab ich darüber).
Das mit der Kartoffelsuppe, als erste Hilfe Maßnahme....mmmmmmhhhhh!  :schock:
Habe das hier im Inet gefunden:

Kartoffeln (mit Sulfit), Sulfit ist ein Konservierungsmittel und kann Kopfschmerzen, Übelkeit oder Asthmaanfälle hervorrufen, Todesfälle durch anaphylaktische Schocks sind bekannt.
Kartoffelsuppe als Medizin für Asthmakranke, darüber stand da nix!


liebe Grüße
« Letzte Änderung: 29. Juli 2010, 16:48:20 von Nina »

Offline FrankTorsten

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 405
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #458 am: 29. Juli 2010, 17:14:37 »
Nachträglich mal ein medizinischer Hinweis, bevor jetzt welche losrennen, um literweise Kartoffelsuppe zu köcheln  :schaem:
Ich  muß ehrlich gestehen, dass ich bei *Fit in Form* die meißte Zeit geschlafen habe, bzw. in der Zeit eifrig meine Unterlagen zu einer privat bezahlten Weiterbildungsnaßnahme an der Volkshochschule studiert habe - es kann also auch sein, dass ich das jetzt verwechselt habe - und die Naturmedizin für irgendwelchje Anfälle eine Tomatensuppe war, und wir auf den Türkenmarkt um halbverfaulte Kartoffeln vom Vortag feilschen mussten  :weisnich:

Ehrlich gesagt, war ich auch während der ganzen Zeit, die genau dieser Kurs stattfand, SEHR darum bemüht, den irgendwie aus meinen Gedanken zu verbannen.  :schaem:

(Selten sowas dämliches erlebt. Privat ist es ja o.k. wenn man sich für sowas interessiert - nix dagegen. Aber als Qualifizierungsmaßnahme für den 1. Arbeitsmarkt????????????????  :teuflisch:)

Nina

  • Gast
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #459 am: 29. Juli 2010, 17:38:23 »
 :lachen:  :lachen:  :lachen:

Grüße @FrankTorsten

ghi

  • Gast
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #460 am: 29. Juli 2010, 19:35:07 »
Hallo Frank Torsten,

Könnte es sein,dass Du Kohlsuppe meinst?Um diese,als Instant verkauft,von einem bestimmten Hersteller,wird seit 1-2 Jahren ein gewisser HYPE gemacht,diese Suppe soll so in Richtung Entschlackung,Entgiftung o.ä. gehen.Für Interessierte:

http://fressnet.de/blog/?p=475

Ich habe schon einiges gehört hier in Forum an Sinnlos-Maßnahmen,"Fit in Form" liegt bei meiner persönlichen Top-Ten ganz vorn. :bye:

Offline skeptiker

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 1426
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #461 am: 29. Juli 2010, 19:45:28 »
@all,
ein Tip für alle, die keinen Bock haben sich sone Erlebnisse anzutun.
Irgendwann hab ich mal mit meiner Vermittlerin über den Sinn soner Maßnahmen gesprochen. Ich gleich von vornherein gefragt ob sie mir dann die Protokollformulare mit zu solcher Maßnahme geben würde.
Gegenfrage: welche Formulare
Antwort: na die wo ich aufschreiben muss, was ich in der Maßnahme erlebt und gelernt habe. Sie wollen doch sicher wissen, ob ihr Geld nutzbringend bei solchem Träger angelegt ist, oder an welche Abteilung und Adresse in Nürnberg soll ich sone Maßnahmetagebücher schicken.
Mir wurde bisher nie solches Bewerbungstraining angeboten.
Ist für Nachahmer zwar keine Ganrantie, aber probieren geht über studieren. Kann freilich auch was mit meinem Alter, meiner individuellen Qualifikation und der Anzahl bereits absolvierter Maßnahmen  zu tun haben, das mir sowas nicht wieder angeboten wurde.
LG Skeptiker
Mahatma Gandhi:
"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

Offline Meck

  • Moderator
  • ****
  • Beiträge: 10835
  • Schleswig - Holstein
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #462 am: 29. Juli 2010, 19:54:07 »
Ich hatte meiner Arge ja auch ein saftiges Schreiben aufgedrückt, nachdem ich die nächste Einladung bekam zu einer Massnahme, die ich ein halbes Jahr vorher schon mal gemacht habe. Bis jetzt hat sich keiner gemeldet und die wissen das es rechtswidrig ist.

