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Autor Thema: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung  (Gelesen 111332 mal)

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Gast2913

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10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« am: 21. März 2012, 10:21:42 »
Für viele Arbeitslose scheint der Weg in die berufliche Selbständigkeit eine Alternative zu sein, die berufliche Situation zu verändern, sie selbst in Hand zu nehmen. Das verdient uneingeschränkten Respekt und Anerkennung.

Nicht jeder Gründungswillige eignet sich jedoch zum Unternehmer, nicht jede Geschäftsidee sichert eine dauerhafte Existenzgrundlage. Der Existenzgründer aus Arbeitslosigkeit ist weder ein Gründer zweiter Klasse, noch gelten für ihn andere Maßstäbe, als für jeden anderen Existenzgründer auch.

Eine Existenzgründung war nur dann erfolgreich, wenn der Existenzgründer mittelfristig seinen Lebensunterhalt aus seiner unternehmerischen Tätigkeit bestreiten kann.

Die zehn wesentlichen Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung und einige Lösungsansätze kurz zusammengefasst.

1. Schlechte Vorbereitung der Gründung

Viele Existenzgründer verzichten in der Vorbereitungsphase ihrer Existenzgründung auf fachkundigen Rat. Die Gründe sind vielfältig. Vielen scheinen der Zeitaufwand und das Kapital zu hoch, welches sie investieren würden, anderen fehlt das Geld gänzlich. Andere übersehen oder unterschätzen Probleme, die mit einer Existenzgründung unvermeidlich im Zusammenhang stehen.

Defizite in der persönlichen, fachlichen und kaufmännischen Eignung eines Existenzgründungswilligen, sollten bereits in der Gründungsphase erkannt und wenn möglich – weitestgehend beseitig werden. Nur eine äußerst selbst-kritische Einschätzung der eigenen Persönlichkeit deckt einen Weiterbildungsbedarf und einen späteren Beratungsbedarf auf.

Lösung:

Scheuen Sie sich nicht, Beratungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Die Berater können Ihnen Fehler in Ihrer Planung aufzeigen und Ihnen dadurch erhebliche Kosten sparen können. Manchmal macht es durchaus Sinn, ein Gründungsvorhabenvorhaben noch zu verschieben, weil die Chancen dann besser sind.

Fachkundige Berater zeigen Existenzgründern, wie sie ihr Vorhaben zielorientiert planen. Während der Planung sehen Sie meist selbst schon, wo Ihr Vorhaben Lücken aufweist.

Existenzgründungsberatung kann unter bestimmten Voraussetzungen auch mit staatlichen Zuschüssen gefördert werden. Auskünfte erteilen z.B. die Industrie- und Handelskammern oder kommunale Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaften.

2. Keine Branchenkenntnisse

Existenzgründer scheitern nicht selten an einer fehlenden oder unzureichenden Bedarfsanalyse. „Dinge, die die Welt nicht braucht“ verkaufen sich zwar gelegentlich, doch gewährleisten sie nur äußerst selten den Bestand eines Unternehmens. Die wichtigsten Wettbewerber sollten vor Gründung eines Unternehmens bekannt sein, ihre Vertriebswege und -strategien.

Lösung:

Wenn Sie nicht durch vorangegangene berufliche Tätigkeit über fundierte Branchenkenntnisse verfügen, müssen Sie den Markt Ihres künftigen Unternehmens besonders gründlich analysieren.

Nutzen Sie Ihr persönliches Umfeld, um Informationen zu gewinnen. Studieren Sie Publikationen Ihrer künftigen Wettbewerber, ihr Auftreten am Markt. Der notwendige Aufwand, den Sie hier betreiben müssen, hängt natürlich von Ihrer Geschäftsidee ab.

