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Autor Thema: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung  (Gelesen 90325 mal)

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Gast18044

  • Gast
Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #15 am: 25. März 2012, 20:16:54 »
@LadyDarknis

Wir geraten nicht das erste Mal zum Thema Selbstständigkeit aneinander, wobei ich denke das ein wenig weniger Emotionen durch aus besser wäre.

Die rechtlichen Fragen und die Gesellschaftsformen müssen vorher geklärt sein und das kann man nur selbst machen oder man holt sich den Rat von einem Unternehmensberater oder direkt bei den Handels- bzw. Handwerkskammern. Das ist jedoch keine Bringeschuld sondern da muss man sich als zukünftiger Unternehmer SELBST drum kümmern. Nur der zukünftiger Unternehmer kann wissen welche Unternehmensform für sich und seinen Geldbeutel am Besten ist. Demzufolge muss man sich auch darüber informieren, mit wem man zusammenarbeitet. Eine Kapitalgesellschaft hat andere Rahmenbedingungen als eine Personengesellschaft. Aber das gehört zu den Vorbereitungen und ist Grundlagenwissen für den Start in die Selbstständigkeit.

Natürlich kann man sich im Laufe seiner Selbstständigkeit auch beraten lassen, denn nicht umsonst zahlt man die Beiträge an die IHK oder die Handwerkskammer. Leider werden diese Beiträge nur als Zwangsabgabe gesehen und die Möglichkeiten kaum genutzt.

Zu der Frage: In Höhe der Einlage mindest jedoch mit 25.000 Euro
« Letzte Änderung: 25. März 2012, 20:25:14 von Gast18044 »

Gast2913

  • Gast
Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #16 am: 25. März 2012, 20:22:48 »
... mit wie viel des Gesamt Kapitals muss eine GmbH haften ?

Grundsätzlich in Höhe des eingetragenen Stammkapitals. Reicht das vorhandene Stammkapital nicht aus, haften die Gesellschafter bis zur Höhe ihrer Anteile im Innenverhältnis mit ihrem Privatvermögen als Gesamtschuldner.
« Letzte Änderung: 25. März 2012, 20:27:05 von Gast2913 »

Gast18044

  • Gast
Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #17 am: 25. März 2012, 20:36:36 »
@LadyDarknis

Bevor jetzt Stress zu den Antworten kommt, es ist beides das Gleiche gemeint  :clever: :clever: :clever:


Ein nicht selten zu sehender Fehler ist bei der Gründung einer GmbH das die Mindesteinlage (25.000 Euro) fast nur mit Sachwerten (Auto, Maschinen) gedeckelt wird. Oft vergessen die Gründer das Sachgegenstände einen Wertverfall haben und sie irgendwann (nach einem Jahr) die Wertminderung ausgleichen müssen. Ansonsten kann die Liquidität erheblich ins Schleudern kommen.
« Letzte Änderung: 25. März 2012, 20:40:11 von Gast18044 »

Gast19502

  • Gast
Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #18 am: 25. März 2012, 21:08:55 »
Ich kann jetzt nicht sehen wo ich Emotional werde aber ok.
Auch wie hier immer wieder darauf gedrängt wird das der Selbständige
sich auch selber alle Infos zu beschaffen hat selbst wenn diese
einfach falsch waren und das von den Fachberatern, ist auch das sein Problem.
Ich will hier den sich Selbständigen machenden nicht von seiner Selbstverantwortung befreien
aber mit welcher Selbstverständlichkeit immer von dem "selbst Schuld"  ausgegangen wird
ist schon fast Diskriminieren

@Gundulus falsch

@gery schon besser aber auch nicht ganz richtig
aber Du hast wenigstens schon mal drin das die Gesellschafter auch
auch mit ihren Privaten Vermögen haftbar gemacht werden können,
bei mangelnden vorhandene Stammkapitals.

