Ich bin Mitglied einer Einelterninitiative und in diesem Zusammenhang gehen wir auch zu Vorsprachen mit.
Heute früh zu einem besonders schwierigen Fall;eigentlich sollte eine Rechtsanwältin für Sozialrecht mit der Frau mitgehen,die aber sehr kurzfristig absagen mußte und wir in letzter Minute einsprangen;wir -das waren eine weitere Mutter mit zwei Kindern und ich mit meinen zwei Kindern.
Vor der Tür der Sachbearbeiterin wurden wir bereits darauf aufmerksam gemacht,dass nur die Rechtsanwältin angekündigt war,nicht aber wir.Wir erklärten kurz die Umstände,dann sagte die PAP,dass lediglich ich miteintreten dürfe,da Sie mich bereits als Beistand kenne.
Im Amtszimmer,dass dann zugegeben gut gefüllt war;2 Frauen mit insgesamt 5 Kindern,sagte Sie dann,dass Sie so nicht arbeiten könne und die Kinder auf den Flur verbannt wurden.
Die Umstände der Frau,die von uns begleitet wurde,sind mehr als schwierig;Sie ist faktisch Analphabetin,erwartet Ihr 4.Kind,Vaterschaftsverhältnisse sind nicht geklärt.Die RA und unsere Einelterninitiative versuchen seit längerem ,dass Ihr über Sozialhilfeleistungen eine Familienhilfe bezahlt wird,da wir das auf Dauer nicht leisten können.Die Beratungsbeihilfe für die RA wurde abgelehnt;wir konnten der Frau durch eine Stiftung einen Zuschuß iHv 300 Euro beschaffen,die auf Ihr Konto überwiesen wurden.Diese Überweisung befand sich nun auf dem Kontoauszug der Frau und die gesamte Vorsprache lief darauf hinaus,dass Ihr die PAP unterstellte,dauerhaft von der Stiftung unterstützt zu werden und damit keine Sozialleistungen mehr benötigt.
Die betroffene Frau war sichtbar überfordert,weinte-ich bot an,direkt mit der Stiftung zu telefonieren und alles aufzuklären.Ich versuchte mehrfach in einem ruhigen Ton nochmals die Gesamtsituation darzustellen;aber die Sachbearbeiterin sagte plötzlich;meine Anwesenheit seie "kontroproduktiv" und Sie verweise mich jetzt des Raumes.
Ich erwiderte,dass der Frau ein persönlicher Beistand zusteht und ich mich in keinster Weise "kontarproduktiv" geäußert habe.Daraufhin sagte die PAP,dass Sie den Sicherheitsdienst rufen werde,dann verließ ich den Raum.
Für jeden Außenstehenden ist klar,dass diese Frau mit Ihrer Gesamtsituation mehr als überfordert ist,von den unterschiedlichsten Beratungsstellen wurde Sie wieder an andere verwiesen,bis Sie schließlich bei uns landete und wir Sie an eine RA verweisen konnten,mit der wir öfter zusammenarbeiten.
Ich bin absolut ratlos,was wir jetzt noch machen können.Auf Dauer können wir durch die Einelterninitiative keine Familienhilfe leisten,da die Frauen alle selbst Ihre Kinder zu versorgen haben,es war von Anfang an als Notlösung gedacht,bis die Behörden reagieren.
Nun wird unsere Hilfe aber so ausgelegt,dass keine finanzierte Familienhilfe notwendig ist,da wir das ja übernehmen.
Zudem ist es uns nach der heutigen Vorsprache nicht mehr möglich,als Beistand aufzutreten.
Auf ein Schreiben der Rechtsanwältin reagierte man nicht.
Zudem steht seit der heutigen Vorsprache noch ein Leistungsentzug im Raum,da Ihr unterstellt wird,dauerhaft Leistungen durch Stiftungen zu beziehen,was absolut irrelevant ist,das war eine einmalige Beihilfe für die Rechtsanwältin.
Ich bin ratlos.