3. Falsche Einschätzung der Marktsituation

Der Erfolg eines Unternehmens hängt nicht unwesentlich von der Wahl des Standortes ab. Gibt es in der Umgebung des geplanten Standortes bereits Wettbewerber, macht es in der Regel wenig Sinn, noch ein weiteres Unternehmen zu etablieren – es sei denn Sie haben spezielle Fachkenntnisse oder Angebote, die Ihre Wettbewerber nicht haben.

Beabsichtigen Sie z.B. ein Ladengeschäft zu betreiben, so wiegt die eventuell deutlich geringere Gewerberaummiete für ein Ladengeschäft in einer Seitenstraße den Einnahmeverlust durch das Ausbleiben von Kunden nicht auf.

Lösung:

Suchen Sie nach einem anderen Standort, der mehr Erfolg verspricht. Vergleichen Sie Ihr Angebot mit dem Ihrer künftigen Wettbewerber. Ein Existenzgründer wird nur in äußerst seltenen Fällen mit einem völlig neuen Angebot am Markt auftreten. Er wird meist Wettbewerber haben, die bereits am Markt etabliert sind. Stellen Sie daher bei Ihrer Planung immer die Frage, was einen Kunden überzeugt, sich für Ihr Produkt, Ihre Ware, Ihre Dienstleistung zu entscheiden – und nicht für die Ihrer Wettbewerber.

4. Fehlende Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld

Wenn Ehen und Partnerschaften scheitern, wenn einer der beiden Partner den Weg in die berufliche Selbständigkeit gefunden hatte, dann lässt das auf einen gravierenden Mangel in der Vorbereitung einer Existenzgründung schließen. Verständnis und Unterstützung, insbesondere für Ihre zeitlichen Belastungen sind wichtige Voraussetzungen für jede unternehmerische Tätigkeit. Als Unternehmer können Sie nicht jeden Tag pünktlich um 16:00 Uhr „den Hammer fallen lassen“. Ohne Zweifel sollte eine 70- oder 80-Stunden-Arbeitswoche nicht die Regel sein (dann würde vielleicht an der Organisation Ihres Unternehmens oder Ihrer Geschäftsidee etwas nicht stimmen), doch gänzlich vermeiden lässt sich das gerade in der Gründungsphase sicher nicht. Zieht die Familie nicht mit und torpediert sogar ihr Vorhaben, sollten Sie sich Ihr Vorhaben noch einmal gründlich überlegen. Der Druck eines Partners, der die Selbstständigkeit nicht unterstützt, kann dazu führen, dass Sie sich nicht auf die Probleme Ihres Unternehmens konzentrieren und letztlich scheitern – beruflich, wie familiär.

Lösung:

Nehmen Sie sich Zeit, Ihr Vorhaben ausführlich mit Ihrer Partnerin/Ihrem Partner zu besprechen. Stellen sie sie keinesfalls vor vollendete Tatsachen. Stecken Sie gemeinsam einen Rahmen ab, bestimmen Sie gemeinsam Ziele.

Planen Sie in Ihrem Terminkalender nicht nur geschäftliche Termine, sondern planen Sie selbst in Zeiten hoher beruflicher Anspannung grundsätzlich auch Freizeit ein, die Sie auch gemeinsam mit Ihrer Familie intensiv nutzen sollten.

Die wichtigsten Menschen Ihres Umfeldes sind nicht Ihre Geschäftspartner, sondern Ihre engsten Familienangehörigen!

5. Fehler in der Finanzierung

Eines der häufigsten Probleme ist eine falsche oder fehlerhafte Finanzierungsplanung. Der Kapitalbedarf eines Existenzgründers hängt vom Umfang der Geschäftsidee ab. Lösen Sie sich von der Vorstellung, dass eine Existenzgründung „zum Nulltarif“ möglich sei.

Für die meisten Existenzgründer stellt fehlendes oder nicht ausreichendes Startkapital eines der größten Hindernisse dar. Falscher Optimismus ist jedoch hier ebenso unangebracht, wie das Aufbrauchen der letzten (persönlichen) finanziellen Reserven, um die Existenzsicherung nicht schon bei der Gründung zu gefährden.