Die GmbH haftet mit allem was sie Ihr eigen Nennt,
aber mindestens mit der Einlade von 25.000€
Sollten diese noch nicht voll erbracht sein, Haftet jeder Gesellschafter unbeschränkt,
unmittelbar und solidarisch mit ihrem Privatvermögen.
Ergo auch der gekaufte Boden auf dem die Fabrik steht
oder das Firmenauto kann zur Tilgung einer Schuld herangezogenen werden.
Selbst Erdwirtschafter Gewinn kann hier noch nachträglich zur Tilgung herangezogen werden.

So und jetzt lassen Wir es einfach weil ehrlich gesagt habe ich auf die Nummer hier kein bock.
Wenn ihr der Meinung seit das alle ja nur selber schuld an dem sind was Sie umgibt kann
man nur hoffen das bei euch mal keiner kommt und das Licht anmacht.

Have Fun

Gast18044

  • Gast
Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #19 am: 26. März 2012, 07:15:50 »
@LadyDarknis

Also Gery und ich schrieben das in Höhe des Stammkapitals (was mindestens 25.000 Euro betrifft, aber nach oben jederzeit erweitert werden kann) bzw. in Höhe der jeweilige Einlage der Gesellschafter gehaftet werden muss. Darüber geht es im Gegensatz zu einer Personengesellschaft nicht.

Das Kapital muss nicht in reinem Bargeld zur Verfügung stehen, ergo können Firmenfahrzeuge oder Liegenschaften zur Tilgung hinzugezogen werden bzw. muss der Gesellschafter die Summe aus seinem Privatvermögen aufbringen. Das hat aber definitiv nichts mit einer uneingeschränkten Haftung mit dem gesamten Privatvermögen zutun, sondern immer nur bis zur Höhe des Anteils. Ansonsten wäre die Bezeichnung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung etwas unsinnig. Von daher kann ich nicht erkennen was an Gerys und meiner Antwort falsch sein soll, denn du bestätigst sie mit deiner Aussage.

Ich würde es begrüßen, wenn wir hier konstruktiv bleiben und nicht Seitenhiebe über angebliche Schuldzuweisungen wegen der Aufgabe der Selbstständigkeit kommen. Es gibt bei der Aufgabe eines Geschäftes zwei Seiten, das sollte einem immer bewußt sein. Mit der Erfahrung bzw. einer realistischen Einschätzung bewahrt man sich schließlich vor der Wiederholung derselben Fehler. Und liebe LadyDarknis, da spreche ich definitiv aus eigener Erfahrung.



Gast19502

  • Gast
Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #20 am: 26. März 2012, 13:53:40 »
Falsch daran ist das ihr beide nur von 25k€ ausgeht,
Fakt ist aber das eine GmbH mit ihrem gesamten Kapital Haftet
und das Beinhaltet alles, auch Firmenautos, Grundstücke selbst die Schraube in der Werkshalle.
Ergo wenn eine GmbH in den Jahren einen Wert(e) von sagen wir mal 1mio€ hat dann Haftet diese auch damit.
Aber wie ich schon sagte, ihr habt Recht und gut ist.
Zumal wir jetzt hier mehr als vom Thema abkommen.

B4T. Rechte ist ein Wichtiges Thema und ihr solltet aufhören mit eurer Pauschal Verurteilung.

Have Fun

p.s. ach ja @Gundulus auf "Moin Madam" reagiere ich nicht und ist mehr als nicht passend als anrede.

ich werde in diesen Thread nicht mehr Posten, da Sinnlos und Kritik nicht erwünscht ist

Gast2913

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #21 am: 26. März 2012, 14:07:44 »
ich werde in diesen Thread nicht mehr Posten ...

Danke, denn es heißt Gesellschaft mit beschränkter Haftung und die Haftung ist auf das eingetragene Stammkapital beschränkt.