Meine Arge antwortet selten auf meine Schreiben dieser Art, da sie wissen das sie Mist machen.
Kommt die nächste Einladung, gibt es erneut was auf die Batterie :grins: .

Bei mir ist das Problem, dass ich mit meinem Vermittler gut auskomme und sie nicht mal weiss, dass andere Kollegen irgendwo die Massnahmeeinladungen raus schicken. Wildfremde SB entscheiden da willkürlich und drücken auf den Knopf und schicken zu Massnahmen. Und die Letzte habe ich abgeschmettert, denn ohne Eingliederungsziel und Info und andere Sachen gibt es das bei mir nicht. Gesundheitliche Einschränkungen und Gutachten werden nicht beachtet und da gehe sogar ich auf die Barrikaden, denn so gehts ja nun nicht.

Ist eben doof, dass meine Vermittlerin da scheinbar keinen Einfluss drauf hat. Muss auf jeden Fall nochmal mit ihr reden, denn es kann nicht sein das sie nichts weiss und andere SB mich per Einladungen in Massnahmen drücken und die gehen nicht mal eben 4 Wochen, sondern gleich 6 - 8 Monate....

Ich sag nur wehrt Euch :clever: .

Offline skeptiker

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 1426
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #463 am: 29. Juli 2010, 20:23:27 »
@Meck,
das Problem hatte ich auch schon und da hat ein vertrauensvolles Gespräch mir meiner Vermittlerin geholfen.
Einmal hatte ich ne Aufforderung zu ner Bewerbung bei einem Call Center. Hab natürlich da angerufen und hatte mit meinem sächsischen Dialekt den entsprechenden Erfolg.
Ergebnis der Rücksprache: Ich würde Sie doch nicht zu einem Call Center schicken.
In einem anderen Fall wollte die Leistungsabteilung Unterlagen im Rahmen meiner Mitwirkungspflicht haben die ich unter Zeugen bei ihr abgegeben habe. Eine nette Mail an die Vermittlerin, die Leistungsabteilung wolle bei mir wohl den Eindruck erwecken, das sie Dokumente vermöhlt.
Seit dem erhalte ich ohne jegliche Probleme, egal wo, egal bei wem, eine Eingangsbestätigung für eingereichte Unterlagen. Dazu nehme ich aber ein entsprechend vorbereitetes Schriftstück mit. Drei Sätze mit dem Drucker sind preiswerter als von allem ne Kopie.
LG Skeptiker
Mahatma Gandhi:
"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

Offline Meck

  • Moderator
  • ****
  • Beiträge: 10835
  • Schleswig - Holstein
Re: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"
« Antwort #464 am: 30. Juli 2010, 07:51:17 »
Hallo skeptiker,

das werde ich auch machen, denn mit meiner Vermittlerin kann ich recht gut. Ist eben nervig wenn die von nichts weiss, weil andere SB da wahllos Leute zu neuen Massnahmen einladen.

Mal sehen was ich machen kann, denn meine Vermittlerin weiss ja momentan auch um meine gesundheitlichen Einschränkungen und bei mir steht gesund werden nun an erster Stelle, so dass ich schnellstmöglich wieder im Job starten kann und da brauche ich nicht noch zusätzliche diesen Käse und da wehre ich mich auch mit Händen und Füssen. Meine letzte Massnahme habe ich ja auch wegen Rechtswidrigkeit abgeschmettert und auf mein fettes Schreiben kam keine Antwort.

Hier habe ich auch noch kurz was dazu " gepinselt " :zwinker: -->>

http://hartz.info/index.php/topic,21458.msg183916.html#msg183916

Mit dem Kopieren und den Eingangsstempeln habe ich keine Probleme. Ich gebe alles unten am Infoschalter ab und sage bitte einmal kopieren und dann bekomme ich ohne Probleme eine Kopie mit Eingangsstempel und SB Kürzel drauf.