Eine Unterkapitalisierung führt nicht nur zwangsläufig zum Scheitern Ihres Unternehmens, sondern beschädigt auf Dauer auch Ihre persönliche Bonität. Ihre Schulden nimmt Ihnen keiner ab. Dafür müssen Sie allein einstehen.

Lösung:

Auch wenn es Ihnen zunächst schmerzlich erscheint: Verschieben Sie Ihre Existenzgründung solange, bis Sie ausreichend Kapital für eine ungefährdete Existenzgründung zur Verfügung haben.

Vermeiden Sie unbedingt die Aufnahme von Krediten, die unter Einbeziehung eines vertretbaren unternehmerischen Risikos in keinem Verhältnis zu den realistisch zu erwartenden Einnahmen stehen.

6. Mängel in der Unternehmensführung

Im „Kerngeschäft“ ihres Unternehmens kennen sich die meisten Existenz-gründer recht gut aus. Fachliche Qualifikationen, berufliche Erfahrungen und Lebenserfahrung bilden ein solides Fundament. In der Regel ist auch die Bereitschaft größer, sich fehlendes Wissen in diesem Bereich anzueignen.

Zum Geschäftsbetrieb eines Unternehmens gehören aber auch Aufgaben, die oft fälschlich als „Nebenbereiche“ betrachtet werden. Nicht nur die Bedeutung von Grundwissen in diesen Bereichen, auch der mit der Erledigung von diesen Aufgaben verbundene Zeitaufwand wird häufig unterschätzt.

Lösung:

Informieren Sie sich rechtzeitig und umfassend, welche Aufgaben zum ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb eines Unternehmens gehören. Listen Sie dabei auf, in welchen Bereichen Sie einen Weiterbildungsbedarf haben, in welchem Beratungsbedarf.

Bereits bei der Erarbeitung Ihres Geschäftsplanes sollten Sie daher gründlich überlegen, welche Aufgaben Sie extern als Dienstleistung erledigen lassen wollen und die dafür notwendigen Kosten einplanen. Erfahrungsgemäß sollte dabei ein Steuerberater an erster Stelle stehen. Sie können davon ausgehen, dass sich die Kosten für einen Steuerberater immer lohnen (Umsatz in einer nennenswerten Größe vorausgesetzt).

Auch wenn Sie nicht die Absicht haben, Aufgaben Ihres Unternehmens als externe Dienstleitung erledigen zu lassen, ist es sinnvoll, das Gespräch mit Experten zu suchen. Die zeigen Ihnen zum Beispiel auch, wie Sie Vorgänge in Ihrem Unternehmen optimieren können, um Kosten zu sparen oder die Effektivität zu erhöhen.

7. Keine oder schlechte Finanzplanung

Existenzgründer begehen immer wieder den Fehler, die umfassende Finanzplanung Ihres Vorhabens auf die leichte Schulter zu nehmen. Entweder wird oberflächlich oder gar nicht geplant, insbesondere dann, wenn kein Fremdkapital benötigt wird und die Gründung allein mit eigenen finanziellen Mitteln realisiert werden kann. So ist die Existenzsicherung schon gefährdet, bevor Sie überhaupt die Geschäftstätigkeit aufgenommen haben.

Es ist ein fataler Irrtum, dass der Geschäftsplan einschließlich der Finanzplanung „nur für die Banken“ oder andere Geldgeber gebraucht werde. Der Geschäftsplan ist kein „Kreditantrag“ oder „Antrag auf Fördermittel“, sondern in erster Linie Ihr Verkaufs- und Strategiepapier.

Sicher stehen Sie als Existenzgründer vor dem Problem, Umsätze und Kosten zu planen, die sich auf Schätzungen stützen. Aber eine gute Planung hilft Ihnen später, Ihr Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren und Defizite Ihrer Planung zu erkennen. So können Sie rechtzeitig reagieren. Die Planung hilft Ihnen, sich auf die wesentlichen Ziele Ihres Vorhabens zu konzentrieren und nicht zuletzt Ihre eigene Existenzsicherung und die Ihrer Familie zu erhalten.