Gast18044

  • Gast
Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #22 am: 26. März 2012, 14:20:02 »
Und was fällt unter das Stammkapital wenn nicht FIRMENfahrzeuge, FIRMENeigene Grundstücke (natürlich nicht angemietete Privatgrundstücke, auch wenn der Vermieter ein Gesellschafter ist) und FIRMENeigenes Material. Das ist das Stammkapital der GmbH, aber natürlich nicht das private Vermögen der Gesellschafter. Der Gesellschafter haftet nur in Höhe seiner Einlage bzw. in Höhe seines prozentualen Anteils und nicht mehr.

Deine Behauptung das die Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen haften ist falsch.

Im Falle einer Insolvenz zählt auch nur das was der GmbH gehört und nicht was ihr irgendwann einmal gehört hat. Also wenn die GmbH eines ihrer eigenen Grundstücker veräußert, dann hat man in der Insolvenzmasse Anspruch auf diesen Erlös.

Was soll dieses ewige "ihr solltet aufhören mit eurer Pauschal Verurteilung", du reagierst äußerst aggressiv auf einen neutralen und wertfreien Text. Ich kann nicht erkennen wo jemand dich oder sonst einen Anderen pauschal verurteilt.

Was du als wichtiges Thema betrachtest (was es zweifellos ist), gehört in den Bereich Vorbereitung auf die Selbstständigkeit, da es sich um Grundlagenwissen handelt.

PS: Stimmt es heißt eigentlich richtig "Moin Madame", sorry mein Fehler :-)

Offline Bezilla

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #23 am: 05. Mai 2012, 11:18:10 »
@Gery,

wie schaut es aus bei 0 EUR Startkapital, zum Bleistift bei Unternehmungen wie Beratung oder reiner Dienstleistung?

Wie sichert man sich dort ab?
Kein Nutzerbild wegen uneinschätzbarer Risiken durch überfleißige Urheberrechtsanwaltsgehilfen ;)
Im HarzIV Bezug fühlt man sich ein wenig wie im bronzenen Stier. Der betroffene schreit, fleht. Und während dieser langsam verbrennt steht draußen die Bürokratie und ergötzt sich an den geräuschen des sterbenden.
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Offline Sheherazade

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #24 am: 05. Mai 2012, 11:32:05 »
Wie sichert man sich dort ab?

Wogegen?
Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand anlegt, jeden Tag kommt ein Mensch und marschiert aufrecht drunter durch. (von unbekannt)

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Offline Bezilla

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #25 am: 05. Mai 2012, 11:35:04 »
Na zum Beispiel wenn der Kunde nicht zahlt usw.

Welche Versicherungen braucht man, wie müssen Verträge gestaltet werden usw. damit es eben nicht zum Scheitern einer Existenzgründung kommt.

Das sind alles Punkte die mich mal brennend interessieren würden ;)
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Gast2913

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #26 am: 05. Mai 2012, 12:04:37 »
Diese Frage betrifft leider nicht nur Dienstleister. Geiz ist geil und leider wird dieser Slogan von Kunden und Auftraggebern viel zu häufig missverstanden. Ich will mich aber hier auf Dienstleistungen beschränken, die ausschließlich der Kunde oder Auftraggeber dem Dienstleister zu honorieren hat:

1. Keine Dienstleistung ohne einen schriftlichen Vertrag.

2. Vorkasse vereinbaren und erst tätig werden, wenn die Rechnung beglichen ist.

zu 1.
Der Vertrag sollte den Auftrag konkret beschreiben und eingrenzen, damit der Auftraggeber nicht weitere Leistungen fordern kann, die über den ursprünglichen Auftrag hinausgehen und als "kostenlose Zugabe" geleistet werden sollen. Der Vertrag sollte die Pflicht für den Auftraggeber enthalten, die zur Ausführung des Auftrages notwendigen Informationen und Unterlagen bereitzustellen, und das Recht des Dienstleisters, den Vertrag zu kündigen, wenn diese Pflicht nicht erfüllt wird sowie seinen Honoraranspruch im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Vertrages regeln. Vorkasse vereinbaren, die bei Vertragsunterzeichnung fällig ist (mindestens 30%). Auf andere Vertragsinhalte gehe ich hier nicht ein (Haftungsfragen, Wettbewerbsklausel, Verschwiegenheitspflicht u.a.)