Lösung:

Verschaffen Sie sich rechtzeitig eine Übersicht, mit welchen Kosten der Geschäftsbetrieb Ihres Unternehmens verbunden ist. Bedenken Sie, dass Sie als Unternehmer auch dann für Ihre Verbindlichkeiten einstehen müssen, wenn Sie keine oder unzureichende Umsätze erzielen. Planen Sie ausreichend Reserven ein. Sie sollten möglichst kurzfristig in der Lage sein, zumindest kostendeckend zu arbeiten.
Vertrauen Sie nicht auf staatliche Zuschüsse, die Ihnen nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit gewährt werden können, auf die aber kein Rechtsanspruch besteht.

8. Unzureichende und falsche Konzeption

Nicht nur eine unvollständige oder fehlerhafte Finanzplanung gefährdet die Existenzsicherung, auch eine unzureichende oder falsche Konzeption zur Umsetzung der Geschäftsidee kann sich fatal auswirken. Keiner der Bausteine eines vollständigen Geschäftsplanes ist entbehrlich. Sie bauen vielmehr aufeinander auf, ergänzen sich und ergeben erst in ihrer Gesamtheit ein schlüssiges Konzept.

Mit Ihrer Konzeption führen Sie den Nachweis, dass Ihre Liquiditätsplanung und Rentabilitätsberechnung im Zeitpunkt der Existenzgründung realistisch sind und dies im Verlaufe Ihrer unternehmerischen Tätigkeit auch bleiben. Differenzen zur ursprünglichen Finanzplanung sind in der Regel ein Indiz dafür, dass die gewählte Strategie nicht konsequent umgesetzt wurde.
Lösung:

Betrachten Sie die Erarbeitung eines umfassenden Geschäftsplanes nicht als „notwendiges Übel“. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit. Verschaffen Sie sich auch hier rechtzeitig einen umfassenden Überblick über die notwendigen Inhalte eines vollständigen Geschäftsplanes. Lassen Sie sich gegebenenfalls fachkundig beraten.

Vor allem: Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck und lassen Sie sich von Dritten nicht unter Druck setzen! Allein Sie entscheiden über den Zeitpunkt Ihrer Existenzgründung!

9. Mangelnde Tragfähigkeit des Geschäftsvorhabens

Unrealistische Zahlen und Fakten oder unrealistische Bewertungen des Produktes, der Ware oder Dienstleistung und ihrer Marktakzeptanz sind keine Basis für eine tragfähige und dauerhafte Existenz. Blauäugigkeit und der Wunsch des Existenzgründers, seine berufliche Situation zu verändern, verschleiern oft die Tatsache, dass das Unternehmen keinen Erfolg haben wird. Unabhängige Dritte bewerten die Tragfähigkeit eines Geschäftsvorhabens immer auf der Grundlage des Geschäftsplanes einschließlich der Finanzplanung. Zwar bewerten Sie, inwieweit die vom Existenzgründer angenommenen Umsätze und Kosten realistisch eingeschätzt und durch eine überzeugende Strategie hinterlegt sind, umsetzen muss der Existenzgründer sein Vorhaben jedoch selbst. So kann es z.B. sein, dass ein Unternehmer eine bestimmte Anzahl von Kundengesprächen plant und dabei sowohl von der Anzahl, als auch dem Ergebnis der Kundengespräche von realistischen Größen ausgeht, tatsächlich aber erhebliche Schwierigkeiten im Umgang mit Kunden hat und aus diesem Grunde die angestrebten Zahlen gar nicht erreicht. Das Geschäftsvorhaben ist „auf dem Papier“ möglicherweise durchaus tragfähig, in der Praxis keinesfalls.
Aus welchen Gründen auch immer: Eine Existenzgründung darf niemals eine Notlösung sein, sondern den Existenzgründer muss es aus anderen Gründen und ganz bewusst in die Selbständigkeit ziehen.

Lösung:

Setzen Sie sich mit den Motiven Ihrer Gründungsabsicht äußerst kritisch auseinander. Nur Sie allein können diese Motive tatsächlich einschätzen. Es gibt viele gute Gründe für eine berufliche Selbständigkeit: eigenverantwortlich Entscheidungen treffen, eigene Ideen umsetzen, mehr Erfolg haben, seine Arbeitszeit frei einteilen können. Sicher kann auch drohende oder bestehende Arbeitslosigkeit ein Motiv sein – in jedem Fall aber nach allen anderen.

Gründen Sie niemals aus der Not heraus ein Unternehmen. Eine Existenzgründung darf keine Notlösung sein. Lösungen für eine Notsituation tragen nicht mehr, wenn die Not beseitigt ist! Prüfen Sie daher genau, ob Ihre persönlichen Voraussetzungen stimmen und ob die Gründungsidee tragfähig ist. Nicht jeder, der ein eigenes Unternehmen gründen will, ist dafür geeignet und nicht jeder Versuch, eine selbständige Existenz aus der Arbeitslosigkeit heraus zu gründen, ist erfolgreich.

10. Betriebsspezifische Ursachen

Die Ursachen können sehr vielseitig sein und reichen von schlechter Buchhaltung, über zu spät oder nicht bezahlte Rechnungen bis hin zum Übersehen oder gar Ignorieren von Warnsignalen.
Ein Vertrag ist erfüllt, wenn Sie Ihre Leistung erbracht haben und der Kunde Ihre Rechnung bezahlt hat. Nun kann es aber passieren, dass ein potentieller Kunde von einem Vertragsschluss Abstand nimmt – so ist das Geschäft. Es kann auch passieren, dass ein Kunde wohlwollend Ihre Leistung in Anspruch nimmt – Ihre Rechnung aber spät oder gar nicht bezahlt – das ist zumindest unanständig, gehört aber leider auch zum Geschäft.

Lösung:

Halten Sie bereits in der Vorbereitungsphase Ihres Gründungsvorhabens auch einen „Plan B“ bereit. Halten Sie sich Wege offen, um auf eine veränderte Marktsituation rechtzeitig und wirksam reagieren zu können. Überprüfen Sie nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit laufend, ob Sie sich noch auf dem von Ihnen vorgegebenen Kurs Ihrer Konzeption befinden.

Sorgen Sie für sichere Einnahmen. Trotz gegenteiliger Entwicklungen hält sich sowohl bei Unternehmern als auch bei Kunden hartnäckig die Auffassung, Vorkasse sei unseriös. Zahlreiche windige Geschäftemacher tragen sicher dazu bei. Nun macht es aber einen Unterschied, ob ein vermeintlicher oder angeblicher Kreditvermittler „Kredite ohne SCHUFA“ verspricht und dafür vorab „Bearbeitungsgebühren“ kassiert, obwohl solche Gebühren durch das Versenden wertloser Formulare kaum entstanden sein dürften, oder ob ein Handwerker sich das im Kundenauftrag gekaufte Material bezahlen lässt, bevor er es beim Kunden einbaut.

Lassen Sie sich mit Ihren Kunden oder Auftraggebern nicht auf Preisdiskussionen ein. Preisverhandlungen sind legitim, allerdings sollte Ihre Preiskalkulation grundsätzlich auch Ihren Verhandlungsspielraum berücksichtigen. Verzichten Sie lieber auf einen Auftrag, statt sich der Gefahr auszusetzen, nicht kostendeckend zu arbeiten.

Gast18044

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #1 am: 21. März 2012, 10:30:58 »
 :ok: :ok: :ok: :ok: :ok: :ok: :ok: :ok:

Das sollte als goldene Regeln vor der Selbstständigkeit hier gespeichert werden.