zu 2.
Vorkasse wird sowohl von Auftraggebern, als auch Dienstleistern immer noch als "unseriös" betrachtet. Dem ist jedoch nicht so. Vorkasse ist auch ein Ausdruck des gegenseitigen Vertrauens. Der Auftraggeber hat sich für einen bestimmten Dienstleister entschieden, weil er von der Qualität der Dienstleisung überzeugt ist. Wenn er den Auftrag erteilt, muss er davon ausgehen, dass er diese Dienstleistung (selbst im Falle einer Schlechtleistung) honorieren muss. Einem seriösen Auftraggeber sollte auch bewußt sein, dass dem Dienstleister Kosten entstehen, die durch den ausgelösten Auftrag dem Auftraggeber entstehen, sobald der Dienstleister mit der Ausführung des Auftrages beginnt.

Im Einzelfall wird es natürlich auf die Art der Dienstleistung ankommen, den Umfang des Auftrages ... Aus meiner mehr als 20-jährigen Erfahrung als Freiberufler in einem Dienstlestungsbereich kann ich feststellen, dass Auftraggeber, die nicht bereit sind eine Anzahlung zu leisten, in der Regel auch die Schlussrechnung nicht bezahlen.

Gast9742

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #27 am: 05. Mai 2012, 12:05:58 »
Zitat von: Bezilla am 05. Mai 2012, 11:35:04
Na zum Beispiel wenn der Kunde nicht zahlt usw.
Wichtig ist erst mal, dass deine Rechnungen an den Kunden korrekt sind: Korrekte Rechnungen und Gutschriften: Pflichtangaben und Formvorschriften

Zu Mahnungen findest du beispielsweise hier Infos: Mahnbescheid und Mahnverfahren

Wenn du die Stichworte "Fälligkeit" und "Verzug" bei Google eingibst, findest du weitere Infos. Ein paar grundlegende Kenntnisse in Sachen Buchhaltung und Rechnungswesen sind auf jeden Fall sinnvoll. Hier wäre meiner Ansicht nach sogar eine Maßnahme vom Jobcenter gut, wenn man keinerlei Vorkenntnisse hat. Allerdings sollte es ein Kurs sein, wo handfeste fachliche Kenntnisse vermittelt werden, nicht bloß ein "Laberkurs", wo ein Kursleiter einen mental auf das Leben als selbständig Tätiger vorbereiten will. Das gibt's nämlich auch, da wird dann nichts als heiße Luft produziert.

Offline Bezilla

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #28 am: 05. Mai 2012, 12:41:49 »
Komplizierte ergänzende Frage,

wie sieht es bei Musikern aus? In der Regel wird dort im Vorfeld das Salär vereinbart, jedoch habe ich selten Rechnungen gesehen sondern eher Quittungsblöcke.

Spezialfall, weiß ich.
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Irgendwann soll der Stier ins Meer geschmissen worden sein. Der Tyrann gesteinigt.

Gast2913

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Re: 10 Gründe für das Scheitern einer Existenzgründung
« Antwort #29 am: 05. Mai 2012, 13:00:06 »
Dir kommt es doch darauf an, dass Du Dein Geld erhälst. Wenn dem Auftraggeber eine Quittung für seine Buchhaltung reicht, ist das auch in Ordnung. Für Deine Buchhaltung reicht die Kopie zur ordentlichen Verbuchung.

Wenn es Dir darum geht, das Risiko zu minimieren, dann sagst Du halt, dass Du ohne Geld Deinen Geigenkasten nicht öffnen kannst. Der Veranstalter wird den Tanzabend mit Sicherheit nicht platzen lassen ... oder so ähnlich ...