Offline thaiboy

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #2 am: 21. März 2012, 10:43:59 »
Gery da gibts aber noch stolpersteine die einem bewust vor die fuesse geschmiessen werden.
Frueher gabs mal ich glaube 18 stunden reglung ,wenn die ueberschritten wurde wars du nicht mehr arbeitslos.
Ich hatte geschaeftszeiten von 17 stunden selbsstaendig am anfang und arbeitslosenhilfe bezogen.
@ Gundulus bevor du wieder betrug witterst es war angegeben und es hat 1 jahr auch besuche vom amt gegeben.
Nach 1,5 jahren kam neuer beamter der rechnete nach geschaeftsschluss noch eine reinigungsstunde dazu dadurch mehr als 18 stunden  mit dem ergebnis das rueckzahlung verlangt wurde.
Ich habs damals ueberstanden,das prozessrisiko war mir zu hoch,heute weis ich das man besser vorher ein semester recht besuchen sollte und nicht den aussagen  und der hilfe von arbeitsamt oder jobcenter vertrauen darf.

Gast2913

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #3 am: 22. März 2012, 16:36:52 »
Niemand setzt der Arbeitszeit eines Selbständigen Grenzen. Ein Unternehmer darf auch 24 1/2 Stunden am Tag arbeiten, wenn er die Mittagspause durchmacht.

Gast18044

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #4 am: 22. März 2012, 17:04:27 »
Ich kenne das aus meiner Zeit in der Selbstständigkeit auch, dass es keine Sau interessiert ob du als Unternehmer den Tag auf 25 Stunden streckst.

Es gab da eigentlich nie eine Einschränkung, da man als Unternehmer keinem Arbeitszeitgesetz unterliegt. Man hat das Recht ohne Urlaub und 7 Tage die Woche zu arbeiten.
« Letzte Änderung: 22. März 2012, 17:08:28 von Gast18044 »

Offline bockenlg

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #5 am: 22. März 2012, 17:14:54 »
Ich denke es geht hier eher um eine wöchentliche Arbeitszeit. Schließlich bekommt man heute i.d.R. auch kein ALG I, wenn man 15 Std oder mehr wöchentlich arbeitet. Aber thaiboy kann sich ja nochmal dazu äußern.

Gast2913

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #6 am: 22. März 2012, 17:21:32 »
Hier geht es aber nicht um Anspruchsberechtigte auf ALG I oder EU-Rentner, die natürlich Arbeitszeitbeschränkungen unterliegen. Hier geht es um Selbständige, die solchen Beschränkungen grundsätzlich nicht unterliegen!

Gast19502

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #7 am: 25. März 2012, 04:21:59 »
Echt nett und hilfreich, ich aber würde den Punkt 11 noch dazu schreiben,
da dieser doch immer wieder ein Punkt ist der Übersehen wird.

Recht, welche Rechtlichen Aspekte gehen Sie bei einer Existenzgründung ein.
Allgemeines Vertragsrecht, Umtausch Recht, Handelsrecht, .u.s.w.
Verträge die man eingeht ohne diese zu Unterschreiben Innung, Steuern, u.s.w.
Auch sollte man hier anführen welche Versicherungen man haben sollte oder haben muss.

HaveFun

Gast18044

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #8 am: 25. März 2012, 10:17:40 »
Es geht eigentlich um die Möglichkeiten woran die Selbstständigkeit scheitern kann.

Das Thema Recht findest du schon unter Punkt 1. Diese Informationen gehören zur Vorbereitung und sind definitiv kein Kriterium zum Scheitern einer Selbstständigkeit.


Offline Sheherazade

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #9 am: 25. März 2012, 10:24:00 »
Gery da gibts aber noch stolpersteine die einem bewust vor die fuesse geschmiessen werden.

Der hier beschriebene "Stolperstein" dürfte mit Punkt 5 abgehandelt sein.
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Gast2913

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #10 am: 25. März 2012, 15:06:54 »
Hallo LadyDarknis,

weder die hier aufgezählten Gründe, noch die Lösungsvorschläge erheben Anpruch auf Vollständigkeit. Du sprichst aber - unbewußt - eine Erwartung aus, die Dir niemand erfüllen kann. Du wirst keine Publikation finden, sei sie auch noch so umfangreich, die Antworten auf alle Fragen beinhaltet, mit denen ein Gündungswilliger konfrontiert sein könnte. Es kommt immer auf die konkreten Rahmenbedingungen einer Existenzgründung an. Wer kein Gewerbe, sondern einen freien Beruf oder einen Katalogberuf ausübt (Was ist denn das nun schon wieder?), benötigt kaum Kenntnisse im Gewerberecht, wer Dienstleistungen erbringen will, muss sich nicht mit Umtauschrecht befassen usw.

Unternehmensberater werden nicht selten mit folgender Geschrächseröffnung konfrontiert: Ich will mich selbständig machen. Was muss ich tun? Darauf kann es nur eine Antwort geben: Was tun!

Das beginnt eben bei einer kritischen Selbsteinschätzung: Welche Qualifikationen, Kenntnisse und Erfahrungen habe ich? Wo besteht Weiterbildungsbedarf? Wo Beratungsbedarf?

Leider fehlt diese kritische Selbsteinschätzung gerade bei Existenzgründungswilligen aus Arbeitslosigkeit, weil sie eben doch aus einer Notsituation heraus gründen wollen. Noch deutlicher wird dies, wenn ich meine Eröffnungsfrage stelle: Weshalb wollen Sie sich selbständig machen? Nicht selten lauten die Antwort: Weil ich vom Jobcenter weg will? Dann kann's eigentlich nur schief gehen ...

Gruß
Gery

Gast19502

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #11 am: 25. März 2012, 18:47:12 »
Hallo LadyDarknis,
weder die hier aufgezählten Gründe, noch die Lösungsvorschläge erheben Anpruch auf Vollständigkeit.
Du sprichst aber - unbewußt - eine Erwartung aus, die Dir niemand erfüllen kann.
Nur weil ich schreibe das man auch die Rechtlichen Belange als Punkt benennen sollte
brauchen Sie mir hier nicht Persönlich kommen ich kenne die Rechtlichen Belange
und brauch mir auch nicht Rat zur Selbstständigkeit in Ihrem Thread holen.
Ihre Selbstherrliche Art zu schreiben und dann auch noch Persönlich zu werden
sucht hier im Forum echt ihres gleichen. Bitte unterlassen Sie das.
Wenn Sie keine konstruktive Kritik wollen schreiben Sie es einfach zu.

Es geht eigentlich um die Möglichkeiten woran die Selbstständigkeit scheitern kann.
Das Thema Recht findest du schon unter Punkt 1. Diese Informationen gehören zur Vorbereitung und sind definitiv kein Kriterium zum Scheitern einer Selbstständigkeit.

@Gundulus ihre Aussage ist schlicht falsch, es es sehr gut Möglich durch nicht Kenntnis einer Rechtslage
eine Selbständigkeit zum scheitern zu bringen, alleine nicht zu wissen was eine GbR oder GmbH ist.   
Da hier schon die Möglichkeiten der Eintreibung einer Schuld anders ist als bei einen Privatkunden. u.s.w.

Wie ist die Rechtslage: Ein Kunde überlässt mir einen PC zur Reparatur,
dabei gehen alle Daten auf der FDD verloren. Bin ich Haftbar ? und wenn Ja in welchen Ausmaße.
Ok komme von Thema ab, belassen wir es einfach bei ~ erst Denken dann Posten ~

HaveFun

Gast2913

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #12 am: 25. März 2012, 19:12:59 »
... und brauch mir auch nicht Rat zur Selbstständigkeit in Ihrem Thread holen ...

Korrekt! Hauptsache grundsätzlich wird Rat eingeholt, wenn man/frau nicht sicher ist.

... es es sehr gut Möglich durch nicht Kenntnis einer Rechtslage
eine Selbständigkeit zum scheitern zu bringen, alleine nicht zu wissen was eine GbR oder GmbH ist ...

Auch korrekt! Deshalb sollte der Existenzgründer (sollten die Gründungsgesellschafter) den Unterschied schon kennen, bevor sie den Gesellschaftervertrag schließen. Deshalb war der Hinweis von Gundulus absolut richtig. Das gehört zur Vorbereitung einer Existenzgründung und die ist nun einmal allein Aufgabe des Gründers und nicht von irgendwelchen Dritten.

Und nun bitte nicht gleich wieder persönlich angegriffen fühlen. Das war und ist nicht meine Absicht.

Offline Sheherazade

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #13 am: 25. März 2012, 19:14:20 »
es es sehr gut Möglich durch nicht Kenntnis einer Rechtslage
eine Selbständigkeit zum scheitern zu bringen, alleine nicht zu wissen was eine GbR oder GmbH ist.   

Dann liegt Gundulus wohl schon ganz richtig und der gescheiterte Selbstständige hat sich nicht oder unzureichend informiert.
Bei sich die Schuld suchen: Auch so ein Ding, was immer nur die tun, die es nicht müssten und nie die, die es dringend sollten. (von unbekannt)

Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist aufhören zu jammern. (Albert Einstein)

Gast19502

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #14 am: 25. März 2012, 20:09:29 »
@Gundulus ihre Aussage ist schlicht falsch, es es sehr gut Möglich durch nicht Kenntnis einer Rechtslage
eine Selbständigkeit zum scheitern zu bringen, alleine nicht zu wissen was eine GbR oder GmbH ist.   
Da hier schon die Möglichkeiten der Eintreibung einer Schuld anders ist als bei einen Privatkunden. u.s.w.

Wie ist die Rechtslage: Ein Kunde überlässt mir einen PC zur Reparatur,
dabei gehen alle Daten auf der FDD verloren. Bin ich Haftbar ? und wenn Ja in welchen Ausmaße.
Ok komme von Thema ab, belassen wir es einfach bei ~ erst Denken dann Posten ~

HaveFun
Ab jetzt kann ich dann echt nur noch auf meine Sig. verweisen.
Es geht doch klar in meinen Ausführungen um das Einfordern von Verbindlichkeiten diesen Gesellschaftsforum gegenüber
und nicht darum ob ich eine GbR oder GmbH oder sonst eine Geschäftliche Gesellschaftsforum machen will.

In Punkt 1 ist nicht ansatzweise das angesprochen was ich meine.
Als Privatmensch habe ich anderer Rechtsbelange als ein Selbständiger Unternehmer.
Alleine schon das Anmieten von Geschäftsräumen unterliegt einer anderen Rechtlichkeit
als wenn ich mir mal eine Wohnung oder etwas anderes Anmiete.
Und kommt jetzt nicht wieder mit das ist in Punkt 1 das drin ist, da Punkt die Kernaussage hat:
Die Berater können Ihnen Fehler in Ihrer Planung aufzeigen und Ihnen dadurch erhebliche Kosten sparen können.
Hier ist nicht mal im Ansatz das Angesprochen was ich meine.
Aber OK belassen wir es, Sie haben Recht und ich meine Ruhe.

Have Fun

p.s. bitte vergessen Sie an den Post nicht:
"ich bitte nicht um konstruktive Kritik an meinen Aussagen oder Post"

Mal eine frage ihr wisst ja alles, mit wie viel des Gesamt Kapitals muss eine GmbH haften ?
« Letzte Änderung: 25. März 2012, 20:12:49 von Gast19502 »